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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2025

Tolle Neuentdeckung

Wiener Totenlieder
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Ich muss zugeben, Opern sind nicht so meine bevorzugte Musikrichtung, aber dass die Protagonistin der neuen Krimireihe von Theresa Prammer gescheiterte Opernsängerin ist und ein Großteil des Romans in ...

Ich muss zugeben, Opern sind nicht so meine bevorzugte Musikrichtung, aber dass die Protagonistin der neuen Krimireihe von Theresa Prammer gescheiterte Opernsängerin ist und ein Großteil des Romans in der Wiener Oper spielt, fand ich sehr interessant.

Mehrere Sänger kommen auf mysteriöse Weise während den Vorstellungen ums Leben und ausgerechnet zwei Underdogs sollen die Polizei als Schnüffler vor Ort unterstützen.

Das dynamische Duo besteht aus: Carlotta Fiore, Tochter einer gefeierten Opernsängerin, die sich im Metier auskennt, als Kaufhausdetektivin arbeitet und Lotta genannt werden will, da „Carlotta, das war der perfekte Name für Damenbinden oder ein Küchengerät, aber nicht für einen Menschen.“ Und der zweite im Bund ist Konrad Fürst, ein Ex-Kriminalkommissar, der derzeit als Clown arbeitet.

Was für eine herrlich verrückte Kombination und so ist auch das gesamte Buch. Ständig ergeben sich neue Verdachtsmomente, die beiden Protagonisten kämpfen mit ihrer Vergangenheit und wachsen doch gemeinsam und mir auch ganz schnell ans Herz.

Ich mag die Ironie, die Einblicke in die Akteure bei der Oper, selbst die Nebendarsteller wie Henriette oder Fanny erscheinen so lebendig, dass ich nicht mehr nur lese, sondern Teil der Handlung werde.

Es gibt jede Menge Nebenhandlungen, die aber alle gemeinsam zum großen Showdown am Ende führen, das Buch ist so spannend, dass ich es kaum aus den Händen legen mag, und am Ende bin ich einfach nur fasziniert und will sofort mehr! Was für ein Glück, dass es sich nur um den ersten Teil einer Trilogie handelt, und ich freue mich schon auf Teil 2 und 3.

Ich vergebe begeisterte 5 Sterne und empfehle „Wiener Totenlieder“ sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Trash TV zieht auf Sylt ein

Das große Promi-Sterben
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Ich gestehe, das ein oder andere Trash Format habe ich mir schon reingezogen. Sich völlig selbst überschätzende Z-Promis dabei zu beobachten, was sie für Sendezeit und mehr Likes und Follower alles auf ...

Ich gestehe, das ein oder andere Trash Format habe ich mir schon reingezogen. Sich völlig selbst überschätzende Z-Promis dabei zu beobachten, was sie für Sendezeit und mehr Likes und Follower alles auf sich nehmen, ist manchmal schon sehr amüsant und entspannend nach einem langen Arbeitstag, etwas, was diese Leute ja meiden wie der Teufel das Weihwasser.

Auch die Produzentin von „Trash Island - Das große Promi-Sterben“ sieht das ziemlich realistisch: „Die meisten der Nichtsnutze würden ohne unsere Trash-Formate Bürgergeld beantragen und niemand würde Notiz von ihnen nehmen.“

Willkommen auf Sylt, der Insel, die Gastgeberin ist für die 10. Staffel von Trash Island und auf der Kriminalkommissarin Lene Cornelsen für Recht und Ordnung sorgt.

Von Trash TV hat Lene absolut keine Ahnung, nur gut, dass ausgerechnet ihre ältere Kollegin Frau Schafböck mit ihrem Fachwissen glänzen kann. Ob „Promis allein im Wald“ oder „Ich date deine Ex“ Frau Schafböck hat schon alles gesehen und könnte den Medienmachern sicher noch wertvolle Tipps geben.

Herrlich ironisch beschreibt Sebastian Thiel den Medienzirkus, die Teilnehmer an Trash Island werden ziemlich auf die Schippe genommen. Als dann gleich zu Beginn in einem riesigen Spektakel eine der Teilnehmerinnen entführt wird, muss sich Lene plötzlich mehr mit diesen Pseudo-Promis befassen, als ihr lieb ist.

Spannend ist auch der Bezug zu Piratenkapitän Pidder Lüng, der vor vielen Jahren in Sylt hingerichtet wurde.

Ich wurde bestens unterhalten und empfehle „Das große Promi-Sterben“ gerne weiter.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Die Magie der Willow Ranch

Der Schattengrizzly der Rocky Mountains
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Bereits zum 3. Mal reise ich nach Kanada in die Rocky Mountains und freue mich auf ein Wiedersehen mit den Geschwistern Lee und Lyla auf der Willow Ranch.

Lyla, die indigene Wurzeln hat, ist immer noch ...

Bereits zum 3. Mal reise ich nach Kanada in die Rocky Mountains und freue mich auf ein Wiedersehen mit den Geschwistern Lee und Lyla auf der Willow Ranch.

Lyla, die indigene Wurzeln hat, ist immer noch auf der Suche nach sich selbst und kehrt dazu von einem Besuch bei ihrer Tante wieder zurück auf die Ranch, während Lee die Ranch endlich wirtschaftlich erfolgreicher machen möchte und dazu alles auf eine Karte setzt.

Lonefeather Jones, der Lyla in „Die Schattenkrähe der Rocky Mountains“ das Knüpfen von Traumfängern beigebracht hat, kämpft mit den Schatten der Vergangenheit und gibt deswegen der aufkeimenden Liebe zu Lyla keine Chance. Wird es ein Happyend geben?

Die Autorin lebt seit 20 Jahren auf ihrer eigenen Ranch in den Rockies und dieses Insiderwissen merkt man in ihren Büchern. Ihre Protagonisten sind nicht nur Licht, sondern auch Schatten, sie sind Menschen wie du und ich, die auch Fehler machen. Ihre Schicksale berühren und treffen mich mitten ins Herz.

Besonders gut gefallen mir auch die Legenden und Sagen der First Nations, die die Geschichten der Willow Ranch bereichern und zeigen, dass mit Akzeptanz, Respekt und gegenseitigem Verständnis auch so unterschiedliche Kulturen friedlich zusammenleben können.

Ich wünsche mir einen von Lonefeather Jones für mich hergestellten Traumfänger, der anders als die industriell hergestellten Massenanfertigungen, die schlechten Träume einfängt und für einen ruhigen Schlaf sorgt. 😉

Mein Ausflug auf die Willow Ranch hat mich wieder ein paar Tränen gekostet, die ich aber für diese bewegende Geschichte sehr gerne geopfert habe.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Wunderschöne Bilder, die das Auge erfreuen.

KUNTH Europas grüne Paradiese
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Mit Gärten bekommt man mich immer, sagt mein Mann und er hat recht. In „Europas grüne Paradiese“ kann ich dieser Leidenschaft frönen.

„Überall in Europa findet man große und kleine Gärten und Parks – ...

Mit Gärten bekommt man mich immer, sagt mein Mann und er hat recht. In „Europas grüne Paradiese“ kann ich dieser Leidenschaft frönen.

„Überall in Europa findet man große und kleine Gärten und Parks – und allesamt sind sie perfekte Orte, um die Natur zu genießen und zur Ruhe zu kommen.“

Einige der Gärten habe ich selbst gesehen, wie den Englischen Garten in München, Powerscourt Gardens in Irland, die Blumeninsel Mainau im Bodensee oder die Jardins de Villandry im Loiretal. Aber ich entdecke auch einiges Neues.

„Welche Sträucher und Bäume können nur 50 Kilometer südlich des Polarkreises wachsen?“ Lystigardur auf Island zeigt es uns. Die vielen Sonnenstunden zwischen Mai und Juli kompensieren die kurze Wachstumszeit der Pflanzen und die tiefen Temperaturen.

Ein hübscher Garten im schwedischen Uppsala ist dem Botaniker Carl Linné gewidmet. Mit rund eintausend Gärten und Parks ist Helsinki eine der grünsten Städte in Europa.

Der Klimawandel bietet für die meisten Bewohner der Welt nichts Gutes, für die Grönländer bietet jeder Quadratmeter eisfreier Boden dagegen mehr Anbau- und Weidefläche.

Interessant sind auch die Poison Gardens, dessen über 100 Giftpflanzen in jedem Krimi Verwendung finden könnten.

Welches ist wohl der schönste Garten? Ist es der Sissinghurst Gastle Garden in England? Die Tulpenblüte des Keukenhof in den Niederlanden? Der Jardins de Claude Monet in Frankreich? Oder das Weltkulturerbe, der tschechische Schlossgarten Kromeriz?

In Dresden kann ich ein halbes Dutzend Schlossparks bewundern und manchmal sind es nicht nur die großen Gärten, sondern ich finde auch schöne Vorgärten, die das Aushängeschild der Eigentümer sind. Kein wirklicher Fan bin ich von Gartenzwergen, der Inbegriff der deutschen Schrebergärten Mentalität, dabei erfahre ich, dass der Gartenzwerg eigentlich aus Anatolien stammt.

Die Bilder des Kunth Verlag machen Lust, in Europa auf Entdeckungsreise zu gehen und ich empfehle „Europas grüne Paradiese“ sehr gerne weiter.

Ich schließe mit dem Zitat von Rabindranath Tagore, dem bengalischen Philosophen, Dichter, Maler und Musiker: „Wer Bäume pflanzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.“

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Spannender Einblick in die 70er Jahre

Die Kriminalistinnen. Acht Schüsse im Schnee
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Ein Millionär wird vor seiner Villa mit acht Schüssen getötet. Wer hat ihn ermordet und werden die Kriminalistinnen mit weiblichem Gespür die Lösung finden oder brauchen sie dazu männliche Unterstützung?

Band ...

Ein Millionär wird vor seiner Villa mit acht Schüssen getötet. Wer hat ihn ermordet und werden die Kriminalistinnen mit weiblichem Gespür die Lösung finden oder brauchen sie dazu männliche Unterstützung?

Band 2 der Kriminalistinnen bietet viele Einblicke in die Privatleben der jungen Frauen, die es wagen, in eine Männer Domäne einzubrechen und mehr wollen, als nur Kaffee kochen und Briefe tippen auf einer Polizeiwache.

Im Vordergrund steht Lucia, die einen sehr persönlichen Grund hat, sich zur Kriminalistin ausbilden zu lassen. Aber auch Lilli, Ruth, Petra, Renate und Mieze lerne ich im Laufe der Ermittlungen besser kennen.

Ich rege mich auf über Doppelmoral, Frauenfeindlichkeit und Homophobie und muss feststellen, dass es diese Dinge leider auch heute noch gibt. Glücklicherweise muss ich heutzutage meinen Mann nicht mehr um Erlaubnis bitten, dass ich Arbeiten darf. 😉

Mathias Berg versetzt mich in die 70er Jahre mit der Musik, mit Käseigeln und Fruchtbowle und das finde ich ebenso spannend, wie den Kriminalfall. Mühelos schlüpfe ich in die Rolle einer Kriminalistin und erlebe hautnah die damalige Zeit mit allen Facetten.

Am Ende wird zwar der Mordfall aufgeklärt, aber es bleiben noch viele Fragen offen, die das Schicksal der sechs Kriminalistinnen betreffen, so dass ich mich schon auf Band 3 freue.

Daumen hoch und 5 Sterne für ein tolles Sittenbild der damaligen Zeit

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