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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2026

Spannend wie immer

Der Nachbar
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Der Nachbar - Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzeks „Der Nachbar“ ist ein richtig spannender Psychothriller, der einen sofort packt.

Man ist schnell in der Geschichte und fliegt förmlich durch die Seiten ...

Der Nachbar - Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzeks „Der Nachbar“ ist ein richtig spannender Psychothriller, der einen sofort packt.

Man ist schnell in der Geschichte und fliegt förmlich durch die Seiten dank des flüssigen, klaren Schreibstils.

Besonders gelungen sind die Charaktere: sympathisch, glaubwürdig und mit eigenen Ängsten und Motivationen, sodass man sofort mitfiebert und sich fragt, wie sie die gefährlichen Situationen meistern werden.

Fitzek schafft es wie immer, Alltägliches bedrohlich wirken zu lassen.

SPOILER:

Das Ende hat mir persönlich nicht gefallen, da es offen bleibt und viele Fragen ungeklärt lässt.
Wer klare Abschlüsse mag, könnte enttäuscht sein, doch der Weg dahin ist extrem fesselnd.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Wohltuend!

Glimmer
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Glimmer -Bernhard Tewes

„Glimmer“ lädt ein, Alltag und Emotionen neu zu betrachten: Bernhard Tewes untersucht, wie wir negative «Trigger» wahrnehmen und zeigt uns mit dem Konzept des «Glimmer» eine positive ...

Glimmer -Bernhard Tewes

„Glimmer“ lädt ein, Alltag und Emotionen neu zu betrachten: Bernhard Tewes untersucht, wie wir negative «Trigger» wahrnehmen und zeigt uns mit dem Konzept des «Glimmer» eine positive Alternative.

Diese «Glimmer» sind kleine Momente von Freude, Ruhe oder Zugehörigkeit, die oft unbemerkt bleiben.

Das Buch erklärt mit klarer Sprache und vielen praktischen Übungen, wie man Glimmer erkennt und sie bewusst ins Leben holt, etwa durch Dankbarkeit, kleine Rituale oder bewusste Achtsamkeit.
Dadurch eröffnet es einen bodenständigen, lebensnahen Weg, den Fokus weg von Stress, Angst oder negativen Gedanken hin zu mehr Gelassenheit und innerer Zufriedenheit zu lenken.

Für alle, die bei sich selbst beginnen wollen, ist „Glimmer“ ein wertvoller Impulsgeber für mehr Lebensfreude und innere Ruhe.

Beim Lesen entsteht ein erstaunlich wohltuendes Gefühl, fast so, als würde man selbst in diese leichten, hellen Augenblicke eintauchen.

Ich fühlte mich getragen, beruhigt und gleichzeitig motiviert, mehr auf meine eigenen Glimmer zu achten.
Das Buch hinterlässt ein anhaltend positives, beinahe geborgenes Gefühl.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Herausfordernd!

Dius
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Dius - Stefan Hertmans

Es ist ein anspruchsvolles Werk, das stark in kunsthistorische und literarische Details eintaucht und für Leser*innen ohne Vorkenntnisse mitunter schwer zugänglich bleibt.

Im ...

Dius - Stefan Hertmans

Es ist ein anspruchsvolles Werk, das stark in kunsthistorische und literarische Details eintaucht und für Leser*innen ohne Vorkenntnisse mitunter schwer zugänglich bleibt.

Im Mittelpunkt steht die berührende, komplexe Freundschaft zwischen einem Lehrer und seinem Studenten, die sich über Jahrzehnte entwickelt, durch eine lange Pause unterbrochen wird und in einem dramatischen Ende gipfelt.

Die dichte Sprache und die Fülle an Kunstbezügen fordern, doch eröffnen ein vielschichtiges Nachdenken über Kunst, Zeit und menschliche Nähe.

Es war nicht immer leicht dem Autor zu folgen, aber es hat sich gelohnt. Der mittlere Teil hat sich teilweise etwas gezogen, weshalb ich verhältnismäßig lange für das Buch gebraucht habe.
Eine neue Leseerfahrung, die ich nicht missen möchte.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Unerwartet negativ..

Freundinnen
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Freundinnen (Diogenes Verlag)

Ich habe Freundinnen von einer meiner besten Freundinnen zum Geburtstag geschenkt bekommen – ein schönes, passendes Geschenk, dachte ich. Entsprechend groß war meine Vorfreude ...

Freundinnen (Diogenes Verlag)

Ich habe Freundinnen von einer meiner besten Freundinnen zum Geburtstag geschenkt bekommen – ein schönes, passendes Geschenk, dachte ich. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf bewegende, vielleicht auch nachdenkliche Geschichten über Freundschaft in all ihren Facetten. Doch schon nach der ersten Erzählung war ich irritiert, fast schon etwas bedrückt. Die Geschichten haben durchweg einen negativen, teils bitteren Unterton, mit dem ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte.

Bei vielen der Erzählungen habe ich mich gefragt, ob man hier überhaupt noch von Freundschaft sprechen kann. Die Beziehungen, die geschildert werden, wirkten auf mich oft distanziert, verletzend oder sogar destruktiv – von echter Verbundenheit, Vertrauen oder Wärme, wie ich Freundschaft verstehe, war kaum etwas zu spüren. Das hat mich ziemlich enttäuscht und bei manchen Geschichten sogar ein richtig unangenehmes Gefühl hinterlassen.

Ich persönlich würde das Buch daher nicht verschenken. Es weckt Erwartungen an einfühlsame, vielschichtige Freundschaftsgeschichten, liefert aber stattdessen eher schmerzvolle, manchmal sogar grausame Momentaufnahmen zwischen Menschen. Für mich geht es hier weniger darum, die Grenzen von Freundschaft auszuloten – vielmehr scheinen viele Erzählungen Freundschaft in einem Licht zu zeigen, das ich schlicht nicht teilen kann.

Ehrlich gesagt kann ich auch den zahlreichen positiven Bewertungen nicht zustimmen. Ich wundere mich, wie unterschiedlich dieses Buch offenbar wahrgenommen wird – meine Leseerfahrung war jedenfalls eine ganz andere.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Wunderbares Werk!

Die Geschichte des verlorenen Kindes
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Die Geschichte des verlorenen Kindes - Elena Ferrante

Teil 4 der Neapolitanischen Saga.

Er ließ mich verstört zurück.
Ich musste mich ein paar Tage sammeln, bevor ich mich an diesen Text gesetzt habe. ...

Die Geschichte des verlorenen Kindes - Elena Ferrante

Teil 4 der Neapolitanischen Saga.

Er ließ mich verstört zurück.
Ich musste mich ein paar Tage sammeln, bevor ich mich an diesen Text gesetzt habe.

Die Beziehung zwischen Lila und Lenu bleibt auch im letzten Band zerrissen: mal innig, mal distanziert, doch fast immer unangenehm.
Besonders irritierend wirkt, dass Lenu trotz ihres Erfolges immer wieder zu Lila zurückkehrt – mit einer beinahe kriechenden Haltung, die nach außen schmerzhaft spürbar ist.
Anstatt sich nach so vielen Jahren endgültig zu emanzipieren, verfängt sie sich erneut in diesem ambivalenten Geflecht.

Man wünscht sich, sie möge endlich ihren eigenen Weg gehen, doch die Bindung an Lila zieht sie unaufhörlich zurück.

Dennoch war die Saga wunderbar zu lesen, auch wenn ich dabei von widersprüchlichen Gefühlen hin- und hergerissen wurde.

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