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Veröffentlicht am 09.06.2025

Mutmachgeschichte mit Herz

Toni Tintenklecks auf mäusischer Mission
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Das Cover hat mir hier nicht so sehr gefallen, es verrät nicht wirklich was zum Inhalt, aber der abenteuerliche Klappentext hat mich angelockt. Die Kapitel klingen alle humorvoll und mysteriös, als hätte ...

Das Cover hat mir hier nicht so sehr gefallen, es verrät nicht wirklich was zum Inhalt, aber der abenteuerliche Klappentext hat mich angelockt. Die Kapitel klingen alle humorvoll und mysteriös, als hätte man zwei willkürliche Begriffe zusammengewürfelt. Aber im ersten Kapitel zeigt sich wie z.B. "Tintenklecks und Kreuzworträtsel" zustande kommt.

Toni ist eine liebenswerte und etwas ängstliche Hausmaus, die sich mit ihren Freunden erstmals nach draußen wagt. Sie erleben zusammen eine aufregende und spannende Reise, merken aber am Ende, dass man gemeinsam sein Ziel erreichen kann und sich nicht vor Neuem fürchten muss. Besonders gefällt mir der überraschende und herzerwärmende Schluss.

Die Geschichte startet sehr süß und bildhaft, da kann man sich schnell hineindenken. Besonders gut gefällt mir auch, dass hier im Innenteil farbige Illustrationen den Text begleiten und nicht nur schwarz-weiß Bilder. Die Art der Zeichnung und Coloration erinnert mich zudem an meine Kindheit, als noch weniger an PC und Tablet gezeichnet wurde.
Aber ich habe auch Kritik. Mir sind es insgesamt zu viele tierische Wortneuschöpfungen. Diese brachten mich beim Vorlesen ins stolpern und mein Kind war auch etwas iritiert, weil es damit nichts anfangen konnte. Gerne können witzige Wörter ab und zu eingebracht werden, aber hier waren es mir definitiv zu viele oder sie waren auch sehr lang, wie z.B. bücherwurmbuchstäblich, Mäusemillimeter, fledermausfinster oder auch mäusemucksstill statt mucksmäuschenstill.
Natürlich ist es ein Kinderbuch, aber als Mama habe ich mich auch gefragt, warum nur Toni lesen kann und wie die Freunde nach Hause gefunden haben, wenn sie doch auf ihrer Reise teilweise blind transportiert wurden.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Spannung und Rätsel aus der Vergangenheit

Der dunkle Sommer
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Das Cover zeigt nicht viel, verbreitet jedoch eine düstere Stimmung, aber irgendwie auch mit urlaubsflair.

Ich bin bereits Fan von Vera Buck seit ich "Wolfskinder" gelesen habe, bei dem sie mich mit ihren ...

Das Cover zeigt nicht viel, verbreitet jedoch eine düstere Stimmung, aber irgendwie auch mit urlaubsflair.

Ich bin bereits Fan von Vera Buck seit ich "Wolfskinder" gelesen habe, bei dem sie mich mit ihren spannenden Plotttwist überzeugte. Auch in "Der dunkle Sommer" hat sie geschickt neue Wendungen eingebaut, allerdings habe ich hier manches bereits geahnt. Aber sicher kann man sich bei ihr nie sein und so wurde ich auch überrascht.

Tilda hat einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten und findet durch Zufall ein wunderschönes Haus für einen Euro auf Sardinien. Hier möchte sie einen Neustart wagen und reist alleine von Deutschland in ein verlassenen Geisterdorf, bis ihr Bruder bei ihr auftaucht. Schon bald geschieht seltsames und sie trifft auf Enzo, ein Journalist, der über die Geschichte dieses Dorfs Nachforschungen anstellt. Zudem werden wir mit Franca in die Vergangenheit entführt, diese musste aus heutiger Sicht schreckliches Unrecht und Leid durchleben und zählt zu den Opfern eines alten und rätselhaften Massaker.

Mir gefällt der Erzählstil welcher immer wieder geschickt die Perspektive zwischen Tilda, Enzo und Franca wechselt und wie man hierdurch in den beiden Erzählebenen zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt. Allerdings wäre es für mich hilfreich gewesen, hier immer ein Datum zu haben, da meist nicht ganz klar ist, wie viel Zeit vergangen ist, wenn man z.B. wieder bei Tilda in der Gegenwart ankommt. Aber andererseits hat vielleicht genau dies zur Spannung und gewünschten Verwirrung beim Lesen geführt. Denn die Geschichte bleibt von Anfang bis zum Ende spannend, da man immer nur kleine Häppchen aus der Vergangenheit erfährt und so immer neugieriger wird, welche Rolle diese für die Gegenwart spielt, bis sich letztlich ein bewegendes Gesamtbild ergibt. Ich musste mich beherrschen, nicht einzelne Kapitel vorweg zu lesen, wenn mal wieder gefühlt, mitten im Geschehen ein cut gemacht wurde.

Besonders hat mir aber tatsächlich auch das Nachwort von Vera Buck gefallen, meist lasse ich dieses beim Lesen aus, da hier oft Danksagungen stehen und ich die entsprechenden Personen ja nicht kenne. Hier jedoch erfahre ich die Ideen und Hintergründe zum Buchthema, was ich wirklich interessant fand.

Fazit: Ein für mich rundum gelungenes Lesevergnügen und ein Zeichen dafür, dass nicht jeder Thriller mit blutigen Details schocken muss, um beim Lesen Gänsehaut zu erzeugen. Vor allem als weibliche Leserin wird man daran erinnert, wie frauenfeindlich die Vergangenheit oft war.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Tierische Freundschaft, Zusammenhalt und Neubeginn

3 Streuner wittern das Abenteuer
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Mir und meinem Kind hat hier das Cover mit den niedlichen Hunden sehr gut gefallen, der Titel hat uns zwar zunächst eine etwas andere Geschichte erwarten lassen, aber die Inhaltsangabe hat uns überzeugt.

3 ...

Mir und meinem Kind hat hier das Cover mit den niedlichen Hunden sehr gut gefallen, der Titel hat uns zwar zunächst eine etwas andere Geschichte erwarten lassen, aber die Inhaltsangabe hat uns überzeugt.

3 Straßenhunde mit den unterschiedlichsten Charakteren, finden in einer Familie ein Zuhause und müssen sich erstmal an ein neues Leben mit vielen merkwürdigen menschlichen Verhaltensweisen und neuen Regeln gewöhnen. Erzählt wird die Geschichte aus Hundesicht, allen voran King Kerl, der sich insgeheim als Anführer der Truppe sieht und den Leser mit auf seine Reise nimmt.

Die Grundidee, ein Abenteuer aus Hundesicht zu erzählen, finde ich ja klasse. So ist uns während des Lesens erst aufgefallen wie lustig und seltsam wir Menschen dem Tierreich erscheinen mögen. Die von Anja Fröhlich gewählte Sprache ist sehr locker oder gar flapsig, was mir jetzt nicht so gut gefallen hat. Aber wie sollen Hunde, welche sich auf den Straßen durchschlagen mussten, auch sonst klingen? Mein Kind mochte allerdings den Stil und alle enthaltenen Hunde, ich hatte da eher einen Favoriten.

Unterbrochen werden die Textseiten immer mal wieder mit einem zur Szene passenden Bild, illustriert von Pe Grigo. Mein Kind ist noch etwas jünger, aber ich denke in der Zielgruppe ab 8 Jahren, lässt sich die Geschichte bereits gut selbständig lesen, auch dank der bildlichen Unterstützung und recht kurzer Kapitel.

Fazit: Schöne Geschichte um Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch zum Schmunzeln. Die Fortsetzung mit neuen Abenteuern steht schon auf unserer Wunschliste.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Spannend, mit leicht unheimlicher Story

Kummersee
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Das Cover hat mich farblich und von der dargestellten Atmosphäre sehr angesprochen und als ich dann in der Beschreibung las, dass hier etwas böses im See lauert, was nicht in die Welt entkommen darf, da ...

Das Cover hat mich farblich und von der dargestellten Atmosphäre sehr angesprochen und als ich dann in der Beschreibung las, dass hier etwas böses im See lauert, was nicht in die Welt entkommen darf, da war ich neugierig.

Lena ist als Kind dabei, als ihr Bruder im Kummersee ertrinkt, um den See kursierten bereits zuvor Gruselgeschichten und es ist nicht klar was Tom in die Tiefe zog. Nun ist Lena erwachsen und arbeitet als Polizistin, leidet aber immer noch unter ihrer Vergangenheit. Als der See für eine Atommüll Endlagerstätte erkundet werden soll, meldet sie sich freiwillig, um den Polizeischutz für das Vermesserteam zu leisten. Alte Wunden reisen wieder auf und das ganze Grauen kommt ans Licht.

Mir haben die Charaktere im Buch sehr gefallen, sie sind teils tiefgründig angelegt und da wir alles nur aus Lenas Sicht erzählt bekommen, ist lange nicht klar, wie viel der kindlichen Phantasie entspringt und wer ein falsches Spiel mit ihr treibt. Die Stimmung ist zunehmend beklemmend bzw. unheimlich und bedrohlich, was in mir beim Lesen einen kleinen Nervenkitzel verursacht hat und das Buch zum Pageturner werden ließ. Durch geschickte Wendungen hat sich die Spannung bis zum Schluss halten können. Ich konnte mir nie sicher sein, wem Lena trauen kann und wer mit ihrer Angst spielt und sie oder auch mich auf eine falsche Fährte führen möchte.

Mein Fazit, das Buch hat mich begeistert, vor allem weil nichts so ist, wie es zunächst scheint und mit der eigenen Phantasie gespielt wird. Ich würde es jedem empfehlen, der etwas Grusel in Thrillern bevorzugt und auf ungeklärte Rätsel aus der Vergangenheit steht.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Lustig, verpeilter Ausflugtag

Der Vergessenstag
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Mir hat hier das Cover im Comicstil sehr gefallen, mit dem Titel konnte ich erst nichts anfangen. Aber beim Lesen mit meinem Sohn hat es dann klick gemacht, hier wird kein Tag vergessen, sondern die Familie ...

Mir hat hier das Cover im Comicstil sehr gefallen, mit dem Titel konnte ich erst nichts anfangen. Aber beim Lesen mit meinem Sohn hat es dann klick gemacht, hier wird kein Tag vergessen, sondern die Familie ist einfach sehr vergesslich und muss daher auf der Fahrt zur Oma öfters umkehren um noch Dinge einzupacken.

Eine lustige Idee, denn so kenne ich es auch von unserem Alltag. Immer wieder wird man beim Packen abgelenkt und da kommt es schon vor, dass Dinge vergessen werden. Ein Glück wenn man es, wie im Buch, noch rechtzeitig bemerkt und holen kann. Allerdings muss ich auch sagen, mein 3-jähriger Sohn war kurz etwas genervt und fragte, wann sie denn nun endlich bei der Oma sind... da kam die hilf-mit-suchen-Aktion in der Mitte des Buchs genau rechtzeitig und er hat sich sehr beeilt, damit es weitergeht. Solche Suchoptionen könnten gerne auf mehr Seiten eingebaut werden, vor allem kleine Kinder machen da doch gerne mit. So haben wir dann z.B. auch das Eichhörnchen gesucht, welches die Familie bis zur Oma begleitet.

Das Buch ist in einem tollen handlichen Format, mit dicken und stabilen, kartonierten Seiten.
Die farbliche Umsetzung und der Zeichenstil haben mir sehr gefallen und mein Kind mochte gerne das rote Shirt von Karli, da es seine Lieblingsfarbe ist und er immer traurig ist, dass es in den Jungsabteilungen so wenig rot, orange und lila Kleidung zum Kaufen gibt.
Die Reimform der Texte ließen sich prima lesen und sind einfach bzw. kurz gehalten so dass sie gut verständlich sind.

Fazit: Ein grundsetzlich gelungenes Kinderbuch, aber mit noch etwas Luft nach oben bzgl. Sachen suchen lassen und eben etwas langatmig bis zum Ende hin, wenn so oft was vergessen wird.

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