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Veröffentlicht am 07.12.2025

Verschenktes Potenzial

Terror at the Gates
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Ich wollte es wirklich lieben. Generell liebe ich die Bücher von Scarlett St. Clair, aber mit diesem Buch habe ich mich echt schwergetan. Optisch ist das Buch eine 12 von 10. Es ist unfassbar schön mit ...

Ich wollte es wirklich lieben. Generell liebe ich die Bücher von Scarlett St. Clair, aber mit diesem Buch habe ich mich echt schwergetan. Optisch ist das Buch eine 12 von 10. Es ist unfassbar schön mit den illustrierten Innenklappen, mit den ganzen Details, die super zur Geschichte passen, und das Wende-Cover ist der absolute Wahnsinn. Leider konnte der Inhalt nicht an die äußere Gestaltung des Buches mithalten. Der Schreibstil an sich ist wie immer sehr gut. Man fliegt durch die Seiten, man kommt relativ gut rein, obwohl man am Anfang viele Informationen hat. Man dachte, es kommt ein richtig krasses Worldbuilding. Allerdings: Fehlanzeige. So richtig viel von der Welt erfährt man nicht. Ich glaube, das ist auch mit einer meiner größten Kritikpunkte.

Erstmal zum Protagonisten. Lilith mag ich sehr gerne. Sie ist in einer Art eine taffe junge Frau, die ihr eigenes Leben führen möchte. In einer anderen Art ist sie sehr emotional und sensibel. Ich finde, dadurch wird sie sehr greifbar. Allerdings ist sie teilweise auch noch sehr naiv, möchte immer mit dem Kopf durch die Wand und hat mich einige Nerven gekostet. Ihr Verhalten war nicht immer nachvollziehbar und teilweise auch sehr anstrengend. Z dagegen mochte ich sehr gerne. Man hat relativ schnell gemerkt, dass hinter seiner Fassade ein warmherziger Mensch steckt, der sich viele Gedanken um Lilith macht. Die kleinen Kapitelchen waren einfach so süß und man konnte dadurch seine Zuneigung zu ihr besser verstehen.

Ich fand die Anziehung zwischen den beiden aber ein bisschen schwierig. Sie kennen sich ja schon jahrelang, was ich eigentlich sehr cool fand. Sie haben sich somit nicht Hals über Kopf verliebt, aber die Gespräche zwischen den beiden waren tatsächlich eher sehr oberflächlich, sodass ich die Anziehung der beiden doch nicht verstanden habe. Z als Hilfe fragt, ob alles in Ordnung ist. Sie sagt ja. Er sagt: „Lüg mich nicht an.“ – „Okay, du bist genervt von mir.“ Das waren gefühlt ungefähr 80 Prozent der Gespräche. Lange Zeit passiert nichts zwischen den beiden und in den letzten 20 Prozent nähern sie sich an. Ich habe nichts gegen Slowburn, aber danach war es absolut nur noch Spice. Ich weiß, dass Scarlett St. Clair für Spice bekannt ist und eigentlich stört mich das auch nicht, aber es war halt zu geballt, dadurch dass es in den letzten 20 Prozent des Buches einfach nur passiert ist. Es gab gefühlt auf den Seiten nichts anderes.

Die Geschichte begann sehr vielversprechend, allerdings gab es ziemliche Längen. Es passierte alles auf einmal, dann passierte so gar nichts, was ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Gerade wenn man doch einen Dolch hat, der Menschen umbringt, möchte man ermitteln. Aber weder Z noch Lilith haben wirklich darauf reagiert. Es war dann so: Ja, ist halt so. Aber die Fragen, die man sich dabei gestellt hat, haben die beiden am Anfang nicht gestört. Im Laufe der Zeit kam immer wieder was dazu, dann nahm die Ermittlung wieder Fahrt auf, nur damit dann wieder Längen kamen, in denen eigentlich nicht viel passierte. Zum Ende hin ging es Schlag auf Schlag, was mir dann persönlich so ein bisschen zu schnell abgehandelt wurde.

Auch ein Kritikpunkt ist das Magiesystem. Es gibt Magie in diesem Buch. Welche, kann ich allerdings nicht sagen, weil die Magie eigentlich keine Rolle spielte, obwohl sie ein sehr zentraler Bestandteil sein sollte. Das fand ich so ein bisschen schade und es hat mir wirklich gefehlt. Die Herrscherfamilien sind die einzigen, die mit Magie ausgestattet sind. Aber welche Magien es gibt – keine Ahnung. Man weiß nur die von Lilith, aber richtig in Action hat man sie auch nicht gesehen, weil sie sie zu diesem Zeitpunkt an den Leuten nicht anwenden konnte, und da ging es auch nicht. Ja, das war halt wirklich echt richtig schade.

Auch rundherum, was für andere Magiewesen oder Kreaturen es gab, wurde nicht wirklich beschrieben. Es wurde eigentlich gar nicht so richtig auf die Umstände eingegangen, immer nur mal so Andeutungen gemacht, und dann auf einmal tauchte so ein Glibberdämon auf. Ich dachte mir nur so: Woher kommt denn bitte jetzt ein Dämon? Es gab in dem ganzen Buch nicht einen Hinweis auf Dämonen. Ja, das war wirklich echt so ein bisschen schwierig. Wie gesagt, am Ende passierte alles Schlag auf Schlag. Es gab auch einen Plottwist, den fand ich echt richtig gut, aber die meisten Fragen waren einfach unbeantwortet geblieben. Es wurde entweder nichts gemacht oder zu schnell abgehandelt.

Die Beziehung zwischen den beiden konnte ich auch nicht so wirklich nachvollziehen, beziehungsweise nur teilweise. Es ist eigentlich sehr schade, weil das Buch nämlich unfassbar viel Potenzial hat, weil die Geschichte an sich wirklich sehr, sehr spannend ist. Ich hoffe tatsächlich, dass Teil 2 besser wird. Ich werde Teil 2 auf jeden Fall lesen und dem Ganzen noch mal eine Chance geben, weil ich einfach wirklich Potenzial in dem Buch sehe. Ich würde dem Ganzen tatsächlich zwischen drei bis dreieinhalb Sternen geben. Einfach, weil ich wirklich noch Hoffnung habe, dass in Band 2 vieles, vieles besser wird. Es ist kein schlechtes Buch, aber es gibt deutlich bessere.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Süße Liebesgeschichte

My Idea of No. 14
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Das Buch hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. Besonders mochte ich die Kombination aus ernsten Themen mit einem lockeren Humor und einer ordentlichen Portion Sarkasmus. Trotz der humorvollen Seite war ...

Das Buch hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. Besonders mochte ich die Kombination aus ernsten Themen mit einem lockeren Humor und einer ordentlichen Portion Sarkasmus. Trotz der humorvollen Seite war die Geschichte tiefgründig – insbesondere in Bezug auf Sams Vergangenheit und die schwierige Beziehung zwischen Leah und ihrem Vater.

Der Schreibstil war locker leicht, sodass man regelrecht durch die Seiten flog. Die bildhafte Sprache sorgte dafür, dass ich das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu sein.

Allerdings konnte ich manche Entscheidungen und Verhaltensweisen von Leah und Sam nicht immer nachvollziehen – vor allem im Hinblick auf ihre Beziehung. Es ging mir teilweise zu schnell: In einem Moment sagen sie, sie dürften nicht zusammen sein, und im nächsten werfen sie sämtliche Bedenken über Bord. Dadurch blieb mir die emotionale Tiefe ihrer Verbindung manchmal verschlossen, und ich konnte die Anziehung zwischen den beiden nicht ganz greifen. Auch die Zeitsprünge erschwerten stellenweise das Verständnis.

Was mir hingegen gut gefiel, war die Entwicklung von Sam. Es war schön zu sehen, wie er sich nach und nach für Leah öffnet – auch wenn sein Verhalten nicht immer einfach zu deuten war. Gerade dieser schrittweise Einblick in seine Gedankenwelt hat mir gefallen.

Leah hingegen empfand ich stellenweise als naiv – besonders in der Szene mit ihrem Ex-Freund im Club, in der sie sehr kindlich und leichtfertig reagiert. Das machte sie mir kurzfristig etwas unsympathisch. Zwar reflektiert sie ihr Verhalten später, dennoch fand ich ihre Reaktion anfangs schwer nachvollziehbar.

Auch das Ende wirkte auf mich etwas zu glatt: Dass Sam und Leah nicht offen miteinander gesprochen haben und stattdessen beide weglaufen, erschien mir unnötig dramatisch. Leahs Entschluss, an die Uni zu gehen kam mir etwas zu problemlos. ich hätte erwartet, dass sie mehr mit ihren geplatzten Träumen hadert.

Trotz dieser Kritikpunkte war es eine zuckersüße Liebesgeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich freue mich schon auf die nächsten Teile.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Schöner Suspense-Roman

Tainted Dreams
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Das Buch hat mir ganz gut gefallen, jedoch mit ein paar Kritikpunkten.

Erst mal das Cover, das ist traumhaft schön. Es verspricht eine düstere Atmosphäre voller Geheimnisse und aufgrund dessen war ich ...

Das Buch hat mir ganz gut gefallen, jedoch mit ein paar Kritikpunkten.

Erst mal das Cover, das ist traumhaft schön. Es verspricht eine düstere Atmosphäre voller Geheimnisse und aufgrund dessen war ich alleine schon sehr gespannt, wie die Geschichte sich entwickelt und ob das Cover zum Inhalt passt. Kim Nina Ockers Schreibstil ist wie immer sehr authentisch, sehr flüssig und man fliegt förmlich durch die Seiten. Der Schreibstil ist auch sehr modern gehalten.

Das Setting im luxuriösen Florida finde ich auch sehr spannend, besonders die Geschichte rund um die Jachten. Das ist ein Setting, was man halt sonst eher seltener hat.

Charlotte fand ich in einer Art eine sehr starke und sympathische Protagonistin, aber auch darüber hinaus teilweise sehr naiv und unsicher. Ich habe mir von ihr als Rolle der Personenschützerin mehr erwartet und ich konnte ihre Handlung teilweise nicht nachvollziehen. Wieso meldet sie die Person nicht, die sich im Gebüsch aufhält und nimmt quasi die Bedrohung von Romeo einfach so hin, ohne der Familie Bescheid zu sagen. Sie warnt zwar ihren Bruder mal kurz vor, aber im Endeffekt hat sie sich auf die Erpressung eingelassen.

Auch die Anziehung zwischen ihr und Gideon kann ich nicht ganz so nachvollziehen. Irgendwie war die Anziehung von Anfang an schon da, aber sie wirft ihre ganzen Prinzipien im Endeffekt über Bord, um mit ihm zu schlafen und macht sich danach gar keine Gedanken, obwohl sie sich vorher sehr lange mit dem Thema auseinandergesetzt hat und auch selber gesagt hat, dass sie das nicht machen kann. Ich fand das alles so ein bisschen tatsächlich zu schnell von der Beziehung der beiden. Besonders nachdem Gideon sich ihr und auch anderen gegenüber nicht wirklich korrekt verhalten hat, dass sie einfach so über das Thema hinweggegangen ist.

Gideon fand ich am Anfang sehr interessant, besonders mit seinen zwei Gesichtern. Er weiß wirklich zu schätzen, was er für ein Luxusleben hat und sieht es wahrscheinlich auch nicht als selbstverständlich, aber dennoch benehmt er sich manchmal total daneben, wie man es teilweise als Vorurteil erwartet. Auch gegenüber seiner Angestellten fand ich den Ton teilweise sehr harsch und auch von Charlotte.

Alles in allem finde ich die Rivalität zwischen den zwei reichen Familien sehr spannend und das Buch endete mit einem richtigen Cliffhanger. Ich konnte zwar vieles nicht nachvollziehen, werde die Reihe aber auf jeden Fall weiterhin verfolgen, einfach nur damit ich weiß, ob die Bösen wirklich so böse sind und welches Geheimnis die Newtons wirklich umgibt. Alles in allem würde ich dem Buch dreieinhalb bis vier Sterne geben.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Guter Young-Adult-Thriller

The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe)
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The Reappearance of Rachel Price hat mir in seiner Gesamtheit sehr gut gefallen.

Zuerst muss ich das Cover einmal hervorheben, was ich einfach richtig richtig passend für das Buch finde.

Der Schreibstil ...

The Reappearance of Rachel Price hat mir in seiner Gesamtheit sehr gut gefallen.

Zuerst muss ich das Cover einmal hervorheben, was ich einfach richtig richtig passend für das Buch finde.

Der Schreibstil von Holly Jackson war wie immer sehr flüssig und authentisch und man flog regelrecht durch die Seiten.

Ich muss sagen, mit dem Inhalt habe ich am Anfang ein bisschen gehadert. Ich brauchte ein bisschen in die Geschichte reinzukommen. Die Charaktere waren mir von Anfang an nicht sonderlich sympathisch, allen voran Bel. Im Laufe der Geschichte hat man sie immer besser kennengelernt und auch die Intention der anderen Charaktere. Nichtsdestotrotz fehlte mir irgendwie eine Bindung zu ihnen allen, was halt zu ein Paar Pünktchen Abzug führte.
Die Geschichte an sich war sehr spannend und am Anfang relativ langsam aufgebaut, führte dann aber doch relativ schnell zu einem absoluten Plot Twist, als dann Rachel auf der Matte stand.
Ich muss sagen, gerade diese kleinen ausgearbeiteten Details haben mir sehr gut gefallen und der Geschichte wirklich eine gute Spannung verliehen. Man musste die ganze Zeit mit rätseln. Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, fand ich dann aber doch ein bisschen schnell abgearbeitet.

Alles in allem würde ich dem Buch vier Sterne geben. Es ist ein coole Young Adult Thriller und bekommt von mir auf jeden Fall eine Empfehlung und ich werde auch weitere Bücher von Holly Jackson lesen.

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Veröffentlicht am 21.07.2024

Magisch, emotional und berührend

Ruthless Vows
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Ruthless Vows, der zweite Band der Letters of Enchantment Dilogie von Rebecca Ross, setzt die faszinierende Geschichte von Iris und Roman nahtlos fort. Nachdem mich Divine Rivals völlig überrascht und ...

Ruthless Vows, der zweite Band der Letters of Enchantment Dilogie von Rebecca Ross, setzt die faszinierende Geschichte von Iris und Roman nahtlos fort. Nachdem mich Divine Rivals völlig überrascht und begeistert hat, waren meine Erwartungen an die Fortsetzung entsprechend hoch.

Die Handlung beginnt genau dort, wo der erste Band endete. Iris versucht verzweifelt, Roman zu erreichen, der nach einem Angriff von Dacre seine Erinnerungen verloren hat. Durch die magischen Schreibmaschinen starten sie erneut eine geheime Brieffreundschaft, während der Krieg zwischen den Göttern Enva und Dacre immer intensiver wird.

Besonders gefallen hat mir, dass der zweite Band mehr magische und göttliche Elemente ins Spiel bringt, was die Fantasywelt viel präsenter macht. Rebecca Ross Schreibstil bleibt zauberhaft und fesselnd, und die Briefe zwischen Iris und Roman sind wieder ein absolutes Highlight. Iris zeigt erneut unglaublichen Mut und Stärke, was sie für mich zu einer bewunderten Heldin macht. Auch die Nebencharaktere wie Attie, Tobias und Keegan sind wunderbar ausgearbeitet und bereichern die Geschichte enorm.

Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass einige Charakterentwicklungen zu hastig und nicht ganz schlüssig wirkten. Auch fand ich das Ende etwas abrupt und hätte mir gewünscht, dass einige Fragen beantwortet würden. Trotzdem überzeugte der zweite Band durch seine spannende Handlung und die emotionale Tiefe.

Die Gestaltung des Buches, einschließlich des Covers und Farbschnitts, ist einfach wunderschön und trägt zur magischen Atmosphäre bei. Insgesamt ist Ruthless Vows eine gelungene Fortsetzung, die vielleicht nicht alle meine Erwartungen erfüllt hat, aber dennoch eine klare Leseempfehlung verdient.

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