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Redrose

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Man ist nie zu alt für Veränderungen.

Spätsommerglück
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Hannah hat sich nach dem Tod ihres Mannes in ihrem Leben als Witwe eingerichtet, so richtig glücklich ist sie aber nicht. Mit Ende fünfzig hadert sie mit ihrem Beruf als Übersetzerin und möchte sich nicht ...

Hannah hat sich nach dem Tod ihres Mannes in ihrem Leben als Witwe eingerichtet, so richtig glücklich ist sie aber nicht. Mit Ende fünfzig hadert sie mit ihrem Beruf als Übersetzerin und möchte sich nicht länger mit blutige Krimis beschäftigen. Die fiesen Charaktere setzen ihr zu und rauben ihre Energie. Ich kann Hannah sehr gut verstehen. Während ich früher keine Probleme mit blutrünstigen Thrillern hatte, genieße ich heutzutage lieber Cosy Crime oder eine romantische Liebesgeschichte.

Finanziell ist Hannah glücklicherweise abgesichert, aber trotzdem sucht sie noch nach einer Betätigung, die ihr Freude bringt. Spontan entschließt sie sich für eine Bewerbung als Granny Au-pair in Schweden und das stellt sich als ziemlich gute Idee heraus.

Die Gastfamilie ist herzlich und liebenswert, die beiden Kinder nehmen sie mit offenen Armen auf und auch landschaftlich hat Schweden einiges zu bieten. Leider ist Opa Anders ihre Anwesenheit ein Dorn im Auge und lässt sie das auch deutlich spüren.

Heike Abidi erschafft mal wieder sympathische Protagonisten, bei denen ich am liebsten selbst einziehen möchte. Granny Au-Pair gibt es übrigens tatsächlich, falls jemand nach der Lektüre von „Spätsommerglück“ selbst Lust bekommen hat, im Ausland als Ersatz-Oma tätig zu werden.

Mir gefällt, wie Hannah noch einmal aufblüht und sich endlich wieder gebraucht fühlt. Neue Freunde findet und mutig andere Wege geht und das ist es auch, was uns jung hält. Die bekannten Pfade verlassen und etwas Neues ausprobieren, das sollten wir uns in jedem Lebensalter vornehmen.

Dies ist nicht mein erstes Buch der sympathischen Autorin und auch sicherlich nicht mein letztes. Ich fühle mich in ihren Büchern aufgehoben, abgeholt, sie schreibt über Menschen wie du und ich, voller Verständnis und Empathie für die kleinen und großen Kümmernisse im Leben und am Ende nehme ich immer etwas für mich selbst mit.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und empfehle „Spätsommerglück“ weiter.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Vielschichtig und spannend

Clemens Sartorius und der schuldige Mann: Kriminalroman | Der spannende 2. Fall der Clemens-Sartorius-Krimireihe
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Juchhu, es gibt ein Wiedersehen mit Clemens Sartorius, dem ehemaligen Kriminalhauptkommissar.

Nachdem er in „Clemens Sartorius und die Tote im See“ verdächtigt wurde, seine Freundin ermordet zu haben ...

Juchhu, es gibt ein Wiedersehen mit Clemens Sartorius, dem ehemaligen Kriminalhauptkommissar.

Nachdem er in „Clemens Sartorius und die Tote im See“ verdächtigt wurde, seine Freundin ermordet zu haben und nur mit Hilfe der Forensikerin Marie Mayfield seine Unschuld beweisen konnte, hat Clemens seinen Job geschmissen und beginnt ein neues Leben als Privatermittler. Da er finanziell gut ausgestattet ist, kann er es sich leisten, einen Cold Case zu übernehmen.

Norbert Bender, ein Lehrer, der seine Schülerin erstochen haben soll, kommt nach Absitzen der Haftstrafe aus dem Gefängnis frei und beteuert nach wie vor seine Unschuld. Das pikante daran, ausgerechnet Clemens war damals leitender Ermittler und versucht jetzt herauszufinden, ob ihm in der Vergangenheit ein Fehler unterlaufen ist. Glücklicherweise ist Marie wieder mit dabei, denn dieser Fall hat es wirklich in sich.

Katharina Drüppel nimmt mich wieder mit ins Frankenland, allerdings bleibt mir dieses Mal nicht viel Zeit für Sightseeing, der Fall ist zu komplex. Nur kurz kann ich das Essen im Biergarten des Steinbach Bräu in Erlangen genießen, da geht es auch schon wieder weiter nach Nürnberg.

Die Geschichte lebt von ihren Haupt- und Nebenfiguren, die sehr lebendig erscheinen wie beispielsweise Kneipenwirt Schrödi, der immer ein Ohr für seine Gäste im „Worst Case“ hat.

Nach und nach gibt es neue Erkenntnisse und Clemens und ich werden mit immer neuen Wendungen überrascht. War Bender tatsächlich unschuldig und wie viele Justizirrtümer gibt es eigentlich in Deutschland jedes Jahr? Ich habe erschreckenderweise erfahren, dass „jeden Tag ein Mann in Deutschland versucht, seine Partnerin zu töten. Und jeden dritten Tag gelingt es ihm.“

Der Autorin ist wieder ein fesselnder Fall gelungen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes und ich kann das Buch nicht aus den Händen legen, bevor ich nicht das Ende kenne. Der Cliffhanger im privaten Bereich lässt mich hoffen, dass es bald weitergeht mit dieser Reihe.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen mit der Drama Rock liebenden Marie.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Traumhafte Ausblicke, schweißtreibende Wanderungen

LONELY PLANET Bildband Legendäre Küstenwanderungen in Europa
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Erst unlängst hat mir mein Mann von dem portugiesischen Jakobsweg erzählt und bereits die erste Wanderung in diesem Buch widmet sich genau diesem, dem Caminho Portugues da Costa. Mir gefällt daran, dass ...

Erst unlängst hat mir mein Mann von dem portugiesischen Jakobsweg erzählt und bereits die erste Wanderung in diesem Buch widmet sich genau diesem, dem Caminho Portugues da Costa. Mir gefällt daran, dass dieser Weg weniger überlaufen ist als der spanische, auch wenn man beide kombinieren kann. Wer noch Lust auf anderes als Wandern hat, mag vielleicht auch eine Bootsfahrt auf dem Douro unternehmen.

Das zweite Ziel liegt auf Korsika und ich muss schmunzeln, weil ich kürzlich erst die Anreisemöglichkeiten für Korsika eruiert habe. Ob es allerdings dann wirklich Mare e Monti wird bleibt abzuwarten, manche Etappen erfordern eine gute Kondition, aber die Beschreibung klingt schon sehr verlockend.

Ich erfahre, wie die Früchte des Erdbeerbaumes schmecken, möchte unbedingt den Skulpturenpark aus rotem Granit erkunden und hüpfe gedanklich schon weiter zum nächsten Ziel: was für ein Kontrastprogramm „Von Hallig zu Hallig“ im schleswig-holsteinischen Wattenmeer.

Der Weg von Südholland nach Nordholland entlang der Küste umfasst 725 km, was für eine Strecke. Natürlich kann man auch nur Teilabschnitte wandern und vielleicht hat man Glück und sieht auch Wildpferde.

Ich lese über Wanderungen auf Mallorca, an der Algarve, auf Sardinien (schwierig), in der Normandie mit dem Mont-Saint-Michel, auf Rügen und an der Amalfi-Küste, wo ich unbedingt mal die Amalfi-Zitrone kosten möchte.

Für Wandervögel wird also wirklich was geboten. Die Orte sind vielfältig, die Bilder sprechen für sich und machen richtig Lust auf eine Kajaktour oder aber auch die Kanaren nochmal neu zu entdecken.

Den Giants-Causeway in Nordirland habe ich bereits besucht, aber dass es hier noch viele weitere geologische Wunder zu entdecken gibt, war mir bislang unbekannt. Ein tolles Bild von „The Dark Hedges“ aus Game of Thrones erinnert daran, wie wir selbst einmal frühmorgens diese Allee bewundert haben.

Dass es in Schweden Skulpturen gibt, die mich ein wenig an Stonehenge erinnern, wusste ich auch noch nicht. Estland, Norwegen mit dem Weltraumbahnhof, die Shetland Inseln mit ihrer Wikingerkultur, Lettland, England, Island, Wales, überall gibt es wunderschöne Küstenpfade.

„Mit ständig wechselnden Lichtverhältnissen, weiten Ausblicken, Jod und Sauerstoff weckt dieser Ort alle Sinne.“

In Südfinnland über die Schären nehmen die Fähren einiges an Beinarbeit ab, das klingt mir gleich sympathisch und ich liebe Fahrten über das Meer. Natürlich darf auch der Dingle Way in Irland nicht fehlen, mit einer Whiskey-Verkostung.

Eher unbekannt sind noch die Trails in Albanien, Montenegro (den Cat Shop muss ich unbedingt meiner Freundin empfehlen) und auch in der Türkei. Antalya ist eher als Badeort bekannt, dafür fahren hier hilfsbereite Gastwirte mein Gepäck zum nächsten Etappenziel, perfekt für Freunde des leichten Gepäcks wie mich.

Auf dem Weg zur Unterwelt bietet Griechenland eine Tour zum Eingang des Hades und in Slowenien kann ich bei der Olivenernte zusehen und leckeren Fisch essen.

Insgesamt 40 Küstenwanderungen werden vorgestellt und machen richtig Lust, zu mindestens Teiletappen selbst auszuprobieren. Ich bin begeistert und empfehle „Legendäre Küstenwanderungen in Europa“ sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Mordlustig oder Mordslustig?

Wiener Wedding Killer
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In Wien wird gemordet und in diesem Buch vornehmlich an Hochzeiten. Nicht immer trifft es den Bräutigam, manchmal erwischt es auch scheinbar Unbeteiligte. Mal gehen die Eheringe verloren, mal schielt der ...

In Wien wird gemordet und in diesem Buch vornehmlich an Hochzeiten. Nicht immer trifft es den Bräutigam, manchmal erwischt es auch scheinbar Unbeteiligte. Mal gehen die Eheringe verloren, mal schielt der Marzipan-Bräutigam auf der Hochzeitstorte.

Wer selbst schon mindestens einmal geheiratet hat weiß, dass die Vorbereitungen viel Zeit und Nerven kosten, die Tischordnung will wohl überlegt sein und die künftige Ehe wird ihrer ersten Probe unterzogen.

Die neun Geschichten sind humorvoll und nicht vorhersehbar, meine Lieblingsgeschichte ist „Ganz in Weiß oder der schielende Bräutigam“.

Für ein frisch verliebtes Brautpaar würde ich das Buch nicht unbedingt empfehlen, aber für Menschen, die das Leben nicht so bierernst nehmen und schon einige Erfahrungen gesammelt haben, bietet es jede Menge Überraschungen, viel zum Schmunzeln und vielleicht sogar ein paar nostalgische Erinnerungen.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Ein Thriller, der unter die Haut geht und nachhallt

Tief
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Der Bodensee, ob auf der österreichischen Seite, wie hier im Buch oder aber auch auf der deutschen Seite, ist nicht nur das idyllische Urlaubsparadies für Touristen. Besonders im Sommer lockt der See viele ...

Der Bodensee, ob auf der österreichischen Seite, wie hier im Buch oder aber auch auf der deutschen Seite, ist nicht nur das idyllische Urlaubsparadies für Touristen. Besonders im Sommer lockt der See viele an, während im Winter der Nebel über dem Wasser hängt. Die Autorin schreibt über ein brandaktuelles Thema und lässt mich betroffen zurück.

Es geht um Flüchtlinge und darum, dass wir die Falschen zurückschicken in eine Welt, in die sie nicht mehr gehören- Diejenigen, die sich angepasst haben, die arbeiten, freundlich sind und Freunde haben. Diese sind zuhause anzutreffen und können zurückgeschickt werden. Aber wir behalten diejenigen, die ins kriminelle Milieu abtauchen, die nicht zu finden sind oder schlimmer noch, die in Machtpositionen aufgestiegen sind und diese gegenüber ihren Landsleuten missbrauchen.

Es geht um Rache, um falsch verstandenes Ehrgefühl und Unschuldige müssen leiden. Und mittendrin Kommissar Heinzle, der feststellen muss, auch wenn er sich politisch eindeutig links einordnen würde, dass auch er vor dem Alltagsrassismus nicht gefeit ist.

Heinzle ist menschlich, er ist echt, ein Big Bulle, der Fehler macht, aber für die Gerechtigkeit kämpft. Und ich mag seinen Freund „Sense“, der ihn immer wieder erdet.

Etliche Menschen werden ermordet, um die meisten ist es nicht wirklich schade und Heinzle und ich jagen vielen falschen Spuren hinterher.

Das Ende lässt mich betroffen zurück. Religiöser Fanatismus, verblendete „Gotteskrieger“, radikalisierte Jugendliche, das alles ist auch in meiner Heimat zu finden und macht mir Angst für unsere Zukunft.

„Tief“ hat mich gepackt und aus meiner Komfortzone geworfen. Ein Thriller, der mehr ist als reine Fiktion, der so real erscheint, dass es mich schaudert. Der aufrüttelt und zur Diskussion anregt, der in einer Schulklasse die Schüler vielleicht mehr abholt als Goethe und Schiller.

Das Buch berührt mich wie sein Titel: Tief.

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