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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2021

Beste kulinarisch-literarische Unterhaltung

Der Tanz der Möwe
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Inhalt:
Commissario Montalbano sieht eine Möwe qualvoll sterben und streitet anschliessend mit seiner Partnerin. Als wären dies schlechte Omen, verschwindet sein Mitarbeiter Fazio und bald stellt sich ...

Inhalt:
Commissario Montalbano sieht eine Möwe qualvoll sterben und streitet anschliessend mit seiner Partnerin. Als wären dies schlechte Omen, verschwindet sein Mitarbeiter Fazio und bald stellt sich heraus, dass Montalbano auf der Spur einer sehr gefährlichen Sache ist. An seinem Vorgesetzten setzt er seine Arbeit trotzdem fort und steckt bald mitten in einer Ermittlung gegen die Mafia.

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn des Buches sah ich mich einer Situation gegenüber, in der ich mich (im Vergleich zu einigen von euch) sehr selten befinde: die Partnerin des Ermittlers trägt den Namen Livia, heisst also wie ich. Das war ziemlich unterhaltsam für mich, zumal die beiden gleich zu Beginn des Krimis in einen Beziehungsstreit geraten, was mich gleichzeitig unangenehm berührt als auch zum Lachen gebracht hat.
Aber auch abgesehen von diesem Aspekt bin ich bestens unterhalten worden. Auf dem Präsidium, auf dem Montalbano arbeitet, gibt es nämlich einige nicht allzu kompetente Mitarbeiter, die aber mit ihrem Charme überzeugen oder mit einem unerwarteten Geistesblitz dennoch zur Lösung des Falles beitragen.
Ausserdem bleibt die Handlung bis zum Ende spannend, was unter anderem an der sehr aussergewöhnlichen, aber auch zielführenden Ermittlungsmethode liegt, die Montalbano anwendet.

Schreibstil:
Montalbano ermittelt, indem er sich in die einzelnen Figuren hineinversetzt und sich dabei genau vorstellt, wie etwas abgelaufen ist, was nichts für schwache Nerven ist. Dies liegt an den detaillierten Beschreibungen des Autors, die aber nicht nur für ein wenig Gruselfaktor sorgen, sondern die auch beste Unterhaltung garantieren und immer mal wieder das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Montalbano ist nämlich ein absoluter Geniesser und lässt sich von seiner Haushaltshilfe und dem Wirt seines Stammlokals regelmässig kulinarisch verwöhnen, was natürlich auch für literarisch-kulinarische Höhenflüge für uns Leserinnen und Leser sorgt.

Meine Empfehlung:
Es erstaunt mich sehr, dass Andrea Camilleri mir bisher gar kein Begriff war. Sein humorvoller Krimi mit der spannenden Handlung und dem eigenmächtigen Ermittler hat mich bestens unterhalten und ich hoffe, bald weitere Krimis aus der Reihe lesen zu können. Ich empfehle euch das Buch und den Schriftsteller sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Gemütlich, festlich und einfach schön

Winterzauber im kleinen Café an der Mühle
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Inhalt:
In diesem zweiten Band der Reihe um das kleine Café an der Mühle ist die Besitzerin Sophie wieder voll in ihrem Element. Das Bistro läuft gut und erstrahlt in weihnachtlichem Glanz. Wie es auf ...

Inhalt:
In diesem zweiten Band der Reihe um das kleine Café an der Mühle ist die Besitzerin Sophie wieder voll in ihrem Element. Das Bistro läuft gut und erstrahlt in weihnachtlichem Glanz. Wie es auf dem Land aber geschehen kann, zetteln die zwei grossen Dorfvereine der zusammengelegten Dörfer Wümmerscheid und Sollensbach eine Fehde an, die im Wettkampf um die "Goldene Weihnachtskerze" (dem Preis des alljährlichen Weihnachtswettbewerbs) gipfelt. Als wäre dies noch nicht genug, zerstreitet sich Sophie auch noch mit ihrem Freund Peter und ein plötzlicher Wintereinbruch sorgt für Chaos auf den Strassen. Wenn das nur alles gut geht...

Meine Meinung:
"Winterzauber im kleinen Café an der Mühle" ist definitiv das letzte Weihnachtsbuch dieser Saison und vor allem auch mein letztes gelesenes Buch im Jahr 2020. Und es hat bei mir noch einmal für beste Unterhaltung, ein wenig Ablenkung und ein paar romantische Lesestunden gesorgt. Ich liebe es ja immer sehr, wenn Geschichten in Cafés und B&Bs spielen (dazu HIER gleich noch eine Reihenempfehlung) und träume dann insgeheim immer selber von einer kleinen Karriere im Gastgewerbe. Im kleinen Café an der Mühle wird es angenehm winterlich und die Besitzerin Sophie sorgt gemeinsam mit ihren guten Freundinnen für gemütliche Weihnachtsstimmung. Einzig am Anfang wurde mir ein wenig zu viel und detailliert geplaudert und vor allem war ich auch irritiert darüber, dass Sophie ein paar eindeutige Anzeichen komplett falsch gedeutet hat (mehr sage ich nicht dazu). Das wirkte leider eher unrealistisch. Ansonsten aber fand ich die einzelnen Figuren äusserst sympathisch dargestellt und mir hat der erste Band gar nicht gefehlt. Ich kann mir aber gut vorstellen, den bald zu lesen (und der dritte Band ist ja auch schon erschienen).

Schreibstil und Aufbau:
Die detaillierten Beschreibungen der ganzen Dekoration, des idyllischen Bistros und der Speisen (auch wenn mir da ein wenig zu viel Fleisch im Spiel war ) haben wir sehr gut gefallen. Ausserdem ist überraschend viel Spannung aufgekommen und besonders gut gefallen hat mir, wie die Beziehung zwischen Sophie und ihrem Freund Peter dargestellt ist. Oft liest man ja in solchen Romanen nur von eitel Sonnenschein oder dann von an den Haaren herbeispekulierten Dramen, damit es noch einmal interessant wird. Hier ist es eher so, dass der Alltag insgesamt zwar harmonisch wirkt, dass aber die auftretenden Konflikte sehr nachvollziehbar und dadurch total realistisch - wie aus dem Beziehungsnähkästchen geplaudert - daherkommen.

Meine Empfehlung:
2020 hatte es in sich und daher habe ich sehr viele Bücher gelesen, die mich in erster Linie unterhalten und mir ein wenig Ablenkung verschafft haben. Mit "Winterzauber im kleinen Café an der Mühle" ist dem Autorenduo Barbara Erlenkamp dies und noch viel mehr gelungen. Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen, mich in das gemütliche Bistrot gesehnt und die Weihnachtsstimmung auch Ende Dezember noch sehr intensiv geniessen können. Von mir gibt es eine herzliche Leseempfehlung für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 28.12.2020

Ein wirklich zauberhaftes Weihnachtsbuch

Tage voller Weihnachtszauber
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Inhalt:
Es ist kurz vor Weihnachten und Lukas, der als Erzieher in einem Kinderheim arbeitet, macht sich Sorgen um eine junge Frau, deren Leben er vor Jahren gerettet hat. Lena, die in ebendiesem Kinderheim ...

Inhalt:
Es ist kurz vor Weihnachten und Lukas, der als Erzieher in einem Kinderheim arbeitet, macht sich Sorgen um eine junge Frau, deren Leben er vor Jahren gerettet hat. Lena, die in ebendiesem Kinderheim lebt, wünscht sich nichts sehnlicher zu Weihnachten als ihre leibliche Mama und der alte Rocker Manni wird versehentlich Aushilfsweihnachtsmann im Kinderheim, das von Henriette Jonas, welche an das Gute im Menschen glaubt und nur das Beste für ihre Schützlinge will, geleitet wird. Die Weihnachtszeit ist die Zeit, in der manchmal das Unmögliche möglich wird und in welcher der Glaube der Menschen an das Gute Berge versetzen kann.

Meine Meinung:
Hach, dieses Buch, es hat mich so viele Male überrascht. Wie die Geschichte ausgehen würde und wie alles zusammengehört, war mir zwar nach wenigen Seiten klar, aber ich bin immer noch total begeistert davon, wie der Alltag im Kinderheim geschildert wird. Ausserdem haben mir die Figuren alle sehr, sehr gut gefallen und obwohl sie immer wieder aufeinanderzugegangen sind, ist doch niemand aus der Rolle gefallen. Überrascht aber hat mich, wie wenig die Romantik gewichtet wird und obwohl da das eine oder andere Knistern klar erkennbar wird, endet das Buch weder mit einem Heiratsantrag (wie so viele Weihnachtsromane, come on), noch beinhaltet sie heisse Momente der Verführung. Vielmehr nähern sich Menschen langsam und realistisch einander an und die Kraft der Freundschaft (und natürlich die Magie des Weihnachtsfestes) wird ins Zentrum gerückt, was mir sehr gut gefallen hat. Ausserdem bringt vor allem der alte Rocker Manni sehr viel Humor in das nicht ganz einfache Thema, was ebenfalls für ganz viel Unterhaltung sorgt und die Stimmung an den entscheidenden Stellen ein wenig auflockert.

Schreibstil:
Es ist Anja Marschall gelungen, viel Humor in einer eher tragische Familiengeschichte unterzubringen und dabei ganz viel Weihnachtszauber aufkommen zu lassen. Das Wunder von Weihnachten und ein ganz besonderes Glitzern durchziehen dieses Buch und lassen viel Stimmung aufkommen. Die einfühlsame Sprache schafft es, die einzelnen Figuren sehr vielseitig zu charakterisieren. Ausserdem habe ich beim Lesen förmlich den Schnee unter meinen Schuhen knirschen und die Lichter in den Strassen der Stadt aufleuchten sehen.

Meine Empfehlung:
Viel Humor, eine Prise Kitsch und Romantik, ganz viel Freundschaft, eine tragische Familiengeschichte, ein mutiges kleines Mädchen und eine Heimleiterin, die anpackt und an das Gute im Menschen glaubt, sowie der ganz besondere Zauber, der Weihnachten inenwohnt, sprühen nur so aus jedem Satz dieser Geschichte und machen "Tage voller Weihnachtszauber" zu einem weihnachtlichen Lesevergnügen, das wie ein Film vor dem inneren Auge vorbeizieht und ganz viel Lust auf lange Winterspaziergänge im Schnee und Lichterglanz weckt.

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Veröffentlicht am 24.12.2020

Überzeugende und inspirierende Anthologie

Schreibtisch mit Aussicht
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Inhalt:
"Schreibtisch mit Aussicht", das sind ein Vorwort und 23 Berichte von Autorinnen, insgesamt also 24 Texte, die sich perfekt als Adventskalender lesen lassen. Texte von 24 Schriftstellerinnen, die ...

Inhalt:
"Schreibtisch mit Aussicht", das sind ein Vorwort und 23 Berichte von Autorinnen, insgesamt also 24 Texte, die sich perfekt als Adventskalender lesen lassen. Texte von 24 Schriftstellerinnen, die alle ihren einzigartigen Werdegang haben und die sich schreibend eine eigene Welt erschaffen, von ihrem Alltag und ihren Gewohnheiten, ihrer Inspiration und ihren Sorgen erzählen und sich mit Sexismus im Literaturzirkus oder der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinandersetzen. Und somit ist "Schreibtisch mit Aussicht" ein feministisches Buch, ein kritisches und poetisches Buch, eine Liebeserklärung an das Schreiben (auch wenn es sich dabei manchmal um eine Hass-Liebe handelt) und das geschriebene Wort.

Meine Meinung:
Ich bin so froh, dieses Buch entdeckt zu haben und nachdem es mir bei Instagram einige Male begegnet war, musste ich es mir sofort kaufen. Auch meiner besten Freundin habe ich es gekauft (wir haben uns gemeinsam durch den Advent gelesen) und einigen weiteren lieben Menschen habe ich es ebenfalls schon empfohlen und geschenkt. Nicht nur habe ich zahlreiche weitere Autorinnen entdeckt (im Anhang finden sich übrigens die Kurzbiografien aller Autorinnen), ich habe auch Einblicke in ganz unterschiedliche Leben, Gedankenwelten und Haltungen zur eigenen Arbeit gewinnen dürfen.
Einige Texte sind mir besonders in Erinnerung geblieben. So zum Beispiel das Interview mit Elena Ferrante und die bewegenden Worte von Anne Tyler (die mir vorher zu meiner grossen Schande noch kein Begriff war) Meg Wolitzer, Elif Shafak, Zadie Smith und Mariana Leky. Aber auch Leila Slimanis und Sybille Bergs Texte haben mich für sich eingenommen. Eher nicht so überzeugt hat mich das Kapitel aus der Feder von Olivia Sudjic und je mehr Kapitel ich lesen durfte, desto öfter wiederholten sich auch einige Themen. Wenn nämlich Schriftstellerinnen über ihre Arbeit schreiben, erwähnen sie unverhältnismässig oft die Familienplanung, die Familiensituation (und die daraus folgenden Konflikte, was Aufgabenteilungen, Zuständigkeit und Zeitmanagement anbelangt) und das Gefühl, immer noch im Schatten der Männer in der Literaturwelt zu stehen. Sie schreiben von Ablenkungen während der Arbeit und davon, nicht ernst genommen zu werden. Schreiben gilt in den Augen vieler schliesslich nur als Hobby, vor allem, wenn es Frauen tun, die von ihrem Mann und Ernährer mitfinanziert werden. Aber genau diese Wiederholungen zeigen eben auch auf, wo immer noch strukturelle Benachteiligungen und Sexismus anzutreffen sind und dass noch ein weniger Weg vor uns liegt und genau in diesen Erkenntnissen und klaren Haltungen liegt sehr viel Mut und Stärke.
Aber auch die Texte, welche sich wirklich mit dem Akt des Schreibens selber, dem Suchen und Finden von Inspirationen und dem Kampf um jedes passende Wort erzählen, haben mich fasziniert und mich dazu angeregt, über mein eigenes Arbeiten, meine Inspiration und meine Routinen nachzudenken.

Meine Empfehlung:
Diese Anthologie verschafft zahlreiche Einblicke und regt zum Nachdenken an. Sie versammelt Texte von Autorinnen, die ihre Arbeit, ihr Autorinnensein und ihre Karriereplanung literarisch betrachten und gibt somit Stimmen eine Bühne, die sonst eher ungehört verhallen: Frauen, die schreiben und sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen, Frauen, die nicht mehr länger im Schatten ihrer Männer stehen wollen und Frauen, die sich trotz und ohne Kinder dieser anspruchsvollen und fordernden Arbeit stellen, ihrem inneren Drang folgen und Wort um Wort zu Papier bringen.

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Veröffentlicht am 20.12.2020

Eine absolute Bereicherung

Kreativität
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Inhalt:
Alle Menschen sind kreativ, einige von uns stehen aber ihrer eigenen Kreativität im Weg. Melanie Raabe erzählt aus ihrer eigenen Perspektive vom Entwickeln von Routinen, vom Beginnen und Beenden. ...

Inhalt:
Alle Menschen sind kreativ, einige von uns stehen aber ihrer eigenen Kreativität im Weg. Melanie Raabe erzählt aus ihrer eigenen Perspektive vom Entwickeln von Routinen, vom Beginnen und Beenden. Sie teilt ihre Erfahrungen und ergänzt diese mit hilfreichen Ideen, Vorschlägen und Listen, welche dabei helfen können, eigene Routinen in den Alltag zu integrieren, immer mal wieder kreativ zu werden und so im Beruf und Privatleben neue Wege zu gehen.

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich bei einigen tollen Blogerinnen (unter anderem bei Petzi von Die Liebe zu den Büchern) entdecken dürfen. Zu ihrer grandiosen Rezension kommt ihr HIER. Melanie Raabe war mir als Autorin schon länger ein Begriff, aber bisher habe ich keines ihrer Bücher gelesen, nun aber habe ich sie mir alle auf die Wunschliste gepackt. Sie erzählt nämlich in "Kreativität" unter anderem von ihrer eigenen Inspiration und von Erlebnissen, welche sie in ihre Bücher eingebaut hat. Damit hat sie meine Neugier geweckt. Der Einstieg in "Kreativität" ist mir sehr leicht gefallen und innerhalb von wenigen Seiten war ich komplett überzeugt: dieses Buch ist perfekt für mich.

Weshalb mich dieses Buch bereichert:
Melanie Raabe geht davon aus, dass alle Menschen kreativ sind/kreativ sein können. Kreativität ist in unserem Leben oft eine Problemlösungsstrategie, hilft uns aber auch, bei der Arbeit und im Privatleben neue Wege zu gehen und Projekte zu entwickeln. Mein Beruf ist kreativ und ich benötige eine grosse Menge an Kreativität und Durchhaltevermögen oft nicht nur beim Musizieren selber, sondern vor allem auch beim Planen von neuen Konzertreihen, beim Pflegen von Kontakten und Interagieren mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Nun könnte man meinen, dass ich ein Buch, das sich mit Kreativität befasst, gar nicht mehr lesen müsste. Raabe hat es aber geschafft, mich noch einmal daran zu erinnern, was mich und meine Arbeit ausmacht, sie hat mir mit ihren überschaubaren Listen (und ich liebe Listen) eine Übersicht über ganz unterschiedliche Teilbereiche meiner kreativen Arbeit, aber auch über sinnvolle Herangehensweisen verschafft und immer wieder habe ich mir Zitate herausgeschrieben und Seiten im Buch zum Nachschlagen markiert. Denn auch wenn wir alle immer wieder kreativ sind, so hilft es doch, sich stets klar zu machen, was man genau erreichen will und auf welchem Weg man dies am liebsten versuchen möchte. Sobald etwas nicht klappt, gibt es dann immer noch zahlreiche Alternativen und Anpassungen, die uns trotzdem zum Ziel bringen können. Irgendwann einmal hat man sich aber genug Gedanken gemacht und es geht an den interessantesten (und manchmal auch schwierigsten) Teil des kreativen Arbeitens: das Machen, das Tun, das Beginnen und genau diese Hürde, die wir alle überwinden müssen, um kreativ und aktiv zu werden und vielleicht sogar in einen Flow-Zustand zu kommen, diese kann ich mit Melanie Raabes Tipps nun noch einfacher und konsequenter überwinden.

Meine Empfehlung:
Ganz besonders erwähnen möchte ich die zahlreichen und grandiosen Illustrationen von Inka Hagen (die in meinen Augen in diesem Buch viel zu wenig gewürdigt wird). Das Buch ist durchgehend zweifarbig und sehr aufwendig gestaltet. Es bietet wertvolle Tipps, bietet Anleitungen um die Gedanken zu sortieren und mit der kreativen Arbeit zu beginnen und ist so ein liebevoller literarischer A*tritt und hilft dabei, bei Durchhängern den inneren Schweinehund zu besiegen. Mir hat es für meine Arbeit bereits einige Male die Augen geöffnet und ich freue mich darauf, bald wieder darin zu blättern und ausserdem ist das umfangreiche Literaturverzeichnis eine grössere Stöberrunde wert. Von mir gibt es deshalb eine sehr herzliche Leseempfehlung.

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