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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2025

Zwischen Zeilen und Zögern

The Right Kind of Wrong
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The Right Kind of Wrong hat mich sehr berührt, denn die Geschichte von Zoe und Noah ist nicht so leicht wie manche andere Geschichten. Sie war ehrlich, leise und doch warm. Die Jubelausgabe ist wunderschön, ...

The Right Kind of Wrong hat mich sehr berührt, denn die Geschichte von Zoe und Noah ist nicht so leicht wie manche andere Geschichten. Sie war ehrlich, leise und doch warm. Die Jubelausgabe ist wunderschön, mit dem Farbschnitt, einem minimalistischen Cover und einem so tollen Innendesign. Schon bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe, habe ich mich auf die Geschichte gefreut.

Die Geschichte handelt von Zoe, die in einer WG mit ihrer besten Freundin Kate lebt, bis Kates Freund Noah einzieht. Was mich besonders beeindruckt hat, war, wie ehrlich und verletzlich Zoe ist. Ihre Unsicherheiten und ihre Gedanken, die sich im Kreis drehen, haben sehr authentisch auf mich gewirkt. Sie werden nicht als Schwäche von ihr dargestellt, sondern sind einfach ein Teil von ihr.
Noah ist am Anfang eher schwerer einzuordnen gewesen für mich, aber man merkt, dass auch er auf seine Weise gebrochen ist. Was ich geliebt habe, war, wie aufmerksam er war.
Kate wiederum ist lebendig, direkt und in ihrem Chaos trotzdem loyal, und gerade das macht die Dynamik zwischen den dreien so toll.

Ich war anfangs skeptisch bei dem Trope „Verliebt in den Freund der besten Freundin“. Wie soll das funktionieren, besonders ohne dass etwas kaputt geht? Aber Jennifer Bright hat es mit so viel Respekt gelöst, dass ich es am Ende sehr mochte. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern sie ist kompliziert und genau dadurch so glaubwürdig.

Während des Lesens habe ich manchmal innegehalten und mich selbst gefragt, wie ich mich in so einer Situation fühlen würde. Und ich habe alle in ihren Entscheidungen sehr verstanden. Das Buch hat mir total deutlich gemacht, dass es nicht immer richtig und falsch gibt, und dass Gefühle sehr kompliziert sein können.

Was diese Jubiläumsausgabe besonders macht, sind die Anmerkungen der Autorin. Sie sind immer mal wieder am Rand, fast wie Gedanken, die plötzlich auftauchen.
Sie machen das Buch viel persönlicher und ich hatte das Gefühl, nicht nur Zoes Geschichte zu lesen, sondern gleichzeitig ein bisschen mit der Autorin über die Geschichte nachzudenken.

Jennifer Brights Schreibstil hat mich besonders berührt. Er ist ruhig, manchmal fast zart und es gab viele kleine Sätze, die ich öfter gelesen habe, weil sie mich sehr berührt haben.

5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an Jennifer Bright für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Ein Sommer, der bleibt

Sea Side Story
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Es gibt Bücher, die liest man. Und es gibt Bücher, in denen man wohnt – zumindest für eine Weile. Sea Side Story war für mich nicht einfach nur ein Buch, sondern wie ein kleiner Film in meinem Kopf. Ich ...

Es gibt Bücher, die liest man. Und es gibt Bücher, in denen man wohnt – zumindest für eine Weile. Sea Side Story war für mich nicht einfach nur ein Buch, sondern wie ein kleiner Film in meinem Kopf. Ich habe Cadilla so lebendig von mir gesehen, als wäre ich selbst dort: das Rauschen der Wellen und der feine Sand unter meinen Füßen.

Cadilla, ein kleiner spanischer Küstenort, ist nicht nur der Ort, sondern so viel mehr. Irgendwo zwischen Rettungsschwimmern, Surfern und dem Meer ist ein Stück meines Herzens geblieben. Die Atmosphäre hat sich so intensiv angefühlt, besonders die ganzen Gespräche zwischen Luz und Rico. Die Freundschaften, die Konflikte, das Chaos im Kopf, das man gerade nach dem Abi so gut kennt. Und obwohl die Geschichte viel Leichtigkeit hat, gibt es auch ernste Momente, die mich sehr berührt haben.

Luz und Rico sind das Herz der Geschichte. Luz ist mutig, aber in ihr stecken auch Zweifel und Sehnsucht. Sie wollte eigentlich einen Roadtrip mit ihrem Bruder machen, aber am Ende ist sie als Rettungsschwimmerin alleine in einem spanischen Küstenort gelandet. Und dann ist da Rico, der coole, unnahbare Surfer, voller Ecken und Kanten. Er hatte schon so viel durchmachen müssen und ich habe mich selber auch ein bisschen in ihn verliebt.

Ich habe beide geliebt, jede ihrer Begegnungen so gerne gelesen, jedes Streitgespräch, jedes Annähern, jede flüchtige Berührung.
Anfangs verstehen sie sich gar nicht und es knistert eher aus Spannung als aus Romantik, aber man merkt schnell, dass es auch besonders an der Feindschaft zwischen den beiden Gruppen liegt.
Man spürt die Konflikte, die zwischen Rettungsschwimmern und Surfern sind, aber auch die, die in den Figuren selbst herrschen .

Die Tropes, die Stefanie Neeb hier eingebaut hat, sind wie Sommersprossen auf der Haut: wunderschön und besonders. Enemies to Lovers, verbotene Gefühle, Sommerromanze mit Tiefe, Konflikte zwischen Gruppen, und vielleicht das Schönste: Coming of Age, nicht plötzlich, sondern mit kleinen Entscheidungen.

Für mich war Sea Side Story ein unfassbar schönes Buch. Ich habe jede Seite genossen und war am Ende echt ein bisschen traurig, Cadilla wieder verlassen zu müssen. Wer also ein Buch mit Sommer, Gefühlen und Spannung sucht, wird hier definitiv glücklich.

5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an Stefanie Neeb für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Große Freundschaften und kleine Schicksale

Die Wahrsagerin kleiner Schicksale
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Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Fantasybuch so sehr ans Herz wachsen könnte, denn eigentlich lese ich Fantasy eher selten. Doch „Die Wahrsagerin kleiner Schicksale” hat mich vollkommen überrascht: ...

Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Fantasybuch so sehr ans Herz wachsen könnte, denn eigentlich lese ich Fantasy eher selten. Doch „Die Wahrsagerin kleiner Schicksale” hat mich vollkommen überrascht: sanft und wunderschön geschrieben, ist dieses Buch wie ein sanfter Spaziergang durch eine märchenhafte Welt.

Tao zieht mit nichts als ihrer Gabe und einem störrischen Maultier durchs Land. Ihre kleinen Vorhersagen sind vielleicht unspektakulär, aber oft voller Bedeutung. Ob Ernteglück oder verlorene Schlüssel: Sie sieht das, was wirklich zählt. Als sie mit zwei ungewöhnlichen Weggefährten zusammen weiterreist, nimmt das Schicksal seinen Lauf, der voller Wärme, Humor und sanfter Tiefe ist.

Was ich besonders fand, war die Ruhe, mit der diese Geschichte erzählt wird. Es gibt keine großen Schlachten, stattdessen sind die Charaktere liebevoll dargestellt. Jeder hat seine eigenen Narben und Geschichten und gemeinsam entsteht zwischen Reisen und Gesprächen eine Found Family. Die sanfte Entwicklung ihrer Beziehung hat mir sehr gut gefallen.

Julie Leongs Schreibstil ist ruhig und dennoch fesselnd. Sie hat es geschafft, Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Ihre Figuren haben von Anfang bis Ende echt und verletzlich aber auch auf ihre eigene Weise stark gewirkt. Sie hat Themen wie Zugehörigkeit sehr berührend in die Geschichte eingebunden, ohne dass diese überfordern. Besonders Taos innerer Konflikt war unfassbar gut dargestellt.

Obwohl ich sonst selten Fantasy lese, war ich traurig, als ich die letzte Seite umblätterte. Nicht weil etwas fehlte, sondern weil sich das Buch so schön angefühlt hat. Es hat mir gezeigt, dass Magie und Schicksal oft in kleinen Momenten des Lebens stecken. Ich freue mich schon jetzt auf alles, was Julie Leong noch schreiben wird und kann „Die Wahrsagerin kleiner Schicksale” nur wärmstens empfehlen – selbst (oder gerade) für diejenigen, die sonst keine Fantasy lesen.

4,5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Wenn aus Fake echt wird

Play Along
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Play Along von Liz Tomforde war für mich ein absolutes Highlight – fast noch mehr als die vorherigen Bände der Windy City-Reihe. Die Geschichte der beiden ist für mich keine bloße Geschichte. Ich habe ...

Play Along von Liz Tomforde war für mich ein absolutes Highlight – fast noch mehr als die vorherigen Bände der Windy City-Reihe. Die Geschichte der beiden ist für mich keine bloße Geschichte. Ich habe gelacht, gelitten und jede einzelne Seite geliebt. Und mich auch ein bisschen in Isaiah verliebt. Dieses Buch hat mich einfach mitgerissen – nicht nur emotional, sondern irgendwie auch durch die Tiefe der Geschichte und den Humor. Ich glaube, jeder, der das Buch gelesen hat, musste mindestens an ein paar Stellen schmunzeln.

Isaiah Rhodes? Der wirklich beste Bookboyfriend. Respektvoll, geduldig, witzig und so unglaublich aufmerksam. Er sieht Kennedy. Nicht nur die Frau, die sie vorgibt zu sein, sondern die, die sie wirklich ist – unter all den Schutzschichten. Ich liebe, wie er mit ihrer Vergangenheit umgeht und ihr Raum gibt, aber trotzdem nie aufhört, für sie da zu sein und sie nicht alleinlässt.
Kennedy hat sich ihren Traum so hart erkämpft – das merkt man auf jeder Seite. Besonders durch ihre Vergangenheit und ihren Chef ist das so bewundernswert.

Die Trope-Kombination aus Fake Marriage, Slow Burn, Workplace Romance und Opposites Attract ist so perfekt geworden. Die spontane Hochzeit am Anfang in Las Vegas wirkt nicht künstlich, sondern hat etwas so Tolles erschaffen. Liz Tomforde hat auch in Play Along eine sehr gesunde, respektvolle Beziehung geschaffen. Nichts zwischen Kennedy und Isaiah wirkt überstürzt oder unecht.

Was ich besonders mochte, war die emotionale Tiefe. Beide Figuren tragen emotionale Last mit sich, die sie nicht einfach durch die Beziehung „verlieren“, sondern die sie gemeinsam lernen zu tragen. Ich fand es schön, wie sensibel mit dem Thema körperliche Nähe umgegangen wird. Isaiah respektiert Kennedys Grenzen und lässt ihr den Raum, den sie braucht.

Trotz all der ernsteren Themen wie Sexismus, familiärer Druck und emotionaler Verletzungen bleibt das Buch nie schwer oder erdrückend. Durch das Team und die tollen Nebencharaktere entsteht eine angenehme Leichtigkeit. Und obwohl es sich um eine Sports Romance handelt, steht nie der Sport im Vordergrund – sondern immer die Menschen dahinter.

Ich freue mich schon jetzt auf Rios Buch, aber genau wie die drei anderen Bände wird auch Play Along für immer einen Platz in meinem Herzen haben.

5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Zweite Chancen unter toskanischem Himmel

A Summer to Remember
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Ein Sommer in der Toskana. Zypressen am Wegesrand, warme Sonnenstrahlen auf der Haut, der Duft von Zitronenblüten in der Luft – und mittendrin eine Geschichte, die mir das Herz auf so viele Weisen berührt ...

Ein Sommer in der Toskana. Zypressen am Wegesrand, warme Sonnenstrahlen auf der Haut, der Duft von Zitronenblüten in der Luft – und mittendrin eine Geschichte, die mir das Herz auf so viele Weisen berührt hat. Und irgendwo zwischen Florenz und einer Villa begegnen sich zwei Seelen wieder, die sich einst geliebt und dann verloren haben. A Summer to Remember fühlt sich wie ein warmer Windstoß an, der die Vergangenheit aufwirbelt und ein bisschen Hoffnung auf einen Neuanfang mit sich bringt.

Man könnte schon fast sagen, dass die Hitze der italienischen Sonne die Geschichte perfekt widerspiegelt: aufgewühlte Gefühle, alte Wunden und ganz viele neue Fragen.

Was dieses Buch besonders macht, sind die tiefgründigen Themen, die Moncomble mit Feingefühl behandelt. Die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen, insbesondere in Bezug auf Mutterschaft und Selbstbestimmung, hat mich tief berührt. Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die so sensibel und offen mit diesen Themen umgeht.

Jasmine ist eine Figur, mit der ich mich in vielen Momenten identifizieren konnte. In meinen Augen ist sie eine unfassbar starke Frau, die leider lernen musste, sich selbst zu halten, nachdem alles um sie herum in sich zusammenfiel.

Das italienische Setting ist mehr als nur Hintergrund. Die Wärme, das Licht, die Geräusche und Gerüche – für mich hat es sich so angefühlt, als wäre ich direkt vor Ort. Man spürt sogar irgendwie das Prickeln des Sonnenuntergangs über den Hügeln der Toskana.

Doch trotzdem muss ich ehrlich sagen: Andrea hat mich manchmal wahnsinnig gemacht. Seine Eifersucht war auf Dauer anstrengend und leider auch ein Stück weit respektlos gegenüber Jasmine. Besonders seine Besitzansprüche haben mir nach einer Zeit manchmal den Spaß am Lesen genommen.

Trotzdem ist A Summer to Remember ein schöner Abschluss der Seasons-Reihe. Besonders die Themen haben mich lange nach dem Lesen noch beschäftigt, denn sie werden leider viel zu selten erzählt.

4/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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