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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2023

Von hier aus betrachtet, ist es …

Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle
1

Klappentext:

„Wäre Sallys Leben ein Film, würde sie darin ganz sicher nicht die Hauptrolle spielen. Sie wäre eher der Sidekick - die Tochter, die keine Probleme macht, die Schwester, die Konflikte scheut, ...

Klappentext:

„Wäre Sallys Leben ein Film, würde sie darin ganz sicher nicht die Hauptrolle spielen. Sie wäre eher der Sidekick - die Tochter, die keine Probleme macht, die Schwester, die Konflikte scheut, die Freundin, die ihre Meinung für sich behält. Sally mag diese Rolle nicht, dennoch füllt sie sie aus. Bis die ein paar Jahre ältere Leni bei ihnen einzieht und das Gefüge durcheinanderbringt. In ihrer Gegenwart fühlt Sally sich zum ersten Mal irgendwie echt. Und ist deswegen mehr hin- und hergerissen denn je. Zwischen dem, was von außen betrachtet richtig zu sein scheint, und dem, was sich in ihrem Inneren gut anfühlt. Ist der Moment gekommen, endlich die Protagonistin ihrer eigenen Geschichte zu werden?“





Fazit:

Aus meiner Sicht betrachtet, hat die Autorin wieder alles richtig gemacht. Sallys und Lenis Gefühle und Gedanken sind unglaublich transparent. Ich hatte zu beiden einen guten Draht, viel Verständnis und jede Menge Mitgefühl. Die Atmosphäre empfand ich durchweg als sehr vertraut und gemütlich zugleich.
Ich mochte die langsame Annäherung, die Selbstfindung, Weiterentwicklung und Eigenständigkeit. 

Ich habe mit Leni, Sally und ihrer verrückten Familie eine schöne Zeit gehabt. Ich liebte das Chaos, die witzigen und schlagfertigen Diskussionen, die Probleme, die die Familie meistern musste. 



Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht nicht die Hochspannung sondern das innere der Charaktere. Deshalb vermittelt das Buch auch so tolle und wichtige Werte. Yes - wieder ein Highlight!

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Veröffentlicht am 19.10.2023

99 Phobien und Manien

Das Buch der Phobien und Manien
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Klappentext:

„Kate Summerscale führt uns in das faszinierend-bizarre Labyrinth des menschlichen Unbewussten und unserer sich wandelnden Faibles, Leidenschaften und Besessenheiten – vom Mittelalter bis ...

Klappentext:

„Kate Summerscale führt uns in das faszinierend-bizarre Labyrinth des menschlichen Unbewussten und unserer sich wandelnden Faibles, Leidenschaften und Besessenheiten – vom Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. 99 fesselnde und außergewöhnliche Geschichten von vertrauten (Klaustrophobie) zu überraschenden Ängsten vor Eiern, Haaren, Schweigen und überhaupt vor allem (Pantophobie) – und von deren Heilung. Ein höchst informatives, seriöses und amüsantes A-Z-Kompendium."





Fazit:

Dieses Buch lässt den Leser komplett in die Welt der unterschiedlichsten Phobien und Manien eintauchen. Die Autorin hat sich äußerst viel Mühe gegeben auf die einzelnen Beschwerden, Zwänge, Einbildungen, Wahne und Illusionen einzugehen. 
Manche haben sich im Wandel der Zeit verschlimmert, manche verbessert, oder es sind sogar neue hinzugekommen - die Gründe hierfür und die Geschichte dahinter schildert die Autorin ziemlich ausführlich aber nicht überladen.
Gelegentlich geht Kate Summerscale mal mehr, in anderen Kapiteln dafür mal weniger auf die einzelne Phobie/Manie ein.

Besonders fasziniert hat mich die Tatsache, vor was/vor wem sich Menschen fürchten. Eine Phobie/Manie beeinflusst nicht selten voll und ganz den Alltag der Betroffenen. Ich finde, dass es nicht nur informativ und aufschlussreich ist, sondern auch eine gute Stütze um die Leidtragenden besser zu verstehen.
Lässt sich mit Sicherheit auch super verschenken!

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Veröffentlicht am 18.10.2023

Klingt zunächst vielversprechend aber …

The Ruby Circle (1). All unsere Geheimnisse
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Klappentext:

„Als Louisa eines der seltenen Stipendien für die Highclare Academy erhält, erhofft sie sich einen Neuanfang. Nicht nur, weil sie als Studentin automatisch zum elitären Kreis des Ruby Circles ...

Klappentext:

„Als Louisa eines der seltenen Stipendien für die Highclare Academy erhält, erhofft sie sich einen Neuanfang. Nicht nur, weil sie als Studentin automatisch zum elitären Kreis des Ruby Circles zählt und ihr jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Sondern auch, weil sie glaubt, dort endlich sicher vor den Lügen zu sein, die ihr Leben in einen Albtraum verwandelt haben.

Doch all der Luxus trügt, denn hinter den Mauern der Academy brodelt es und jeder hat ein Geheimnis. Bald weiß Louisa nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Lediglich der unnahbare Theo, der sie durch die Arbeit mit seinen Pferden beeindruckt, scheint sich vom Circle zu distanzieren. Obwohl Louisa spürt, dass es klüger wäre, sich von ihm fernzuhalten, kommen sich die beiden näher. Und schließlich muss sie sich die Frage stellen: Sind ihre Gefühle stark genug, um gegen Theos Geheimnisse zu bestehen?"





Fazit:

Was für ein schönes Cover und vor allem der farbige Buchschnitt! 
Aber der Inhalt? Hm. Warum? Weil ich die Spannung gesucht habe, das Knistern zwischen Louisa und Theo und nicht damit gerechnet hatte, dass sich so viele Szenen rund um Pferde und Reiten drehen. Vor allem habe ich mich am Anfang damit schwer getan mir die ganzen Namen zu merken.
Ich kam lange nicht in die Geschichte rein und später verlor ich einfach immer wieder das Interesse, weil mich die Autorin mit nur ganz wenigen Momenten mitreißen konnte. Schade! Ich werde die Buchreihe abbrechen, obwohl der Cliffhanger zum Schluss wirklich gut gesetzt ist. Vielleicht bin ich mit Anfang 30 schon zu alt oder es ist einfach nicht mein Ding?!

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Veröffentlicht am 04.10.2023

So, so schmerzlich schön

Wilde Minze
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Klappentext:

„Als Sara, Barkeeperin im teuren Szenelokal Yerba Buena, Emilie kennenlernt, die für das Restaurant die Blumen arrangiert, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihre Lebensgeschichten könnten ...

Klappentext:

„Als Sara, Barkeeperin im teuren Szenelokal Yerba Buena, Emilie kennenlernt, die für das Restaurant die Blumen arrangiert, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihre Lebensgeschichten könnten kaum unterschiedlicher sein: Sara ist mit siebzehn aus dem White-Trash-Drogensumpf ihrer Kleinstadt nach Los Angeles geflohen. Dass sie ihren zehnjährigen Bruder zurücklassen musste, wirft sie sich heute noch vor. Emilie ist die Tochter einer gutbürgerlichen kreolischen Familie, hat aber immer darunter gelitten, dass sich die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern auf Emilies drogenabhängige Schwester Colette richtet.

Doch gerade als Sara und Emilie glauben, miteinander ein neues Zuhause gefunden zu haben, holt ihre Vergangenheit sie ein.“





Fazit:

Ich weiß nicht wie es die Autorin macht aber ihr Schreibstil ist einfach so unfassbar gefühlvoll und intensiv, dass es sich wie eine warme Umarmung anfühlt. Ich weiß, dass ich mich darauf verlassen kann, dass genau dieses Niveau immer gehalten wird. 



Die Atmosphäre ist sehr intim und vertraut. Ich fühlte mich zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen sondern immer als Teil des Ganzen. Deshalb sind mir auch Sara und Emilie sehr ans Herz gewachsen. Ihre Schicksalsschläge, das Zusammentreffen und die Liebe sind bewegend und werden beinahe sanft und zärtlich beschrieben. Dieses Buch basiert auf zwei Perspektiven und lebt vor allem von den Rückblicken in die Vergangenheit. Diese sind erschütternd und machen begreiflich wie schwer es beide hatten - jede auf ihre Art.

„Wilde Minze“ ist ein Roman, den jede:r Leser:in in schwierigen Zeiten von Trauer, Vergebung und Heilung gebrauchen kann. Ich bin nach wie vor ein großer Fan von Nina LaCour.

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Bedrohliche Fährte

Die dunkle Spur
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Klappentext:

„Martha’s Vineyard im Sommer - traumhafte Sandstrände, Luxusvillen mit Meerblick, ein Hafen mit eleganten Segeljachten. Die junge Engländerin Claire ist fast ein wenig neidisch, als ihre ...

Klappentext:

„Martha’s Vineyard im Sommer - traumhafte Sandstrände, Luxusvillen mit Meerblick, ein Hafen mit eleganten Segeljachten. Die junge Engländerin Claire ist fast ein wenig neidisch, als ihre Schwester Holly einen Ferienjob auf der Insel der Reichen und Schönen ergattert. Doch dann hört Claire plötzlich nichts mehr von ihr. Alarmiert reist sie nach Martha’s Vineyard, um ihre Schwester zu suchen. Aber Holly ist spurlos verschwunden. Als Claire erfährt, dass auf der Insel vor fünf Jahren eine junge Frau unter rätselhaften Umständen ums Leben kam, befürchtet sie das Schlimmste. Verzweifelt beginnt sie, die letzten Tage vor Hollys Verschwinden zu rekonstruieren - und kommt dabei einer elitären Gesellschaft auf die Spur, hinter deren glänzender Fassade dunkle Abgründe lauern …"





Fazit:

Martha’s Vineyard … hört sich nach einer traumhaften, idyllischen Insel an. Dass Holly nach dem Tod ihrer Mutter einen Neustart wagt und dorthin flüchtet, ist irgendwie verständlich. Doch als sie spurlos verschwindet, wird aus Spaß plötzlich Ernst.
Claire lernte ich in der Gegenwart kennen. Ihre Sorge wuchs quasi minütlich, so dass sie sich auf den Weg macht und Hollys letzte Tage nachstellt. Auf der Insel trifft sie auf Widerstand und seltsames Verhalten. Zudem erfährt sie, dass vor 5 Jahren eine andere junge Frau ums Leben kam.

Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht. Die Spannung wird durch Einblicke in die Vergangenheit gesteigert. Dort lernt man mehr über Holly selbst sowie wie über ihr Party- und Arbeitsleben kennen. 
Einerseits fand ich diesen Part ziemlich spannend, andererseits konnte ich nicht jede Tat nachvollziehen. Claires Verhalten war da schon stimmiger und sinniger. Ihre Beharrlichkeit macht sich bezahlt und die Wendung zum Ende hin, offenbart Schlimmes. Der Twist macht, den für mich zähen und mühsamen Start, wieder gut. Zum Ende hin, ist es Jenny Blackhurst wieder mal gelungen mich gefangen zu nehmen.

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