Jede Reise hat ein mal ein Ende, und diese Reihe endet mit einer Reise.
Nach den Geschehnissen in den Vorgängerbänden will Cait nun nach Tir Na Nog gelangen um ihre Mutter zu suchen. Allerdings ist Blake ...
Jede Reise hat ein mal ein Ende, und diese Reihe endet mit einer Reise.
Nach den Geschehnissen in den Vorgängerbänden will Cait nun nach Tir Na Nog gelangen um ihre Mutter zu suchen. Allerdings ist Blake ihr diesmal keine große Hilfe, weshalb sie neue Verbündeten sucht, deren Vertrauenswürdigkeit allerdings noch fraglich ist.
Auch in diesem Band hat es die Autorin wieder geschafft, eine spannende Handlung mit sehr lebensnahen Charakteren zu verknüpfen. Auch die neu eingeführten Figuren waren sehr plastisch und gut in die Handlung integriert. Ich bin zwar mit Cait noch nie ganz warm geworden und gerade zu Beginn hat sie mich mit ihrem ganzen Elend fast etwas genervt, aber man konnte bei ihr eine Entwicklung erkennen. Auch ihre Liebe mit Blake hat sich weiterentwickelt und auch wenn es nicht nbedingt ein Feuerwerk der Gefühle war und sie nicht mein neues Bücher-Traumpaar sind, sind sie ein süßes Pärchen, und was die zwei alles erlebt haben, kann sich sehen lassen. Auch war die Geschichte wieder gespickt mit Bezügen zur irischen Mythologie, was mir sehr gut gefallen und den Büchern das gewisse Etwas verleiht hat.
Letztlich war das ein guter Abschluss dieser Reihe, die für mich kein persönliches Highlight war, aber schön zu lesen, sehr unterhaltsam und vor allem mit einem befriedigendem Abschluss, der keine Fragen oder Wünsche offen lässt.
In „The Witch Queen -Entfesselte Magie“ von Verena Bachmann geht es um die junge Hexe Enju, die in der Bar ihrer Tante arbeitet und an der natürlich mehr dran ist, als es auf den ersten Blick scheint. ...
In „The Witch Queen -Entfesselte Magie“ von Verena Bachmann geht es um die junge Hexe Enju, die in der Bar ihrer Tante arbeitet und an der natürlich mehr dran ist, als es auf den ersten Blick scheint. Durch unglückliche Umstände wird sie in die Mordserie verwickelt, die die Stadt heimsucht und ist gezwungen, sich der Aufklärung dieser Verbrechen anzunehmen. Zusammen mit dem attraktiven Anführer der Beasts (das sind im wesentlichen Gestaltwandler). Die Geschichte startet ziemlich spannend -wie könnte es bei dieser Prämisse auch anders sein?- und es gibt jede Menge fantastische Dinge in dieser Welt voller Hexen und Beasts zu entdecken, u.a. die ziemlich wankelmütige Magie.
Und spätestens bei dieser Konstellation sind mir die Parallelen zur „Stadt der Finsternis“ – Reihe von Ilona Andrews doch recht deutlich geworden. Auch dort hat die Magie gemacht was sie wollte, es gab eine toughe Protagonistin mit einem coolen Schwert, die Handlung ereignete sich um diverse Verbrechen und der Love Interest und Ermittlungspartner der Protagonistin war ein dominanter Gestaltwandler. Dort war es ein Löwe, hier ist es ein Drache. Es gibt auch noch einige weitere Ähnlichkeiten, aber ich denke, das Prinzip ist klar...
Ich mochte diese Reihe sehr gerne und möchte es nicht als Kritikpunkt anbringen, dass sich die Autorin vermutlich etwas von Ilona Andrews hat inspirieren lassen. Problematisch für mich persönlich war nur, dass ich gelegentlich Vergleiche gezogen habe, und „The Witch Queen“ dabei meist den Kürzeren gezogen hat.
So bin ich zum Einen mit der Beziehung zwischen Enju und Kayneth, dem Drachen, nicht ganz warm geworden (es kann natürlich nicht jeder die Chemie von Kate und Curran haben…). Es wirkt nur alles ganz schön erzwungen: Sie, jede Menge Geheimnisse, schlagfertig aber etwas tollpatschig, er der große, gutaussehende Alpha mit Beschützerinstinkt und sonst leider relativ wenig Charakter.
Auch die Welt an sich hätte viel mehr Potential geboten, es gab noch so viele andere magische Wesen und Strukturen, aber das wurde alles recht schnell abgehandelt, statt es auszufeilen. Ich hätte so gerne mehr über die Geschichte und das Zusammenleben der einzelnen Kreaturen gelesen, aber darauf lag hier offenbar nicht der Fokus. Und es ist für mich ziemlich schade, wenn solche tolle Ideen nur als Füllstoff für die taktgebende Lovestory dienen.
Vielleicht hatte die Autorin sich auch etwas viel damit vorgenommen, in nur einem Band eine ganze neue Welt zu etablieren, ein Verbrechen aufzuklären und dann noch eine möglichst glaubhafte Romanze zu integrieren. Ich schreibe das nur selten, aber diesem Buch hätte es gut getan, wenn man es auf 2 Bände aufgeteilt und ausführlicher geschrieben hätte, damit die Protagonisten Zeit haben, sich richtig kennenzulernen und eine Verbindung zueinander aufzubauen, damit die Welt ihr Potential entfalten kann und für den Krimianteil -der an sich schon spannend war- ließe sich bestimmt auch noch etwas mehr Tiefgang finden.
Zum Schluss möchte ich aber noch betonen, dass ich das Buch keineswegs schlecht fand. Wie schon erwähnt war wahrscheinlich mein persönliches Problem, dieses Buch mit einer meiner Lieblingsreihen im Hinterkopf zu lesen und dadurch übermäßig kritisch zu sein. Aber dieses Buch war dennoch sehr unterhaltsam und die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der zu der Geschichte wunderbar gepasst hat. Und wer noch nicht „Stadt der Finsternis“ gelesen hat, wird hier jede Menge Neues entdecken und bestimmt begeistert sein.
The Last Goddess setzt genau an der Stelle an, wo Band 1 geendet hat, und das war ja ein ziemlich fieser Cliffhanger. Leider wurde dieser ziemlich schnell entschärft und dann ist erst Mal das
halbe Buch ...
The Last Goddess setzt genau an der Stelle an, wo Band 1 geendet hat, und das war ja ein ziemlich fieser Cliffhanger. Leider wurde dieser ziemlich schnell entschärft und dann ist erst Mal das
halbe Buch so gut wie überhaupt nichts passiert, bevor es mit Ragnarök und den eigentlichen Ereignissen drumherum weiterging. Das ist richtig Schade, weil Band 1 meines Erachtens auch ziemlich gebrauch hat um in die Gänge zu kommen, und gerade wo endlich Fahrt aufgenommen wurde, gab es eine Vollbremsung. Eigentlich war es unnötig, daraus 2 Bücher, man hätte einfach die erste Hälfte von diesem Teil - der wie es scheint nur da war, um die Romanze halbwegs klar zu kriegen- weglassen können, dann hätte man eine gute Unterhaltungslektüre bekomme. Und hätte man die Romanze weggelassen, oder wenigstens etwas besser verpackt, als Blair immer nur daran denken zu lassen, wie toll Ryan aussieht und wie toll ihre Freundschaft war und blablabla, wäre sie noch besser gewesen. Ich weiß natürlich, dass das hier Romantasy sein sollte, aber die Lovestory hab ich diesmal null abgekauft, es hat mich auch nicht interessiert, ob sie sich am Ende kriegen. Ich wollte mehr über Ragnarök und die nordische Mythologie und die anderen Walküren lesen, aber auf mindestens jeder zweiten Seite hat Blair schon wieder Ryan angeschmachtet! Das war nicht romantisch, es hat genervt! Und ich verstehe immer noch nicht, was die beiden aneinander finden, außer, dass sie eben schon so lange Freunde sind und hach so gut aussehen.
Dass es hauptsächlich um Blair und Ryan ging, hab ich ja glab ich schon erwähnt. Dadurch wurde leider viel Potential der anderen Figuren verschenkt, gerade die anderen Walküren konnte ich kaum auseinanderhalten, da der erste Band schon lange her ist und sie hier kaum Beachtung gefunden haben. Das ist echt Schade, weil eigentlich jede von ihnen eine coole Eigenart/ Magie hat, aber das kaum noch rüberkam. Auch Zevs Figur war irgendwie verschenkt, dabei hätte seine Geschichte so viel Potenzial gehabt! Aber er hatte irgendwie nur Cameo Auftritte und ein richtiges Gespräch zwischen ihm und Blair gab es auch nicht mehr, was ich sehr bedauerlich finde.
Aber kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: Ragnarök. Was, bitte, war das? Ich möchte nicht spoilern, aber das war schon ziemlicher Kindergarten. Wenn die alten Wikinger wüssten, was aus ihrer Sage vom Weltuntergang geworden ist -sie würden sich wahrscheinlich nochmal mit ihren Schiffen anzünden lassen. Bei mir ist überhaupt keine apokalyptische Stimmung aufgekommen, was nicht nur an der Interpretation einiger Protagonisten lag (Hallo, Midgardschlange), sondern auch an der Umsetzuung der Schlacht, an Blair und ihren nervigen Gedankengängen (ich fühle mich so schuldig, Ryan ist so toll, aber ich bin eine starke junge Frau, ich weiß nicht was ich machen soll, blablabla). Es gab auch einige Logikfehler, gerade zum Ende hin, und einige wichtige Gespräche, die gefehlt haben und Themen die geklärt hätten werden sollen, bzw. die ziemlich schnell abgehandelt wurden (Maeve, die Stadt und Valhalla nach Ragnarök, Ryan und die Unsterblichkeit (?)...)
Abgesehen davon war es aber unterhaltsam und die Idee hat mir prinzipiell gefallen. Nur die Umsetzung finde ich sehr Schade.
Cainstorm Island- Der Gefangene setzt beinahe nahtlos an seinen Vorgängerband an. Nach Emilios Flucht landet er nun ausgerechnet in Asaria, dem privilegierten Land dieser Welt.
Auch hier gibt es wieder ...
Cainstorm Island- Der Gefangene setzt beinahe nahtlos an seinen Vorgängerband an. Nach Emilios Flucht landet er nun ausgerechnet in Asaria, dem privilegierten Land dieser Welt.
Auch hier gibt es wieder jede Menge Action, aber man lernt viel mehr von dieser wunderbar durchdachten Welt kennen, was mir sehr gut gefallen hat. Die Autorin hat eine gute Mischung aus spannender Handlung und teilweise fast philosophischen Elementen geschaffen. So zeigt sich, dass der Schein manchmal trügt, und das bezieht sich nicht nur auf Asaria, sondern auch auf so manchen Charakter. Allgemein bin ich mit den Figuren, alten wie neuen diesmal besser klar gekommen; sie wirkten insgesamt etwas dreidimensionaler.
Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, das an dystopischer Spannung mit seinem Vorgänger mithalten kann!
Cainstorm Island handelt von einer zweigeteilten Welt -auf der einen Seite die privilegierten und reichen Leute, auf der anderen die unterlegen von Cainstorm Island. Hier lebt auch der 17 jährige Emilio, ...
Cainstorm Island handelt von einer zweigeteilten Welt -auf der einen Seite die privilegierten und reichen Leute, auf der anderen die unterlegen von Cainstorm Island. Hier lebt auch der 17 jährige Emilio, der täglich ums Überleben kämpfen muss. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, schnelles Geld zu verdienen, lässt er sich einen Chip implantieren, der Bilder von seinem Sehnerv zu Unterhaltungszwecken live überträgt. Als dann etwas schreckliches übertragen und von aller Welt gesehen wird, wird er plötzlich zum Gejagten -und die Action der Geschichte geht so richtig los.
Sie war schon von Beginn an spannend, aber tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mit jeder Seite noch die Spannung zu steigern. Das lag auch zu einem großen Teil daran, dass die Ereignisse wirklich unvorhersehbar waren und es viele Elemente gab, die ich so noch nie gelesen habe. Die Welt ist wunderbar durchdacht und das dystopische Setting wirklich gut gelungen, auch die vielen technischen Details haben mir gut gefallen. Dazu kommt, dass viel aktuelle Themen aufgegriffen wurden die eine hohe gesellschaftliche Relevanz haben und einen nochmal zum Nachdenken anregen. Damit konnte man immer wieder etwas neues entdecken und das hat beim Lesen sehr viel Spaß gemacht.
Davon abgesehen ist auch der Schreibstil mitreißend und schnörkellos, er passt sehr gut zur Handlung und zur Stimmung der Geschichte. Das einzige Problem hatte ich etwas mit den Figuren, sie waren zwar alle gut ausgestaltet, haber so richtig identifizieren konnte ich mich mit keinem von ihm, ich hoffe dass sie im nächsten Band noch greifbarer werden.
Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um ein sehr stimmiges und spannendes Gesamtpaket, das sich in dem Genre definitiv abheben kann und auf dessen Fortsetzung ich mich sehr freue!