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Veröffentlicht am 09.06.2025

Mehr Fiktion als Sachbuch

Astro-Tims Sternstunden
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Ich glaube ich bin mit den falschen Erwartungen in dieses Buch gegangen: Während ich eher ein reines Sachbuch erwartet hätte, sind hier doch eher viele Science-Fiction-Elemente verbaut worden.
Dies ist ...

Ich glaube ich bin mit den falschen Erwartungen in dieses Buch gegangen: Während ich eher ein reines Sachbuch erwartet hätte, sind hier doch eher viele Science-Fiction-Elemente verbaut worden.
Dies ist grundsätzlich erstmal nicht schlecht und macht natürlich auch Sinn, wenn man bedenkt, dass Astro Tim hier einen Ausblick auf unsere mögliche Zukunft im All gibt und dadurch natürlich alles ungewiss ist.
Für meinen Geschmack war es dann teilweise jedoch schon etwas zu hypothetisch und ich hätte mir noch mehr Fakten gewünscht.

Gelungen fand ich jedoch die Gliederung: Auf mehreren Stufen von 50 bis 1000 Jahren in der Zukunft wird spekuliert, wie unsere Fortschritte aussehen könnten. Cool war hierbei immer der Rückblick, wo stand die Menschheit vor 50 oder 1000 Jahren in der Vergangenheit? Diese Passagen haben immer schön die Perspektive vermittelt und konnten mit vielen interessanten Fun Facts punkten.
Auch die vielen Bilder haben den Text super ergänzt und manches konnte man sich dadurch erst richtig gut vorstellen.

Die Zukunftsvisionen selbst waren teilweise ganz spannend, an anderen Stellen hat es sich jedoch auch immer wieder mal ein wenig gezogen - kein Buch, das man am Stück lesen sollte. Positiv fand ich hingegen, dass die Zukunft ausgeschmückt wurde und so lebendiger wirkte, es gab immer viele kleine Details oder fiktive Personen. Dadurch wirkte es andererseits dann doch öfters mal wie ein Science-Fiction Roman und weniger wie ein Sachbuch. Hier hätte ich mir noch mehr von den Abschnitten gewünscht, die über Fakten berichten.
Auch bin ich zwiegespalten über den Stil: Der Autor betont im Prolog, dass er einen optimistischen Ausblick auf die Zukunft werfen will, was ich grundsätzlich auch positiv fand, jedoch fand ich manches dann doch schon sehr utopisch und eher unrealistisch.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Außen hui, innen ganz ok

Faebound
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Zunächst muss ich hier echt die absolut geniale Gestaltung der deutschen Ausgabe loben, Cover, Farbschnitt, Einband, hier passt einfach alles.
Auch innen ist eine tolle bunte Weltkarte abgedruckt, die ...

Zunächst muss ich hier echt die absolut geniale Gestaltung der deutschen Ausgabe loben, Cover, Farbschnitt, Einband, hier passt einfach alles.
Auch innen ist eine tolle bunte Weltkarte abgedruckt, die zwischendurch immer wieder ganz nützlich war.
Die Autorin erschafft generell eine spannende Welt: Geschichten über Gottheiten, verschiedene Völker, Magie und Kriege. Immer wieder werden kleine Details eingebaut, die mehr über diese Welt erzählen und sie so lebendiger erscheinen lassen. Viele Beschreibungen fand ich echt toll gemacht und richtig fantasievoll. Jedoch liegt hierin auch ein kleiner Kritikpunkt, vieles wurde für meinen Geschmack dann doch nicht genug beschrieben. Man erhält kleine Einblicke in die Welt, die auch gut überzeugen, aber vieles wird auch nicht richtig ausgebaut - vielleicht bessert sich das ja im nächsten Band.

Besonders spannend fand ich hierbei die Beschreibung der Magie bzw. ihre Herkunft, das Konzept von Trommeln als Waffen und die vielen LGBTQ+ Elemente. Diese haben im Kontext der Handlung total natürlich und nicht gezwungen gewirkt, auch hat das Setting mit Elfen und Fae hier einen schönen Rahmen dafür geliefert.
Ein wenig befremdlich als deutscher Leser war jedoch die Verwendung der Pronomen they/them - während es im englischen Text nicht auffällt, bin ich hier öfters mal dran hängengeblieben.

Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Yeeran und ihrer Schwester Lettle. Zwei Perspektiven fand ich grundsätzlich nicht schlecht, besonders wenn die Handlungen etwas auseinandergingen. Ich bin nur leider noch nicht so richtig warm mit beiden Protagonisten geworden, immer wieder mal fand ich ihr Verhalten oder ihre Denkweisen ein wenig nervig oder manchmal auch unsympathisch, auch wenn es sich im Verlauf etwas gebessert hat. Auch hatte die Handlung zwischendurch doch auch ein paar Längen.
Insgesamt ein netter Auftakt mit einer interessanten Welt, jedoch gibt es noch Luft nach oben für den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Ein Ausflug nach Rom und in die Geschichte einer Frau

Teddy
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Im Sommer 1969 ist Teddy Mitte 30, seit wenigen Wochen mit einem Diplomaten verheiratet und gerade erst von Texas nach Rom gezogen. Die Geschichte beginnt quasi mit einer Art Verhör: Man weiß, dass irgendwas ...

Im Sommer 1969 ist Teddy Mitte 30, seit wenigen Wochen mit einem Diplomaten verheiratet und gerade erst von Texas nach Rom gezogen. Die Geschichte beginnt quasi mit einer Art Verhör: Man weiß, dass irgendwas passiert ist, hat jedoch keine Ahnung, was genau. Um dies herauszufinden lauscht man Teddy, wie sie ihre Geschichte erzählt.
Doch anstatt sich auf das Wesentliche zu fokussieren, ist es quasi so, als würde man einer Freundin zuhören, die von ihrem Leben berichtet. Relevante Passagen wechseln sich ab mit Anekdoten und Geschehnissen aus ihrer frühen Kindheit und immer wieder fragt man sich, was davon jetzt wichtig ist und wie alles zusammenhängt.

Teddy ist hierbei teilweise durchaus eine unterhaltsame Erzählerin, die auch mit Sarkasmus und Selbstironie punkten kann, an anderer Stelle ziehen sich ihre Berichte jedoch auch mal.
In diesem Sinne kommt nur bedingt Spannung auf, man will zwar wissen, was passiert ist, jedoch steht dies nicht wirklich im Fokus.
Auch fand ich Teddy nicht immer sympathisch, bei einigen ihrer Aktionen und Verhaltensweisen musste ich öfters mal den Kopf schütteln. Ihre Ehe generell wirkte von Anfang an schon fast wie ein Unfall, bei dem man nicht wegschauen kann.
Interessant fand ich jedoch den Ausflug in das damalige Rom, die Atmosphäre wurde immer wieder ganz gut beschrieben und hat gefühlt auch sehr zur Zeit gepasst. Auch die politischen Themen haben öfters mal einen schönen Rahmen für die Handlung geliefert.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Lebenslektionen eines Geists

Ghosted
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Die Grundidee der Geschichte hat mir richtig gut gefallen: Als sich ihr Date Andy nicht mehr meldet, denkt sich Emily, dass er sie wohl geghostet hat - nur um dann Monate später festzustellen, dass er ...

Die Grundidee der Geschichte hat mir richtig gut gefallen: Als sich ihr Date Andy nicht mehr meldet, denkt sich Emily, dass er sie wohl geghostet hat - nur um dann Monate später festzustellen, dass er stattdessen gestorben ist und jetzt ihre Wohnung als Geist unsicher macht.
Das Ergebnis ist eine schöne Geschichte über echte Beziehungen und Selbstliebe, mit superwitzigen, aber auch emotionalen Momenten.

Protagonistin Emily hat bei mir gemischte Gefühle verursacht: Einerseits fand ich sie oft schrecklich nervig und anstrengend, da sie schon fast zwanghaft versucht, ein perfektes Social Media Leben zu führen. Genau wie ihre coole beste Freundin konnte man da als Leser nur mit den Augen rollen und sich teilweise auch echt über ihr Verhalten aufregen.
Andererseits erfährt man auch einiges über ihr Leben und ihre Geschichte und je mehr man von der "echten" Emily kennenlernt, desto mehr kann man sie auch verstehen und mögen lernen.

Geist Andy hingegen war mein Highlight, ich mochte jede Szene mit ihm: Ob er jetzt als Geist totalen Unfug treibt oder Leute erschreckt, er war immer für einen Lacher gut, und manchmal auch für das ein oder andere Tränchen. Eine unterhaltsame Comedy-Szene konnte so auch mal zu wichtigen Botschaften für unser eigenes Leben führen.
Auch die kleine Detektivgeschichte rund um die Aufklärung seines Todes war ganz gut gemacht, steht meiner Ansicht nach jetzt aber nicht unbedingt im Vordergrund. Manches war auch ein wenig vorhersehbar, jedoch hat dies meinen Lesespaß nicht wirklich verringert.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Cooler Sport und interessante Themen, Schwächen bei den Charakteren

Feeling Nothing
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Ich hatte zuvor noch nie eine Football-Romance gelesen, daher fand ich das Thema echt spannend. Zwischendurch gibt es immer wieder Trainingseinheiten und Einblicke in den Sport, unbekannte Begriffe für ...

Ich hatte zuvor noch nie eine Football-Romance gelesen, daher fand ich das Thema echt spannend. Zwischendurch gibt es immer wieder Trainingseinheiten und Einblicke in den Sport, unbekannte Begriffe für Neulinge werden im Glossar erklärt. Schade hierbei war nur, dass es kein "richtiges" Spiel gab, bei dem man mitfiebern konnte.
Auf der anderen Seite stand Physiotherapeutin Robin: Auch bei ihr hat man einen kleinen Einblick in ihren Beruf erhalten, interessanter war jedoch ihre Alexithymie, quasi eine Gefühlsblindheit. Darüber eine Liebesgeschichte zu schreiben war eine spannende und coole Idee, von der Art und Weise, wie sie ihre Gefühle versucht einzuordnen und zu erkennen bis hin zu Tylers Umgang damit und den Auswirkungen in Konfliktsituationen.

Schwächer waren dafür einige andere Aspekte der Charaktere für mich. Generell bin ich nicht komplett warm mit ihnen geworden, so hab ich ihre Beziehung ganz gerne verfolgt, aber nicht richtig mitgefiebert. Vor allem Tylers Verhalten hat mich manchmal leider ein wenig genervt, auch wenn ich ihn an anderen Stellen noch als toll empfunden habe. Problematisch waren hierbei einige Wiederholungen, die Geschichte drehte sich ein wenig im Kreis, und Tylers Inkonsequenz (gefasste Vorsätze werden 3 Seiten später wieder ignoriert). Die Nebencharaktere sind recht blass geblieben, ich kann mich eigentlich nur an den Gegenspieler erinnern, der jedoch eher eine Klischee-Nervensäge war.
Insgesamt war die Geschichte durchaus unterhaltsam und hatte einige schöne Momente, jedoch auch einige Schwächen.

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