Das Cover von Midwatch ist ansprechend für die Zielgruppe und die innere Gestaltung begeistert mich total. Viele Illustrationen welche ebenso wie die komplette Schrift in einem tollen blau gehalten ...
Das Cover von Midwatch ist ansprechend für die Zielgruppe und die innere Gestaltung begeistert mich total. Viele Illustrationen welche ebenso wie die komplette Schrift in einem tollen blau gehalten sind. Das hat mir das Gefühl gegeben ein Zauberbuch zu lesen.
Es startet direkt mit der Aufnahme im Institut, so das ich direkt mitten drin war und es spannend los ging. Schnell merkt man wie besonders dieses Schulheim ist. Sowohl die neuen Mädchen als auch die Lehrer schließt man sogleich ins Herz.
Die Mädchen werden so angenommen wie sie sind und ihren Vorlieben entsprechend gefördert. Bei all dem haben sie die Aufgabe Bösewichte zu bekämpfen indem sie Rätsel lösen und das führt sie natürlich auf äußerst spannende Missionen bis hoch in den Himmel oder auch tief unter die Erde.
Gut gefallen hat mir nach jedem Kapitel die Illustration eines Notizzettels mit nützlichem Wissen, welches zb sein kann wie man geräuschlos geht, überzeugend lügt oder einen Verband anlegt.
Ein tolles, spannendes Kinderbuch das sich zügig und leicht lesen lässt.
Dieses Buch hat mich schon auf der ersten Seite mitten ins Herz getroffen, gefangen genommen und bis zum letzten Satz nicht mehr losgelassen.
Die schüchterne, verlorene Vica ist eine Figur mit der ich ...
Dieses Buch hat mich schon auf der ersten Seite mitten ins Herz getroffen, gefangen genommen und bis zum letzten Satz nicht mehr losgelassen.
Die schüchterne, verlorene Vica ist eine Figur mit der ich mich identifizieren kann. Aber auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und einzigartig. Der Handlungsstrang spielt auf zwei Zeitebenen die sich wunderbar miteinander verbinden.
Der Schreibstil liest sich einfach und flüssig, hat dabei jedoch etwas poetisches und nimmt mich gefühlvoll mit.
Man kann Vicas Entwicklung, und auch die ihres Vaters bildlich mitverfolgen. Aus dem schüchternen, verlorenen Kind wird ein glücklicher, wissbegieriger Teenager der seine Stärken und Wünsche entdeckt und lernt sich durchzusetzen.
Im Grunde genommen geht es hier darum so akzeptiert zu werden wie man ist und glücklich zu sein.
Eine wunderschöne Story.
In Laurentius' Wunder begegnen wir dem vielschichtigen Lebensweg Giulianos, der sich nach dem mysteriösen Verschwinden seiner Mutter und dem erlittenen Missbrauch in eine Spirale der Verzweiflung begibt. ...
In Laurentius' Wunder begegnen wir dem vielschichtigen Lebensweg Giulianos, der sich nach dem mysteriösen Verschwinden seiner Mutter und dem erlittenen Missbrauch in eine Spirale der Verzweiflung begibt. Um den Schmerz zu überwinden, sucht er Zuflucht in einem Kloster, wo er sich in Laurentius verwandelt – ein neuer Name, der seine Suche nach Identität und Glauben symbolisiert. Bereits früh wird sein Außenseiterstatus deutlich, als er von seinen Mitbrüdern belächelt wird, weil er behauptet, den heiligen Franziskus in der Basilika San Francesco gesehen zu haben. Dieser mystische Moment, der als Wunder gedeutet werden soll, entfacht eine Kette von Ereignissen, die ihn – nach Zwangseinweisungen in die Psychiatrie – bis in den Vatikan führen. Dabei erlebt er die Widersprüche zwischen institutionellem Skepsis und seiner unerschütterlichen Überzeugung, dass Gott ihn wachrütteln will, um die Welt vor ihrem Selbstzerstörungsdrang zu bewahren.
Die Erzählung ist geprägt von einem intensiven Wechselspiel zwischen Tragik und Ironie. Irene Matt schafft es, den Protagonisten als einen zutiefst menschlichen Charakter zu zeichnen, der trotz großer innerer und äußerer Widrigkeiten – mit Zweifeln, Ängsten und Fehlern – seinen Glauben festhält. So wird Laurentius nie als unfehlbarer Held inszeniert, vielmehr begegnet uns ein junger Mann, der sich in einem ständigen Spannungsfeld zwischen spiritueller Sinnsuche und der rationalisierten, oft kalten Realität unserer Zeit bewegt. Der Roman wirft dabei wichtige Fragen auf: Wie viel Raum bleibt für Wunder in einer Welt, die zunehmend von Vernunft und sogar KI dominiert wird? Können individuelle Glaubenserfahrungen dem starren System von Institutionen standhalten, oder bleiben sie schmerzhafte Einsame Exkursionen im geistigen Exil?
Strukturell ist das Buch ebenfalls spannend aufgebaut. Beginnend mit seinem tragischen frühen Leben, führt uns der Leser durch Schlüsselerlebnisse im Kloster, die Zwangseinweisungen und eine überraschende Wendung in den Vatikan – wo Laurentius als Beauftragter der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen tätig wird – bis hin zu einem halboffenen Ende, das den Leser noch lange mit Fragen über Glauben, Wunder und die wahre Natur der Heiligen zurücklässt. Besonders beeindruckend sind die atmosphärischen Szenen, etwa in der Abtei von Assisi, die mit viel Gefühl und Detailreichtum beschrieben werden und das innere Ringen des Protagonisten berührend darstellen.
Insgesamt überzeugt Laurentius' Wunder durch seine lebendige, unkonventionelle Erzählweise und den Mut, den schmerzhaften, spirituellen Kampf eines Außenseiters authentisch darzustellen. Trotz – oder gerade wegen – der widersprüchlichen Elemente regt der Roman zum Nachdenken an und bietet einen facettenreichen Einblick in das Ringen um Glauben und Identität in einer Welt, die oft wenig Platz für das Übersinnliche lässt. Ein Werk, das sowohl emotional bewegt als auch kritisch herausfordert, und das seine Leserinnen und Leser noch lange begleiten mag.
„Der Klang meiner Erde“ entführt uns in eine faszinierende Welt des Tango Argentino – weit mehr als eine einfache Tanzanleitung. Nicole Nau und Luis Pereyra zeichnen in diesem Buch ein vielschichtiges ...
„Der Klang meiner Erde“ entführt uns in eine faszinierende Welt des Tango Argentino – weit mehr als eine einfache Tanzanleitung. Nicole Nau und Luis Pereyra zeichnen in diesem Buch ein vielschichtiges Porträt eines Tanzes, der aus der Verschmelzung indigener Wurzeln, europäischer Einflüsse und afrikanischer Klänge erwachsen ist. Die Leser:innen erleben nicht nur die technische Seite des Tangos, sondern tauchen ein in eine bewegende Geschichte, die von Schmerz, Stolz, Sehnsucht und Hoffnung erzählt.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die einfühlsame Darstellung des Tangos als Ausdruck kollektiver Erfahrungen. Die Autoren lassen uns spüren, wie der Tanz ursprünglich als rauer, kämpferischer Ausdruck männlicher Konkurrenz auf staubigen Straßen entstand und sich über Jahrhunderte zu einem Symbol kultureller Identität entwickelte. Luis Pereyra, als Enkel einer Indianerin, verleiht der Geschichte eine ganz persönliche Note, die dem Gesamtbild eine authentische und emotionale Tiefe verleiht.
Die kunstvolle Verknüpfung von historischen Fakten und poetischer Sprache macht das Buch zu einer regelrechten Entdeckungsreise. Die farbigen Abbildungen tragen dazu bei, dass der Leser die lebendige Ästhetik und Leidenschaft des Tangos beinahe fühlen kann. Man spürt regelrecht, wie jeder Tanzschritt, jede Bewegung, und jede Erinnerung einen Teil der Geschichte Argentiniens widerspiegelt.
Dieses Buch ist eine Hommage an den Tango – seine Ursprünge, seine kulturelle Bedeutung und seine unsterbliche Kraft, Menschen miteinander zu verbinden. Es richtet sich nicht nur an passionierte Tänzer:innen, sondern an alle, die sich von einer tiefgreifenden Verbindung zwischen Kunst und Leben inspirieren lassen wollen.
„Arc & Ruin“ knüpft direkt an den ersten Band an und liefert einen gelungene Neustart mit einem Rückblick, der genau erklärt, was im ersten Teil passiert ist. Dadurch fühlt man sich sofort wieder mitten ...
„Arc & Ruin“ knüpft direkt an den ersten Band an und liefert einen gelungene Neustart mit einem Rückblick, der genau erklärt, was im ersten Teil passiert ist. Dadurch fühlt man sich sofort wieder mitten im Geschehen – so clever! Trotzdem würde ich jedem empfehlen, erst Band 1 zu lesen, bevor man hier einsteigt.
In diesem Band wird das fiktive Universum noch weiter ausgebaut – fast wie in einem Reisetagebuch, in dem man Stück für Stück mehr über die Geschichte und die Welt erfährt. Die Autorin führt uns durch längst zurückreichende Ereignisse, die die Charaktere geprägt haben, und lässt uns deren Hintergründe besser verstehen. Dabei müssen die Helden schwere Entscheidungen treffen und Allianzen schmieden, was der Geschichte richtig Drive verleiht.
Was mir besonders gefallen hat, ist, wie die Figuren weiterentwickelt werden. Die Ich-Perspektive in den Kapiteln von Rah, Irin sowie auch von Shina und Mae sorgt dafür, dass man deren Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen kann. Rah glänzt mit ihrer starken Entwicklung und ihre Verbindung zu den geheimnisvollen Wölfen wird immer spannender. Irin bekommt hier mehr Tiefgang: Rückblenden in seine Vergangenheit als Arax machen seine Entscheidungen und Beweggründe greifbarer. Shina und Mae sorgen zwar für aufregende Momente, werden aber manchmal von den anderen Charakteren überschattet.
Der Schreibstil von Marie Graßhoff ist einfach angenehm zu lesen. Die Beschreibungen sind lebendig, sodass man echt in die Geschichte eintauchen kann. Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Die Mischung aus Action, Emotionalität und Rückblicken macht das Lesen zu einem echten Abenteuer.
Der Abschluss des Buches ist ein gelungener, spannender Showdown, der genug Raum bietet, sich von den Charakteren zu verabschieden und neugierig auf ihre Zukunft zu machen. Für alle, die im ersten Band schon heiß auf die Geschichten von Rah, Irin und den anderen waren, ist „Arc & Ruin“ ein absolut empfehlenswertes Lesevergnügen.