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Veröffentlicht am 05.03.2023

Nach einem „“Ich“ ohne „Wir“ besteht noch Hoffnung!

Ich ohne Wir
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Der Schreibstil ist recht gut zu lesen und flüssig, spannend und interessant.

Das Cover ist ganz in Blau und Silber gehalten, man sieht menschliche Umrisse in einer (Wasser)Kugel. In großer Schrift sind ...

Der Schreibstil ist recht gut zu lesen und flüssig, spannend und interessant.

Das Cover ist ganz in Blau und Silber gehalten, man sieht menschliche Umrisse in einer (Wasser)Kugel. In großer Schrift sind Titel, Autorin und Verlag zu lesen. Passt auch gut zum vorhandene 1.Band.

Der Klappentext macht neugierig auf den 2.Band (habe allerdings erst beim Lesen festgestellt es gibt schon einen 1.Band, Ich ohne wir: Elimination).

Fazit:
Der Heimatplanet von Xori fällt der andvarischen Säuberungswelle zu Opfer, er bleibt augenscheinlich als einziger seiner Rasse (Spezies) übrig. Aus „Wir“ wird nur noch ein „Ich“. Ihm bleibt nichts anderes übrignach der Vernichtung seiner Welt sich als Andvara auszugeben.
Voller Trauer und Verzweiflung versucht er unter den Feinden unentdeckt zu bleiben. In den Andvara Rali und Rala findet er Schutz und Trost, sie nehmen ihn in ihrer Mitte auf, aber sie wissen nichts über seine wahre Herkunft. Gemeinsam bereiten sie sich auf die Säuberung des nächsten Planeten vor. Planet 1523, von seinen Bewohnern „Erde“ genannt.

Man kann sich gut ihn die Gefühle von Xori einfühlen, die Tiefe Trauer, der unendliche Verlust, die nicht endende Verzweiflung. Aber auch den Trost, die Hoffnung und den Schutz den er bei Rali und Rala findet. Die große Hoffnung wieder ein „Wir“ zu finden. Aber auch die Wut und Enttäuschung das der nächste Planet 1523 (die Erde) den Säuberungsaktionen der Andvara zum Opfer fallen soll.
Obwohl er unter ihnen lebt, möchte er diese Aktion stoppen, zugutekommt ihm das die Bewohner der Erde, die Menschen sich wehren. Wird es gelingen?

Eine gelungene und interessante Dystopie, die nachdenklich stimmt, was ist, wenn Eroberer (Aliens) kommen und uns die Erden wegnehmen wollen? Spannend, gefühlvoll endet die 2.Teil - und lässt vermuten das es weitergehen wird mit einem 3.Band. Für diesen Band 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 04.03.2023

Debütroman mit etwas Luft nach oben!

Farus-Chroniken I - Schwarzrot
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Der Schreibstil ist gut zu lesen und man bleibt dran.

Das Cover wirkt düster und dunkel, man sieht den Kopf einer Raubkatze und einen muskulösen Mann von hinten. Die roten Augen finden sich wieder im ...

Der Schreibstil ist gut zu lesen und man bleibt dran.

Das Cover wirkt düster und dunkel, man sieht den Kopf einer Raubkatze und einen muskulösen Mann von hinten. Die roten Augen finden sich wieder im Titel des Romans „Schwarzrot“.

Der Klappentext macht neugierig auf einen Mix von Fantasy / Dark Romance / Quer.

Fazit:
Wir finden uns im Roman in einer Welt wieder die sich zwischen Menschen und Xerks (blutrünstige Bestien, geistlose Gestaltwandlern, in menschlicher Gestalt) wieder. Bei liegen in einem erbitterten Krieg miteinander und die Ressourcen und den Lebensraum.

Wir treffen auf Sain, ein Mensch und Jäger, das Töten von Xerks liegt ihm im Blut. Eines Tages trifft er auf den schwerverwundeten Deejen und seine bisherigen Überzeugungen geraten ins Wanken. Er hilft dem Schwerverletzen, dies hat weitreichende Folgen und nicht nur für Ihn.

Es gibt eine Triggerwarnung zum Roman, die ich nach dem Lesen nicht ganz nachvollziehen kann. Im Laufe des Romans kommt es einmal zu sexueller Gewalt, aber nicht zwischen den beiden Hauptprotagonisten Sain und Deejen. Auch die erotischen Szenen sind überaus zurückhaltend geschrieben (nicht detailreich – muss ja auch nicht!), habe schon anderes gelesen. Nach meinem Dafürhalten eher ein gleichgeschlechtlicher Liebesroman als Dark Romance – vielleicht ändert sich das ja noch in Band 2 und 3.

Auch die Handlung an sich war eher dünner, schnell erzählt, hier wäre etwas mehr Tiefe genau wie bei den beiden Charakteren oder der Welt (Umgebung) echt mehr gewesen. Man fühlte sich etwas in die Handlung hineingeworfen. Ich hätte gerne mehr aus Sains Vergangenheit gewusst, auch ob es seine erste Beziehung zu einem Mann war oder nicht. So wechselten sich Kämpfe mit romantischen Nächten aneinander!

Im großen Ganzen hat das gefehlt was einen Roman ausmacht – Gefühle! Ich weiß nicht, ob Band 2 und 3 schon fertig sind, oder ob in diesem Bereich noch nachgebessert werden könnte. Die Idee an sich hat mir gefallen und auch wie es die Xerks überhaupt geben konnte, etwas, was sich auflöst.

Da es sich um einen Debütroman handelt ist noch Luft nach oben, sowohl für den Anspruch Dark Fantasy und Romance, Ansätze sind vorhanden und können mit Sicherheit noch ausgebaut werden – lassen wir uns überraschen.
Der erste Band der Trilogie erhält von daher nur 3 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 01.03.2023

Eine dystopische Welt, eine erfolgreiche Ermittlerin, eine verschwundene junge Frau!

Synchronik
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Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, es macht Spaß Leila (Verto) in ihre Welt zu folgen.
Das Cover ist überwiegend in Rot gehalten, es wirkt wie ausgetrockneter Boden. In der Mitte ist eine Uhr ...

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, es macht Spaß Leila (Verto) in ihre Welt zu folgen.
Das Cover ist überwiegend in Rot gehalten, es wirkt wie ausgetrockneter Boden. In der Mitte ist eine Uhr und zwei Rosen zu sehen, beides spielt auf seine Art eine Rolle im Roman. In weißer Schrift sind sowohl Titel des Romans als auch der Autorinnen Name zu lesen.
Der Klappentext macht einen neugierig auf Dystopie Reihenauftakt.
Fazit:
Die Autorin führt uns in eine dystopische Welt, weit nach unserer Zeit. Dort treffen wir auf Leila (Deckname Verto), sie ist eine erfolgreiche Ermittlerin in einer zerstörten Welt. Sie agiert im westlichen Herrschaftsgebiet, es droht durch einen Konflikt ein Krieg zwischen Westen und Osten des letzten Kontinents Panemea der Erde, dieser würde die Welt endgültig vernichten.
Währenddessen setzt die korrupte Regierung Wests alles daran, den Master von Chronos – dem mächtigsten aller Syncs – zu finden, um mit seiner Hilfe den bevorstehenden Krieg für sich zu entscheiden. Als Leila der Ruf des Präsidenten ereilt, wird sie in einen Kampf verwickelt, den sie ihr Leben lang vermieden hat, während sie mit aller Macht versucht, ihr dunkles Geheimnis zu bewahren.
Die Welt und ihre Bewohner (Menschen, Master und Syncs) fand ich fesselnd und eine wunderbare Idee – mal kein üblicher Einheitsbrei. Damit aber auch eine Mischung die den Herrschenden nicht schmeckt. Es liegt Magie in der Luft!
Leila (Verto) ist eine taffe, intelligente und sympathische Protagonistin, schon früh hat sie ihre Eltern bei einem Anschlag auf den amtierenden König verloren. So musste sie sich oft allein durchschlagen, einer ihrer wenigen Freunde, in diesem Fall eine Freundin ist Kassiopeia die Vorsteher des Olympia. So hat sie schon einige grausame und traurige in ihrem jungen Leben durchleben müssen. Aber dies hat sie nur in ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit und dem Kämpfen um ihre Wünsche bestärkt. Aber sie hat ein Geheimnis, das ihr gefährlich werden könnte und dass sie gekonnt verbirgt.
Aber auch die anderen Charaktere und Figuren sind allesamt detailreich und liebevoll ausgearbeitet (facettenreich). Man spürt die Liebe der Autorin, zu der von ihr geschaffenen Welt und die Personen, die darin agieren.

Für mich war der Auftaktband wirklich eine schöne, spannende und wundervolle Überraschung, inklusive wunderbaren Wendungen und Humor, aber auch Brutalität, gerne 18+ Leser*innen, nur musste der mit so einem fiesen Cliffhanger enden. Zum Glück muss ich nicht mehr lange auf die Forstsetzung warten (erscheint am 25.März) mit dem Titel Synchronik: Die Reise nach Ost (Band 2).

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Veröffentlicht am 28.02.2023

Eine Welt voller Gewalt und Pandemie – aber starker Frauen!

The Violence – Wie weit wirst du für deine Freiheit gehen?
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Der Schreibstil ist brutal ehrlich (Trigger Warnung beherzigen) und gut zu lesen. Man kann sich gut in die Protagonisten /-innen hineinversetzen.

Das Cover ist ganz in einem knalligen und blutfarbigen ...

Der Schreibstil ist brutal ehrlich (Trigger Warnung beherzigen) und gut zu lesen. Man kann sich gut in die Protagonisten /-innen hineinversetzen.

Das Cover ist ganz in einem knalligen und blutfarbigen Rot gehalten, es wird beherrscht von einem Messer im Mittelpunkt das einen Schatten wirft. In großer Schrift ist der englische Titel „The Violence“ (Die Gewalt, übernommen von der englischen Ausgabe) zu lesen.

Der Klappentext macht uns neugierig auf einen ehrlichen brutalen Roman der die Genre Gesellschaftsroman – Dystopie – Thriller gleichermaßen bedient.

Fazit:
Die Autorin führt uns in ihrem Roman in die nahe Zukunft Amerikas (2025). Wir lernen die Familie Martin kennen, die für alle anderen ein perfektes (Familien) Leben zu scheinen haben. Doch der Investmentbanker David verprügelt sein Frau Chelsea regelmäßig bis zu Bewusstlosigkeit. Auch hält er sie an der kurzen Leine und bestimmt in allen Lebenslagen über sie. Auch die beiden Töchter Ella und Brooklyn geraten immer mehr in seinen Fokus und müssen seine Gemeinheiten über sich ergehen lassen.

Dann breitet sich ein mysteriöses Virus aus, das alle, die es infiziert, in einen exzessiven Gewaltrausch stürzt. Nun sieht Chelsea ihre große Chance, sich und ihren beiden Töchtern ein neues Leben zu ermöglichen. Ein Leben in einer Welt, die sich am Ende radikal von unserem Unterscheiden wird.

Es gibt auch Rückblicke auf die Covid Pandemie (die sich für meinem Dafürhalten) aber in Grenzen halten, dafür spielt die neue Pandemie mit ihren Auswirkungen natürlich eine Rolle. Auch Anklänge auf die nicht so großartige (Impf-) Politik des amtierenden Präsidenten sowie ein Amtsenthebungsprozess klingen an (Anspielungen auf Donald Trump?).

Aber das Wichtigste im Roman sind die Familien Mitglieder der Familie Martin und den schrecklichen Erlebnissen, die sie durch den Ehemann und Vater David ausgesetzt sind und in der Vergangenheit waren.

In kleinen Rückblicken kann man die Dynamik des Prozesses erahnen, in dem er seine Frau immer mehr demontiert. Sie ist in seinen Augen unzulänglich und unattraktiv, so dass er sie immer wieder auch zu Schönheitsbehandlungen zwingt (Botox und mehr).

Aber auch das Leben ihrer Mutter und die Beziehung zu ihr ist einer der Handlungsstränge, gerade weil sie ihre Töchter dort hinbringt, um sie vor David zu schützen.
Die Protagonistinnen Chelsea, deren Mutter und auch Ella machen ein enormes Wachstum durch, von Frauen, die sich immer nach ihrem Mann bzw. Vater richten müssen, nach Außen immer perfekt und glücklich zu wirken, dies auch aufrecht zu erhalten, aber innerlich zerrissen und unglücklich zu sein. Hinein in ein selbstbestimmtes Leben und das unter den nicht ganz einfachen Zeiten, eine veränderte Situation durch Pandemie und ohne finanzielle Sicherheit durch eine andere Person (Ehemann). Sondern für sich selbst einzustehen, seine eigenen Wünsche, Sehnsüchte und Erwartungen an sich selbst zu definieren, umzusetzen und sich selbst (wieder) zu finden. Die Vergangenheit hinter sich zu lassen und erhobenen Hauptes in die Zukunft zu gehen. Kalte und berechnende Beziehungen in herzliche Mutter zu Kind / bzw. Enkelinnen zu wandeln – ein maximaler Gewinn.

Der Roman stellt eine gelungene Mischung eines sozialkritischen Gesellschaftsromans, einer dystopischen Handlung inklusive Pandemie bis hin zu Thriller Elementen (Verfolgung der Impfhersteller durch die Regierung) da. Ansprechende Protagonistinnen, eine spannende Handlung runden ihn ab. Auf jeden Fall lesenswert und auf für jüngere Leser*innen zu empfehlen.

Von mir 5 Sterne dafür und Daumen hoch

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Tragödie nicht nur eines Mondes!

Europa - Tragödie eines Mondes
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Der Schreibstil ist interessant und spannend, anhand dessen kann man sich diese für uns fremde Welt und ihre Bewohner gut vorstellen.

Das Cover zeigt uns eine fremde unwirtliche eisige Gegend und eine ...

Der Schreibstil ist interessant und spannend, anhand dessen kann man sich diese für uns fremde Welt und ihre Bewohner gut vorstellen.

Das Cover zeigt uns eine fremde unwirtliche eisige Gegend und eine Person in einem Raumanzug, im Hintergrund erkennt man den Jupiter. Er passt recht gut zum Inhalt des Romans.

Der Klappentext bringt uns zum fernen Jupitermond Mond Europa.

Fazit:
Im Roman begegnen wir der jungen Wissenschaftlerin Zeru, sie lebt mit ihrem Volk am Meeresboden es nennt sein Gebiet Maborien, des Jupiter Mondes Europa. Zeru fragt sich was sich hinter dem Mysteriösen „Oben“ befindet, eine andere Welt und Bewohner. Mit noch einigen anderen macht sie sich an Bord des neu entwickelten Aufstiegsschiffs macht sie sich auf den Weg das unbekannte zu erforschen und ihr Volk vor der unaufhaltsamen Eisbarriere zu befreien. Sie wird im Laufe des Romans entdecken, wie falsch das Wissen über ihre Welt war.

Man lernt im Roman die Unterwasserwelt Maborien kennen, sie ist modern, hat einen hohen technischen Standard, imposante Bauwerke und viele Bewohner. Diese werden aber durch eine furchtbare Katastrophe von außen bedroht. Ob die Welt noch zu retten ist?

Dies ist der erste Handlungsstrang im Roman (die Unterwasserwelt Marborien), allerdings gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang, der von einem Astronauten Team von Erde erzählt, die den Mond erkunden will.

Die Protagonisten wirken authentisch und real, allerdings wissen beide zu wenig über den Jupiter Mond und seinem wirklichen Klima, Umwelt und der Bedrohung, die es gibt. Die Marborianer wollen erst mehr Wissen als ihre Welt schon am Untergehen ist und die Astronauten der Erde waren sich nicht darüber im Klaren, das es Leben auf dem Mond gibt und dass der Komet mit seinen Auswirkungen eine echte Gefahr ist.
Für mich zeigt es mal wieder, dass ein Eingriff in ein funktionierendes System ob durch einen Kometen oder anderes, eine Welt und seiner Bewohner – gar eine ganze Kultur zum Untergang verdammt. Das Ende lässt ein wenig Hoffnung gedeihen und ein zweiter Band über deren Schicksal wäre bestimmt interessant.

Für mich ein gelungener Science-Fiction Roman, gar ein Debüt. Spannend, mit einer Welt fremd und doch auch mit ähnlichen Problemen (sich verändernde Umwelt), interessanten Wendungen und Protagonisten, gerade auf den Seiten der Marborianer, die uns gar nicht so unähnlich sind. Für Science-Fiction Fans bestimmt nicht uninteressant und von mir 5 Sterne dafür.

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