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Saerely

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2021

Unterhaltsam mit liebevoll gestalteten Figuren

Catching Prince Charming
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Catching Prince Charming von Katharina Sommer ist mir zuerst durch sein silbernes Cover aufgefallen. Zusammen mit den pinkigen Rosen und der schwarzen Schrift ist das Cover ein echter Hingucker und passte ...

Catching Prince Charming von Katharina Sommer ist mir zuerst durch sein silbernes Cover aufgefallen. Zusammen mit den pinkigen Rosen und der schwarzen Schrift ist das Cover ein echter Hingucker und passte perfekt zur Märzaufgabe. Als mich der Klappentext dann auch überzeugt hat, habe ich mir das Buch sofort gekauft und es in wenigen Tagen verschlungen. Es ist leicht zu lesen, amüsant und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Das Thema der Realityshow war neu für mich, aber auch sehr interessant und mal was Neues.

Das Buch handelt von Fanny, die von ihrem Exfreund betrogen wurde. Aus Liebeskummer meldet sie sich sofort für die Realityshow "Rich Love" an, als sie in deren Werbung Alexander sieht: Ihren absoluten Traummann. Ihre Familie ist davon alles andere als begeistert, aber Fanny hat sich etwas in den Kopf gesetzt und wird es jetzt auch durchziehen. Zusammen mit 40 anderen Teilnehmerinnen versucht sie das Herz von Alexander zu gewinnen, was schwieriger ist als gedacht, vor allem weil sie von einem Fettnäpfchen ins nächste Tritt. Doch damit erregt sie nicht nur die Aufmerksamkeit der Produzenten, sondern auch die von Lars, einem der anderen vier reichen Jungsgesellen, um dessen Herz die jungen Frauen kämpfen.

Fanny war mir von Anfang an sehr sympathisch. Mit ihrer dramatischen, hibbeligen Art hat sie mich stark an meine beste Freundin erinnert, weshalb ich sie sofort ins Herz schliessen konnte. Das sie eigentlich nicht in diese Realityshow passt, merkt man schnell, aber sie versucht sich durchzubeissen und alles auf ihre Art zu meistern. Das macht sie menschlich und man kann sich viel besser mit ihr identifizieren.

Alexander war mir anfangs auch sehr sympathisch und ich war mir sicher, dass er der richtige für Fanny sein würde, auch wenn er vielleicht zu gut war, um wahr zu sein. Als Lars dann aber immer mehr ins Bild rückte, war ich verwirrt. Einerseits weil mich Lars auch von sich überzeugen konnte und seine Art kein Blatt vor den Mund zu nehmen, sehr zu Fanny passte, andererseits weil ich mir ein Happy End für Alexander und Fanny wünschte. Dreiecktsbeziehungen finde ich immer unglaublich interessant, aber sie stören mich auch, da ich mich dann nie für einen Mann entscheiden kann und beiden ihr Glück gönnen würde. Für welchen der Männer, oder ob sie sich überhaupt für einen von ihnen entscheidet, werde ich hier nicht verraten. Dafür müsst ihr das Buch schon selbst lesen.

Mich konnte die Geschichte super von sich überzeugen und auch die Nebenfiguren, wie Fannys Freundinnen, die sie in der Show kennenlernt, finde ich schön ausgearbeitet und bei vielen bemerkt man eine Veränderung in ihrem Verhalten. Konkurrentinnen werden zu Freundinnen und die anfänglichen Zicken, haben auch mehr zu verbergen, als nur ein übergrosses Selbstbewusstsein und ihre Arroganz. Catching Prince Charming ist sehr kurzweilig und ein echter Wohlfühlroman. Ich glaube, dass ich dieses Buch wieder einmal lesen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2021

Dystopie-Roman mit Sichtpotential

Left to Fate. Die Ausgesetzten
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Left to Fate - die Ausgesetzten von Gloria Trutnau hat sich ganz schnell an die Spitze meiner Jahreshighlights katapultiert. Ich hab mit den Charakteren mitgefiebert, sie ins Herz geschlossen und mit ihnen ...

Left to Fate - die Ausgesetzten von Gloria Trutnau hat sich ganz schnell an die Spitze meiner Jahreshighlights katapultiert. Ich hab mit den Charakteren mitgefiebert, sie ins Herz geschlossen und mit ihnen mitgelitten. Sie konnten mich genauso überzeugen wie die Geschichte selbst und ich kann euch das Buch nur empfehlen.


Jetzt zum Inhalt:
Nach dem dritten Weltkrieg entstand Concordia dort, wo früher Amerika war. In Concordia wird so einiges anders gehandhabt wie bei uns. Beispielsweise übernehmen die Kinder die Berufe ihrer Eltern und werden bei ihrer Berufseinführung auf zukünftige Straftaten gescannt. Wenn dabei eine Straftat aufgezeigt wird, wird man ins verlassene und teils zerstörte New York verbannt. So passiert das auch mit Samantha, die eigentlich einen Regierungsposten hätte übernehmen sollen. In New York wird sie von einer der beiden Gangs aufgenommen und auf ihr neues Leben als Ausgestossene in New York vorbereitet. Dort wird sie aber nicht von allen freundlich aufgenommen und sie muss schnell herausfinden, wer Freund und wer Feind ist. Während sie erforscht, weshalb sie verbannt wurde, kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht und sie fühlt sich immer stärker von ihrem Anführer David angezogen, aber auch der hat einige Geheimnisse, die er mit niemandem teilen möchte. Schon gar nicht mit Samantha.


Samantha ist anfangs sehr verschlossen und tut sich schwer damit, anderen zu vertrauen, was jedoch verständlich ist, so wie sie in Concordia erzogen worden ist. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, verfällt aber oft in Schweigen, wenn es wichtig wäre, etwas zu sagen. Für mich als Leserin war das völlig nachvollziehbar und machte Samantha dadurch menschlicher. Da man die Geschichte aus ihrer Sicht erlebt, lernt man sie durch die Geschichte hindurch sehr gut kennen.


David scheint ein echt heisser Typ zu sein. Er ist der Anführer der Gang, zu der Samantha dann auch gehört. Anfangs geht er sie ziemlich harsch an, was im Verlauf der Geschichte auch Sinn macht, jedoch sieht man schnell was er für Samantha empfindet und es gibt auch die ein oder anderen romantischen Szenen zwischen den beiden. Er mag ebenso stur und verschlossen sein wie Samantha, aber er tut nur das, wovon er denkt, dass es für alle das Beste wäre.


Auch in diesem Buch gibt es den ein oder anderen Fiesling, beispielsweise Jeff. Man erfährt zwar, was sein Verhalten auslöst und bekommt zwischen durch (aber sehr selten) auch andere Seiten von ihm zu sehen, ich konnte aber nicht warm mit ihm werden und hätte mir doch noch mehr Hintergrundinfos über ihn gewünscht. So geht es mir auch mit ein paar anderen Figuren wie Matthew und Erin. Man erfährt ein wenig über ihre Vergangenheit, aber etwas mehr hätte mich auch nicht gestört, ganz im Gegenteil. Alle drei sind interessante Figuren, denen mehr Hintergrundinfos nicht geschadetet hätten.


Die Geschichte konnte mich völlig von sich überzeugen. Sie war spannend, teils romantisch und es gab sogar die ein oder anderen Schiesserein. Zeitreisen waren ebenfalls ein Thema und sehr gut umgesetzt. Das ist eines der ersten Bücher, in denen ich die Zeitreisen, die keinen grossen Teil der Geschichte einnehmen, komplett nachvollziehen konnte und mich nicht gefragt habe, wie das überhaupt funktionieren kann und ob da nicht doch ein Zusammenhangsfehler vorliegt. Und das Ende? Ohne zu spoilern möchte ich sagen, dass ich mit dem Ende nicht unzufrieden bin, Ich hätte es mir so aber nie vorgestellt. Ich würde unglaublich gerne wissen, was nach dem Epilog passiert, aber ich glaube nicht, dass es einen zweiten Teil davon geben wird, auch wenn ich diesen genauso verschlingen würde, wie Left to Fate.


Also ein durchaus gelungener Dystopie-Roman mit viel Spannung und etwas Romantik.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Gelungene Fortsetzung mit verschwimmenden Grenzen von Gut und Böse

Des Teufels Klinge (Die Teufel-Trilogie 2)
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Die Geschichte beginnt nicht gleich nach dem Ende des zweiten Bandes, es vergeht aber auch nicht viel Zeit dazwischen. Toni ist mittlerweile die Anführerin der Friedenswächter, Vy die neue Kopfgeldjägerin ...

Die Geschichte beginnt nicht gleich nach dem Ende des zweiten Bandes, es vergeht aber auch nicht viel Zeit dazwischen. Toni ist mittlerweile die Anführerin der Friedenswächter, Vy die neue Kopfgeldjägerin Flammachs und Tai hat seine eigenen Pläne, in denen Rache an Toni ganz weit oben steht. Zudem macht ein rätselhafter Unterwelter, der nur das Insekt genannt wird, die Strassen Flammachs unsicher und ist dafür verantwortlich, dass Flammach von neuen Unterweltern beinahe überrannt wird. Toni, Alek und die Friedenswächter müssen unbedingt etwas dagegen unternehmen, aber kann Toni über ihren Schatten springen und mit den Friedenswächtern zusammenarbeiten und werden diese ihr jemals vertrauen?

Des Teufels Klinge wird ebenso wie sein Vorgänger aus der dritten Person erzählt. Die Perspektive ändert jedoch immer wieder, was einem einen breiten Eindruck von den Geschehnissen gibt. Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem ich mit diesen Perspektivenwechseln anfangs etwas Probleme hatte, habe ich mich hier schon darauf gefreut.

Die Figuren bleiben sich durch die Geschichte hindurch treu, was mir sehr gefallen hat. Es gibt keine plötzlichen Charakterveränderungen und wenn doch, dann sind sie in die Geschichte integriert und es ist gut nachvollziehbar, weshalb es zu diesen kam. Ein Beispiel dazu ist Tai, dessen ganzes Wesen sich in der Hölle verändert hat, aber dazu nicht mehr, um niemanden zu spoilern. Toni ist so sarkastisch wie immer, bleibt ihren Freunden weiterhin treu und macht immer noch gerne einen auf Einzelgänger, trotzdem macht auch sie durch die Geschichte hindurch eine Entwicklung durch, die mich überzeugen konnte. Zusätzlich zu den bereits bekannten Figuren lernen wir noch ein paar neue kennen, wie den jungen Friedenswächter Marco, oder lernen Figuren besser kennen, die im ersten Teil eher nebensächlich waren. Finn ist ein gutes Beispiel dafür. Obwohl ich ihn im ersten Teil nicht leiden konnte, wurde er mir jetzt fast schon sympathisch und ich kann ihn definitiv etwas besser verstehen.

Wie sein Vorgänger besteht Des Teufels Klinge aus Nachforschungen, ein paar Kämpfen und einem finalen Showdown, der meiner Meinung nach etwas länger hätte sein dürfen. Es gibt am Ende zwar keinen Cliffhanger, aber ich würde trotzdem am liebsten gleich weiterlesen. Des Teufels Klinge ist definitiv eine gelungene Fortsetzung, die dem Leser einen weiteren Blick in die Hölle und die Machenschaften des Teufels erlauben. Das ganze Gut und Böse Konstrukt gerät jedoch immer mehr ins Wanken, wenn man mehr über die Pläne der Engel erfährt, die plötzlich nicht mehr ganz so unschuldig wirken.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Nordische Fantasy mit einem fiesen Cliffhanger

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love
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Wenn ein Buch von Mythologie handelt, muss ich es natürlich lesen. Deshalb landete A Fate darker than love auf meiner To-read Liste ganz oben.

Es handelt von dem Mädchen Blair, das nach dem Tod ihrer ...

Wenn ein Buch von Mythologie handelt, muss ich es natürlich lesen. Deshalb landete A Fate darker than love auf meiner To-read Liste ganz oben.

Es handelt von dem Mädchen Blair, das nach dem Tod ihrer Mutter und Schwester herausfindet, dass sie das Valkyren-Gen geerbt hat und an die Stelle ihrer Mutter treten muss. Blair war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist leidenschaftlich und lässt sich nicht so schnell unterkriegen.

Ihren besten Freund Ryan mochte ich hingegen am Anfang nicht besonders. Blair stellte ihn wie einen Heiligen dar, weshalb ich ihn nicht sehr interessant fand. Das hat sich jedoch durch die Geschichte hindurch geändert, als ich mehr über ihn erfahren habe. Er wurde menschlicher und deutlich interessanter, da auch er mit den Valkyren zu tun hat, was zu Beginn aber niemand weiss.

Zev fand ich jedoch richtig toll, auch wenn man nicht viel über ihn erfuhr, trotzdem kann ich euch schon sagen, dass er eine wichtige Figur in der Geschichte sein wird.

Am Anfang war die Geschichte schön zu lesen. Biancas Schreibstil ist flüssig und man kann sich gut mit Blair identifizieren. Richtig interessant wurde es aber erst nach der Hälfte und das Finale hat es richtig in sich. Wer also keine Cliffhänger mag, sollte mit dem Lesen des Buches warten, bis der zweite Band erschienen ist.

Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung, um zu erfahren wie es mit Blair, Ryan und den anderen Valkyren weitergeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Auftakt einer düsteren Engelsgeschichte

Rückkehr der Engel
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Die Angelussaga von Marah Woolf ist eine meiner Lieblingsreihen. Sie beinhaltet alles, was eine gute Reihe ausmacht. Liebenswerte Charakteren, mit denen man toll mitfühlen kann, Freundschaften zwischen ...

Die Angelussaga von Marah Woolf ist eine meiner Lieblingsreihen. Sie beinhaltet alles, was eine gute Reihe ausmacht. Liebenswerte Charakteren, mit denen man toll mitfühlen kann, Freundschaften zwischen Figuren, die man so nicht erwartet hätte, Spannung, Liebe, Magie. Alles passt perfekt zusammen.


Mein erster Eindruck zum Cover war "Wow". Normalerweise mag ich es nicht, wenn Gesicht auf einem Cover zu sehen sind, aber hier fand ich es sehr stimmig. Zusammen mit dem farbigen Flügel wirkt das Cover ansprechend und einfach nur magisch.


Nun zur Geschichte:
Moon lebt in einem Venendig, das von Erzengel besetzt ist. Das Problem ist aber, dass es sich bei den Engeln keineswegs um die Retter der Menschen handelt, sondern eigentlich um das genaue Gegenteil. Um ihre Geschwister zu beschützen und ihnen das Überleben zu finanzieren, muss Moon in der Arena gegen einen Engel kämpfen, was oft tödlich enden könnte. Mit dem wenigen Geld, das sie dabei verdient, kauft Moon nicht nur Lebensmittel, sondern auch Stück für Stück die Freiheit ihrer Geschwister. Die Engel sind nämlich nicht nur grausam, sondern veranstalten auch lebensgefährliche Prüfungen, um neunzehn sogenannte Schlüsselträgerinnen zu finden. Diese Mädchen können dafür sorgen, dass die Engel wieder ins Paradies zurückkehren können, aus dem sie verbannt wurden.


Die Charaktere haben alle ihre Eigenheiten, sind aber trotzdem auf ihre Weise liebenswert und interessant.

Moon mochte ich von Anfang an sehr. Sie ist stur, entschlossen, sagt immer, was sie denkt und weiss, wofür sie kämpft. Sie lässt sich von niemandem etwas sagen und lässt sich nicht unterkriegen. Da sie sich nicht einmal von den Engeln etwas sagen lässt, zieht sie ungewollte Aufmerksamkeit auf sich und gerät in mehr Schwierigkeiten, als sie sich jemals vorstellen konnte.

Mit Moons Schwester Star konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Auch wenn sie Moon sehr viel bedeutet und das auch umgekehrt so ist, nahm ich ihr das ganze nicht wirklich ab.

Moons bester Freund Alessio hingegen scheint ein echter Freund zu sein. Er setzt sich stets für sie ein und passt auf sie auf, wenn sie vergisst auf sich selbst aufzupassen.


Die Geschichte ist von Anfang an packend und interessant. Die Spannung steigt stetig und das Ende hat einen Cliffhanger, bei dem man gleich weiterlesen möchte. Die Welt wirkt echt und gut durchdacht, was man auch in den folge Bänden merkt. Man kann also leicht in Moons Welt eintauchen und versinkt vollkommen im dystopischen Venedig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere