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Veröffentlicht am 29.10.2017

Geld oder Liebe

Geld oder Liebe
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In einer Villa am See haben sich zehn Senioren zu einer Wohngemeinschaft zusammengetan. Diese Villa gehört Igor, dem Lebensgefährten von Mimi. Aber Igor stirbt, und ein bis dahin unbekannter Erbe möchte ...

In einer Villa am See haben sich zehn Senioren zu einer Wohngemeinschaft zusammengetan. Diese Villa gehört Igor, dem Lebensgefährten von Mimi. Aber Igor stirbt, und ein bis dahin unbekannter Erbe möchte die Villa verkaufen. Mimi und die anderen Senioren versuchen alles, um die Villa behalten zu können. Auch einige nicht ganz legale Mittel werden ins Auge gefasst.

Lilli Beck hat eine lustige Truppe von Senioren geschaffen, von denen jeder einzelne seine kleinen, liebenswürdigen Macken hat. Der Leser begleitet die Villenbewohner bei ihrem Versuch, ihr Dach über dem Kopf zu behalten. Die vielen kleinen Rettungs-Ideen bringen den Leser zum Schmunzeln.

Die Hauptfiguren in Lilli Becks Roman „Geld oder Liebe“ sind gut ausgearbeitet. Es macht Spaß, ihnen auf ihrem Weg zur Rettung ihrer Villa am See zu folgen. Dadurch, dass die Geschichte aus Mimis Sicht in der „Ich-Form“ erzählt wird, ist man als Leser direkt im Geschehen.

Unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass das Buch niemals langweilig oder die Geschichte flach wird. Der lockere Schreibstil macht das Lesen der Geschichte zum Vergnügen. Ein humorvolles Buch für gemütliche Stunden.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 29.10.2017

Abwarten und Bier trinken

Abwarten und Bier trinken
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Der Buchautor Felix Dachsel ist nach eigener Aussage ein engagierter Leistungsverweigerer. Schule war noch nie sein Ding, und jetzt auf der Universität ist es nicht viel anders. Er schildert, wie es ist, ...

Der Buchautor Felix Dachsel ist nach eigener Aussage ein engagierter Leistungsverweigerer. Schule war noch nie sein Ding, und jetzt auf der Universität ist es nicht viel anders. Er schildert, wie es ist, ein Leistungsverweigerer zu sein. Dass er einfach nur faul ist, kann man ihm nicht unterstellen. Wer nichts arbeiten oder leisten möchte, muss sehr kreativ im Erfinden von Ausflüchten sein – eines der leichtesten Übungen des Herrn Dachsel.

Ich habe erwartet, mit „Abwarten und Bier trinken“ ein witziges Buch gekauft zu haben. Leider habe ich äußerst selten schmunzeln können, von Lachern ganz zu schweigen. Witzig ist das Buch aus meiner persönlichen Sicht leider ganz und gar nicht. Der Autor erzählt von seiner Zeit an der Uni als (Nicht-)Student. Ständig fragte ich mich beim Lesen, wann er endlich von der Uni geht und eine Ausbildung anfängt.

Die Geschichte zieht sich, je länger man sie liest. Dafür sind die einzelnen Kapitel angenehm kurz gehalten. Eine Beziehung zur Geschichte und zum Autor konnte ich nicht aufbauen. Als so toll und doch so anstrengend er sein Studentenleben auch beschreibt, es stellt sich immer mehr die Frage, wie er dieses Leben finanziert. Will er den Rest seines Lebens den Geldhahn seiner Eltern aufdrehen, und warum sprechen diese nicht mal ein Wort mit ihm? Was sie über ihren Sohn denken und von seinem Lebensstil halten, erfährt der Leser nicht.

Das Buch ist eine Abfolge von Erlebnissen des Autors. Der Schreibstil ist gut, auch die Interaktion mit dem Leser. Er spricht diesen oft direkt an, was den Leser wohl näher an ihn heranbringen soll. Am Ende des Buches erwartet diesen ein kleiner Selbsttest, ob man selbst zum Leistungsverweigerer geeignet ist. Dieser Test ist natürlich auch mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Das Buch konnte mich nicht überzeugen und gehört für mich daher in die Rubrik „Geschmackssache“. Ich könnte mir vorstellen, dass jemand, der studiert hat oder noch studiert, den einen oder anderen Kommilitonen in Felix Dachsel wiedererkennt und das Buch daher zum Schmunzeln findet.

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Veröffentlicht am 29.10.2017

Dornenmädchen

Dornenmädchen
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Psychotherapeutin Faith wird von einem Stalker verfolgt. Um ihn endlich loszuwerden, möchte sie in ein Haus ziehen, welches sie von ihrer Großmutter geerbt hat und ihr Verfolger nicht kennt. Sie kann nicht ...

Psychotherapeutin Faith wird von einem Stalker verfolgt. Um ihn endlich loszuwerden, möchte sie in ein Haus ziehen, welches sie von ihrer Großmutter geerbt hat und ihr Verfolger nicht kennt. Sie kann nicht ahnen, dass grausame Geheimnisse dort auf sie warten.

Kann eine Geschichte über 800 Seiten haben und die ganze Zeit über die Spannung halten? Dieses Buch beweist, dass das geht. Während sich der Leser zu Beginn noch fragt, warum das Buch so dick ist, wo die Geschichte doch schon nach kurzer Zeit fast aufgeklärt scheint, gibt es immer mehr düstere Geschehnisse.

Karen Rose spielt perfekt mit den Emotionen ihrer Leser. Die wechselnden Perspektiven erlauben Einblicke in das Seelenleben und Denkweise der verschiedenen Figuren. Manchmal allerdings auch etwas zu ausschweifend, könnte man meinen. Doch am Ende hatte auch dieses ausführliche Beschreiben von Personen und ihrer Vergangenheit einen Sinn.

Viele Ereignisse lassen weder den Ermittlern noch dem Leser viel Zeit zum Durchatmen. Vieles passiert ungefähr zur gleichen Zeit. Orts- und Zeitangaben helfen hier bei der Orientierung. Große Horror-Szenen erspart die Autorin ihrem Lesern. Dieser erfährt zwar, welche grauenvolle Taten begangen wurden, auf eine genaue Beschreibung dieser wird aber verzichtet. Wer hinter all diesem Schrecken steckt, bleibt lange im Dunkeln.

„Dornenmädchen“ hat bei mir ein wunderbares Kopfkino ausgelöst, so intensiv, wie es nur selten ein Roman schafft. Das Buch ist der Auftakt zu einer Reihe. Mal abwarten, ob der zweite Band diese Qualität halten kann.

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Veröffentlicht am 29.10.2017

Totenstille im Watt

Totenstille im Watt
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Dr. Bernhard Sommerfeldt ist ein beliebter Arzt in Norddeich. Tag und Nacht ist er für seine Patienten da. So unterstützt er beispielsweise eine Frau, welche Probleme mit ihrem gewalttätigen Ehemann hat. ...

Dr. Bernhard Sommerfeldt ist ein beliebter Arzt in Norddeich. Tag und Nacht ist er für seine Patienten da. So unterstützt er beispielsweise eine Frau, welche Probleme mit ihrem gewalttätigen Ehemann hat. Niemand im Ort ahnt, dass der liebe Doktor eine neue Identität angenommen hat und ein Geheimnis mit sich trägt. Der Arzt hat seine Prinzipien. Manchmal ist nur ein Mord die Lösung eines Problems. Aus seiner persönlichen Sicht hat jede Tat ihre Berechtigung und Rechtfertigung.

Die Geschichte wird aus der „Ich-Perspektive“ von Dr. Sommerfeldt erzählt. Näher kann der Leser dessen Gefühlen und Gedanken nicht kommen. Mich hat er jedoch nicht ganz erreicht, ich konnte nicht in seine Welt eintauchen. Dabei ist die Geschichte nicht schlecht. Sich in unserer heutigen Zeit unentdeckt ein neues Leben aufzubauen, ist nicht einfach. Die Figur ist gut ausgearbeitet und hat Entwicklungspotential. Durch einen guten Schreibstil und geschickt gewählter Worte sind die Gedanken Sommerfeldts gut dargestellt.

Am Rande der Geschichte begegnet der Leser Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wer die „Ostfriesen-Reihe“ von Autor Klaus-PeterWolf kennt, weiß, dass Ann Kathrin eine gute Ermittlerin ist.

Es handelt sich um den Start einer neuen Reihe des Autors. Auch, wenn ich nicht richtig „warm“ mit der Hauptfigur wurde, gefällt mir die Geschichte und ich möchte wissen, wie es weiter geht.

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Veröffentlicht am 08.10.2017

Das Opfer Null

Das Opfer Null
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Ein Serienkiller hält die Polizei in Atem. Die Psychiaterin Anna unterstützt sie als Profilerin. Doch sie kommt im Fall einfach nicht weiter. Sie erhält Unterstützung von Lucas, mit dessen Hilfe weitere ...

Ein Serienkiller hält die Polizei in Atem. Die Psychiaterin Anna unterstützt sie als Profilerin. Doch sie kommt im Fall einfach nicht weiter. Sie erhält Unterstützung von Lucas, mit dessen Hilfe weitere Hinweise ausgewertet werden können. Plötzlich endet die Mordserie, und es stellt sich die Frage, warum der Täter von der Bildfläche verschwunden ist. Das seltsame Verhalten von Lucas beunruhigt Anna. Doch nicht nur Lucas hat etwas zu verbergen.

Es ist der Roman eines italienischen Autors, der unter dem Pseudonym Federico Inverni geschrieben wurde. Erzählt wird die Geschichte aus zwei Blickwinkeln. Der Teil von Anna wird aus ihrer Perspektive erzählt. Lucas Sicht wird in der dritten Person erzählt. So ist der Leser Anna emotional näher als ihm. Allerdings wird der Perspektiven-Wechsel nicht vor den jeweiligen Kapiteln erwähnt, was etwas verwirrt. Denn oft sind mehrere Kapitel hintereinander aus demselben Blickwinkel erzählt.

Die Charaktere Anna und Lucas sind gut ausgearbeitet und schaffen es, den Leser zu packen und bei der Geschichte zu halten. Die anderen Figuren rücken etwas in den Hintergrund, und es fällt schwer, auch zu ihnen eine Beziehung aufzubauen. Dies ist für die Geschichte aber auch nicht unbedingt notwendig.

Es hat etwas gedauert, in den Schreibstil des Autors hineinzufinden. Ist dies geschehen, liest sich der Roman sehr gut. Die Spannung baut sich Seite für Seite auf. Dazu trägt auch die Stückchen für Stückchen ans Licht kommende Vergangenheit von Anna und Lucas. Am Ende des Buches laufen alle Fäden zusammen.

Das große Finale ist leider schnell vorbei, fast schon zu schnell. Trotzdem bietet es einige Überraschungen und hat einige Wendungen zu bieten. Mit „Das Opfer Null“ ist dem Autor ein Buch gelungen, welches ich empfehlen kann.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Penguin-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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