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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2026

Spannender Auftakt einer neuen Krimi-Reihe in der Provence

Mord à la Lavande
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Seitdem in unserem ersten Provence-Urlaub unsere Autoscheibe eingeschlagen und das gesamte Gepäck geklaut wurde, besuche ich die Provence lieber nur noch in Büchern. Gemeinerweise wurden mir sogar ein ...

Seitdem in unserem ersten Provence-Urlaub unsere Autoscheibe eingeschlagen und das gesamte Gepäck geklaut wurde, besuche ich die Provence lieber nur noch in Büchern. Gemeinerweise wurden mir sogar ein paar Provence-Krimis gestohlen.

Ich liebe die Landschaft und genieße es, dass mich der Autor mitnimmt in den Luberon und nach Aix-en-Provence. Ich begleite Maxim Marchal auf den Markt, genieße die Auswahl an frischem Obst, Gemüse und Meeresfrüchten und fühle mich gleich nach Frankreich versetzt. Maxim schreibt bevorzugt seine Krimis in einem kleinen Bistro, lässt sich von den vorbeiziehenden Passanten inspirieren zu neuen Geschichten. Als in unmittelbarer Nähe ein Mensch von einem Elektroauto überfahren wird, ist die Neugierde von Maxim geweckt und gemeinsam tauchen wir ein in die Welt des Lavendels. Ich erfahre, wie aufwendig die Produktion von echtem Lavendelöl ist und dass Lavendel viel mehr ist als nur ein nettes Mitbringsel aus dem Urlaub.

Robert de Paca nimmt mich mit auf eine spannende Reise und führt mich immer wieder auf falsche Spuren. Dabei erfahre ich so ganz nebenbei, wie teuer es wird, wenn ich in Frankreich mit dem Handy am Steuer erwischt werde, zum Glück verhalte ich mich da immer regelkonform.

Mir gefällt diese Mischung aus „savoir vivre“ die Maxim und seine Freunde ausstrahlen, interessantem Hintergrundwissen und spannenden Ermittlungsarbeiten und ich freue mich schon auf viele weitere Fälle des sympathischen Protagonisten.

Daumen hoch und eine unbedingte Leseempfehlung für „Mord a la Lavande“.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Wahnwitziger München-Krimi

Knödelmord im Sperrbezirk
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Bestatter Konstantin ist schon ein sehr spezieller Protagonist. Er ist Dauerpatient bei einer Psychotherapeutin, hört die Stimme seiner toten Großtante und bei Frauen hat er auch keine großen Erfolge zu ...

Bestatter Konstantin ist schon ein sehr spezieller Protagonist. Er ist Dauerpatient bei einer Psychotherapeutin, hört die Stimme seiner toten Großtante und bei Frauen hat er auch keine großen Erfolge zu verzeichnen, was nicht zuletzt auch an seinem Beruf liegt. Und trotzdem schleicht er sich unbemerkt in mein Herz und ich begleite ihn gerne in seinem Leben.

Gemeinsam mit seinem Freund, dem Leichen-Franz machen wir uns auf die Jagd nach dem Rotkäppchen, welches dem Konstantin an Fasching den Kopf verdreht hat, ermitteln in einem Todesfall und landen plötzlich im Sperrbezirk und natürlich heißt die Betreiberin Rosi, was mir sofort den Hit der Spider Murphy Gang als Ohrwurm beschert 😉.

Dieses Buch kann man nicht beschreiben, man muss es selbst erleben bzw. erlesen. Es ist so herrlich skurril und bei jeder Seite warten neue Überraschungen auf mich, dass ich nicht aufhören kann zu lesen. Wunderbar komisch, chaotisch und mit viel Herz punktet „Knödelmord im Sperrbezirk“ und ich habe jetzt Lust auf ein paar Knödel von der Tammy.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und bin bereit für weitere Fälle mit Konstantin und seinen unkonventionellen Freunden.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein Weihnachtskrimi für das ganze Jahr

Der Weihnachtsmannmord
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Kann man „Der Weihnachtsmannmord“ auch noch im Februar lesen? Aber definitiv.

Das Autorinnen-Duo überrascht mit vielen Protagonisten, die mir ans Herz wachsen. Der Kaufhausdetektiv, der eine Abmahnung ...

Kann man „Der Weihnachtsmannmord“ auch noch im Februar lesen? Aber definitiv.

Das Autorinnen-Duo überrascht mit vielen Protagonisten, die mir ans Herz wachsen. Der Kaufhausdetektiv, der eine Abmahnung erhält, weil er eine Ladendiebin nicht anzeigt, Eddi, der Weihnachtsmann mit der kriminellen Vergangenheit, der die Herzen der Kinder höherschlagen lässt, die Putzfrau Magda, der Hausmeister Elyas oder die Buchhalterin Silja. Sie alle arbeiten im Traditionskaufhaus Härtling und sind Zeuge, als der Weihnachtsmann zu Tode stürzt.

Während mir der Glühweinduft des Weihnachtsmarktes in die Nase steigt, ermittelt Kaufhausdetektiv Kurt und die Auflösung sorgt nicht nur bei mir für große Überraschung.

Was für eine wunderbar warmherzige Geschichte mit Menschen, für die Weihnachten nicht nur Konsum bedeutet, sondern Gemeinschaft, Zusammenhalt und Würstchen mit Kartoffelsalat 😉. Oder um Martha zu zitieren: „Aber Geld macht nicht glücklich.“

Da ja glücklicherweise nicht der echte Weihnachtsmann gestorben ist, sondern „nur eine Aushilfe“, können wir uns auch dieses Jahr wieder über kleine Wunder in der Weihnachtszeit freuen.

Mir hat dieser Weihnachtskrimi sehr gut gefallen, der sich wie eine wärmende Decke um mich legt und die Nachrichten dieser verrückt gewordenen Welt für ein paar Stunden vergessen lässt.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Morden in Südbaden

Bächle, Gässle, Rache
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Freiburg ist meine Shopping-City und ich habe mich gefreut, eine Reihe zu entdecken, die in der Studentenstadt Freiburg spielt.

Als ein Jäger tot aufgefunden wird, werden gleich die Veganer verdächtigt. ...

Freiburg ist meine Shopping-City und ich habe mich gefreut, eine Reihe zu entdecken, die in der Studentenstadt Freiburg spielt.

Als ein Jäger tot aufgefunden wird, werden gleich die Veganer verdächtigt. Immerhin ist Freiburg als „Green-City“ eine Hochburg für Veganer und Vegetarier und hat schon Schlagzeilen gemacht, weil in Kitas und Grundschulen nur ein vegetarisches Menü angeboten wird.

Als weitere Leichen innerhalb kürzester Zeit auftauchen erlebt Hauptkommissar Jürgen Weber ein Deja-Vue und muss mehr Zeit in der Rechtsmedizin verbringen, als ihm und seinem Magen lieb ist.

Die Rechtsmedizinerin Gundi Rhenisch hat einen wunderbar schwarzen Humor und trotzt der Sommerhitze mit den Worten: „Man könnte fast meinen, halb Freiburg legt es darauf an, in unseren Kühlfächern zu landen. Kein Wunder bei den Temperaturen.“

Dies ist bereits der fünfte Krimi um die Journalistin Katharina Müller und Hauptkommissar Jürgen Weber und ich frage mich, warum ich diese Reihe nicht früher entdeckt habe. Ich liebe es, bekannte Plätze zu entdecken und Anregungen für Neues aufzuspüren. Dabei hoffe ich, nicht wirklich einem Panther im Maisfeld zu begegnen. An tierischen Begegnungen mangelt es in Bächle, Gässle, Rache nicht und mit diesem Buch macht die Autorin auch Werbung dafür, die Bächle und Gässle von Freiburg einmal selbst zu erkunden.

Sympathische Protagonisten, ein spannender Fall, dessen Hintergrund mich überrascht und jede Menge Tiere begeistern mich und deswegen landen die Vorgängerbände sogleich auf meiner Wunschliste. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht an der Dreisam.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Hochspannung in den österreichischen Bergen

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod
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Ein Retreat in den Alpen, himmlische Ruhe und Abgeschiedenheit, kein Handyempfang, das klingt nach Ruhe und Erholung und in meinem Fall nach jeder Menge Lesezeit. Aber die Mördermitzi zieht das Unglück ...

Ein Retreat in den Alpen, himmlische Ruhe und Abgeschiedenheit, kein Handyempfang, das klingt nach Ruhe und Erholung und in meinem Fall nach jeder Menge Lesezeit. Aber die Mördermitzi zieht das Unglück magisch an und so entdeckt die Mitzi gleich an ihrem ersten Tag einen Toten. Da ein Schneesturm die Hütte von der Außenwelt abschneidet, ist die Mitzi mit ihrer Gruppe gefangen und muss nach bester Agatha Christie Manier wieder ermitteln. Ist womöglich der Mörder mit ihnen eingeschneit?

Bereits zum siebten Mal lässt die Autorin ihre eigenwillige Protagonistin einem Mörder auf die Spur kommen und in der eiskalten Winterlandschaft ist das alles andere als einfach. Gekonnt werden die Mitzi und ich an der Nase herumgeführt und auf falsche Spuren gelockt.

Bereits der Prolog beginnt mit einem Paukenschlag. Ich bin hautnah dabei bei dem Tod, dem Mord und verspüre seltsamerweise eine ungeheure Lust auf dieses österreichische Gebäck, diese Powildtatschkerln, für welche am Ende des Buches sogar ein Rezept auf mich wartet. Bis ich mir das aber verdient habe, muss ich noch manches Mal um die Mitzi bangen.

Ich liebe den Humor dieser Reihe, die Mitzi, die einem Stehaufmännchen gleicht und mir immer mehr ans Herz wächst und der Epilog macht auch gleich schon wieder Lust auf mehr und enthüllt ein neues Geheimnis, welches es gilt aufzuklären.

5 Sterne für den eiskalten Tod und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.

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