Tolle Geschichte
Bonjour AgnetaGeh deinen eigenen Weg. Jetzt.
Folge keinen Menschen, die sich nur um sich selbst drehen, die keinen Paltz für dich haben und in deren Leben du kaum noch eine Rolle spielst. Steig aus und fange von vorn ...
Geh deinen eigenen Weg. Jetzt.
Folge keinen Menschen, die sich nur um sich selbst drehen, die keinen Paltz für dich haben und in deren Leben du kaum noch eine Rolle spielst. Steig aus und fange von vorn an. Es ist nie zu spät dafür.
Und genau das macht Agneta. Sie wagt den Schritt. Raus aus einem Zuhause was schon lange kein Zuhause mehr ist. Ihr Mann ist seiner Midlife Crisis völlig verfallen, die Kinder sehen in ihr nur noch den Geldautomaten. Alles was Spaß macht und die Lebensfreude steigern kann, ist verboten. Dafür gibt es viele Dinge, die Agneta nun (aus der Sicht des Ehemanns) machen soll, obwohl sie sich weder dafür interessiert (Vögel beobachten) noch begeistern kann (Schwimmen zu jeder Jahreszeit).
Sie zieht die Reißleine und zieht von Schweden nach Frankreich. Dort soll sie einen Mann betreuen. Wie sich herausstellt ist Einar Ü80 und dement. Seine sehr direkte und teilweise sexuell aufgeladene Art zu sprechen, schockt zunächst Agneta. Doch sie bleibt und sie lernt das Leben mit Einar und den Dorfbewohnern lieben.
Ich habe mir das Buch von Julia Dernbach vorlesen lassen und fand es sehr gut. Sie hat mich mit ihrer Stimme und ihrer Art die Charaktere zu sprechen schnell abgeholt und in die Geschichte gezogen. Das Kopfkino wurde direkt aktiviert. Die Gefühlsskala wurde einmal komplett durchgespielt. Von wütend bis traurig, herzlich lachend bis entsetzt war alles dabei. Die Charaktere von Agneta und Einar sind der Autorin richtig gut und sehr realistisch gelungen. Die Dorfbewohner waren mir zu wohlwollend und lieb, aber sie sorgten für schöne Sidekicks.
Eine schöne Geschichte von einer Frau, die das Leben wieder spüren will.