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Veröffentlicht am 26.04.2026

Fantasy Slice of Life

The House Witch 1
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Finlay ist nicht nur der neue Koch im Königsschloss einer Fantasy-Welt, sondern gleichzeitig auch heimlich eine Haushexe. Was das bedeutet? Fliegende Teller, sich selbst schälendes Gemüse und laufende ...

Finlay ist nicht nur der neue Koch im Königsschloss einer Fantasy-Welt, sondern gleichzeitig auch heimlich eine Haushexe. Was das bedeutet? Fliegende Teller, sich selbst schälendes Gemüse und laufende Besen, dazu ein süßer Kater.
Wir begleiten ihn bei seiner Ankunft und erleben, wie er nach und nach die Schlossbewohner besser kennenlernt und für Aufruhr sorgt.

Dieses Buch passt perfekt zum Cozy Genre, es ist einfach super entspannt zu lesen und sorgt immer wieder für ein schönes warmes Gefühl.
Gleichzeitig hat es mich sehr an eine Art Slice of Life Serie erinnert, die Kapitel wirken wie eine kurze Episode, in der nur Kleinigkeiten passieren und zwischendurch mal etwas über die Rahmenhandlung erzählt wird.
Dies ist super, wenn man nur immer wieder mal ein paar Kapitel zwischendurch lesen will, führt allerdings auch zu einigen Längen, wenn man viele Seiten am Stück liest.

Dabei ist der Weltenaufbau relativ unkompliziert, sodass man die Grundlagen der Magie und Länderpolitik schnell versteht.
Die Idee einer (männlichen) Haushexe hat mir auch besonders gut gefallen, es passt auch perfekt zu einer cozy Fantasy Geschichte. Mein Highlight waren die verschiedenen Beziehungen und wie sich diese entwickelt haben, sei es zum Küchenpersonal oder auch zum Königspaar selbst.
Wer einfach nur immer wieder mal ein bisschen mit einem Buch in eine gemütliche Welt abtauchen will, ist hier gut mit beraten, wer atemlose Spannung sucht jedoch eher fehl am Platze.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Ein Manager-Märchen

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene und Alex sind beide erfolgreich, allerdings auf ihre ganz eigene Art: Marlene ist eine Top-Managerin, Alex ein medial bekannter Coach.
Das Problem nur ist, dass Marlene wenig vom Umgang mit anderen ...

Marlene und Alex sind beide erfolgreich, allerdings auf ihre ganz eigene Art: Marlene ist eine Top-Managerin, Alex ein medial bekannter Coach.
Das Problem nur ist, dass Marlene wenig vom Umgang mit anderen Menschen versteht, Alex hingegen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft.
Während die Geschichte zunächst noch recht realistisch und leicht satirisch beginnt, entwickelt sie sich immer mehr zu einer Art Märchen, wie es auch im Laufe der Handlung von einem Kind erfunden wird.
Man sollte dementsprechend nicht mit der Erwartung ins Buch gehen, dass alles super realistisch verläuft, manche Entwicklungen gehen dafür zu schnell, manche Zufälle sind zu passend.
Falls man sich davon nicht stören lässt, erwartet einen eine kleine, aber feine Geschichte über das, was im Leben wirklich zählt.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen, mit wechselnden Perspektiven zwischen Alex und Marlene.
Marlenes Kapitel haben mir hierbei besser gefallen, ich mochte ihren doch recht speziellen Charakter und ihre ganze Art wirklich sehr.
Besonders schön war es aber auch, ihre Entwicklung zu verfolgen, hier konnte ich öfters gut mitfühlen. Auch ihre Interaktionen mit den anderen Charakteren waren abwechselnd herrlich komisch und überraschend emotional berührend.
Diese Mischung aus Witz und Tiefe empfand ich als besonders und als ein tolles Leseerlebnis.
Auch gut: Man konnte ebenfalls ein wenig für sich selbst aus dem Buch mitnehmen und von Marlene inspiriert darüber nachdenken, was einem eigentlich wichtig ist und wie man auch Kleinigkeiten wieder zu schätzen lernt.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Spannung mit Luft nach oben

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Natalies beste Freundin Cara lernt beim Feiern einen Mann kennen, am nächsten Tag wird sie bewusstlos und in Lebensgefahr aufgefunden.
Kurzerhand beschließt Natalie selbst zu ermitteln, als sich ihr die ...

Natalies beste Freundin Cara lernt beim Feiern einen Mann kennen, am nächsten Tag wird sie bewusstlos und in Lebensgefahr aufgefunden.
Kurzerhand beschließt Natalie selbst zu ermitteln, als sich ihr die Gelegenheit bietet, im Haus des Verdächtigen zu arbeiten.
Zunächst zum Schreibstil: Die Sprache ist recht simpel gehalten, dazu gibt es viele kurze Kapitel, wodurch man quasi durch die Seiten fliegt und ein sehr flüssiges Leseerlebnis hat. Die Übersetzung fand ich zwischendurch jedoch auch mal ein wenig komisch. Auch gab es vereinzelt seltsame Gedankensprünge im Text, bei denen die Sätze irgendwie nicht ganz zusammengepasst haben.
Generell kann man die Geschichte aber in kurzer Zeit verschlingen, wenn man möchte.

Die Grundidee fand ich auch ziemlich spannend und ich war durchweg an der Auflösung interessiert, auch wenn man einiges schon erahnen konnte.
Ab und zu trat die Handlung aber auch ein wenig auf der Stelle, es gab Wiederholungen und ich hätte mir noch "mehr" gewünscht.
Auch bei den Charakteren wäre etwas mehr Tiefe nicht schlecht gewesen.
Natalie wird grundsätzlich ganz gut charakterisiert, allerdings mochte ich ihre Art und Handlungen oft so gar nicht. Sie kommt sich schlau vor, aber ist dabei sehr naiv und handelt riskant und unbedacht, was ich nicht so sehr mag.
Die Nebencharaktere bleiben insgesamt auch eher blass.
Insgesamt durchaus eine recht spannende Unterhaltung für einige Lesestunden, allerdings ist da auch noch Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Der Versuch die Leere zu füllen

Half His Age
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Wer ist Waldo? Die mit der Teenager-Mutter, die aus dem Trailerpark, die mit dem Schreibtalent oder die, die eine geheime Affäre mit ihrem doppelt so alten verheirateten Lehrer anfängt?
Waldo ist all das, ...

Wer ist Waldo? Die mit der Teenager-Mutter, die aus dem Trailerpark, die mit dem Schreibtalent oder die, die eine geheime Affäre mit ihrem doppelt so alten verheirateten Lehrer anfängt?
Waldo ist all das, aber auch so viel mehr. In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte aus ihrer Sicht.
Wir lernen Auszüge aus ihrer Kindheit kennen, ihre Beziehungen zu Freunden und ihrer Mutter, aber im Fokus steht natürlich die verbotene Beziehung zu ihrem Lehrer.

Zunächst hat mir der Schreibstil echt gut gefallen. Kurze Kapitel mit wechselnden kleinen Szenen halten die Aufmerksamkeit hoch und erleichtern den Lesefluss noch zusätzlich. Waldo hat immer wieder beeindruckend kluge Gedanken und Beobachtungen, die sich in tollen Zitaten widerspiegeln.
Sie drückt sich durch das Schreiben aus, verliert sich aber gleichzeitig auch schnell in eher negativen Formen des Leere Füllens.
Auf der Suche nach einer echten Verbindung und Anerkennung findet sie zu ihrem Lehrer und immer wieder lässt sich gut rauslesen, wie die Erlebnisse ihrer Kindheit ihr Verhalten geprägt haben.
Die Charakterdarstellung von Waldo fand ich dadurch echt gut gelungen, ich konnte zwar nicht mitfühlen, aber ihre Gefühle irgendwie nachvollziehen.
Als Erzählerin hat sie auch eine freche, aber gleichzeitig verletzliche Art, was ich sehr authentisch fand.

Das Thema der Affäre hingegen ist ja eher schwierig und nicht wirklich leicht zu verdauen, gerade wenn man Waldo als Charakter besser kennenlernt.
Man kann nicht mit ihr mitfiebern und hoffen, dass ihr "Auserwählter" sich meldet, weil diese ganze Beziehung einfach so falsch ist.
Auch werden oft recht explizite und teils sehr seltsame Szenen eingebaut, die ich ein wenig überflüssig fand, da sie vermutlich nur den Schockfaktor erhöhen sollten.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf hat mich das Buch aber auf seine ganz eigene Art unterhalten und zum Nachdenken gebracht.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Auf Spurensuche in Erinnerungen

Die Geister von La Spezia
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Jeder kennt Frankenstein, doch wer kennt auch seine Schöpferin Mary Shelley?
In diesem Buch hat der Autor ihre Hintergründe sowie ihre Geschichte mit ihrem Mann Percy ausgiebig recherchiert, um uns einen ...

Jeder kennt Frankenstein, doch wer kennt auch seine Schöpferin Mary Shelley?
In diesem Buch hat der Autor ihre Hintergründe sowie ihre Geschichte mit ihrem Mann Percy ausgiebig recherchiert, um uns einen Einblick in ihr Leben zu liefern, verfeinert mit einer guten Prise des Übernatürlichem.
Nachdem Percy bei einem stürmischen Segelausflug stirbt, beauftragt sein Vater die Ermittlerin Pat mit der Suche nach der Wahrheit - was führte wirklich zu seinem Tod?
Zum Einsatz kommt eine Methode namens Mnemambulie, das Reisen durch Erinnerungen, was ich eine sehr spannende und ungewöhnliche Idee fand.
Generell hat die Kombination mir echt gut gefallen, das Fantastische im Zusammenspiel mit historischen Ereignissen und Charakteren.
Auch die Atmosphäre konnte mich wirklich packen, die Handlungsorte und Situationen wurden schön beschrieben und teilweise fühlte ich mich mitten drin im Geschehen.
Während ich den Schreibstil grundsätzlich daher mochte, hat mich das Tempo und der Aufbau zwischendurch öfters mal verloren.
Normalerweise liebe ich Zeitsprünge in solchen Romanen, hier habe ich jedoch manchmal ein wenig die Übersicht verloren.
Auch bei den Charakteren konnte ich nicht immer alle auf Anhieb wieder richtig zuordnen, was den Lesefluss dann doch etwas verlangsamt hat.
Insgesamt war es dann doch ein wenig anders als erwartet, jedoch trotzdem ein interessanter und ungewöhnlicher Einblick in Shelleys Leben.

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