Cover-Bild Der kleine Lord
Band 20682 der Reihe "Reclam Taschenbuch"
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Reclam, Philipp
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 06.09.2022
  • ISBN: 9783150206829
Frances Hodgson Burnett

Der kleine Lord

Emmy Becher (Übersetzer)

Der Klassiker, der zum weihnachtlichen Kultfilm wurde: Der achtjährige Cedric wächst bei seiner Mutter in ärmlichen New Yorker Verhältnissen auf, als er erfährt, dass er Nachkomme einer alten Adelsfamilie ist. Fortan soll er bei seinem gestrengen Großvater auf einem herrschaftlichen Anwesen in England leben.
Frances Hodgson Burnett war der Ansicht, dass nichts auf der Welt mehr Macht besäße als ein gütiges Herz, und mit ihrem »Kleinen Lord« schuf sie den Inbegriff von Großherzigkeit. – Mit einer kompakten Biographie der Autorin.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2026

Was fürs Herz

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Der kleine Cedric lebt mit seiner Mutter in einfachen Verhältnissen in New York und bemüht sich rührend um sie, seit der Vater verstorben ist. Die Nachricht, dass sein Vater ein Lord und der einzige verbliebene ...

Der kleine Cedric lebt mit seiner Mutter in einfachen Verhältnissen in New York und bemüht sich rührend um sie, seit der Vater verstorben ist. Die Nachricht, dass sein Vater ein Lord und der einzige verbliebene Erbe des englischen Familienbesitzes war, bringt das Leben der kleinen Familie gehörig durcheinander, schließlich war Cedrics Großvater bisher nicht begeistert von der wenig standesgemäßen Heirat seines Sohnes, muss nun aber, aus der Not heraus einen Erben zu bestimmen, Kontakt aufnehmen.

Jeder kennt wahrscheinlich die bekannte Verfilmung des Stoffes mit Alec Guinness als kaltherzigen englischen Adligen, der den Enkel als Erben nach England kommen lässt und dabei die Mutter des Jungen so absolut und vollkommen ignoriert, wie es nur irgend geht und wie dieser kleine Junge, engelsgleich das Herz des Alten erobert und diesen zu einem besseren Menschen macht. Reichlich rührselig, aber so ans Herz gehend, dass der Film natürlich perfekt in die Weihnachtszeit passt und daher im deutschen Fernsehen ebenso Tradition ist, wie die Verfilmung von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Ich muss gestehen, dass ich mich dem Film lange verweigert habe, das war mir zu viel offenkundiger Kitsch und zu viel Herzschmerz und überhaupt zu viel von allem. Nachdem ich ihn dann aber doch gesehen habe, konnte ich die Anziehungskraft dahinter durchaus nachvollziehen, stillt die Geschichte doch in unvergleichlicher Art das Bedürfnis nach Harmonie und heile Welt.

Die ursprüngliche Geschichte hat jetzt zwar gar nichts mir Weihnachten zu tun, das tut dem Leseerlebnis allerdings keinen Abbruch. Natürlich merkt man der Geschichte ihr Alter in Stil und Sprache sehr an, stellenweise kann sie sogar etwas anstrengend werden, aber das ist bei Jane Austen auch manchmal der Fall. Was mich allerdings doch mehr als einmal hat stocken lassen ist einfach die doch sehr plakative Darstellung von Gut und Böse, der engelsgleiche blonde Cedric, seine ebenso engelsgleiche, gütige, hilfsbereite, aufopfernde Mutter, die ihr Wohl absolut und uneingeschränkt dem ihres Kindes unterordnet und dem gegenüber der kaltherzige Großvater, blind gegenüber den Nöten und Bedürfnissen seiner Pächter, unversöhnlich was die Lebensentscheidungen seiner verstorbenen Kinder angeht, selbst nie in der Lage ihnen gegenüber Liebe zu empfinden und später im Buch auch noch die vermeintliche Witwe seines anderen Sohnes, die Ansprüche für ihr eigenes Kind anmeldet und als absolut verdorben dargestellt wird. Sicher entspricht all dies dem Empfinden der Zeit, kann aber auch leicht zu viel werden aus moderner Sicht.

Das Buch ist unbestreitbar ein Klassiker, den man nicht nur zur Weihnachtszeit lesen kann und auch sollte. Natürlich muss man ein bisschen auf Kitsch und dieses heile Welt Gefühl stehen, aber letztlich tut ein bisschen Kitsch keinem weh und was fürs Herz ist der kleine Lord Fauntleroy allemal.

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Veröffentlicht am 31.12.2023

Einer kleiner Lord mit großem Herz

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Der siebenjährige Cedric wächst mit seiner Mutter in einer ärmlicheren Gegend von New York auf. Doch der kleine Junge ist bei allen in der Gegend beliebt, hat er doch ein großes Herz und ein sonniges Gemüt, ...

Der siebenjährige Cedric wächst mit seiner Mutter in einer ärmlicheren Gegend von New York auf. Doch der kleine Junge ist bei allen in der Gegend beliebt, hat er doch ein großes Herz und ein sonniges Gemüt, welches Jedem freundlich gesinnt ist. Als eines Tages der Anwalt eines englischen Grafen vor der Tür steht und verkündet, dass Cedric ein Lord und einziger Erbe des Grafen ist, ändert sich seine Welt jedoch schlagartig. Fortan soll er unter dem Dach seines strengen und unnahbaren Großvaters in England leben. Doch der kleine Lord schafft es sogar das härteste Herz zum Schmelzen zu bringen.

Die meisten kennen diese Geschichte wahrscheinlich aus der gleichnamigen Verfilmung, die ein beliebter Weihnachtsfilm ist. Interessant ist jedoch, dass die Geschichte eigentlich überhaupt keinen Bezug zur Weihnachtszeit hat. Andererseits ist die Botschaft des Buches jedoch eine, die sich leicht auch auf die Weihnachtszeit übertragen lässt. Cedric ist ein wundervoller kleiner Junge, der mit seinem großen Herzen und seinem fröhlichen Gemüt allen um sich herum das Beste wünscht. Und so ist alles was er möchte, denjenigen denen es schlecht geht zu helfen. Sein Großmut und seine Freundlichkeit sind es letztlich, die selbst auf den egoistischen und selbstgerechten Grafen Eindruck machen und diesen zu einem besseren Selbst verhelfen. Eine kleine Freundlichkeit kann sehr viel bewirken und manchmal sogar Leben verändern. Na wenn das keine weihnachtliche Botschaft ist.

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Veröffentlicht am 01.01.2023

Little Lord Fauntleroy – Wie der kleine Lord so manches Leben verändern konnte (Rezension zur englischen Ausgabe)

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Kurzmeinung
Lord Fauntleroy und seinen Großvater muss man einfach ins Herz schließen! Diese Geschichte zeigt, dass manche eine zweite Chance verdienen.

Rezension
In dem Buch Little Lord Fauntleroy begleiten ...

Kurzmeinung
Lord Fauntleroy und seinen Großvater muss man einfach ins Herz schließen! Diese Geschichte zeigt, dass manche eine zweite Chance verdienen.

Rezension
In dem Buch Little Lord Fauntleroy begleiten wir den siebenjährigen Cedric Errol, der zu Beginn der Geschichte erfährt, dass er der Erbe des Earls von Dorincourt ist. Er und seine Mutter werden ersucht, vom fernen Amerika nach England zu reisen, damit der kleine Lord dort seine Ausbildung im Schloss des Earls antreten kann. Cedric muss viele Freunde zurücklassen, freut sich aber auch darauf, seinen liebevollen Großvater endlich kennenzulernen. Auf der Fahrt nach England muss er jedoch erfahren, dass er in seiner neuen Heimat getrennt von seiner Mutter leben wird – diese zieht nämlich lediglich in ein Landhaus anstelle des Schlosses. Der Earl war nicht gerade begeistert von der Heirat seines Sohnes und er hegt noch immer eine starke Abneigung gegen Mrs. Errol – was ihr Sohn jedoch nicht wissen darf, damit seine Beziehung zum Earl nicht negativ beeinflusst wird. Die Mutter des kleinen Lords ist nicht die Einzige, die Probleme mit dem Earl hat. Denn auch jeder andere, der in Dorincourt lebt, weiß, welch ein Tyrann der Aristokrat ist. Es macht jedoch den Eindruck, als könne Cedric genau das erreichen, was niemandem bislang gelungen ist – durch ihn ändert der Earl sein Verhalten… Und wer weiß? Vielleicht ist der Earl ein Mann, der eine solche, zweite Chance tatsächlich ergreift und zu nutzen versteht.

Über diese Figuren möchte ich etwas sagen
Lord Fauntleroy – es ist schon wirklich süß, wie unschuldig Cedric ist. Er scheint keinen einzigen Moment lang zu denken, dass irgendjemand böse Absichten haben oder ein schlechter Mensch sein könnte. Für ihn hat jeder Augenblick etwas Positives und er tut sein Möglichstes, um seine Pflichten zu erfüllen und das Leben seiner Lieben ein kleines bisschen besser zu machen.
Earl of Dorincourt – dieser Charakter macht definitive eine positive Verwandlung innerhalb des Buches durch. Während er anfangs keinen Gedanken an die Bürger von Dorincourt verschwendet und gar nicht einsieht, etwas für irgendjemanden zu tun – egal, in welcher Beziehung er zu jener Person steht – beginnt er durch seinen Enkelsohn, alles zu überdenken.

Das ist mein persönliches Lieblingszitat
I am not popular; I never was. But he is fond of me. He never was afraid of me – he always trusted me. He would have filled my place better than I have filled it. I know that. He would have been an honour to the name.“ – Little Lord Fauntleroy, Seite 179

Habt ihr Little Lord Fauntleroy bereits gelesen oder eine der Verfilmungen dazu geschaut?
Wenn ja, was haltet ihr von der Geschichte und ihrer Umsetzung?
Wenn nicht, ist es schon auf eurer Lese-/Watch-Liste?

Bis bald!
Michelle :)

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