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Veröffentlicht am 23.09.2023

Historischer Krimi mit fantastischen Elementen

Ruf der Rusalka
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Lewis van Allington ist nicht nur ein begabter Schriftsteller, sondern auch der beste Ermittler Londons. Doch all die Morde der Stadt haben ihn erschöpft, sodass er sich lieber dem Alkohol, anstatt neuen ...

Lewis van Allington ist nicht nur ein begabter Schriftsteller, sondern auch der beste Ermittler Londons. Doch all die Morde der Stadt haben ihn erschöpft, sodass er sich lieber dem Alkohol, anstatt neuen Ermittlungen zuwendet. Als er jedoch an der Themse einer geheimnisvollen Frau begegnet, die ihn um die Aufklärung des Mordes an ihrer Freundin bittet, kann er der jungen Dame nicht widerstehen und akzeptiert ihren Fall. Währenddessen versuch die junge Reporterin Kate sich einen Namen in der Stadt zu machen und stürzt sich ebenfalls in die Ermittlungen um die ermordeten Frauen. Können Kate und Lewis den Mörder finden, der London in Angst und Schrecken versetzt?

„Ruf der Rusalka“ stand schon ziemlich lang auf meiner Leseliste, sodass ich froh bin dieses Buch endlich beendet zu haben. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Lewis und Kate erzählt. Lewis Arbeit hat ihn im Laufe der Zeit ziemlich viel abverlangt, sodass er in den Alkohol geflüchtet ist, um seine Gefühle zu betäuben. Nur sein Butler (übrigens meine Lieblingsfigur in dem Buch) weiß über sein Laster Bescheid und versucht ihn wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Ich mochte die Wortgeplänkel und die Freundschaft zwischen den Beiden sehr gerne und habe ein ums andere Mal über Dietrichs Sarkasmus schmunzeln müssen. Kate ist eine starke, unabhängige Frau, die versucht ihre Träume zu verwirklichen und nach einer Karriere als Reporterin strebt. Ihr Weg zu einer renommierten Zeitung erschien mir irgendwie zu mühelos, auch wenn sie ein sehr hartnäckiger Charakter ist. Das Ende war überraschend, hat mir aber leider nicht zugesagt, sodass ich letztlich etwas enttäuscht von der Geschichte war.

Insgesamt konnte der Autor mit einem großartigen Schreibstil und interessanten Charakteren punkten, die Handlung selbst und besonders das Ende konnten mich jedoch nicht mitreißen.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Wundervolle Charaktere und eine humorvolle Geschichte

Zimmer gesucht, Liebe gefunden
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Genau an dem Tag an dem Emma zu ihrem Freund Leon ziehen will, möchte dieser sich von ihr trennen und präsentiert sein neue Freundin Larissa bereits wenige Tage danach auf Instagramm. Nun muss schnell ...

Genau an dem Tag an dem Emma zu ihrem Freund Leon ziehen will, möchte dieser sich von ihr trennen und präsentiert sein neue Freundin Larissa bereits wenige Tage danach auf Instagramm. Nun muss schnell eine neue Bleibe her, sodass Emma gezwungen ist zu dem eigenbrötlerischen Nerd Dirk zu ziehen, der eigentlich gar keine Mitbewohnerin möchte. Zwischen Spinnenphobien und Pizza kommen die Beiden sich jedoch näher und entdecken, dass sie vielleicht gar nicht so unterschiedlich sind, wie gedacht.

„Zimmer gesucht, Liebe gefunden“ ist das erste Buch von Caroline Brinkmann, welches ich gelesen habe, wird jedoch sicherlich nicht das letzte gewesen sein. Ich mochte ihren humorvollen und leichten Schreibstil, der mich durch das Buch hat fliegen lassen. Ihre Charaktere haben sehr liebenswerte Eigenschaften, wie zum Beispiel Emmas Eigenart mit Pflanzen zu sprechen und ihnen Namen zu geben. Aber auch die diversen Nebencharaktere habe ich wirklich liebgewonnen allen voran Pepper und natürlich Pamela. Für mich leider etwas negativ hervorzuheben war, dass die Beziehung von Dirk und Emma in der ersten Hälfte des Buches eigentlich gar keine Rolle spielt und es viel mehr um Leon und Emmas Trennung geht. Danach ist mir die Entwicklung von Mitbewohnern zum Pärchen viel zu überstürzt und fast unglaubwürdig. Hier hätte eine langsamere Entwicklung der Beziehung deutlich authentischer gewirkt, auch wenn ich die Beiden als Paar trotzdem mochte. Die Darstellung von Instagram und Social Media als oberflächliche und häufig gestellte Pseudorealität fand ich hingegen gut ausgearbeitet. Das kritische Auseinandersetzen mit solchen Plattformen hat mir sehr gut gefallen.

Insgesamt ist dieses Buch wirklich eine wunderschöne, humorvolle und romantische Geschichte, die gute Unterhaltung und liebenswerte Charaktere bietet und damit eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Auf dem Weg in die Hölle

Wer die Hölle kennt
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Alex hat bei der Rettung von Darlington versagt. Doch so schnell lässt sich Geisterseherin Galaxy Stern nicht entmutigen. Um Darlington zu retten, bleibt Alex nichts anderes übrig als seine Seele direkt ...

Alex hat bei der Rettung von Darlington versagt. Doch so schnell lässt sich Geisterseherin Galaxy Stern nicht entmutigen. Um Darlington zu retten, bleibt Alex nichts anderes übrig als seine Seele direkt aus der Hölle zu befreien. Doch dafür muss Alex erst einmal den Höllenpfad finden, der irgendwo in der Stadt New Haven versteckt liegt und das natürlich, ohne Aufmerksamkeit zu erregen und von der Uni zu fliegen. Während Alex einen Weg in die Hölle sucht, ist ihr jedoch nicht klar, dass die Dämonen bereits unter ihnen weilen und die Zeit, um Darlington zu befreien beinahe abgelaufen ist.

Auch im zweiten Band der Reihe um Galaxy Stern geht es deutlich düsterer zu als man es von Leigh Bardugos Geschichten gewöhnt ist. Im Gegensatz zum ersten Band der Reihe führt uns diese Geschichte deutlich weiter weg von der kleinen, fast unscheinbaren Magie der Verbindungen, hin zu den wirklich gefährlichen Ritualen, Vampiren und Dämonen. Diese Steigerung zum ersten Band hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte es, dass neben Darlington und Alex auch weitere Charaktere aus dem ersten Band mehr Raum in der Geschichte bekommen, allen voran Dawes und Turner. Die Beiden habe ich im diesem Band richtig liebgewonnen, nachdem sie mir im ersten Teil etwas zu blass waren. Ich mochte auch dieses Mal wieder wie New Haven mit seinen Besonderheiten in die Geschichte eingebracht wurden, sowie die vielen Zitate und Buchbezüge, die ebenfalls in der Geschichte verarbeitet wurden. Ein großes Problem hatte ich jedoch mit der Handlung selbst, die mir zu langatmig erzählt wurde. Neben wirklich guten und sehr spannenden Episoden hatte die Geschichte für mich zu viele belanglose Wiederholungen, was mir ein ums andere Mal die Leselust geraubt hat, sodass ich mich stellenweise wirklich durch die Handlung kämpfen musste. Nach dem Ende des Buches erwarte ich noch einen nächsten Band in der Reihe. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Überleben

Wilder Girls
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Seit mehr als einem Jahr steht das Mädcheninternat auf Raxter Island aufgrund einer bisher unbekannten Seuche unter Quarantäne. Bei den Mädchen des Internates führt diese Krankheit zu Mutationen und nicht ...

Seit mehr als einem Jahr steht das Mädcheninternat auf Raxter Island aufgrund einer bisher unbekannten Seuche unter Quarantäne. Bei den Mädchen des Internates führt diese Krankheit zu Mutationen und nicht selten auch zum Tod, während die Tiere und Pflanze der Insel verwildern und totbringend sind. Die einzigen Nahrungsmittel werden durch Boote vom Festland geliefert, doch diese reichen bei Weitem nicht, um alle zu ernähren. In so einer toxischen Umgebung ist das, was über Leben und Tod entscheiden kann, der Zusammenhalt. So sind Reese, Hetty und Byatt eine eingeschworene Gruppe von Freundinnen, die alles füreinander riskieren würden. Als Byatt verschwindet, tun Hetty und Reese alles, um sie wiederzubekommen und setzen damit Ereignisse in Gang, die zu ihrer aller Untergang führen könnten.

Die Geschichte startet mitten in der Quarantäne, die der Insel auferlegt wurde. Die Tox, wie die Seuche von den Mädchen genannt wird, hat beinahe alle Schülerinnen des Internates befallen und zu Mutationen oder deren Tod geführt. Der Fokus des Buches liegt auf der Geschichte von Hetty, Byatt und Reese, drei Freundinnen, die zusammen das Internat besucht haben und eine unzertrennliche Einheit bilden. Als Erzähler fungiert Hetty und in kurzen Abschnitten auch Byatt im Verlauf der Geschichte. Ich mochte den Zusammenhalt und die emotionale Stärke der Mädchen, vor allem in Anbetracht der Umstände auf der Insel. Leider fehlte es mir vor allem in der Beziehung zwischen Hetty und Reese, aber auch zwischen den anderen Charakteren an emotionaler Tiefe. Man muss wohl anmerken, dass die Geschichte selbst nichts für schwache Leserherzen ist, denn sowohl Gewalt als auch Tod, wenn auch nicht ausführlich beschrieben, spielen eine große Rolle in der Handlung. Dessen ungeachtet wirkte die Geschichte, trotz solider Story, auf mich zu oberflächlich. Gerade das Ende war mir viel zu offen und bringt die Geschichte nicht zu einem sinnvollen Abschluss. Auch die Kapitel in denen Byatt ihre Geschichte erzählt, empfand ich eher als langweilig und wenig voranbringend für die Handlung.

Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht mitreißen. Mehr als eine solide Überlebensgeschichte über ein paar junge Mädchen war das Buch für mich leider nicht.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Muss man gelesen haben!

Iron Widow - Rache im Herzen
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Als die 18-jährige Zetian der Armee als Konkubinen-Pilotin beitritt ist ihr einziges Bestreben die Rache am Mörder ihrer Schwester. Denn die riesigen Kampfmaschinen, die zum Schutz der Bevölkerung an der ...

Als die 18-jährige Zetian der Armee als Konkubinen-Pilotin beitritt ist ihr einziges Bestreben die Rache am Mörder ihrer Schwester. Denn die riesigen Kampfmaschinen, die zum Schutz der Bevölkerung an der großen Mauer stationiert sind, müssen stets von der Qi-Magie eines Mannes und einer Frau betrieben werden. Da die Macht des männlichen Partners jedoch immer größer als die seiner Partnerin ist, bedeutet dies für die Konkubine meist den Tod. Doch als Zetian das Cockpit der Maschine besteigt, wird klar, dass sich nicht jede Frau der Qi-Macht ihres Partners beugen muss.

„Iron Widow“ ist eine der außergewöhnlichsten Geschichten, die ich seit langem gelesen habe. Die Gesellschaft in der Zetian aufgewachsen ist, wird ausschließlich von Männern dominiert und die Rolle der Frau auf nicht mehr als einen Besitz herabgewürdigt. Das in den Kampfmaschinen täglich Mädchen sterben, spielt eigentlich keine Rolle, da sie natürlich den Männern zu dienen haben. Trotz ihrer Erziehung lehnt sich Zetian gegen dieses System auf und bekommt Unterstützung durch ihren Freund Yizhi und Pilot Li Shimin, der selbst einige seelische Wunden erlitten hat, mit denen man ihn zur Kooperation zwingt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Zetian, deren Wille zur Veränderung mich sehr beeindruckt hat. Ihr innerer Kampf mit ihrer Erziehung und der Scham, die ihr seit Kindesbeinen an eingetrichtert wurden, wird eindrucksvoll geschildert. Auch die Tatsache, dass sowohl Zetian, die sich auf ihren Lotusfüßen kaum bewegen kann, als auch Shimin, der fast blind ist, körperlichen Einschränkungen unterliegen, die mit ihrer geistigen Kraft in Widerspruch stehen, war für mich ein interessanter Aspekt der Geschichte. Durch ihre Fehler und Dispute wirkten die Protagonisten sehr real auf mich, sodass ich mit ihnen mitfiebern konnte. Das Worldbuilding erinnerte mich ein bisschen an den Film Pacific Rim, trotzdem fand ich die Geschichte sehr originell und einzigartig. Die Handlung ist von vorne bis hinten spannend und mitreißend. Ich habe jede einzelne Seite genossen und auch das Ende hat mich nochmal richtig überraschen können. Dieses Buch ist auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights! Ich kann den nächsten Band kaum erwarten.

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