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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2023

Schokomagie und erste Liebe

Das Geheimnis der Schokomagie (Schokomagie 1)
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Die 14jährige Mila hat seit kurzem ein ganz besonderes Geheimnis: Es scheint, als würde der Duft von Schokolade bei ihr bewirken, dass sie einen Blick in die Zukunft werfen kann. Viel Zeit, um dieser Fähigkeit ...

Die 14jährige Mila hat seit kurzem ein ganz besonderes Geheimnis: Es scheint, als würde der Duft von Schokolade bei ihr bewirken, dass sie einen Blick in die Zukunft werfen kann. Viel Zeit, um dieser Fähigkeit auf den Grund zu gehen, bleibt ihr aber nicht, denn kurz darauf steckt sie schon mitten in einem Schüleraustausch in Paris – und ihr Austauschschüler ist kein Geringerer als der Sohn des französischen Präsidenten.

Die Idee zum Buch ist einfach wunderbar und bringt unheimlich viele tolle Zutaten mit, um den Leser:innen das Leben zu versüßen: Ein sommerlicher Schüleraustausch vor der wunderschönen Kulisse in Paris, eine zarte erste Liebe zwischen zwei sympathischen Figuren und eine ordentliche Portion außergewöhnliche Magie.

Entsprechend gerne habe ich dieses Buch aufgeschlagen und hatte es innerhalb kürzester Zeit fertiggelesen. Mila und Louis waren zwei wirklich süße Figuren und es hat Spaß gemacht, den Schüleraustausch an ihrer Seite zu erleben. Als etwas schwach entwickelt empfand ich allerdings den fantastischen Teil der Geschichte: Da lief es manchmal etwas unrund bzw. ich fand die Magie einfach nicht ganz durchdacht, was sehr schade war, weil die Geschichte sehr viel Potenzial hat.

Alles in allem hat es mir durchaus Spaß gemacht, das Buch zu lesen, und ich kann es insbesondere jüngeren Lesern ab 10 Jahren empfehlen.

Veröffentlicht am 10.03.2023

Von Geistern und Happy Ends

Dead Romantics
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Florence ist schon seit Jahren die Ghostwriterin einer erfolgreichen Autorin und bislang gestaltete sich das Arrangement problemlos. Nun aber hat sie den Glauben an die Liebe verloren und bekommt das obligatorische ...

Florence ist schon seit Jahren die Ghostwriterin einer erfolgreichen Autorin und bislang gestaltete sich das Arrangement problemlos. Nun aber hat sie den Glauben an die Liebe verloren und bekommt das obligatorische romantische Happy End für ihr aktuelles Buch einfach nicht auf die Reihe. Zu allem Übel setzt ihr dann der neue – und unverschämt gutaussehende – Lektor Ben die Pistole auf die Brust: Ihre Abgabefrist wird nicht verlängert. Doch kurze Zeit später steht eben dieser Ben als Geist vor ihrer Tür und hat augenscheinlich noch eine Aufgabe.

Dieses Buch hat definitiv Ansätze einer typischen RomCom-Geschichte, entwickelt sich aber glücklicherweise zu einer wesentlich ernsteren Geschichte, die auch noch ein paar fantastische Elemente enthält. Letztere sind sehr dezent, so dass sie auch den ansonsten Fantasy eher abgeneigten Leser:innen gefallen dürften – für mich haben sie einfach perfekt ins Gesamtbild der Story gepasst.

Die beiden Protagonisten Florence und Ben waren definitiv einer der Hauptgründe, warum mich das Buch so begeistern konnte. Ich fand beide unheimlich sympathisch und die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden war einfach toll geschrieben. Aber auch die Familie von Florence und ihre außergewöhnliche Hintergrundgeschichte haben dazu beigetragen, denn erst das hat ein rundes Ganzes daraus gemacht.

Ich habe „Dead Romantics“ wahnsinnig gerne gelesen und war richtig traurig, als das Buch zu Ende war. Entsprechend kann ich es uneingeschränkt weiterempfehlen – auch den Leser:innen, die wie ich sonst eher selten zu Liebesromanen greifen.

Veröffentlicht am 10.03.2023

Übersichtliches und praktisches erstes Nachschlagewerk

Ravensburger Lexika - Das Ravensburger Grundschullexikon von A bis Z
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Das neue Ravensburger Grundschullexikon liefert auf 288 großformatigen Seiten eine Fülle an Informationen, die exakt auf Grundschüler zugeschnitten sind.

Die Sachbücher aus dem Ravensburger Verlag waren ...

Das neue Ravensburger Grundschullexikon liefert auf 288 großformatigen Seiten eine Fülle an Informationen, die exakt auf Grundschüler zugeschnitten sind.

Die Sachbücher aus dem Ravensburger Verlag waren bei unseren Kindern schon von klein auf sehr beliebt. Der neueste Zugang aus dessen Programm steht dem in nichts nach: In gewohnt altersgerechter und qualitativ hochwertiger Art und Weise sind hier Informationen zu den unterschiedlichsten Themen aufbereitet worden. Die einzelnen Artikel sind kompakt gehalten und werden mit vielen Fotos, Schaubildern und zusätzlichen Infokästen ergänzt.

Bemerkenswert ist aber auch die Übersicht des Lexikons: Rot hervorgehobene Artikelüberschriften, große Seitenzahlen und auch eine alphabetische Leiste am oberen Rand helfen den Kindern, sich beim Nachschlagen zurechtzufinden. Toll finde ich außerdem die Übersichtsseiten zum Schulwissen für Mathe und Deutsch sowie die Tipps für die ersten Referate am Ende des Buchs.

Alles in allem sind wir also sehr begeistert und können das Nachschlagewerk definitiv für alle Grundschüler weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 20.02.2023

Romantischer Balanceakt zwischen zwei Kulturen

Bissle Spätzle, Habibi?
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Nach eher mittelmäßigen Erfahrungen mit deutschen Männern und zusätzlich bedingt durch den dringenden Wunsch ihrer Eltern nach einem muslimischen Schwiegersohn ist Amaya endlich bereit dazu, sich auf einer ...

Nach eher mittelmäßigen Erfahrungen mit deutschen Männern und zusätzlich bedingt durch den dringenden Wunsch ihrer Eltern nach einem muslimischen Schwiegersohn ist Amaya endlich bereit dazu, sich auf einer muslimischen Dating-App umzusehen. Der perfekte Kandidat ist schnell gefunden, aber natürlich schlägt das Schicksal ihr ein Schnäppchen – in Form eines äußerst charmanten Schwaben.
Abla Alaoui, die selbst marokkanische Wurzeln hat und auch beruflich Ähnlichkeiten mit der Protagonistin aufweist, hat hier eine wunderbar amüsante, aber auch gleichzeitig nachdenklich machende Geschichte zum Balanceakt zwischen zwei Kulturen zu Papier gebracht. Ich fand schon den Klappentext sehr interessant, aber auch die Umsetzung hat mich sehr gut unterhalten. Die Spannungen zwischen ihrer Herkunft und den familiären Idealvorstellungen auf der einen Seite und ihrem Beruf als Schauspielerin und ihren persönlichen Träumen auf der anderen Seite waren wirklich toll beschrieben, so dass man sehr nah an den Gedanken von Amaya dran war.
Neben Amayas bunter und liebenswerter Verwandtschaft, fand ich auch Daniel und seine schwäbische Familie unheimlich sympathisch, und man drückt ihm definitiv die Daumen, dass er und Amaya zusammen glücklich werden. Ich gebe allerdings zu, dass ich das Versteckspiel von Amaya nach einiger Zeit etwas anstrengend und nur noch bedingt nachvollziehbar fand. Das war so schade, weil die Geschichte an anderen Stellen wirklich die perfekte Mischung hatte.
Alles in allem fand ich das Buch erfrischend anders und auch in jedem Fall lesenswert. Wer Lust auf eine romantische Geschichte vor dem Hintergrund zweier Kulturen hat, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 13.02.2023

Medusa als Dreh- und Angelpunkt

STONE BLIND – Der Blick der Medusa
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Medusa wächst als Sterbliche unbescholten und stets neugierig auf alles bei ihren Schwestern, den unsterblichen Gorgonen, an einem einsamen Küstenstück auf. Das Leben und die Streitereien der Götter berühren ...

Medusa wächst als Sterbliche unbescholten und stets neugierig auf alles bei ihren Schwestern, den unsterblichen Gorgonen, an einem einsamen Küstenstück auf. Das Leben und die Streitereien der Götter berühren Medusa zunächst nur wenig – bis es zu einem Vorfall kommt und Athene ihr Leben für immer verändert.
Die Autorin Natalie Haynes hat hier viele Sagen und Mythen rund um die griechischen Götter und ihre Machenschaften neu erzählt – mit Medusa als Dreh- und Angelpunkt. Dabei liegt der Fokus nicht immer nur auf Medusa, wie man das vielleicht erwarten könnte. Als Leser darf man in eine Vielzahl von Perspektiven eintauchen und so diverse Legenden neu entdecken.
Zunächst scheint die Erzählung aufgrund der vielen Erzählperspektiven etwas unübersichtlich und auch sprunghaft, aber tatsächlich webt die Autorin dabei sorgfältig ein ganzes Netz an Eindrücken, so dass man sich als Leser am Schluss selbst ein Bild machen und die Frage beantworten kann, wer nun eigentlich das Monster ist.
Besonders gut gefallen hat mir die stimmige und poetische Sprache, die die ganze Erzählung trägt. Etwas anstrengend fand ich manchmal den übergreifenden und auch irgendwie unzuverlässigen Erzähler, mit dem ich gelegentlich nicht einer Meinung war. Allen Lesern, die wie ich Fan der griechischen Mythologie sind, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.