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Veröffentlicht am 17.04.2018

Die kolossale Stadt in der Wüste

Wédora – Staub und Blut
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Mitten in der Wüste erhebt sich eine gigantische, gut befestigte Stadt, Mittelpunkt des Handels und voller Intrigen, Reichtum und Geheimnisse - Wédora. Als Tomeija und Liothan durch einen fehlgeschlagenen ...

Mitten in der Wüste erhebt sich eine gigantische, gut befestigte Stadt, Mittelpunkt des Handels und voller Intrigen, Reichtum und Geheimnisse - Wédora. Als Tomeija und Liothan durch einen fehlgeschlagenen Zauber in das ihnen unbekannte Zentrum der Wüste gesandt werden, versuchen sie verzweifelt in ihre Heimat zurückzukehren. Dabei werden sie jedoch in Ereignisse verwickelt, die Wedoras Untergang herbeiführen können. Während die Stämme der Wüste die Stadt von Außen bedrohen, sind Verräter im Inneren bereits in Stellung gegangen, um den Herrscher zu stürzen. Der Krieg um Wedora hat begonnen.

Wie ich es schon aus vorherigen Büchern von Markus Heitz gewöhnt bin, hat mich die präzise gezeichnete Welt von Wedora sogleich durch seine starken Charaktere und den fantastischen Schreibstil in seinen Bann geschlagen. Schon der erste Blick auf die Karte von Wedora im Innendeckel verspricht eine einzigartige, verwinkelte Stadt, die mehr als ein Geheimnis birgt.
Als Charakter hat mich besonders Liothan mit seinem lockeren Gemüt und seinem Humor begeistern können, während ich Tomeijas Fähigkeiten schon fast als zu unschlagbar empfand. Während Liothans Vergangenheit zumindest teilweise beleuchtet wird, werden zwar Andeutungen zu Tomeija gemacht und zu dem Fluch der auf ihr liegt, aber eine genaue Darstellung bleibt dem Leser doch verborgen. Besonders einfallsreich finde ich die kurzen Auszüge an jedem Kapitelende über die Geschichte oder Religion der Stadt, die Wedora und deren Umgebung näher beleuchten ohne dass man in einem seitenübergreifenden Glossar blättern muss.
Insgesamt wird deutlich, dass der Inhalt des Buches auf eine Reihe ausgelegt ist, sodass einige Fragen und offene Handlungsstränge zurück bleiben, die hoffentlich im nächsten Band näher beleuchtet werden. Ich freue mich jedoch, dass Wedoras Geschichte noch nicht zu Ende ist, denn die Stadt bietet Geheimnisse die noch einige Bücher füllen könnten.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Mord auf dem Ozean

Der Drink des Mörders
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Colin Duffot ist froh für kurze Zeit der Kleinstadtidylle entkommen zu können. Als Vertreter für einen Freund übernimmt er die Rolle als Tanzlehrer auf einem luxuriösen Kreuzfahrtschiff. Doch auch hier ...

Colin Duffot ist froh für kurze Zeit der Kleinstadtidylle entkommen zu können. Als Vertreter für einen Freund übernimmt er die Rolle als Tanzlehrer auf einem luxuriösen Kreuzfahrtschiff. Doch auch hier lässt Collins Talent auf mysteriöse Todesfälle zu stoßen nicht nach. Während Colin auf hoher See erneut einen Mörder sucht, sind seine daheim gebliebenen Freunde frustriert nur die zweite Geige innerhalb der Ermittlungen spielen zu dürfen und begeben sich spontan auf eine Reise nach Schottland, der Heimat des Verstorbenen, um mehr über den Toten zu erfahren. Kann Colin den Täter ermitteln bevor das Schiff sein Ziel erreicht und der Mörder über alle Berge verschwindet?

Die Geschichte um die Hobbyermittler Colin, Norma und Jasper geht in die dritte Runde und ist genauso ereignisreich wie zuvor. Normas quirlige Art, Jasper Hang sich einzumischen und Colins ruhiges und analytisches Wesen ergeben, wie auch schon in den letzten zwei Bänden, ein wirklich ungewöhnliches und mitreißendes Team, welches mit Witz und Raffinesse agiert. Da unsere Gruppe Hobbyermittler dieses Mal örtlich getrennt voneinander ermitteln muss, ergeben sich 2 Handlungsstränge, die jedoch fabelhaft miteinander verknüpft sind und Schritt für Schritt zur Überführung des Täters führen. Auch der dritte Band ist also letztendlich eine abenteuerliche Kombination aus originellen Hauptfiguren und einer mitreißenden Handlung mit viel Humor und Spannung und damit auf jeden Fall weiter zu empfehlen.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Lebende Mären

Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte
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Milan Tormeno, Sohn des Erzpriesters, soll einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten. Seit er denken kann ist sein Schicksal vorbestimmt und wird von seinem Vater ohne die Möglichkeit eines Widerspruches ...

Milan Tormeno, Sohn des Erzpriesters, soll einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten. Seit er denken kann ist sein Schicksal vorbestimmt und wird von seinem Vater ohne die Möglichkeit eines Widerspruches geleitet. Doch Milan weigert sich den Weg zu gehen, den sein Vater ihm aufzwingen will und gerät in ein Netz aus Intrigen zwischen zwei sich stetig bekämpfenden Mächten.

Für mich hat sich die Geschichte in zwei Teile geteilt. Der Prolog, welcher in diesem Fall um die 80 Seiten fasst, bildet eine Vorgeschichte zum Rest des Buches und erzählt den Untergang von Arbora und seinen Bewohnern. Der zweite Teil behandelt die eigentliche Geschichte von Milan und den Differenzen zu seinem Vater 53 Jahre später. Auch wenn es gewisse Zusammenhänge zwischen den beiden Teilen gibt und eine Vorgeschichte durchaus sinnvoll ist, war mir dieser Teil doch deutlich zu lang und behandelt in vielen Einzelheiten Figuren, die im Weiteren keinerlei Rolle mehr spielen. Vielleicht hat dieser ausgedehnte Prolog noch einen Zusammenhang mit Folgebänden der Reihe, die noch nicht erschienen sind, jedoch ließ sich zum aktuellen Buch nur ein geringer Zusammenhang herstellen. Im Hauptteil lernt man die Figuren kennen, die auch als Protagonisten im Klappentext Erwähnung finden. Ich muss gestehen, dass ich gerade mit der Hauptfigur Milan so meine Schwierigkeiten hatte. Am Anfang empfand ich ihn mehr als einen Teenager, der aus Trotz gegen seinen Vater rebelliert und eigentlich nichts von der Welt weiß. Dieser Eindruck deckte sich jedoch nicht mit der recht schnellen Entwicklung, die er innerhalb kurzer Zeit durchwandert. Für mich ist der Charakter an sich nicht besonders schlüssig. Bezüglich der Konkubine Nok werden sehr viele Andeutungen gemacht, die aber nicht wirklich aufgeklärt werden, was teilweise etwas frustrierend war. Auch sind mir bis zum Ende des Buches nicht vollständig die Zusammenhänge und Streitigkeiten der einzelnen Länder untereinander verständlich gewesen. Viele Dinge werden nur angeschnitten und vielleicht als Vorbereitung für die Folgebände gesehen. Leider muss ich sagen, dass mir dadurch jedoch viel Spannung abhanden gekommen ist und einige Passagen doch recht zäh und langatmig erschienen.
Da ich mich weder mit den Protagonisten noch mit der Handlung richtig anfreunden konnte, schneidet das Buch leider trotz eines sehr guten Schreibstils in meiner persönlichen Meinung nicht so gut ab. Trotzdem werde ich mich an den Folgebänden versuchen, da ich hoffe, dass sich hier noch einige Ungereimtheiten aufklären können.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Weder Rot noch Silbern, aber stärker als Beide

Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
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Nachdem sie mit Mühe und Not der Arena entkommen konnten, schließen sich Mare und der gefallene Prinz den Rebellen der Roten Garde an. Doch auch der Frieden hier hält nicht lange, denn Mares Fähigkeiten ...

Nachdem sie mit Mühe und Not der Arena entkommen konnten, schließen sich Mare und der gefallene Prinz den Rebellen der Roten Garde an. Doch auch der Frieden hier hält nicht lange, denn Mares Fähigkeiten verbreiten auch unten Ihresgleichen Angst und Misstrauen. Gleichzeitig macht der neue König Jagd auf die Roten mit besonderen Fähigkeiten. Mare macht sich auf den Weg so viele zu retten wie sie kann, um eine Armee gegen den neuen König aufzubauen und eine neue Ära einzuleiten.

Das "gläserne Schwert" ist der zweite Band der Reihe um Mare, die Rote mit den silbernen Fähigkeiten. Die charakterliche Entwicklung die Mare durchmacht, nachdem sie so viel Verrat ertragen musste, ist fast erschreckend. Das unbeherrschte Mädchen aus dem ersten Teil weicht nach und nach einer Anführerin, die jedoch für jeden den sie nicht retten kann, einen Teil ihrer eigenen Seele zu verlieren scheint und dessen Gefühle immer mehr abstumpfen. Der gute Schreibstil und die wundervollen Charaktere trösten auch über die weniger spannenden Passagen hinweg. Und jeder gewonnene Neublüter bring eine spannende Fähigkeit in das Team ein. Insgesamt also eine gute Fortsetzung des ersten Bandes, der auf jeden Fall Lust auf die Fortsetzung macht.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Akils Reise

Die Archive der Seelenwächter: Weg des Kriegers
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Nach der ersten Staffel der Seelenwächter kommt mit "Die Archive der Seelenwächter" sozusagen ein kleines Zwischenspiel vor Beginn der nächsten Staffel, welche die Abwesenheit von Akil in den letzten Bänden ...

Nach der ersten Staffel der Seelenwächter kommt mit "Die Archive der Seelenwächter" sozusagen ein kleines Zwischenspiel vor Beginn der nächsten Staffel, welche die Abwesenheit von Akil in den letzten Bänden aufgreift und seine Geschichte erzählt. Nachdem Akil seine Verbundenheit zur Erde verloren hat, flüchtet er sich in Alkohol und Ablenkungen. Doch trotzdem er versucht seinem Leben für einen Moment zu entkommen, meldet sich seine Vergangenheit in mehr als einer Hinsicht.
Akil wird zurückversetzt in ein Leben, dass er dachte hinter sich gelassen zu haben und in dem alte Mächte um Einfluss und Magie kämpfen.

Da Akil eine meine Lieblingsfiguren ist, war ich sehr traurig, dass seine Rolle in den letzten Bänden der Seelenwächter so kurz gekommen ist. Umso erfreulicher, dass ihm hier jetzt eine ganze Geschichte gewidmet wurde, die es an Spannung, Herzklopfen und Magie auf jeden Fall mit den normalen Bänden der Reihe aufnehmen kann. Wie immer wird man in die Welt der Seelenwächter hineingezogen und fühlt und leidet mit den Figuren mit. Das Ende der Geschichte dient als Verknüpfung beider Staffeln und ist, wie fast schon gewohnt, so ärgerlich offen und spannend, dass man sich gleich den nächsten Band der Reihe schnappen möchte. Mal wieder eine gelungene Fortsetzung der Reihe, mitreißend und leidenschaftlich und ein Muss für jeden Fantasyfan.