Krimi, der Lust auf mehr (Meer) macht
Tod in ZeelandTod in Zeeland weckt den Wunsch, die niederländische Küste selbst zu entdecken. Es muss ja nicht gerade in einem Yoga Retreat sein, so wie bei der Protagonistin Freddie, die gemeinsam mit ihrer Freundin ...
Tod in Zeeland weckt den Wunsch, die niederländische Küste selbst zu entdecken. Es muss ja nicht gerade in einem Yoga Retreat sein, so wie bei der Protagonistin Freddie, die gemeinsam mit ihrer Freundin Miriam dort ein paar Tage ausspannen und über ihre Beziehung mit ihrem Freund Jan nachdenken möchte.
Doch richtig geruhsam wird es nicht, kurz nach ihrer Ankunft findet Freddie eine ermordete Frau in einem der Seminarräume. Während sie noch von den schiefergrauen Augen des polizeilichen Ermittlers, Hoofdinspecteur Julian Doorn fasziniert ist, erfährt sie zu ihrer Überraschung, dass ausgerechnet ihr Freund Jan ein Verhältnis mit der Ermordeten gehabt haben soll.
Unterstützt von ihrer Freundin Miri lernt Freddie nicht nur verschiedene Yoga Positionen am Strand, sondern treibt immer neue Verdächtige auf.
Carla Capellmann schreibt mit viel Wortwitz und beleuchtet die Yoga Szene mit einem Augenzwinkern. „Erleuchtung schien nicht automatisch zu Musikalität und Rhythmusgefühl zu führen.“
Da es keinen Schalter gibt, der zur Erleuchtung führt, muss Freddie die Kriegerin in sich entdecken und über sich hinauswachsen, um ihren Freund und auch sich selbst aus der Reihe der Verdächtigen auszuschließen.
Ich hatte viel Spaß, konnte mich gedanklich ans Meer träumen und habe dabei hoffentlich ein paar Karmapunkte auf dem Weg zu meiner eigenen Erleuchtung gesammelt, OMMMMMM.
Mit Freddie hat die Autorin eine sympathische Hobbyermittlerin geschaffen, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Warten liegt ihr so überhaupt nicht, denn „Geduld war eines dieser Dinge, die die Welt nicht vorwärtsbrachten. Und mich auch nicht.“ Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Bände mit Freddie und dem schnuckeligen Inspektor 😉 geben wird und würde mich freuen, nach Zeeland zurückzukehren.
Darauf trinke ich jetzt erst mal einen Genever mit Oma Henrica und gönn mir ein paar Poffertjes 😉