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Veröffentlicht am 13.12.2016

Die Märchen hinter dem Spiegel

Reckless 1
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Jacob Reckless folgt schon seit Jahren den Abenteuern hinter dem Spiegel von denen sein Bruder Will nicht das Geringste weiß. Doch in einem unachtsamen Moment entdeckt Will Jacobs gut gehütetes Geheimnis ...

Jacob Reckless folgt schon seit Jahren den Abenteuern hinter dem Spiegel von denen sein Bruder Will nicht das Geringste weiß. Doch in einem unachtsamen Moment entdeckt Will Jacobs gut gehütetes Geheimnis und folgt ihm hinter den Spiegel in eine Welt der Märchen und Legenden. Dort liefern sich die Menschen einen Krieg mit den Goyl, deren Haut aus Stein gemacht ist. Auch Will wird vom Fluch der dunklen Fee getroffen, der die Haut und auch das Herz der Menschen in Stein verwandelt. Jacob muss ein Gegenmittel für den Fluch finden, bevor die neue Jadehaut seines Bruders ihn vollständig verschlingt.
 
Der erste Teil der Reihe um die Brüder Will und Jacob Reckless führt in die Welt bekannter Märchen, die um eine neue Form mystischer Wesen ergänzt wird: den Goyl. Eine jähzornige Rasse von Wesen, deren Heimat in tiefen Höhlen und dessen Haut aus Stein gemacht ist. Die Geschichte wird zum Großteil aus der Sicht von Jacob erzählt, der alles versucht um seinen Bruder vom Fluch der dunklen Fee zu befreien. Nur selten wechselt die Erzählerperspektive zu anderen meist eher Nebenfiguren. Da ich ein sehr großer Funke-Fan bin, war ich sehr gespannt auf diese Reihe der Autorin. Sehr gut gefallen mir die Illustrationen zu den einzelnen Kapiteln. Und auch der Schreibstil und die märchenhafte Sprache erinnern sehr an frühere Geschichten der Autorin. Ein wundervoller Einstieg in Cornelia Funkes verzaubernde Spiegelwelt.

Veröffentlicht am 13.12.2016

An Britt-Marie wird man sich sicherlich erinnern

Britt-Marie war hier
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In Britt-Maries Leben muss alles seine Ordnung haben, die Dinge werden geputzt und angeordnet und was ein Mal auf ihrer penibel geführten Liste landet, das wird auch erledigt. Als sich Britt-Marie einen ...

In Britt-Maries Leben muss alles seine Ordnung haben, die Dinge werden geputzt und angeordnet und was ein Mal auf ihrer penibel geführten Liste landet, das wird auch erledigt. Als sich Britt-Marie einen Job suchen muss, verschlägt es sie in das kleine Örtchen Borg, welches nach der Wirtschaftskrise um seine Existenz kämpft. Britt-Marie wird Hausmeisterin des Jugendzentrums, das eigentlich nur noch durch einen Verwaltungsfehler existiert. Dort trifft sie auf ein paar Fußball spielende Kids mit wenig Talent, aber viel Eifer und wird unwillentlich zum Trainer befördert. Nach und nach beginnt Britt-Marie trotz ihrer ordentlichen und starren Persönlichkeit, das kleine Örtchen und seine Bewohner in ihr Herz zu schließen. Vielleicht stecken hinter der schmuddeligen, unordentlichen Gemeinde doch mehr Schönes als man denkt.

Der Anfang des Buches war für mich wirklich schwer zu lesen. Es fällt mir schwer den Schreibstil des Autors wirklich in Worte zu fassen. Beeindruckend ist die Art und Weise wie die Gedanken von Britt-Marie, die eine sehr zwanghafte und penible Art hat, in Worte gefasst sind. Es ist schon beinahe traurig, wie wenig böse ihre anklagenden Worte gegenüber anderen eigentlich gemeint sind, jedoch meist als abwertend interpretiert werden. Nach und nach erfährt man auch mehr über ihre Hintergründe und warum ihr Leben so geworden ist wie es ist. Dadurch konnte ich auch einen besseren Draht zu der Protagonistin entwickeln, deren Persönlichkeit doch sehr speziell ist. Ich finde den langsamen Wandel den Britt-Marie durchmacht zudem sehr subtil und schön beschrieben, sodass sie mir am Ende doch sympathisch geworden ist.
Es gibt zudem ein paar sehr schöne Textstellen in dem Buch, die wirklich zum nachdenken anregen. Hier meine liebste: "Es ist ja auch einfacher, Optimist zu sein, wenn man die Unordnung hinterher nie selbst aufräumen muss"

Ein spezielles Buch, für ein spezielles Publikum. Inwiefern die anderen Werke des Autors ähnlich sind, kann ich leider nicht beurteilen, da dies das erste Buch ist, das ich von ihm lese. Wer außergewöhnliche Protagonisten mag, ist hier zumindest an der richtigen Stelle.

Veröffentlicht am 13.12.2016

Ein Klassiker

Stolz und Vorurteil
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Für mich war es mal wieder Zeit mir einen der vielen Klassiker der Literatur zu Gemüte zu führen. Dieses Mal viel die Entscheidung auf eine der größten bekannten Autorinnen: Jane Austen. Und welches Werk ...

Für mich war es mal wieder Zeit mir einen der vielen Klassiker der Literatur zu Gemüte zu führen. Dieses Mal viel die Entscheidung auf eine der größten bekannten Autorinnen: Jane Austen. Und welches Werk würde sich zu Beginn besser eignen als "Stolz und Vorurteil". Da ich schon Hollywoods Version des Buches gesehen habe, war ich auch sehr gespannt wie gut das Buch im Film umgesetzt wurde. Aber erst einmal zum Inhalt des Buches. Mrs. Bennets höchstes Ziel ist die Verheiratung ihrer 5 Töchter, bestenfalls mit jemandem hohen Standes und dem nötigen Ansehen und Geld. Elizabeth Bennet, ihre zweitälteste Tochter, stellt dabei die größte Herausforderung dar, denn ihrem eigensinnigen Gemüt, kann nicht jeder potenzielle Ehemann die Stirn bieten. Als neben Mr. Darcy und Mr. Bingley, zwei sehr aussichtsreiche Kandidaten, auch einige Militärangehörige in die Stadt einziehen, verwendet Mrs. Bennet all ihre Energie auf die Anpreisung ihrer Töchter. Elizabeth hat jedoch durchaus ihre eigenen Vorstellungen, wie sie sich ihren zukünftigen Ehemann vorstellt und der überhebliche Mr. Darcy scheint so gar nicht der Mann zu sein, mit dem man sich ein Leben ausmalen möchte.

Zum einen muss ich sagen, dass ich eine sehr schöne Ausgabe des Buches vom dtv-Verlag habe, welche alle Werke von Jane Austen momentan neu auflegt. Ich habe lange nach einer schönen Ausgabe gesucht und das schwarze Cover mit dem roten floralen Muster ist wirklich sehr schön und gefällt mir um einiges besser als andere Cover.
Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit welche dem etwas anderen Schreibstil des Buches geschuldet ist, liest sich das Buch sehr flüssig. Ich persönlich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch langweilig ist oder sich zieht. Da ich den Film im Vorfeld gesehen habe sind mir sehr viele Textpassagen aufgefallen die ich aus dem Film noch in Erinnerung hatte. Ich mag den Film sehr, muss jedoch sagen, dass mir (mal wieder) das Buch doch ein wenig besser gefallen hat. Vor allem das Ende des Buches ist um einiges besser als das Filmende. Sehr im Vordergrund stehen auch die vielen gesellschaftlichen Normen und Konventionen, denen die Protagonisten unterliegen und die sehr stark die Geschichte bestimmen und lenken und für die heutige Zeit sehr ungewohnt erscheinen.
Ich persönlich bin sehr begeistert von Jane Austens Werk und werde mich demnächst, wenn ich mal wieder Lust auf einen Klassiker habe, an weitere Werke von ihr trauen.

Veröffentlicht am 13.12.2016

Humorvolle Fortsetzung der drei Hobbyermittler

Die Farben des Mörders
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Die Farben des Mörders ist der zweite Teil der Reihe um Tanzlehrer Colin, Pfarrer Jasper und der kleinwüchsigen Krankenschwester Norma. Eigentlich leben die 3 unterschiedlichen Charaktere in einem relativ ...

Die Farben des Mörders ist der zweite Teil der Reihe um Tanzlehrer Colin, Pfarrer Jasper und der kleinwüchsigen Krankenschwester Norma. Eigentlich leben die 3 unterschiedlichen Charaktere in einem relativ kleinen, langweiligen Örtchen, bis Colin (mal wieder) eine Leiche vor die Füße fällt. Eigentlich wollte Colin mit den betagten Einwohnern von Hodge House, dem hiesigen Altenheim, doch nur ein wenig tanzen, bis er im naheliegenden Gestrüpp eine Leiche findet. Wer ist die unbekannte Frau? Ist es die verschwundene Christine Humblebee? Jasper und Norma sind Feuer und Flamme für den neuen Mord in ihrer sonst so beschaulichen Stadt und lassen es sich nicht nehmen mit Hilfe von Colin erneut ihre Nasen in die Ermittlungen zu stecken, denn in Houdge House geht ein Mörder um, der unbedingt gefunden werden muss.

Besonders schön finde ich die unterschiedlichen Charaktere des Buches. Damit sind nicht nur die drei Hauptfiguren, sondern auch die diversen Nebencharaktere gemeint, die die bunte Mischung noch weiter ergänzen. Jeder Charakter scheint liebevoll erdacht und erhellt mit seinen diversen Eigenheiten die Geschichte. Miriam Rademachers Schreibstil ist einladend und fröhlich trotz des mörderischen Themas des Buches. Es gibt einige humorvolle Stellen bei denen ich herzlich lachen konnte. Der zweite Teil der Reihe steht dem ersten Band in nichts nach. Bis kurz vor dem Ende ist immer noch nicht ganz klar wer der Mörder ist, was die Spannung bis zuletzt hoch hält. Ich habe die Charaktere so sehr in mein Herz geschlossen, dass ich mich auf weitere Geschichten sehr freuen würde. Ich hoffe es werden noch weitere Geschichten über die drei Freunde folgen.

Veröffentlicht am 13.12.2016

Willkommen im letzten Teil des Märchens

Die Dreizehnte Fee
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Ich habe mich schon sehr auf den (leider) letzten Teil dieser tollen Reihe gefreut. Viele Dinge sind bisher ungeklärt gewesen, die endlich ihre Auflösung erfahren. Liliths Zwist mit ihren verbliebenen ...

Ich habe mich schon sehr auf den (leider) letzten Teil dieser tollen Reihe gefreut. Viele Dinge sind bisher ungeklärt gewesen, die endlich ihre Auflösung erfahren. Liliths Zwist mit ihren verbliebenen Schwestern hält weiter an. Wem soll sie trauen? Ihren Schwestern, dem Hexenjäger oder dem unheimlichen Mogul, dessen Pläne weiterhin im Dunkeln liegen. Und kann sich Lilith denn selbst wirklich noch trauen, wenn die altbekannte Magie, die sie einst zur bösen Königin machte wieder die Hände nach ihr ausstreckt?

Die Reihe um Lilith birgt auch im letzten Band viele Geheimnisse, die nun aufgelöst werden. Vor allem die Geschichte des Hexenjägers und seine Verbindung zu Lilith stehen im Fokus des Buches. Die Rolle des Hexenjägers ist letztendlich doch sehr überraschend und unerwartet, genau wie der Ausgang des Buches. Wie auch schon in den letzten Bänden gefällt mir besonders die Nähe des Buches zu bekannten Märchen. Die Gemeinsamkeiten der Feen zu beliebten Märchenfiguren gefallen mir besonders gut. Dabei ist die Eiskönigin immer noch meine klare Favoritin. Der Mogul ist immer noch die unberechenbarste Figur des Buches und nimmt einen sehr bedeutenden Platz in der Geschichte des dritten Bandes ein. Neben sehr traurigen Stellen, klingt doch immer Hoffnung auf ein "Happy End" in der Geschichte mit, was ebenfalls für den märchenhaften Charakter des Buches spricht.
Ein wirklich schönes Buch und für alle Fans von Märchen ein absolutes Muss. Unberechenbar, spannend und wundervoll, auf jeden Fall eine Buchreihe, die sich zu lesen lohnt und die ganz bestimmt nicht langweilig wird.