Kurzweilige Unterhaltung, fehlende Charakterentwicklung
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Millie nimmt einen Job als Haushälterin bei der Familie Garrick an. Doch während in der wunderschönen Penthousewohnung in der New Yorker Innenstadt zunächst alles perfekt erscheint, wird Millie schnell klar, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Wendy, die Hausherrin, verlässt beinahe nie ihr Zimmer. Als Millie blutige Kleidung findet, muss sie sich fragen, was wirklich hinter verschlossenen Türen vor sich geht.
Der zweite Band der Housemaid-Reihe um Millie spielt einige Jahre nach dem ersten Band. Millie putzt weiterhin in den Haushalten der Reichen und hält sich mit diesen Jobs geradeso über Wasser. Doch kann sie weiterhin nicht wegsehen, wenn Frauen Gewalt angetan wird oder sie in toxischen Beziehungen stecken. Eine sehr löbliche Eigenschaft, die sie jedoch in ziemliche Schwierigkeiten bringt. Ich finde Millie agiert als Charakter äußerst unlogisch. Nach den Ereignissen des ersten Bandes und ihren jahrelangen Erfahrungen im Gefängnis sollte sie für mich eigentlich ein gewisses Maß an Vorsicht und Misstrauen anderen gegenüber an den Tag legen. Dennoch handelt sie unglaublich naiv und einfältig. Ich konnte ihre Handlungen zeitweise gar nicht nachvollziehen.
Freida McFadden bleibt bei ihrem altbekannten Schreibschema, wodurch sich die erste Hälfte des Buches ziemlich in die Länge gezogen hat, während der zweite Teil einige spannende, wenn auch vorhersehbare, Wendungen nimmt. Wer kurzweilige Unterhaltung sucht, ist bei dieser Reihe auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Da mir die Protagonistin leider gar nicht zusagt, werde ich den dritten Band wahrscheinlich nicht mehr lesen.