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Ritja

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2019

Grausame Morde in 7 Akten

Todesmal
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Endlich, der fünfte Fall von Maarten S.Sneijder und Sabine Nemez.
Es war mir wieder ein Vergnügen mit den beiden Ermittlern auf Spuren- und Tätersuche zu gehen. Diesmal hatten sie ein besonderes Puzzel ...

Endlich, der fünfte Fall von Maarten S.Sneijder und Sabine Nemez.
Es war mir wieder ein Vergnügen mit den beiden Ermittlern auf Spuren- und Tätersuche zu gehen. Diesmal hatten sie ein besonderes Puzzel zu lösen. Die Morde wurden angekündigt von einer Nonne, die schweigt und nur ihr Körper spricht. Doch was will er sagen? Es ist ein Kampf gegen die Zeit, denn jeden Tag wird es einen Toten geben. Doch es ist nicht klar wo, wer und wann? Das Warum wird Stück für Stück erzählt und es setzt sich ein Bild des Grauens zusammen. Sollte man am Ende Mitleid mit dem Mörder haben?

Nemez und Sneijder brauchen dringend Hilfe, die sie auch bekommen und doch kommen sie zu spät. Es läuft nicht so richtig rund und so müssen sie auch Niederlagen einstecken, was an den Nerven der Ermittler zehrt.

Achim Buch hat Maarten S. Sneijder wieder wunderbar zum Leben erweckt und auch die anderen Charaktere waren direkt wieder präsent. Jedoch fand ich diesmal Sneijder etwas blaß, fast schon weich. Wo war sein Biss und seine Härte? Wo seine Abgebrühtheit und die "Es ist mir egal"- Haltung? Wird Sneijder alt und weise? Vielleicht, dass wird man wahrscheinlich erst im nächsten Fall feststellen können und auf den freue ich mich schon jetzt.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Sehr monoton und mit wenig Tempo

Ein Bild von Lydia
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Ich hatte dieses Buch auf meiner Wunschliste und freute mich entsprechend sehr auf das Buch.

Nun nach ein paar sehr langen Stunden des Lesens klappe ich das Buch etwas enttäuscht zu. Es war leider nicht ...

Ich hatte dieses Buch auf meiner Wunschliste und freute mich entsprechend sehr auf das Buch.

Nun nach ein paar sehr langen Stunden des Lesens klappe ich das Buch etwas enttäuscht zu. Es war leider nicht so meine Geschichte. Ich hatte auf eine etwas spannendere und vor allem dynamischere Biografie gehofft, aber die Geschichte kam nicht so richtig in Fahrt und schleppte sich über die Seiten. Immer wieder hoffte ich auf einen Knall und ansteigendes Tempo, aber bis zum Schluss blieb es leider beim zähen Fluss.
Die Charaktere wirkten blass und farblos und für mich wenig greifbar. Die vielen, vielen Details waren zwar gut, aber hemmten die Geschichte. Man trat auf der Stelle und wollte doch nur vorankommen. Ich habe bis zum Schluss Frau Welti-Escher begleitet, aber noch eine Reise mit ihr kann ich mir nicht vorstellen.

Veröffentlicht am 12.09.2019

Nicht bis zum Schluss überzeugend

Neun Fremde
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Was wie eine harmlose Wellness-Story begann, wird am Ende zu einer wirren und weniger überzeugenden Psycho-Show.

Neun Menschen halten sich in einem sehr speziellen Wellnes-Ressort auf und hoffen alle ...

Was wie eine harmlose Wellness-Story begann, wird am Ende zu einer wirren und weniger überzeugenden Psycho-Show.

Neun Menschen halten sich in einem sehr speziellen Wellnes-Ressort auf und hoffen alle auf etwas anders. Carmel will einfach nur abnehmen und sich selber wieder lieben (nachdem ihr Mann mit einer jüngeren Frau zusammengezogen ist und sie mit vier kleinen Kindern sitzengelassen hat). Frances, eine Romtikbuchautorin in der Autorenkrise und in der Menopause sucht etwas, was sie selbst noch nicht so richtig weiß. Die Familie Marconi, die vor dem Schmerz flüchtet und einfach nur vergessen will. Das Lottogewinnerpaar Ben und Jessica, die sich, dank des Geldes, entfremdet haben und noch um ihre Ehe kämpfen.

Sie alle unterliegen den (teilweise recht abstrusen) Regeln von Masha und ihren Angestellten Yao und Delilah. Keine Kommunikation untereinander und nach außen, keine Telefone, keine Bücher und andere Medien, kein Alkohol, keine Schokolade – nur Stille und Yoga und Therapie. Schwer auszuhalten für die Gäste und so beginnt bei jedem Einzelnen das Gedankenkarussell zu drehen. Man erfährt dadurch von jedem einzelnen Teilnehmer, warum er/sie im Ressort ist und mit welchen Zweifeln, Ängsten und Sorgen die Person ausgestattet ist (mal mehr, mal weniger spannend).

Doch nach der Stille kommt der Smoothie und damit die Probleme. Das Experiment gerät aus dem Ruder und die Teilnehmer benehmen sich nicht, wie erwartet. Und auch für mich wurde ab da die Geschichte immer konfuser und unglaubwürdiger. Vieles wurde nur oberflächlich angesprochen, sehr viel auf die emotionale Ebene gehoben, die aber dann nicht richtig ausgearbeitet wurde. Das Ende wurde vorhersehbar und enttäuschte mich erheblich. Obwohl es eine in Australien spielende Geschichte war, war das Ende dann doch wieder sehr amerikanisch. Schade.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Unterhaltsam, aber nicht das beste Buch von Ingrid Noll

Goldschatz
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Wer die Geschichten von Ingrid Noll kennt, weiß, dass nichts so ist, wie es scheint. So auch beim "Goldschatz".

Eine junge Frau zieht in ein renovierungsbedürftiges Haus und will mit ihrem Freund und ...

Wer die Geschichten von Ingrid Noll kennt, weiß, dass nichts so ist, wie es scheint. So auch beim "Goldschatz".

Eine junge Frau zieht in ein renovierungsbedürftiges Haus und will mit ihrem Freund und den Freunden eine „Gegenstrom“-WG aufbauen. Gegenstrom – gegen Konsum, gegen den Mainstream und mit der Natur. Alles leichter gesagt als getan, denn wenn es zieht und das Wasser kalt ist, kann man den Glauben an den Gegenstrom schon mal verlieren. Wie gut, dass man einiges an dem Krempel, den die verstorbene Tante hinterlassen hat, verkaufen kann. Überraschend taucht dann noch ein Goldschatz auf und die Geschichte beginnt sich zu drehen. Man ahnt es, doch man weiß noch nicht so richtig in welche Richtung es gehen wird. Es war durchaus interessant (besonders die Verknüpfungen zum kauzigen Nachbarn), wenn auch nicht immer glaubwürdig.

Das Ende war nicht so richtig überzeugend. Es ist nicht die spannendste und beste Geschichte von Ingrid Noll, da gibt es bessere Geschichten, aber trotzdem wurde ich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Mehr eine bayrische Familiengeschichte als ein Krimi

Guglhupfgeschwader
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Ja, mei der Franz Eberhofer ist wieder unterwegs und muss einen Fall lösen, der voll mit Emotionen ist. Der Lotto-Otto, der wo seine Oma auch die Lottoscheine kauft, hat Probleme und zwar mächtige Probleme. ...

Ja, mei der Franz Eberhofer ist wieder unterwegs und muss einen Fall lösen, der voll mit Emotionen ist. Der Lotto-Otto, der wo seine Oma auch die Lottoscheine kauft, hat Probleme und zwar mächtige Probleme. Die kann der Franz nicht allein lösen, so dass natürlich der Rudi wieder mit am Start ist und sich dem Problem annimmt.

Dass die Eberhofer-Krimis keine wirklichen Krimis sind, weiß man ja mittlerweile und auch, dass die Kommunikation manchmal arg deftig ausfällt, aber ich muss zugeben, dass mir diesmal der Fall nicht ganz so gut gefallen hat. Der Fall wirkte stark konstruiert und wurde zu sehr mit derben Sprüchen und doch recht heftigen Machogehabe vom Franz ausgeschmückt.

Christian Tramitz weiß ich, von anderen Produktionen, als Sprecher sehr zu schätzen, hat aber bei diesem Hörbuch einige Charaktere (vor allem Oma Eberhofer) irgendwie nicht so richtig getroffen.

Insgesamt war es ein kurzweiliges Hörbuch mit den bekannten Charakteren, aber kein spannender Krimi, der gefesselt hat.