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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2020

Von der ersten Liebe...

Die Liebe
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Meine Meinung:

Innerhalb von kürzester Zeit bin ich durch dieses wunderschön aufgemachte, mit zahlreichen kunstvollen schwarz-weiss-Fotografien ausgestattete und mit einem festen Einband versehene Büchlein ...

Meine Meinung:

Innerhalb von kürzester Zeit bin ich durch dieses wunderschön aufgemachte, mit zahlreichen kunstvollen schwarz-weiss-Fotografien ausgestattete und mit einem festen Einband versehene Büchlein gerast. Mit treffenden Worten erzählt die Ich-Erzählerin Sonja von der Liebe, ihren intimsten Wünschen und ihrer besten Freundin Irma. Heidenreich legt ihrer jungen Heldin Worte in den Mund, die das Bild von einem nicht ganz einfachen Alltag, von Sorgen, den ersten heimlichen Küssen und einer Familiensituation zeichnet, die verstehen lässt, weshalb es der grösste Wunsch der Protagonistin ist, ein Waisenkind zu sein... In "Die Liebe" wird sowohl von der ersten grossen Liebe und dem unweigerlich folgenden ersten Herzschmerz als auch vom Schwärmen für James Dean und dem Bilden einer tiefen Freundschaft erzählt. Die Suche nach den eigenen Wurzeln und einer inexistenten Vaterfigur gehören für Sonja genau so zum Erwachsenwerden dazu, wie die ersten Erfahrungen mit Likör und Zigaretten und so wird das Gesamtbild einer Familie und einer jungen Frau in der Blüte ihrer Jahre gezeichnet, das von Leerstellen, spitzem Humor, dem persönlichen Drama von Teenagern und ganz vielen unerfüllten Träumen lebt.



Meine Empfehlung:

Für diese kurze Erzählung spreche ich eine ganz deutliche Empfehlung aus und dies liegt nicht nur an der fesselnden und einfühlsamen Art, mit der es Elke Heidenreich gelingt, ihre junge Protagonistin durch erste Liebesqualen zu führen, sondern auch an der wundervollen Aufmachung dieses Büchleins.

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Veröffentlicht am 27.07.2020

Fesselnd, leidenschaftlich und melancholisch

Fünf Viertelstunden bis zum Meer
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Meine Meinung:

Die erste grosse Liebe vergisst man nie, wird oft gesagt. Vor allem wohl, wenn einem von der vermeintlich geliebten Person das Herz nach allen Regeln der Kunst gebrochen wird. Genau so ...

Meine Meinung:

Die erste grosse Liebe vergisst man nie, wird oft gesagt. Vor allem wohl, wenn einem von der vermeintlich geliebten Person das Herz nach allen Regeln der Kunst gebrochen wird. Genau so ergeht es dem jungen Ezio, der sich Hals über Kopf in die wilde Giovanna mit dem neckisch hervorblitzenden Bauchnabel und dem umwerfenden Lachen verliebt. Mehrere Heiratsanträge lehnt sie ab und ihre Wege trennen sich. Doch was geschieht im Leben, wenn man dem "was wäre, wenn" eine Chance gibt? Wenn man sich nicht nur an eine drückende Sommerhitze, Zweisamkeiten in verlassenen Buchten und atemlose Sprints zum fünf Viertelstunden entfernten Meer erinnern, sondern sein Leben auf ein Neues in die eigenen Hände nehmen will?

Giovanna schreibt Ezio sechzig Jahre nach ihrer Sommerromanze und der darauffolgenden Funkstille einen Brief, der Ezio zum Schwelgen und Trauern bringt und der dafür sorgt, dass er uns atemlos mitfiebernden Leser*innen seine und Giovannas Geschichte vom süssen Anfang bis hin zum bitteren Ende erzählt. Ein Brief aber auch, der wohl nie pünktlich angekommen wäre, wenn die Frau des Briefträgers ein wenig früher im Kreissaal gelandet wäre. Und genau so, wie manche scheinbar zufälligen Ereignisse ein ganzes Leben beeinflussen können, muss auch Ezio sich fragen, ob es sich lohnt, seine Lebensweichen noch einmal neu zu stellen.



Meine Empfehlung:

"Fünf Viertelstunden bis zum Meer" ist ein packender Sommerroman, der voller Herzschmerz an die erste grosse Liebe erinnert, an einen heissen Sommer und unerfüllte Träume und Wünsche. Von mir gibt es für dieses kleine Büchlein, das sich natürlich hervorragend entweder direkt am Meer (oder auch einfach vom Meer träumend) lesen lässt, eine sehr herzliche Empfehlung.

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Veröffentlicht am 13.07.2020

Ein Meisterwerk

Die Bücherdiebin
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Inhalt:

Liesel Meminger findet nach dem Tod ihres Bruders ein Buch im Schnee und obwohl sie nicht lesen kann, wird dieses Buch zu ihrem wertvollsten Besitz. Als sie von ihrer Mutter zum Ehepaar Hubermann ...

Inhalt:

Liesel Meminger findet nach dem Tod ihres Bruders ein Buch im Schnee und obwohl sie nicht lesen kann, wird dieses Buch zu ihrem wertvollsten Besitz. Als sie von ihrer Mutter zum Ehepaar Hubermann gebracht wird und fortan dort lebt, sitzt sie nächtelang mit ihrem Pflegevater zusammen, um lesen zu lernen, er ist es, der ihr eine ganz neue Welt erschliesst, ihr aber auch die Abgründe der politischen Realität zeigt. Die Nazis kommen an die Macht und unter Einsatz ihres Lebens nehmen die Hubermanns einen Juden bei sich auf. Schon bald lernt Liesel, was Mut, Stolz und Stärke ist und wie nahe die Liebe und der Schmerz zusammenliegen können.


Meine Meinung:

Ich bin froh, endlich zu diesem Buch gegriffen zu haben. Es ist ein ganz besonderer Schatz, der in die Welt der Worte entführt, der aufzeigt, wie Mut und Liebe über rassistische Gewalt siegen können und wie ein kleines, kluges Mädchen die Welt von so vielen Menschen mit ihrer klaren Stimme ein wenig besser machen kann. Die starke und mutige Liesel habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Daniela vom Blog readeatlive hat in ihrer Rezension wundervolle Worte gefunden, um Liesel zu beschreiben:

"Im Verlauf der Geschichte stiehlt sie nicht nur weitere Bücher, sondern auch Äpfel, Kartoffeln und die Herzen der Menschen um sie rum. Selbst jenes des Todes."

Aber auch Rudi, Liesels Nachbar und bester Freund und Rosa, Liesels Pflegemutter, die trotz rauhen Umgangsformen ein grosses Herz hat, haben zur besonderen Atmosphäre dieses Buches beigetragen und mit ihrer Freundschaft und Liebe dafür gesorgt, dass Liesel wachsen und lernen und dabei das Leben ganz vieler weiterer Menschen erhellen konnte.

Ein besonderes Lob möchte ich ausserdem für den ganzen Aufbau dieser Geschichte aussprechen. Die Kapitel sind in einzelne Unterkapitel erinnert, die an Filmszenen oder auch Regieanweisungen bei Theaterstücken erinnern. Immer wieder werden einzelne Bemerkungen oder ganze Szenen und Rückblicke eingeschoben und trotzdem bleibt alles sehr übersichtlich, was sehr zum Lesefluss beiträgt.


Sprache:

Besonders gut gefallen hat mir die aussergewöhnliche Erzählperspektive. Das Buch wird nämlich vom Tod höchstpersönlich erzählt, was ihn zum allwissenden ich-Erzähler macht. Dies eröffnet der Geschichte zusätzliche Möglichkeiten, welche von Markus Zusak hervorragend genutzt werden. Immer wieder hatte ich Gänsehaut, weil die Schilderungen einfach mitten ins Herz gehen und das Sterben zwar unendlich tragisch, manchmal brutal und grausam ist, der Tod letztendlich aber sehr liebevoll, fast schon zärtlich, und sehr versöhnlich mit den Seelen, die er einsammelt, umgeht. Die Schrecken des Krieges werden oft nur angedeutet und dabei schwingt viel Gesellschaftskritik mit. Dies ist es aber nicht, was am meisten aufrüttelt und bewegt. Markus Zusaks Stärke liegt nämlich vielmehr im Beschreiben der besonderen Beziehung zwischen Liesel und ihrem Pflegevater Hans. Hans ist die Liebe, Güte und Menschlichkeit in Person. Er lebt vor, ohne den mahnenden Zeigefinger zu erheben und hilft allen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Dabei lässt er sich nicht einmal von den Nazis einschüchtern. So wird eine schreckliche Geschichte aufgearbeitet und trotzdem aufgezeigt, dass Zusammenhalt, Freundschaft, Vertrauen und Menschlichkeit am Ende siegen und genau so existieren können, wenn rundherum Menschen in Gaskammern verschwinden und von Bomben getroffen werden.


Meine Empfehlung:

Ich wünsche mir, dass dieses Buch in den Schulen gelesen und diskutiert wird und Kinder und Jugendliche zum Lesen und Nachdenken bringt. "Die Bücherdiebin" ist ein bewegendes Meisterwerk das in jedes Bücherregal gehört und sicher noch manches Herz im Sturm erobern wird.

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Veröffentlicht am 08.07.2020

Beeindruckend und bewegend

Reisen im Sudan
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Inhalt:
Alfred Brehm wagt eine lange und gefährliche Reise durch Afrika und berichtet sehr genau von seinen Erlebnissen und Erkenntnissen. Dabei fällt auf, dass er nicht immer nur wissenschaftlich ans ...

Inhalt:
Alfred Brehm wagt eine lange und gefährliche Reise durch Afrika und berichtet sehr genau von seinen Erlebnissen und Erkenntnissen. Dabei fällt auf, dass er nicht immer nur wissenschaftlich ans Werk geht, sondern auch eine sehr grosse Verbundenheit mit Land und Leuten durchsickern lässt.
Verschiedene Kulturen und Traditionen werden beschrieben und erklärt, die Tiere und Menschen, die er unterwegs antrifft werden genau skizziert und so wird ein Blick auf Afrika ermöglicht, wie wir ihn heute nicht mehr kennen.
Natürlich erfahren wir auch etwas über die unschönen Seiten, wie die Sklaverei, die schrecklich blutigen Sklavenjagden und die Unterteilung der Menschen in reich, arm und wertlos.
Seine zwei Reisen in den Sudan sind beschwerlich und das Schicksal legt ihm einige Steine in den Weg. So ertrinkt zum Beispiel sein engster Vertrauter und Bruder beim Baden im Nil. Dieses Ereignis lässt ihn einige Tage lang hadern, ist aber nicht die einzige Schwierigkeit, die ihm begegnet. Immer wieder plagen ihn Geldsorgen und er muss auf seiner ganzen Reise Abschied von einigen lieb gewonnenen Reisegefährten nehmen. Von einigen für immer.

Meine Meinung:
Diese Ausgabe des Buches war für mich schrecklich zu lesen. Die Seiten waren sehr dicht beschrieben und die Buchstaben so klein, dass ich andauernd das Gefühl hatte, gar nicht vom Fleck zu kommen. Die Fussnoten - von denen es einige gab - waren in noch kleinerer Schrift verfasst und machten es mir nicht gerade leichter.
Vom Inhalt her hat mir Brehms Bericht sehr gefallen. Man muss halt einfach berücksichtigen, dass hier ein sehr gebildeter Mann schreibt, der sich teilweise auch wissenschaftlich mit dem auseinander setzt, was er sieht, weshalb der Bericht nicht in erster Linie unterhaltsam sondern eher informativ gestaltet ist. Die ganzen Abenteuer, welche Brehm erlebt, sind aber so exotisch und aus heutiger Sicht unvorstellbar, dass sie eine starke Faszination auf den Leser ausüben. Ich gehe davon aus, dass Brehm es sehr genau mit der Wahrheit genommen hat, kann aber trotzdem fast nicht glauben, dass er alle diese geschilderten Erfahrungen alle auch wirklich gemacht hat.
Nach der Lektüre bin ich aber sehr froh, dass sich in Afrika seit Brehms Reise einiges geändert hat. Vor allem in Bezug auf seine Erfahrungen mit der Sklaverei muss ich zugeben, dass ich mir (vielleicht zum Glück) gar nicht vorstellen kann, wie grausam Menschen miteinander umgehen können.
Abschliessend will ich aber anmerken, dass Brehm ein wirklich beeindruckender Erfahrungsbericht aus damals noch nicht so bereisten Gebieten gelungen ist, welcher die Schönheit der Landschaften und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt sehr genau schildert und ausreichend würdigt.

Fazit:
Ein beeindruckender Resebericht aus längst vergangener Zeit und damals noch fast unberührten Ländern.

Veröffentlicht am 08.07.2020

Liebenswert und bewegend erzählt

Sommerzauber in Paris
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Inhalt:

Grace hat sich schon immer zurückgenommen und das Leben ihrer Tochter und ihres Mannes organisiert, geplant und sich selber dabei manchmal vergessen. Die Stabilität und Sicherheit, welche ihr ...

Inhalt:

Grace hat sich schon immer zurückgenommen und das Leben ihrer Tochter und ihres Mannes organisiert, geplant und sich selber dabei manchmal vergessen. Die Stabilität und Sicherheit, welche ihr dieses Leben gebracht hat, haben auch dazu geführt, dass der Alltagstrott in ihrer Ehe eingekehrt ist und dass Grace nach fünfundzwanzig Jahren, plötzlich alleine dasteht. Entschlossen macht sie sich auf die eigentlich zum Jahrestag heimlich geplante Parisreise. Dort trifft sie die junge, ebenfalls aus ihrem Leben nach Paris geflüchtete Audrey, die ihre Tochter sein könnte, aber bereits sehr viel erlebt und durchgestanden hat. Die beiden Frauen beginnen, einander ihre Geschichte zu erzählen und sich gegenseitig aus der Reserve zu locken und entdecken dabei immer mehr und mehr unbekannte und längst vergessene Seiten an sich und entwickeln eine Stärke, die sie sich selber nie zugetraut hätten.


Eine wundervolle Entwicklung:

Entdeckt habe ich dieses Buch durch Martina vom Blog Martinas Buchwelten. Ihre begeisterte Rezension hat mich überzeugt und diese Empfehlung hat sich bewährt: das Buch hat mir - wie auch zuvor "Die Zeit der Weihnachtsschwestern" - sehr gut gefallen und mir die neue, erwachsenere, ernsthaftere und somit realistischere Sarah Morgan näher gebracht. Sicher kennt ihr noch die wundervoll kitschigen (Weihnachts-)Bände der Snow-Crystal-Trilogie, der Puffin-Island-Trilogie und wie sie alle heissen, in der die Protagonistinnen nach und nach ihre grosse Liebe finden und in der die Heiratsanträge nur so vom Himmel zu fallen scheinen.

Das ist ja alles auch schön und gut und gerade "Winterzauber wider Willen" und "Weihnachtszauber wider Willen" haben mich vor Jahren schon in wundervolle, schneereiche Paradiese und eine herrlich weihnachtliche Romanze entführt. Zudem sind die Cover einfach traumhaft gestaltet. Und dennoch hat sich eine gewisse Regelmässigkeit und Routine, eine Vorhersehbarkeit und Seichtigkeit in diese Romane geschlichen, die für unbeschwerte Lesestunden gerade schön und gut sind, die aber nicht lange nachhallen.



Und was nun anders und besser ist:

Genau dieser Nachhall findet sich aber in "Sommerzauber in Paris". Sarah Morgan nähert sich geschickt einigen nicht ganz einfachen und tiefgründigen Themen an, begonnen natürlich mit dem Verlassenwerden, das Grace gleich am Anfang erlebt. Aber auch die Beziehung von Grace zu ihrer Tochter Sophie und vor allem natürlich die Freundschaft zwischen Grace und Audrey sind mit enorm viel Feingefühl und äusserst differenziert und fassbar dargestellt. Die Situation von Grace, die Entscheidungen, welche sie fällen muss und die Erinnerungen an eine alte Liebe passen wundervoll zu dieser starken und überzeugenden Protagonistin und auch die junge Audrey, welche als Einzelkind bei einer alkoholkranken Mutter aufgewachsen ist und sich als Legasthenikerin und ohne Französischkenntnisse nicht nur in Paris durchschlagen, sondern auch noch in einem Buchladen arbeiten will, habe ich sofort in mein Herz geschlossen.


Paris:

Paris habe ich zum ersten Mal während unserer Interrail-Raise im Sommer 2012 (HIER und HIER gibt es Bilder) bereist und bin seither oft in einem der grossen Fernverkehrsbahnhöfe dieser wundervollen und bunten Stadt umgestiegen. Kulturell und natürlich auch kulinarisch ist diese Stadt immer eine Reise wert und so verwundert es auch nicht, dass mir beim Lesen dieses Buches nicht selten das Wasser im Munde zusammengelaufen ist. Ausserdem sind die Stadt und ihr Charme, sowie die Buchhandlung, in der Audrey arbeitet, herrlich beschrieben und lassen sofort Fernweh aufkommen.


Schreibstil:

Den nicht ganz einfachen Themen zum Trotz finden sich auch eine grosse Portion Humor, zahlreiche witzige und kluge Dialoge und ein paar sehr bewegende und fesselnde Szenen in diesem Buch. Sarah Morgan schreibt leicht, eingängig und dennoch mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Ihre Beschreibungen sind äusserst lebendig, die Figuren sehr differenziert dargestellt und immer wieder finden sich zahlreiche liebevoll eingeflochtene Details in diesem neuen Roman der Autorin.


Meine Empfehlung:

Von mir gibt es eine herzliche Empfehlung für diese bewegende, ernsthafte und wundervoll erzählte Sommerlektüre, die Lust auf Paris und gutes Essen macht, aber auch daran erinnert, wie wichtig Freundschaften und die Familie im Leben sind.

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