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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2018

Der neue Winterritter

Eiskalt
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Dem Tod gerade nochmal davongekommen, erwarten Harry seine Pflichten als Mabs neuer Winterritter. Und schon sein erster Auftrag hat es in sich. Er soll eine Unsterbliche töten, und nicht irgendeine Unsterbliche, ...

Dem Tod gerade nochmal davongekommen, erwarten Harry seine Pflichten als Mabs neuer Winterritter. Und schon sein erster Auftrag hat es in sich. Er soll eine Unsterbliche töten, und nicht irgendeine Unsterbliche, sondern die Lady des Winters persönlich. Doch das ist nicht die einzige Bedrohung die Harry bekämpfen muss. Denn jemand sehr Mächtiges hat vor Chicago in die Finsternis zu stürzen und nur Harry und sein Team können die Stadt noch retten.

Der neue Fall von Harry Dresden führt ihn direkt in die Streitigkeiten des Winters und mal wieder muss Harry Chicago vor dem Untergang retten. Selbst als Ritter des Winters und kurz zuvor von den Toten auferstanden verliert Harry nichts von seinem Charme und Witz, der ihn so besonders macht. Auch dieses Abenteuer ist mal wieder voll von spannenden Wendungen, Humor, Magie und einer Prise Romantik. Die Fortsetzung einer der besten und am meisten unterschätzten Serien, die ich kenne. Mal wieder ein echtes Highlight meines Lesejahres.

Veröffentlicht am 30.11.2018

Von Schwalben und Raben

Codename Eisvogel – »The Kingfisher Secret«
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Grace ist eine erfolglose Klatschreporterin, deren einzig wirklich interessante Kolumne wiederholte Interviews mit Elena Craig, Exfrau des aktuellen Präsidentschaftskandidaten der USA sind. Als sie mehr ...

Grace ist eine erfolglose Klatschreporterin, deren einzig wirklich interessante Kolumne wiederholte Interviews mit Elena Craig, Exfrau des aktuellen Präsidentschaftskandidaten der USA sind. Als sie mehr über Elenas Vergangenheit herausfinden möchte, gerät sie selbst ins Fadenkreuz des KGB. Grace findet heraus, dass Elena als junges Mädchen angeworben und als „Schwalbe“ ausgebildet wurde, um in hohen politischen Kreisen zu spionieren. Doch während Grace versucht ihre Story zu beweisen, muss sie um ihr Leben fürchten.

Seit langem habe ich mal wieder einen Spionageroman zur Hand genommen. Neben der doch recht spärlichen Inhaltsangabe, die etwas Raum für Spekulationen lässt, wird vor allem auch mit dem anonymen Autor und dem Hinweis am Buchende, dass der Autor dadurch seine Quellen schützen will, Einiges an Spannung und auch Erwartung geschürt. Ausnahmsweise, denn ich bin wahrlich kein Fan von sinnlosen Untertiteln, finde ich, dass „The Kingfishers Secret“ noch mal eine ganz andere Relation zu Elenas Codenamen gibt. Der Eisvogel klingt zwar sehr schön, „Kingfisher“ als englisches Pendant zeigt jedoch für meine Begriffe viel deutlicher, dass sie auf die höchsten Positionen und wichtigsten Männer der Politik angesetzt werden sollte.
Das Buch wechselt in der Erzählung zwischen Elena, die ihre Vergangenheit und ihren Werdegang beim KGB bzw. seinem tschechischen Ableger wiedergibt, und Grace, die in der Gegenwart versucht Elenas Geschichte zu ergründen und zu beweisen. Ich muss sagen, dass ich insgesamt deutlich mehr von der Geschichte erwartet habe, als ich letztlich bekommen habe. Das Buch wirbt vor allem mit Geheimnissen und einer Parallele zu aktuellen Ereignissen, was eine gewisse Spannung schürt. Leider konnte mich keine der beiden Protagonistinnen so richtig überzeugen. Grace wird mehrfach bedroht, aber nie wirklich angegriffen. Dafür werden die Menschen in ihrer Nähe ohne Umschweife getötet, was für mich nicht sehr viel Sinn ergibt. In vielen Passagen war die Handlung sehr vorhersehbar und für mich konnte sich dadurch insgesamt nicht viel Spannung aufbauen. Ich habe deutlich mehr Geheimnisse erwartet, die es aufzudecken gilt. So richtig einordnen konnte ich Elenas Position als Spion ebenfalls nicht. Bis auf eine Situation in welcher sie Namen von Politikern mit Ambitionen an Sergej weitergibt, ist sie in meinen Augen nicht sehr hilfreich. Sie stellt zwar den Kontakt zu Anthony her, letztlich hätte man das aber aufgrund seiner schwierigen finanziellen Situation auch auf jedem anderen Weg machen können. Mir ist bis zum Ende nie so richtig klar geworden, was genau eigentlich ihre Aufgabe war.

Insgesamt hat das Buch durch seine sehr geheimnisvolle „Verpackung“ deutlich mehr Erwartungen geschürt, als es einhalten konnte. Ich war von den immerwährenden Verfolgungen und Drohungen irgendwann doch ein wenig gelangweilt. Insgesamt ein solides Buch, das vor allem mit seiner „realitätsnähe“ wirbt, mich aber als eigenständigen Roman nicht wirklich begeistern konnte.

Veröffentlicht am 30.11.2018

Im Land der Träumerin

Königreich der Träume - Der goldene Käfig 1: Die Brücke der Schlafenden
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Jessica wacht ohne Erinnerungen in einem schäbigen Hotel auf, das Einzige was sie bei sich hat ist ein Ticket zum „Königreich der Träume“, eine Art Freizeitpark in denen die Träume der Träumerin Wirklichkeit ...

Jessica wacht ohne Erinnerungen in einem schäbigen Hotel auf, das Einzige was sie bei sich hat ist ein Ticket zum „Königreich der Träume“, eine Art Freizeitpark in denen die Träume der Träumerin Wirklichkeit werden. Jessi macht sich auf den Weg um Antworten auf ihre vielen Fragen zu finden und trifft Dave, einen Mitarbeiter der Traumstadt, der versucht ihr zu helfen. Doch als Jessi im Königreich der Träume eintrifft, sucht ein wahrer Alptraum die Stadt heim. Kann Jessi ihre Vergangenheit und die Geheimnisse enthüllen, die ihr Leben umgeben?

Dieser Teil des Bandes umfasst die Ebooks 1-3 und damit auch die ersten 3 Sequenzen des Königreichs der Träume. Nachdem ich angefangen hatte war ich erstaunt, wie schnell ich durch die Seiten geflogen bin. Der Schreibstil ist phantasievoll, bildlich und emotional. Man wird zusammen mit Jessi quasi in die Geschichte hineingeworfen. Da Jessi sich selbst nicht an viel erinnern kann, werden ihr und damit auch dem Leser die Regeln und unglaublichen Geschehnisse im Königreich der Träume langsam näher gebracht. Auch die anderen Figuren neben Jessi sind sehr lebhaft beschrieben, auch wenn ich über die Intentionen Einiger noch nicht schlau werde. Rick mochte ich von allen Charakteren am Liebstem, da er eine sehr aufgeschlossene und lustige Art hat.
Es bleiben viele Fragen zurück, die sicherlich in den folgenden Bäden aufgeklärt werden. Insgesamt bin ich sehr gespannt, wie es mit Jessi und ihren Freunden weitergeht und was sich die Träumerin noch alles auszudenken vermag. Ein wundervolles phantasievolles, märchenhaftes und manchmal alptraumhaftes Buch, dessen Folgebände ich sehnsüchtig erwarte.

Veröffentlicht am 30.11.2018

Im Fluss der Zeit

Bernsteinstaub
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Ophelia ist eigentlich eine normale Teenagerin, bis sie eines Tages den Staub bemerkt, den niemand außer ihr zu sehen scheint. Als sie schon glaubt sie würde verrückt werden, eröffnet ihre Familie ihr ...

Ophelia ist eigentlich eine normale Teenagerin, bis sie eines Tages den Staub bemerkt, den niemand außer ihr zu sehen scheint. Als sie schon glaubt sie würde verrückt werden, eröffnet ihre Familie ihr ein uraltes Geheimnis. Denn Ophelia ist eine Zeitlose, jemand der den Strom der Zeit sehen und manipulieren kann. Als Ophelia noch dabei ist ihre neuen Fähigkeiten zu begreifen, führt irgendetwas dazu, dass die Ströme der Zeit überall auf der Welt aus dem Gleichgewicht geraten. Nur mit Mühe und Not können die Zeitlosen die Ereignisse vor dem Rest der Welt verbergen. Auf der Suche nach der Ursache der Anomalien kommt Ophelia einem noch größeren Geheimnis auf die Spur, dass sie seit sie ein Kind ist versucht zu enträtseln.

Die Idee des Buches die Zeit zu manipulieren und zu lenken fand ich sehr abwechslungsreich zu den so viel häufigeren Zeitreisegeschichten. In der Geschichte umgibt uns die Zeit als eine Art Staub, die nur die wenigen Zeitlosen sehen können. Der Anfang der Geschichte erscheint ein wenig holprig, gerade Ophelias Unfall und die Verfrachtung nach Paris erscheinen sehr übereilt und nur oberflächlich beschrieben. Ophelia wundert sich zwar über die schnelle Reise nach Paris, über die Barke und den Fluss der Zeit auf dem sie gefahren sind, auf alles Weitere wird aber erst viel später genau eingegangen. Im Weiteren wird die Geschichte deutlich fantasievoller und geordneter. Die Figuren sind allesamt ein wenig skuril, Pippas zweite Persönlichkeit oder Tante Blanches Turban, sind hier nur einige Eigenheiten. Trotzdem gefallen mir die Charaktere gerade weil sie ein wenig ungewöhnlich erscheinen, aber trotzdem glaubhaft sind. Die langsam wachsende Zuneigung zwischen Leander und Ophelia ist nicht übertrieben, sondern sehr harmonisch. Auch das Ende ist, wenn auch nicht überraschend, sehr passend und rundet die Geschichte gut ab.
Ein insgesamt sehr schönes Buch, originell und abwechslungsreich, dass nicht nur Kindern oder Jugendlichen ein paar schöne Lesestunden bereiten kann.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Von der Dunkelheit ins Licht

Sakura
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Juri lebt in den Tiefen einer Höhle und hat noch nie Tageslicht gesehen. Da wo sie lebt ist es dunkel und eng und es gibt weder genug zu essen noch zu trinken, um zu überleben. Als der Kaiser zur „Blüte“ ...

Juri lebt in den Tiefen einer Höhle und hat noch nie Tageslicht gesehen. Da wo sie lebt ist es dunkel und eng und es gibt weder genug zu essen noch zu trinken, um zu überleben. Als der Kaiser zur „Blüte“ aufruft, ergreift Juri die Chance an die Oberfläche zu kommen. Bei einem Wettkampf, der nur die Vollkommensten unter den vielen Teilnehmern aussondern soll, kann Juri an Schönheit und Anmut nicht mit den anderen weiblichen Teilnehmern mithalten und verkleidet sich als Mann, um an den Wettkämpfen teilnehmen zu können. Doch dieses Auswahlverfahren ist erbarmungslos und gefährlich und nur die Stärksten haben die Chance es an die Oberfläche zu schaffen.

„Sakura“ ist seit langem mal wieder eine Dystopie, die ich gelesen habe. Letztlich geht es um ein Mehrklassensystem in denen die untersten Bewohner der Höhle am Wenigsten haben und der Kaiser und seine Familie in der Sonne im Luxus leben. Aufgebaut wird das Ganze auf einer Ideologie, in der die Göttin Amaterasu die Kinder ihres Bruders in die Höhlen verbannt hat. Einige Aspekte der Geschichte sind an die japanische Kultur angelehnt, haben jedoch insgesamt wenig mit ihr gemein. Die Protagonistin Juri ist ein starker, unabhängiger Charakter und wiedersetzt sich dem Schicksal das man für die in den Höhlen vorgesehen hat. Die Beziehung, die sich zwischen ihr und dem Prinzen entwickelt finde ich nicht immer nachvollziehbar und zeitweise ein wenig oberflächlich.
Auch wenn die Handlung für mich nicht allzu viele überraschende Wendungen aufwies, war sie insgesamt spannend und unterhaltend, sodass ich sie gerne weiterempfehlen kann.