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Veröffentlicht am 21.10.2025

Schwer zu lesen, aber mit sympathischen Held

Mumpelmoff und das Wunder am Schloss
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Mumpelmoff ist ein kleines Rundherum, welches allein bzw. mit seinem Ballon Kleinmeins in einem alten und verlassenem Schloss lebt. Es sehnt sich nach einem Freund. Als eines Abends eine Eulenprinzessin ...

Mumpelmoff ist ein kleines Rundherum, welches allein bzw. mit seinem Ballon Kleinmeins in einem alten und verlassenem Schloss lebt. Es sehnt sich nach einem Freund. Als eines Abends eine Eulenprinzessin in der Nähe des Schlosses auftaucht, versucht es sich durch selbstgemachte Kostüme mit der Eule bekannt zu machen. Leider gelingt dies nicht, doch kommt ihm eine gute Fee zur Hilfe.

Schon mal vorab, ganz überzeugt hat mich dieses Buch nicht, was aber vor allem an den vielen selbst ausgedachten Wortneuschöpfungen liegt. Über diese bin ich beim Vorlesen regelmäßig gestolpert auch wenn ich mich eigentlich als eine gute Vorleserin fühle. Auch mein Kind, allerdings noch nicht 5 Jahre, hatte dazu eher Rückfragen, statt diese für lustig zu halten.
Die unterschwelligen Themen in der Geschichte gefallen mir jedoch sehr. Es geht um Einsamkeit, Freundschaft, Treue, positives Selbstbild, umarmt von einer leicht gruseligen Umgebung und ganz viel Magie.
Es ist etwas ganz besonderes, wie sich Bo Starker diese eigene Welt ausgedacht und zum Leben erweckt hat. Nicht nur textlich, auch über die Illustrationen hat sie uns Mumpelmoffs Geschichte erzählt. Die Bilder sich detailreich, aber auch etwas düster und zugleich wunderschön. Vor allem das  Cover mit seiner goldenen Prägung sind zauberhaft!
Wir haben mit Mumpelmoff gelitten, als er sich ganz hinten im Buch entdeckt hat und uns umso mehr gefreut, als die Eule ihm seine besondere Seite zeigte, ganz ohne Kostüm.
Eingeteilt ist das Buch in 3 Teile mit je 3-4 Kapiteln. Der erste Teil war erwas zäh zu lesen, der mittlere hat beim Kind Interesse geweckt und der letzte Teil hat uns am besten gefallen, wenn die gute Fee auftaucht und Mumpelmoff sich selbst lieben lernt.

Das Buch passt gut zur aktuellen, etwas düsteren Jahreszeit, in der sich jeder nach den Leuchtpilzen sehnt um etwas mehr Licht um sich zu haben. Vielleicht lesen wir das Buch erst nochmal, wenn mein Kind älter ist, mal sehen ob es uns dann vom Text besser gefällt.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Spannend und trifft das Mutterherz

Gejagt durch Brandenburg
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Mich hat der Titel angesprochen und auch das düstere Bild eines Menschen auf der Flucht unterstreicht den Titel.

Bei "Gejagt durch Brandenburg" handelt es sich um die Fortsetzung der Krimireihe mit der ...

Mich hat der Titel angesprochen und auch das düstere Bild eines Menschen auf der Flucht unterstreicht den Titel.

Bei "Gejagt durch Brandenburg" handelt es sich um die Fortsetzung der Krimireihe mit der Kriminalhauptkommissarin Carla Stach. Ein Jugendlicher wird beobachtet wie er vom Schauplatz eines Mordes flieht und schon bald verdichten sich die Hinweise, dass es sich dabei um Toni handelt, Carlas Sohn. Ein Gefühlschaos beginnt, zwischen Verdacht, Vorverurteilung und Hoffnung, dass es sich alles um ein Missverständnis handelt. Kann Carla Beweise für Tonis Unschuld finden und gibt es einen Zusammenhang mit Noahs Fall, der sich kurz zuvor im Gefängnis umgebracht hat, nachdem er seine Unschuld beteuert hat.

Der Titel ist etwas irreführend, auch wenn wir Toni auf seiner Flucht begleiten, ist diese eher unspektakulär und die Jagd ist mehr eine normale Fahndung bzw. Ermittlungsarbeit, statt einer aktiven Jagt. Dennoch konnte mich der Krimi von Anfang bis Ende fesseln. Allem voran habe ich mit Carla und Kathrin, ihrer Frau, gelitten und mitgefühlt. Als Kommissarin trifft es sie besonders hart, dass ihr Sohn kriminell sein soll, das Buch zeigt in diesem Punkt sozialkritische Züge, denn vorverurteilt wird schnell und so werden auch die Angehörigen vom Täter gerne zu Opfern.
Lebendig wird der Krimi durch vielfältige Caraktere, welche nicht aalglatt sind, sondern auch unsympathische Züge aufweisen. So hat mich Kathrin zunehmend genervt, statt ihre Frau beizustehen, handelt sie recht egoistisch und sieht nur das unschuldige Kind in Toni. Eine Beziehung kann schnell zerbrechlich werden, wenn man nicht die gleiche Meinung teilt.

Der Autor hat hier ein spannendes Verwirrspiel um Schuld und Unschuld geschaffen und dem Zweifel an die eigenen Erinnerungen oder erzieherischen Fähigkeiten. Bis zum Schluss bleibt die Frage nach Tonis Schuld offen und die Leser:innen können selbst miträtseln. Dass es sich hier bereits um den 4. Teil handelt, hat mich beim Lesen nicht gestört, auch wenn ich die vorigen Teile (noch) nicht kenne. Aber das Ende, lässt auf ein Wiedersehen mit Carla Stach vermuten und ich freue mich darauf.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Schöne Themen für Kinder im Kindergartenalter, niedlich illustriert

Wir zwei - Geschichten zum Einkuscheln
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Ich kannte bisher noch keine Geschichten vom Hase und Igel, man lernt in diesem Buch unterschiedliche Tiere und Charaktere kennen und lieben. Trotz ihrer Unterschiede sind sie gute Freunde und ergänzen ...

Ich kannte bisher noch keine Geschichten vom Hase und Igel, man lernt in diesem Buch unterschiedliche Tiere und Charaktere kennen und lieben. Trotz ihrer Unterschiede sind sie gute Freunde und ergänzen sich in den Geschichten. So ist der Hase oft ungeduldig und egoistisch, aber dank seiner Freunde schafft er es, sich auch mal zurück zu nehmen. Der Igel wiederum ist der Gegenpart, der oft als Gewissen auftritt und sich gerne für andere einsetzt. Auch wenn mein Kind noch nicht immer die Lehre hinter jeder Geschichte erkennen konnte, so hat er doch gesehen, dass jedes Tier anderes reagiert hat, aber sie zusammen immer zu einer tollen Lösung gekommen sind.

Die einzelnen Geschichten sind schön kurz gehalten je ca. 10 Seiten, locker mit großer Schrift beschrieben, genau richtig für eine kuschelige Vorlesezeit am Nachmittag. Gerne auch noch mit einem kleinen Gespräch zur Geschichte im Nachgang. Generell sind alles schöne Geschichten, Auch wenn und manche besser oder schlechter gefallen haben oder für mich etwas unstimmig waren. Die Themen drehen sich meist um Freundschaft, ums Teilen und Besitzen, darum dass man nie alleine ist, wenn man Freunde hat, die für einen da sind und um Hilfsbereitschaft, so helfen sie einer Vogelmama oder auch ihrem Biber-Freund.
Begleitet wird das Buch mit kleineren oder vollflächigen Illustrationen, welche uns sehr gefallen haben. Die Tiere sehen niedlich aus und geben optisch die Geschichten wieder, gerne hätten es auch ein paar mehr sein können. Ich finde dabei sehr beeindruckend, obwohl die Tiere recht einfach gezeichnet sind, erkennt man in Haltung und Mimik sehr gut ihre Gefühle, so sieht der Hase wirklich traurig aus, als er seinen Freund den Igel vermisst.

Besonders hat mir die Geschichte "Der Wind in den Stacheln" gefallen, auch wenn es schade ist, dass der Hase im Igel erst Selbstzweifel aufkeimen lässt. Aber der Igel am Ende dann doch erkennt, er ist einzigartig und jedes Tier hat etwas, was es besonders gut kann. Erst dachte ich ja, der Igel geht nochmal auf Reisen, als ich den Titel gelesen habe, aber dass eine Melodie erklingt, wenn dem Igel der Wind durch die Stacheln fegt, ist ein schönes Bild.

Sehr schön sind auch die am Schluss eingefügten Spielideen aus und mit Dingen der Natur. Hier werden wir bestimmt mal was ausprobieren, denn gesammelt wird bei uns immer, ob Blumen im Frühjahr/Sommer, Kastanien/Blätter/Tannenzapfen/Eicheln im Herbst oder Stöcke und Steine rund ums Jahr, da lässt sich bestimmt was schönes mit machen und die Sammelkiste Zuhause quilt nicht so oft über.

Das Buch eignet sich für kuschelige Vorlesestunden und kann immer mal wieder gelesen werden. Je nach Alter des Kindes können einige Themen noch vertieft werden.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Mitreißend und überraschend

Garden Girls
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Das Cover hat mich hier etwas irritiert, fast hätte ich übersehen, dass es sich hier um einen Thriller handelt. Ich habe mit dem Motiv an Fantasy oder DarkRomance gedacht. Aber nachdem ich nun den Inhalt ...

Das Cover hat mich hier etwas irritiert, fast hätte ich übersehen, dass es sich hier um einen Thriller handelt. Ich habe mit dem Motiv an Fantasy oder DarkRomance gedacht. Aber nachdem ich nun den Inhalt kenne, ist es doch stimmig und dennoch für das Genre ungewöhnlich.

Das Team der Strange Crimes Unit, rund um den FBI-Agent Tiberius Granger, werden nach Blue Harbor gerufen, nachdem dort an Leuchttürmen abgelegte Frauenleichen gefunden werden, die mit frischen Blumentatoos überseht sind. Das erschreckende, die Blumen sind passend zum jeweiligen Namen. Der Killer scheint dies extra für Tiberius inszeniert zu haben, denn bald kommt seine schwierige Vergangenheit und seine alte Jugendliebe Bexley ins Spiel, deren Schwester auch vermisst wird. Eile ist geboten, denn schon bald soll die Region von einem Hurrikan verwüstet werden.

Ich bin sehr gut in die Geschichte gestartet, da es gleich dramatisch aus Opfersicht losgeht, allerdings danach etwas ins stocken gekommen, da es sehr viele Personen auf einmal waren, die zu Beginn auftauchen. Nach und nach konnte ich mich jedoch mit allen anfreunden und die unterschiedlichen Charakter entdecken, deren Zusammenspiel sehr harmonisch und vertraut scheint, aber mit dem gewissen Hang zu kleinen Eigenheiten. Leider kenne ich die vorigen beiden Bücher der Reihe nicht und habe erst später erfahren, dass diese bisher nicht ins deutsche übersetzt wurden, sehr schade.
Dennoch habe ich dank des angenehmen Schreibstils die ersten Seiten geradezu verschlungen, im Mittelteil ging es dann etwas gemütlicher voran, da die Ermittlungen und die Verstrickungen erstmal langsam aufgebaut werden mussten. Mir gefallen die angelegten Perspektivwechsel, zwischen Ermittlern, Killer, Opfer und weiteren Charakteren, so wie die Rückblicke und Verbindungen in die gemeinsame Vergangenheit. So hat mich die Autorin durch die geschickte optischen Beschreibung des Täters, in den Augenblicken, die ich mit den Opfern miterlebe und den auftauchenden Männern aus Bexleys aktuellem Leben ins Grübeln gebracht, wer wohl der Killer sei? Als dann auch noch mögliche Verdächtige aus Tiberius und Bexleys außergewöhnlicher Vergangenheit auftauchen, war ich restlos unschlüssig, wer hier als Täter agiert. Generell bin ich oft richtig mit meinen eigenen Ermittlungen während des Lesens, aber hier konnte ich mich bis zum Schluss nicht festlegen und wurde durch das packende Ende endlich mal überrascht. Auch gab es mehr als eine geschickt eingesetzte Wendung, die ich nicht kommen sah und im Plott alles nochmals gedreht hat. Dieser Thriller hat mir nach langem mal wieder richtig gut gefallen. Wer allerdings Erfahrungen mit psychischer Erniedrigung gemacht hat, könnte evtl. getriggert werden oder auch wer gegen religiöse Ansichten ist, denn vor allem gegen Ende kommt dieses Thema vermehrt vor. Da weiß ich jetzt nicht, was ich davon halten soll, persönlich hätte ich dies am Ende nicht benötigt, aber vielleicht ist dieses Thema der Autorin wichtig.
Stimmungsvoll und dramaturgisch ist auch die Wetterlage im Buch, die so stimmig beschrieben wird, dass man sich mitten im Sturm wiederfindet und Angst hat, dass einem die letzten Zeilen davon fliegen. So konnte ich Garden Girls ab den letzten 100 Seiten nicht mehr aus der Hand legen, abgesehen von den beiden Schlusskapiteln, die eher zur Aufklärung und Abrunden des Thrillers nach dem Ende dienen.

Fazit, ich hatte selten einen Thriller der mich so überrascht und mitgerissen hat und ich werde die Augen offen halten, neue Bücher von Jessica R. Patch zu erspähen, in der Hoffnung, dass sie mich nochmal so gut täuschen und unterhalten kann.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Tolles Thema, wunderbar umgesetzt

Flapp lernt fliegen
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Ich habe mich hier direkt schockverliebt in die Kulleraugen der kleinen Fledermaus auf dem Cover! Das Buch ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Innenteil farbenfroh und leuchtkräftig umgesetzt, ...

Ich habe mich hier direkt schockverliebt in die Kulleraugen der kleinen Fledermaus auf dem Cover! Das Buch ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Innenteil farbenfroh und leuchtkräftig umgesetzt, trotz der Tatsache, dass es hier um eine Fledermaus geht und die Geschichte bei Dämmerung und Nacht spielt, dies gefällt mir und auch meinen Kindern sehr gut. Die Seiten sind in einem recht großen Format, dies macht das Buch leider etwas unhandlich für mich, aber natürlich kommen die Illustrationen von Sarah Warburton dadurch toll zur Geltung und es ist auch prima, wenn mehr als ein Kind beim Zuhören mit rein schauen möchte.
Die Reime von Lu Fraser sind auch in der Übersetzung schön melodisch umgesetzt, lassen sich generell ausgezeichnet vorlesen. Allerdings wäre es angenehmer, wenn diese immer beieinander stehen würden und nicht manchmal getrennt auf der linken und rechten Seite. Die Texte sind zudem recht groß geschrieben, also auch perfekt für mal schlechtere Lichtverhältnisse oder generell Menschen mit Sehproblemen. Früher haben mich in der Größe speziell hervorgehobene Wörter im Text gestört, aber da dies in vielen Kinderbüchern so umgesetzt wird, habe ich mich mittlerweile dran gewöhnt.
"Flapp lernt fliegen" enthält eine tolle Thematik und zeigt, mutig zu sein ist nicht selbstverständlich, auch klappt nicht immer alles beim ersten oder zweiten Mal, aber mit Übung, Hartnäckigkeit und wenn es darauf ankommt, kann man über sich selbst hinaus wachsen. Dies gibt besonders Kleinkindern einen Schubs in Richtung Selbstvertrauen und daher ist das Lesealter ab 4 Jahren genau richtig. Schade nur, dass Flapp keine Hilfe von den anderen Fledermäusen erhält und diese einfach davonfliegen und ihn im nahenden Sturm zurücklassen, zum Glück hat er mit Motte einen sehr guten Freund an der Seite.

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