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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2018

Endlich lernen wir Akil näher kennen

Die Archive der Seelenwächter: Weg des Kriegers
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Akil ist ein Seelenwächter.
Im ewigen Kampf gegen die Schattendämonen hilft er den Menschen und nutzt dazu die Kraft seines Elementes: der Erde. Doch nun hat ihn diese Kraft verlassen, und Akil möchte ...

Akil ist ein Seelenwächter.
Im ewigen Kampf gegen die Schattendämonen hilft er den Menschen und nutzt dazu die Kraft seines Elementes: der Erde. Doch nun hat ihn diese Kraft verlassen, und Akil möchte nur noch eines: darüber hinwegkommen. Wie? Am besten mit einer wilden Party.
Bei einem feuchtfröhlichen Abend in einer Bar lernt er einen Fremden kennen. Akil ahnt nicht, dass diese Begegnung schwerwiegende Folgen für ihn haben wird und er sich einem Menschen aus seiner Vergangenheit stellen muss, den er eigentlich vergessen wollte.


In diesem Band lernen wir Akil noch einmal völlig neu kennen und zwar noch vor seiner Zeit als Seelenwächter. Das passiert mit Hilfe von Flashbacks was das Buch auch wahnsinnig spannend macht. Es gibt immer einen Wechsel zwischen Vergangenheit und den aktuellen Ereignissen. Wir erfahren wie hart Akils Leben in seiner frühen Jugend war. Er musste sich selbst durch stehlen versorgen, litt dauernd an Hunger und hatte eigentlich nur seine Freunde. Als die drei sich plötzlich mit einem Fluch konfrontiert sehen wird sich alles ändern.

Besonders toll fand ich dass man schon in dem jungen Akil sein späteres Wesen findet. Er ist wahnsinnig loyal, mutig und mental stark und denkt auch da schon gerne an Sex. Genau wie der Akil den wir jetzt kennen.

Zentral ist für mich auch immer wieder die Frage gewesen ob er seine Seelenwächter Fähigkeiten zurück erlangt. Aber auch da kommen wir einen Schritt weiter. Ob es gelingt verrate ich hier natürlich nicht.

Ich fand das Buch wirklich toll und bin sehr froh dass wir Akil nun besser kennen lernen konnten. Kann es wie immer jedem Leser empfehlen! Aber vorher Teil eins bis zwölf der Serie lesen. ;)

Veröffentlicht am 21.03.2018

Lässt mich eher kalt

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. Und Firebloods wie sie werden von der Frostblood-Elite des Königreichs gnadenlos gejagt. Als die königlichen ...

Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. Und Firebloods wie sie werden von der Frostblood-Elite des Königreichs gnadenlos gejagt. Als die königlichen Soldaten Ruby aufspüren, wird sie ausgerechnet von dem jungen Frostblood-Krieger Arcus gerettet. Kälte und Eis sind seine Waffen, doch er braucht Rubys Feuer, um eine Rebellion gegen den verhassten König anzuzetteln. Ruby weiß, dass sie einem Frostblood nicht vertrauen sollte, doch jede Berührung zwischen ihnen knistert wie eine Flamme im Schneesturm. Sie ahnt nicht, welch dunkles Geheimnis sich hinter seiner eisigen Fassade verbirgt …


"Vom Eis berührt" ist der erste Teil einer Trilogie. Band "Vom Feuer geküsst" wird im Herbst erscheinen.

Das Buch ist mir optisch sofort aufgefallen. Das Cover ist ein absoluter Hingucker und stellt Feuer und Frost perfekt war. Wirklich begeistert war ich als ich das Buch ausgepackt habe, denn unter dem Schutzumschlag ist das gleiche Bild direkt auf das Buch gedruckt zu finden. Das liebe ich.

Ich habe also voller Freude angefangen zu lesen. Der Anfang war auch wirklich spannend ohne viel Drumherum und ich habe gut in die Geschichte gefunden. Nur nicht zu Ruby. Da wollte sich einfach keine Verbindung aufbauen aber ich habe noch gehofft dass sich das ändert. Relativ schnell verlor das Buch aber an Tempo und konnte mich auch nicht mehr fesseln. Ein paar mal ist mir der Kopf runter gefallen; wenn es wirklich spannend ist passiert mir das nie. Sehr schade fand ich auch das alles so vorhersehbar war. Ziemlich früh merkt man wer wer ist, was passieren soll und sogar wann jemand wieder auftritt. Da hat es mir enorm an der Überraschung gefehlt, das hätte man besser lösen können. Das letzte Drittel wurde dann wieder spannender und ließ sich schnell lesen. Der Schluss war auch nicht überraschend und kommt ohne bösen Cliffhanger aus.

Wie schon erwähnt bin ich anfangs nicht warm geworden mit Ruby. Das hat sich leider gehalten. Sie ist zwar nicht unsympathisch, aber sie hat mich einfach nicht berührt. Ich konnte nicht besonders mit ihr leiden.
Arcus fand ich da schon besser. Aber auch er hat nicht den Weg in mein Herz gefunden. Irgendwie bleiben die Charaktere zu blass. Selbst den allseits verhassten König konnte ich nicht hassen. Die Emotionen haben einfach gefehlt. Übrigens auch in der Lovestory. Die war unscheinbar und nicht wirklich intensiv.

Der Weltentwurf hat mir gut gefallen. Die Idee Feuer gegen Eis ist zwar nicht neu aber trotzdem noch nicht abgeschmackt. Im zweiten Teil wird es wohl mehr von den Firebloods geben was mich sehr freut. Vielleicht bekommt der nächste Teil dadurch mehr Feuer im Sinn von Temprament, Emotionen und Spannung. Zu hoffen wäre es.

Für mich ist "Fire & Frost - Vom Eis berührt" ein durchschnittliches Buch das eine tolle Idee hat, aber einige Schwächen in der Spannung und vor allem den Charakteren und Emotionen. Von mir gibt es 3,5 Sterne, Tendenz nach unten.

Veröffentlicht am 19.03.2018

Eines meiner Jahreshighlights!

Vertrauen und Verrat (Kampf um Demora 1)
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"Vertrauen und Verrat" ist der Auftakt einer Trilogie. Die folgenden Teile werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 ("Liebe und Lügen") und Frühjahr 2020 ("Gefühl und Gefahr") erscheinen.

Zuerst muss ich ...

"Vertrauen und Verrat" ist der Auftakt einer Trilogie. Die folgenden Teile werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 ("Liebe und Lügen") und Frühjahr 2020 ("Gefühl und Gefahr") erscheinen.

Zuerst muss ich der Autorin, Erin Beaty, für dieses phänomenale Debüt danken! Sage und ihre Geschichte haben mich nicht mehr los gelassen und ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und die doch recht kurzen Kapitel haben mir gut gefallen.

Anfangs hatte ich mich etwas bedenken mit dem Buch, denn die ersten circa 70 Seiten haben sich doch gezogen. Es war nicht wirklich spannend, das Augenmerk lag auf Sage und ihren Verhältnissen. Doch dann nimmt die Geschichte immer mehr und mehr an Fahrt auf bis sie irgendwann ihren Höhepunkt erreicht und man förmlich an den Seiten klebt. Einen solchen Sog hatte ich lange nicht mehr bei einem Buch. Der Schluss war dann etwas ruhiger und es gibt keinen bösen Cliffhanger.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Geschichte sind komplex, man muss stellenweise ganz schön aufpassen dass man den Überblick nicht verliert. Das war das einzige was mich zwischenzeitlich gestört hat. Es gibt Decknamen und die wurden benutzt, obwohl die betreffende Person im Raum war. Das fand ich etwas verwirrend, später erklärt sich aber warum das so ist.
Sehr gut gefallen hat mir auch dass hier nicht weich gespült wird. Es gibt Verluste und Verletzungen und da ist man auch nicht zimperlich.

Die Lovestory ist so zart und gut gelungen dass ich regelrecht zerschmolzen bin. Hier gibt es mal keine Dreiecksbeziehung sondern eindeutige Paare und es wird auch nicht so viel gesäuselt. Dafür ist gar keine Zeit. Die Liebesbeziehung macht letztendlich das Buch aus, obwohl sie überhaupt nicht aufdringlich ist. Selten hab ich das so gut umgesetzt gelesen.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Vor allem Sage ist eine starke, dickköpfige, charmante und liebenswerte Protagonistin die ich schnell ins Herz geschlossen habe.
Aber auch diverse Soldaten haben sich den Weg dahin erschlichen und werden so schnell nicht vergessen werden.

Ich kann auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung aussprechen, für mich ist dieses Buch sicherlich ein Highlight dieses Jahres und ich kann die Fortsetzungen gar nicht erwarten.

Veröffentlicht am 16.03.2018

Richtig gut!

Die schwarze Zauberin
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Die 17-jährige Gardnerierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum ...

Die 17-jährige Gardnerierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardnerier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.



Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe war sofort klar: das muss ich haben! Das Cover hat mich in seiner Schlichtheit gleich angezogen und der Klappentext hat mich extrem neugierig gemacht. Dank NetGalley und Harper Collins durfte ich das Buch als Rezensionsexemplar lesen. Es gefiel mir aber schnell so gut dass ich mir das Print Exemplar noch geholt habe.



Anfangen tut das Buch recht seicht, bzw. mit einer ziemlich naiven Protagonistin. Elloren lebt behütet bei ihrem Onkel auf und verlässt diesen dann um zur Universität zu gehen. Außerdem möchte ihre Tante dass Elloren bald verwunden wird. Das ist eine lange Zeit auch das Thema des Buches und da Elloren nicht so mit macht wie die Tante möchte macht diese ihr auf subtilem weg das Leben an der Universität zur Hölle. Elloren bekommt viele Steine in den Weg gelegt und jammert dementsprechend auch recht viel. Mich persönlich hat es nicht gestört, aber ich kann mir denken dass das manchen einfach zu viel ist. Doch dann kommt nach einem relativ dramatischen Ereignis ein Umbruch und Elloren steht endlich mehr zu sich und ihrer Meinung. Sie gibt anderen eine Chance und verändert sich zum positiven. Man könnte fast sagen sie wird erwachsen. Endlich findet sie Freunde und stellt sich gemeinsam mit diesen gegen falsche Regeln dieser Welt. Es gibt noch ein spannendes Finale und ich freue mich nun schon sehr auf den nächsten Teil!



Wirklich gut gelungen ist auch Laurie Forests Weltentwurf der sehr viele verschiedene Arten und Magien beinhaltet. Im Print Exemplar gibt es eine schöne Landkarte. Auch die Themen Politik, Diskriminierung, Sklaverei und Rassismus spielen eine sejr große Rolle. Wir haben hier also einen bunten, aber sehr gelungenen Mix.



Elloren ist eine Protagonistin die mich anfangs oft ein bisschen genervt hat. Doch mir der Zeit verändert sie sich. Sie wird reifer, mutiger, selbstständiger. Die Veränderung fand ich authentisch, nötig und gut gelungen.



Es gibt viele Antagonisten, einer unsympathischer wie der/die Nächste. Manchmal war es schon fast zu viel. Aber Elloren und ihre Freunde beißen sich durch.



Und Freunde hat sie später mehr als genug. Es wirkt schon fast ein wenig zu viel des Guten dass ihr auf einmal so viele beistehen. Aber auch das hat mich nicht allzu sehr gestört.



Besonders gut gefallen hat mir der Stil der Autorin. Irgendwie hat er bei mir ein Gefühl von Harry Potter her gezaubert. Ich fühlte mich in das Buch hereingesogen und habe Stück für Stück Ellorens Welt kennen gelernt. Dabei half mir der Schreibstil der Autorin sehr.



Abschließend kann ich nur sagen das "Die schwarze Zauberin" mich voll überzeugt hat. Ich habe zwar auch einige Schwächen entdecken können, trotzdem hatte ich beim Lesen so ein gutes Gefühl das ich dem Buch gerne fünf Sterne gebe!

Veröffentlicht am 04.03.2018

Enttäuschend...

Silberschwingen 1: Erbin des Lichts
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Thorn kann kaum atmen, ihr Körper schmerzt, ihr Rücken glüht – etwas Unerklärliches geht mit ihr vor. Und schon bald erfährt sie: Sie ist halb Mensch, halb Silberschwinge und schwebt plötzlich in höchster ...

Thorn kann kaum atmen, ihr Körper schmerzt, ihr Rücken glüht – etwas Unerklärliches geht mit ihr vor. Und schon bald erfährt sie: Sie ist halb Mensch, halb Silberschwinge und schwebt plötzlich in höchster Gefahr. Denn als Halbwesen hätte sie bereits nach ihrer Geburt getötet werden sollen. Als Lucien, der Sohn des mächtigen Clanoberhaupts der Silberschwingen, von ihrer Existenz erfährt, macht er Jagd auf sie. Thorn ist fasziniert von Lucien, denn er ist das schönste Wesen, dem Thorn jemals begegnet ist – und zugleich ihr schlimmster Feind.



Das wunderschöne Cover, zusammen mit diesem Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht und ich musste das Buch unbedingt lesen. Das durfte ich dann in Form eines Rezensionsexemplars. Hierfür vielen Dank an den Verlag und NetGalley.



Leider waren meine Erwartungen wohl viel zu hoch. Für mich gibt es einige Kritikpunkte die mich auch zu den knapp drei Sternen gebracht haben. Mehr war einfach nicht drinnen. Am meisten hat mich gestört dass überhaupt keine Gefühle transportiert wurden. Thorn ist mir das ganze Buch über nicht wirklich nahe gekommen und ihre "Lovestory" ist für mich so was von unglaubwürdig dass ich darüber nur immer wieder genervt die Augen verdrehen konnte. Eigentlich hat die Autorin einen schönen Schreibstil, der auch mit vielen Adjektiven recht lebhaft ist. Trotzdem konnten mich keinerlei Emotion erreichen. Da das für mich das wichtigste an einem Buch ist - eine sympathische Protagonistin und Emotionen - hat das Buch eigentlich schon verloren. Doch die Idee mit den Silberschwingen ist ganz gut, vor allem deren Fähigkeiten. Das ist alles gut durchdacht und gefallen hat mir auch das Setting. Dafür gab es wieder Punkte.



Besonders nervig war auch wie lange Thorn im Unklaren gelassen wurde. Jeder zerrt an ihr doch keiner sagt ihr was wirklich Sache ist. Aber warum? Für Spannung hat es auf jeden Fall nicht gesorgt, im Gegenteil, es hat eher den Eindruck von zu gewollten Spannungsaufbau gehabt. So hab ich mich lange durch das Buch quälen müssen. Erst die letzten fünf Kapitel haben mich dann noch mitgerissen. Der Schluss ist offen, es wird ja noch einen zweiten Teil geben. Ich weiß allerdings noch nicht ob ich diesen lesen werde.