Platzhalter für Profilbild

Reading_Mimi

Lesejury Star
offline

Reading_Mimi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Reading_Mimi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2024

Engelhardt & Krieger sind endlich zurück

Der Sturm: Vergraben
0

Bei einer Sturmflut auf dem Darß bricht ein Teil der Steilküste weg und legt zwei Skelette frei - das einer Frau und eines Mannes. Schnell wird vermutet, dass es Opfer des Darß-Ripper sind, der ...

Bei einer Sturmflut auf dem Darß bricht ein Teil der Steilküste weg und legt zwei Skelette frei - das einer Frau und eines Mannes. Schnell wird vermutet, dass es Opfer des Darß-Ripper sind, der kurz vor dem Mauerfall sein Unwesen auf der Halbinsel getrieben hat und einige Liebespaare getötet hat. Auch eine CD wird am Fundort entdeckt, jedoch sind die Daten darauf so schwer beschädigt, dass kaum etwas damit anzufangen ist. Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt fordert somit Kryptologin Mascha Krieger an, um ihm auch in diesem Fall wieder mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Dies ist der vierte Band der Engelhardt & Krieger-Reihe, kann aber auch unabhängig von den drei Bänden davor gelesen werden, da es hier um ganz neue Ermittlungen geht. Allerdings würde ich dennoch empfehlen auch die anderen Bücher davor zu lesen, da die Charaktere "alte Bekannte" sind und man somit schon viel Hintergrundwissen zu den einzelnen Personen hat. Auch hier mochte ich die Zusammenarbeit zwischen Tom und Mascha wieder sehr gern. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und spannend, sodass man nur so durch die Seiten fliegt, bzw. durchs Hörbuch. Die Geschichte ist ganz wunderbar von Oliver Siebeck vertont und die Handlung lässt sich auch beim Hören jederzeit sehr gut verfolgen. Sehr gerne habe ich die beiden Protagonisten bei ihren Ermittlungen begleitet, mit ihnen mitgerätselt und mitgefiebert. Der eigentliche Fall rund um den Darß-Ripper ist in sich abgeschlossen, es bleiben jedoch noch andere Fragen und Geschehnisse ungeklärt, sodass es hier am Ende einen großen Cliffhanger gibt und man am liebsten gleich weiterlesen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2024

Bedrückend und konfuse Zeitsprünge

Leuchtfeuer
0

In einer Nacht im Jahre 1985 beschließen die Geschwister Sarah und Theo Wilf zusammen mit ihrer Freundin Misty eine Spritztour zu machen. Da Sarah jedoch getrunken hat, steigt Theo, der noch ...

In einer Nacht im Jahre 1985 beschließen die Geschwister Sarah und Theo Wilf zusammen mit ihrer Freundin Misty eine Spritztour zu machen. Da Sarah jedoch getrunken hat, steigt Theo, der noch keinen Führerschein hat, hinters Steuer. Es kommt zu einem Unglück und Misty stirbt. Nichts ist mehr wie es war und noch Jahre später verfolgen die Geschehnisse dieser Nacht die Familie Wilf.

Ich bin hin- und hergerissen was diese Geschichte betrifft. Vieles wird hier angerissen, aber nie bis zum Ende erzählt. Immer nur erhält der Leser einen oberflächlichen Einblick in Geschehnisse und wird aber selten über deren Folgen aufgeklärt. Diese werden dann immer nur angedeutet, was ich sehr schade fand, da für mich so das Handeln der Protagonisten oft nicht schlüssig, bzw. nachvollziehbar war. Auch empfinde ich den Klappentext als irreführend, denn eine wirkliche Verbindung zwischen dem Zusammentreffen von Waldo mit Ben Wilf, dem Vater von Sarah und Theo, und den danach folgenden Ereignissen kann ich nicht erkennen. Denn ob nun beide aufeinander getroffen wären, wäre das meiste danach so oder so geschehen. Aber einer meiner größten Kritikpunkte ist das Hin- und Herspringen in den Zeiten. Bei manchen Geschichten ergibt es durchaus Sinn, wenn man zu bestimmten Punkten in der Vergangenheit springt und dies muss dann auch nicht immer chronologisch geschehen, aber hier war es einfach nur verwirrend und ohne wirklich einen Sinn zu ergeben. Es wurde einfach kreuz und quer erzählt, so hatte ich zumindest die meiste Zeit den Eindruck.
So wirkte die gesamte Geschichte auch eher wie eine Aneinanderreihung von wahllos zusammengewürfelter Kurzgeschichten, die lose mit einander zusammenhängen, bzw. in denen die Protagonisten dieselben sind.

Die einzelnen "Kurzgeschichten" waren dann stellenweise aber gut geschrieben und man konnte sich in derjenigen Situation auch in einige Charaktere gut hineinversetzen, allerdings eben auch nur für diesen kurzen Moment, der dann aber leider vieles Handeln nicht schlüssiger gemacht hat.

Und auch wenn ein Buch für mich nicht immer positive Stimmung verbreiten muss, fand ich hier das Melancholische extrem bedrückend. Vielleicht war es für mich auch einfach nicht der richtige Zeitpunkt diese Geschichte zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2024

Gefühlvoll und spannend

Lakestone Campus of Seattle, Band 1 - What We Fear
0

Die junge Harlow ist ein Computergenie und um ihren kleinen Bruder eine lebensrettende Operation zu ermöglichen, hackt sie sich mit Hilfe eines Hackernetzwerkes in ein milliardenschweres Bankkonto. ...

Die junge Harlow ist ein Computergenie und um ihren kleinen Bruder eine lebensrettende Operation zu ermöglichen, hackt sie sich mit Hilfe eines Hackernetzwerkes in ein milliardenschweres Bankkonto. Es kommt wie es kommen muss und sie fliegt auf. Doch statt im Gefängnis landet sie dank Harvey Abbot, dem Leiter der Hochbegabten-Universität Seattles als Studentin an eben dieser Uni. Seine Bedingung hierfür ist, dass Harlow mit dem Hacken aufhört. Es scheint als könnte Harlow ihre Vergangenheit hinter sich lassen und an der Universität ein neues Leben beginnen, als sie auf den gehörlosen Zack trifft, der in kürzester Zeit ihr Herz schneller schlagen lässt. Doch dann fordert das Hackernetzwerk ihre Hilfe an und lässt sich nicht so einfach abwimmeln.

Ich war zunächst skeptisch, wie mir die Geschichte gefallen wird, da die Thematik Hacken eigentlich gar nicht meine Welt ist. Ich muss aber sagen, dass die Autorin Alexandra Flint das Thema sehr verständlich beschrieben hat, sodass man auch als Laie einen guten Einblick erhalten hat und es sogar interessant und spannend war Harlow bei ihren Aktivitäten zu begleiten. Aber auch die Kommunikation zwischen Harlow und Zack, bzw. Zack und seinen Freunden wurde hier sehr gut umgesetzt und man konnte einen guten Einblick in die Gebärdensprache erhalten.
Beide Protagonisten muss man einfach direkt ein sein Herz schließen. Sie kommen aus unterschiedlichen Welten und haben beide Probleme, die es zu bewältigen gilt. Und auch wenn Zack aufgrund eines Gendefekts nicht sprechen kann, hören sich einander zu und sind für einander da. Ihre Liebesgeschichte fand ich sehr authentisch und im genau richtigen Tempo erzählt. Die Spannungselemente rund um das Hackerkollektiv haben hier noch mal das gewisse Etwas in die Handlung gebracht. Ein wunderbarer Reihenauftakt und ich kann es kaum erwarten Band 2 der Reihe zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2024

Ganz anders als der Klappentext vermuten lässt

Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
0

Spring, eine der vier Season-Schwestern, ist schon in jungen Jahren aus ihrem Elternhaus in Wales ausgezogen und lebt seit dem eher schlecht als recht in London. Durch den falschen Freundeskreis ...

Spring, eine der vier Season-Schwestern, ist schon in jungen Jahren aus ihrem Elternhaus in Wales ausgezogen und lebt seit dem eher schlecht als recht in London. Durch den falschen Freundeskreis gerät sie auch an Drogen und wird somit zu Sozialstunden verdonnert. Diese muss sie bei der achtzigjährigen Sophia Fowler ableisten. Anfangs erledigt sie ihre Arbeit noch sehr widerwillig, schließt dann aber doch relativ schnell die alte Dame ihr Herz und erfährt somit von ihrem Schicksal. Denn Sophia, die einst Hausherrin eines Schlosses im Heimatdorf von Spring war, wurde von ihrem Sohn vertrieben. Als Springs Sozialstunden ein Ende haben, beschließen beide Frauen gemeinsam sich ihrer Vergangenheit zu stellen und reisen nach Wales.

Den Schreibstil der Autorin Anna Helford mochte ich sehr gern, auch wenn die Kapitel für meinen persönlichen Geschmack viel zu lang waren. Dennoch bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Ich muss jedoch auch sagen, dass ich den Titel und Klappentext hier nicht ganz passend zur eigentlichen Geschichte finde. Zwar fängt alles mit Spring an, die in London durch ihre Sozialstunden Sophia kennenlernt, jedoch spielt diese dann im Laufe der Geschichte nur noch eine Nebenrolle. Viel mehr ist der Roman als Familiensaga rund um Sophia anzusehen. Denn kaum sind wir in Wales erzählt, wird klar, dass Sophia aufgrund eines dunklen Familiengeheimnisses nach London verbannt wurde. Für mich nahm dieses Familiengeheimnis auch viel mehr Raum ein, als die Probleme zwischen Spring und ihrer Familie.

Ab da wird die Geschichte auch auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen haben wir die Gegenwart mit Sophia und Spring und die Vergangenheit mit Daphne, die Teil von Sophias Geheimnisses ist.
Daphnes Geschichte fand ich unglaublich fesselnd und bin ihr von Anfang bis Ende unheimlich gern gefolgt. Auch die Liebesgeschichte fand ich hier einfach nur schön und nachvollziehbar. Jedoch ist hier einfach von fast immer alles ohne große Komplikationen von statten gegangen, worüber ich das ein oder andere Mal beim Lesen gestolpert bin.
In der Gegenwart erfahren wir leider nicht allzu viel über Spring, nur kurz begleiten wir sie in ihr Elternhaus. Die meiste Zeit folgen wir ihr jedoch mit Sophias Enkel Ethan auf den Spuren des Familiengeheimnisses. Zwischen den beiden entwicklen sich nach einem Tag des Wiedersehens - sie kennen sich noch aus Kindertagen - starke Gefühle und es ist direkt von Liebe die Rede. Leider konnte ich diese Liebesgeschichte gar nicht fühlen und nachvollziehen. Hier hätte man sich gerne etwas mehr Zeit lassen können.

Aber auch, wenn ich den ein oder anderen Kritikpunkt habe, habe ich die Geschichte gerne gelesen und vor allem Daphne in mein Herz geschlossen.






  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2024

Magischer Wald

Anderwald (Band 1) - Das Geheimnis der Silberwölfin
0

Als Fiona eines Tages mit ihren Freunden Olivia und Jakob im Wald spielt, entdeckt sie ein magisches Tor. Seltsam ist, dass nur sie es sehen kann und auch nur so somit hindurchtreten kann. Als ...

Als Fiona eines Tages mit ihren Freunden Olivia und Jakob im Wald spielt, entdeckt sie ein magisches Tor. Seltsam ist, dass nur sie es sehen kann und auch nur so somit hindurchtreten kann. Als sie dies tut, traut sie ihren Augen nicht, denn hinter dem Tor verbirgt sich ein magischer Wald mit magischen Wesen, wie ihrem Schutztier, einer Silberwölfin. Nach und nach findet Fiona heraus, dass der Anderwald bedroht wird und verspricht mit Hilfe ihrer beiden Freunde den Wald zu beschützen.

Das Buch ist der Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe von Julie Leuze mit schönen Illustrationen von Stefanie Klaßen. Zusammen mit Fiona lernen wir den Anderwald kennen und begleiten sie bei ihren Erkundungstouren. Viel passiert hier an sich jedoch erst mal noch nicht und die Geschichte liest sich auch mehr wie ein Vorspann zum eigentlichen Abenteuer. Schon früh wird zwar eine bestimmte Bedrohung angesprochen, aber so richtig tatkräftig wird Fiona erst ganz zum Schluss im Buch. Fiona, Olivia und Jakob verbindet eine schöne Freundschaft, in der auch mal Eifersucht und Neid ans Tageslicht kommt, aber schnell ist darüber gesprochen und man versöhnt sich wieder. Ich hätte mir allerdings schon in Band 1 ein wenig mehr Spannung, bzw. Abenteuer gewünscht. Aber alles in allem ein schöner Reihenauftakt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere