Profilbild von Rose75

Rose75

Lesejury Star
offline

Rose75 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Rose75 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.12.2020

Die jungen Jahre des Paracelsus - interessant und lehrreich [ Band 1 Paracelsus - Dilogie ]

Paracelsus - Auf der Suche nach der unsterblichen Seele
0

+ + Frühes 16. Jahrhundert in Basel - - politische Unruhen, erste Schritte der Reformation und ein Medizinstudent, der keine Grenzen kennt + +

Ein Roman in dem der berühmte Paracelsus ( Theophrastus ...

+ + Frühes 16. Jahrhundert in Basel - - politische Unruhen, erste Schritte der Reformation und ein Medizinstudent, der keine Grenzen kennt + +

Ein Roman in dem der berühmte Paracelsus ( Theophrastus Bombast von Hohenheim, 1493 - 1541 ) eine Hauptrolle spielt musste ich unbedingt haben. Titel, Cover und Klappentext haben mich sofort angesprochen.

Eva-Isabel Schmid stellt uns den jungen und wissbegierigen Medizinstudenten Theo vor. Theo/Paracelsus ist wohl der geborene Heiler und die Studien an der Universität langweilen ihn eher als dass sie ihn fordern. Der menschliche Leib birgt für ihn nur noch ein Geheimnis, die Seele. Er will die Seele finden und erforschen. Dafür geht er sogar einen Pakt mit dunklen Kräften ein. Im Verlauf der Handlung erfahren wir einiges die damaligen Behandlungsmethoden. Die Autorin ist selber Ärztin und daher sind ihre Beschreibungen sehr detailliert. Das hat mir sehr gut gefallen.

In einem anderen Handlungsstrang, der fast mehr Raum einnimmt als die Geschichte von Paracelsus, geht es um den Widerstand der Basler gegen den neuen Fürstbischof Philipp von Gundelsheim. Politische Ränkespiele und erste Schritte Richtung Reformation gehen ineinander über und fordern auch Opfer.

Die Autorin erzählt die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven von Paracelsus und seinem besten Freund Casper, Margret, Laurencz ( Zwillingsgeschwister mit jüdischer Abstammung ) und deren Vater Jacob Göttisheim. Das fand ich gut gemacht

Mir hätte ein Personenregister mit historischen und fiktiven Figuren und ein Glossar am Ende des Buches noch richtig gut gefallen.

Ich freue mich schon auf Band 2 "Paracelsus - Die Fragen der Toten"

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2020

gestorben und wieder auferstanden?? [ Bär - Marlein Band 4 ]

Tod in Oberammergau
0

+ + zum 4. Mal müssen Bär und Marlein die Grundlagen des Christentums hinterfragen und auch schützen - - derber Humor, den man mögen muss + +
Ich bin Fan dieser Crossover-Krimireihe ( Emil Bär und Philipp ...

+ + zum 4. Mal müssen Bär und Marlein die Grundlagen des Christentums hinterfragen und auch schützen - - derber Humor, den man mögen muss + +
Ich bin Fan dieser Crossover-Krimireihe ( Emil Bär und Philipp Marlein ermitteln jeweils in eigenständigen Krimireihen ) und daher war die Vorfreude auf diesen aktuell letzten Band [ Stand Nov. 2020 ] groß. Wenn sich die Wege von Bär und Marlein kreuzen, ging es bis jetzt immer um Skandale und Enthüllungen im Christentum. So auch hier. Es geht diesmal um die Frage: Ist Jesus wirklich am Kreuz gestorben oder war alles ganz anders?

Obwohl die Handlung in sich geschlossen ist, empfehle ich mindestens einen der Vorgängerbände zuerst zu lesen, damit man die Eigenheiten der Protagonisten und den entsprechenden Witz auch wirklich versteht. Die Krimihandlung ist recht einfach und die Diskussion über ein eventuelles Überleben Jesu, wird fast jährlich an Ostern im TV geführt.

Diese Geschichte lebt nicht hauptsächlich von der Krimihandlung und dem Katz-Maus Spiel mit Polizei und einem militanten Kirchenorden, sondern von den Handlungsplätzen. Die Autoren führen uns hinter die Kulissen der legendären Passionsspiele in Oberammergau und lassen uns Wallfahrtsorte kennenlernen, von denen ich noch nie gehört habe. z.B. die Gebetsstätte Heroldsbach. Anfang der 50er Jahre soll es in Heroldsbach Marienerscheinungen gegeben haben. Davon habe ich vorher noch nie gehört.

Das Ende des Buches deutet darauf hin, dass es noch einen gemeinsamen Fall geben könnte. Ich freu mich drauf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2020

Gelungenes Gemeinschaftswerk - - Familienalltag mit jungem Hund

Die Kunst, einen Welpen zu bändigen
0

+ + Gelungenes Gemeinschaftswerk einer Romanautorin und eines Hundetrainers - - lebensnah, lehrreich und unterhaltsam + +

Da bei uns ein neuer Welpe eingezogen ist, habe ich ein Auge auf entsprechende ...

+ + Gelungenes Gemeinschaftswerk einer Romanautorin und eines Hundetrainers - - lebensnah, lehrreich und unterhaltsam + +

Da bei uns ein neuer Welpe eingezogen ist, habe ich ein Auge auf entsprechende Fachliteratur geworfen. Trotz Hundeerfahrung ist ein Welpe wieder eine Herausforderung für mich.

Bei diesem Buch hat mich das Konzept neugierig gemacht. Julie Leuze, Romanautorin mit Welpe/Junghund, hat bei ihrer Suche nach Anleitung, die Videos und die Online-Hundeschule von André Henkelmann kennen und schätzen gelernt. Schnell kam die Idee zu einem gemeinsamen Buch.

In 30 Kapiteln begleiten wir eine fiktive Familie mit ihrem Border-Collie Sirius durch das erste Lebensjahr. Die Geschichten sind sehr lebensnah und auch unterhaltsam. Freude, Stolz und Selbstzweifel wechseln sich ab. Jedes Kapitel ( Thema ) wird vom Hundeprofi Andrè Henkelmann kommentiert und mit entsprechenden Tipps ergänzt. Das fand ich sehr hilfreich und sein Stil entspricht mir sehr. Er legt viel Wert auf positive Verstärkung und eine klare Kommunikation. Alles in einer feinen unaufgeregten Sprache. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl belehrt oder gemaßregelt zu werden.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren Übungen zur Vorbereitung von Familienfesten, Weihnachten, Silvester oder auch die ersten Schritte mit Hund als Fahrradbegleiter. Mit den empfohlenen Übungen und Hilfsmittel kann man sich und seinem Hund einigen Ärger und Frust ersparen.

Wer noch nie einen Hund hatte und mit der Anschaffung liebäugelt, kann sich mit diesem Buch einen realistischen und lebensnahen Überblick verschaffen.

Veröffentlicht am 22.11.2020

windige Geschäfte in der Eifel [ Band 2 mit der Eifelhexe ]

Sturm über der Eifel
0

+ + kurzweiliger Krimi aus der Eifel, der auch eine wirtschaftspolitische Komponente hat - - hat mir gut gefallen + +

Cover und Klappentext haben mich hier sofort angesprochen und neugierig gemacht. ...

+ + kurzweiliger Krimi aus der Eifel, der auch eine wirtschaftspolitische Komponente hat - - hat mir gut gefallen + +

Cover und Klappentext haben mich hier sofort angesprochen und neugierig gemacht. Ein Krimi mit keltischem Heiligtum und einer "Eifelhexe" ist ganz nach meinem Geschmack. Ich kenne Band 1 "Die Eifelhexe" nicht, bin aber trotzdem sehr gut zurecht gekommen.

Ella Dorn ist Mitte Dreißig und hat sich aus gesundheitlichen Gründen einen ruhigen Platz in der Eifel gesucht. Als "Eifelhexe" ist sie angesehen und geschätzt. Als im Naturschutzgebiet am keltischen Heiligtum ein Toter gefunden wird, ist sie tief getroffen. Der selbsternannte Schamane Leo, war ein Mann, den sie gerne näher kennengelernt hätte, weil er eine faszinierende Persönlichkeit hatte.

Die Polizeibeamten Tanja Marx und Peter Claes ermitteln, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Wie wohl auch in Band 1, kommt ihnen die neugierig Ella während der Ermittlungen in die Quere. Sehr zum Leidwesen der Beamten.

Neben der Krimihandlung erfahren wir etwas über problematische Hintergründe von Windkraftanlagen, nicht nur in in Wäldern und den wirtschaftlichen Nöten von Landwirten in benachteiligten Gebieten. Das fand ich super interessant und hatte auch einen Mehrwert für mich.

Katja Kleiber hat einen sehr angenehmen und flüssig zu lesenden Schreibstil. Die Krimihandlung wurde für mich nachvollziehbar aufgeklärt und das Ende hat mich überrascht. Ich hatte einen anderen Verdächtigen.

Falls die Reihe fortgesetzt wird, bin ich gerne mit dabei

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2020

Er erste "Dengler", der mich nicht begeistert hat [ Band 10 ]

Kreuzberg Blues
0

+ + Für mich zu oberflächlich und klischeebeladen - - Geldgier, Immobilienhaie, Corona und Impfgegner sind zuviel des Guten + +

Ich bin ein großer Fan der Dengler-Reihe und habe alle Bände gelesen. ...

+ + Für mich zu oberflächlich und klischeebeladen - - Geldgier, Immobilienhaie, Corona und Impfgegner sind zuviel des Guten + +

Ich bin ein großer Fan der Dengler-Reihe und habe alle Bände gelesen. Ich schätze an Wolfgang Schorlau, dass er gesellschafts- und systemkritische Fragen in seinen spannenden Krimihandlungen sehr geschickt verarbeitet.

In diesem Fall, begleitet Georg Dengler seine Freundin Olga nach Berlin. Dort wurde das Baby von Olgas Freundin Silke, in seinem Bett, von einer Ratte attackiert und blutig gebissen. Es besteht der Verdacht, dass der neue Hausbesitzer seine Mieter auf diese Weise aus dem Haus ekeln möchte. Georg geht der Sache nach und wird mit der Wohnungsnot und der Profitgier von Investoren konfrontiert. Das war alles noch gut gemacht und interessant. Mir hat z.B. gut gefallen, dass der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock ( im Buch Blackhill) vorkommt und man ein Gespür für diese Interessensgruppen bekommt.

Leider kommt ab der Hälfte immer mehr Corona ins Spiel, eine ominöse Organisation, die Impfgegner auf die 'rechte Seite' ziehen möchte und der liebenswürdige Nachbar vom Georg wird zum Verschwörungsschwurbler. Ich glaube über die Zeiten von Corona kann man später noch haufenweise Bücher schreiben, aber das war für mich zu übereilt.

Im Nachwort beschreibt Herr Schorlau wie dieses Buch zustande gekommen ist und das erklärt für mich auch einiges. Herr Schorlau hatte schon am Manuskript gearbeitet, als das ZDF auf ihn zukam, mit dem Wunsch den neuen Dengler-Krimi zeitnah zu drehen. In Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor entwickelte sich die Geschichte weiter und dann kam Corona.