Emotional berührend
Das Leuchten des Himmels an dunklen TagenAls ihr Opa stirbt fällt Romy in ein Loch der Trauer - wie soll ihr Leben nun weitergehen, wenn auf einmal irgendwie alles anders ist?
Während dieser schweren Tage lernt sie zwei unerwartete neue Freunde ...
Als ihr Opa stirbt fällt Romy in ein Loch der Trauer - wie soll ihr Leben nun weitergehen, wenn auf einmal irgendwie alles anders ist?
Während dieser schweren Tage lernt sie zwei unerwartete neue Freunde kennen: Jakob, für den sie Gefühle entwickelt, sowie eine kranke Taube, die ohne ihre Hilfe vermutlich nicht überleben würde.
Dies ist kein super spannendes Buch, aber trotzdem wollte ich immer weiter lesen. Die Geschichte überzeugt vielmehr mit ihren ruhigen Tönen und emotionalen Beschreibungen.
Gerade wenn man selbst schon mal getrauert hat, sind viele Momente hier beinahe schmerzhaft vertraut. Es ist nicht dramatisch, aber entfaltet trotzdem große Wirkung.
Wir haben nur eine Handvoll Charaktere, was ich für die Länge der Geschichte auch sehr passend empfand. Jede:r von ihnen ist auf ganz eigene Art einzigartig, mit kleinen "Macken" und Angewohnheiten. Im Fokus bleibt aber Romy als Ich-Erzählerin und sie hat auf mich auch komplett authentisch gewirkt, von ihren Gefühlen bis hin zu ihrem Alter. Besonders toll fand ich auch, dass sich der Erzählstil ihren Gedanken angepasst hat, in manchen Momenten komplett wild, in anderen poetisch mit kleinen Weisheiten.
Generell mochte ich den Schreibstil auch sehr, in jedem Kapitel gab es mindestens eine Textstelle, die ich besonders schön oder berührend fand und mehrmals gelesen habe.
Ein weiteres Highlight waren die Tauben für mich - diese gibt es auch in der Realität und das hat man wirklich gemerkt. Ich habe viel Neues über Tauben gelernt, ohne mich eine Sekunde zu langweilen, und diese sind mir sogar noch mehr ans Herz gewachsen als vorher.
Insgesamt eine wundervolle ruhige Erzählung über (tierische) Freundschaften und Liebe und wie diese die Dunkelheit der Trauer erhellen können.