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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2025

Neue Begegnungen offen meistern

Schwein im All – Roboter im Stall
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Zwei Geschichten mit einem gemeinsamen Ende. Es ist egal, mit welcher Geschichte man anfängt, letztendlich geht es vorrangig um Neugier, die beide Figuren, also Schwein und Roboter, antreibt. Einerseits ...

Zwei Geschichten mit einem gemeinsamen Ende. Es ist egal, mit welcher Geschichte man anfängt, letztendlich geht es vorrangig um Neugier, die beide Figuren, also Schwein und Roboter, antreibt. Einerseits zeigt die Geschichte eine schöne Offenheit und auch einen Wissensdurst, doch gleichzeitig auch Voreingenommenheit und Vorurteile. 

Toll ist hier aber vor allem, dass die Situationen kindgerecht aufgearbeitet sind und sich die Kinder auch mit einfühlen können. Schon die Kleinsten begegnen im Kindergarten so vielen verschiedenen Charakteren und fühlen sich vielleicht auch im neuen Sportkurs oder Hobby irgendwie fremd. Niemandem ist dieses Gefühl unbekannt.  

Anhand der Geschichte können sich unsere Kleinen besser mit Toleranz und auch Offenheit vertraut machen. Erst dann kann auch eine Verbindung zu anderen Personen hergestellt werden, was unser Leben ja letztendlich auch bereichert und so schön macht.

Die Missverständnisse sind lustig gestaltet und die Geschichte an sich mit ihren zwei Welten ist eher absurd, jedoch auf eine sehr humorvolle Art und Weise. Dabei spielen auch die Illustrationen eine große Rolle, denn Franziska Frey spielt super mit Perspektivwechseln, einer tollen Farbigkeit und kindlichen Formen. Das finde ich persönlich besonders schön, da man das Buch schon mit den Allerkleinsten anschauen kann und diese die Bilder lieben.

Auch in Bezug auf den Wortschatz habe ich nichts zu meckern. Die Reimform ist eingängig und es macht Spaß, dem Vorlesenden zuzuhören. Der Text ist jedoch sehr gering gehalten, was super zur empfohlenen Altersklasse passt. 
Auch die Wendefunktion ist ein tolles Extra, das die Kinder animiert zu "lesen" und sich mit dem Buch zu beschäftigen. 

Veröffentlicht am 17.11.2025

Was macht die Bedrohung mit dir, wenn du ganz auf dich allein gestellt bist?

Lonely Survival
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Wettbewerbe unter Influencern sehen wir tagtäglich online. Allerlei Challenges werden erfunden und schon seit Beginn des Reality TVs sehen wir gerne anderen Personen beim "Leben" und ganz besonders beim ...

Wettbewerbe unter Influencern sehen wir tagtäglich online. Allerlei Challenges werden erfunden und schon seit Beginn des Reality TVs sehen wir gerne anderen Personen beim "Leben" und ganz besonders beim Probleme lösen zu. Im Thriller Lonely Survival geht das Ganze aber etwas weiter, was letztendlich auch das Interesse der kleinen Stars weckt, denn es winken einmalige Filmaufnahmen, die man super vermarkten kann und dementsprechend den eigenen Marktwert steigern. Zudem winkt ein Preisgeld und besonders die bekannten Personen aus der Survival Szene sind sofort am Start. Doch so einfach läuft es dann doch nicht...

Was für ein spannender Thriller! Ich persönlich finde schon alleine das Setting im wilden Kanada super interessant und spannend und gleichzeitig ist das Thema der Influencer unheimlich präsent in unserer Zeit. Immer höher, immer weiter, immer außergewöhnlicher...für Content werden Grenzen überschritten und sogar Leben aufs Spiel gesetzt. Dementsprechend wird auch hier in der Geschichte mit Grenzen gespielt, was definitiv Nervenkitzel hervorruft. Das Spiel mit der bereits heute vorherrschenden Influencermentalität gepaart mit der Survival Komponente...großes Kino und viel Spannung!

Ich hatte etwas "Angst" aufgrund des Buchumfanges, dass die Geschichte vielleicht ewig abdriften würde, jedoch empfand ich den Spannungsverlauf als sehr gelungen und die Story gut geführt. 

Was macht die Bedrohung mit dir, wenn du ganz auf dich allein gestellt bist?

Veröffentlicht am 12.11.2025

Süßes Weihnachtsbuch mit Spannung + tollen Illustrationen

Das Weihnachtstohuwabohu
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Was für ein Schlamassel! Das Christkind ist schlimm erkältet und die Krankheit hat ihr all die wunderbare Magie entzogen. Das wäre nicht ganz so schlimm, wäre es nicht genau einen Tag vor Heiligabend. ...

Was für ein Schlamassel! Das Christkind ist schlimm erkältet und die Krankheit hat ihr all die wunderbare Magie entzogen. Das wäre nicht ganz so schlimm, wäre es nicht genau einen Tag vor Heiligabend. Nichts scheint zu wirken, doch nun wird es höchste Zeit für einen Notfallplan und der lautet: Weihnachtsmann. Doch der steckt genauso in Schwierigkeiten...Wie gemeinsam die Probleme auf schlaue Art und Weise gelöst werden, seht ihr im Buch!

Erst einmal vorneweg: mein Erstklässler hat beim selbständigen Lesen des Titels einen Lachanfall bekommen. Fand er urkomisch und das Wort Tohuwabohu wurde nun in seinen Wortschatz mit aufgenommen.

Die kurzen Reime vervollständigen letztendlich die sehr detailreichen Illustrationen. Man kann sich schon mit den Kleinsten super einige Zeit nur alleine mit den wunderbaren Bildern beschäftigen. Hierbei wurden viele lustige und interessante Details eingestreut, was auch meinem Sechsjährigen sehr gut gefällt. Die Teetasse des Christkindes zeigt ein trauriges Sternengesicht...verständlich. Das ängstliche Rentier futtert Schokolade...nachvollziehbar...und auch die fiese Schnupfennase vom Christkind ist nicht nach einem Tag schon wieder vorbei. 

Ein Buch voller Weihnachtschaos, was uns Erwachsenen/Eltern wohl nur allzu vertraut ist, jedoch schafft man es dann zusammen doch noch ein wunderbares Fest auf die Beine zu stellen. So lernen auch bereits die Kleinsten, dass es wichtig und auch richtig ist zusammen zu helfen und dadurch vieles möglich zu machen, auch, wenn es viele Hürden gibt.

Der eher reduzierte Text ist durch seine Reimform vielleicht nicht immer für alle Kinder einwandfrei zu verstehen, jedoch fangen die aufwendigen Illustrationen das wieder auf.

Mein Sohn ist nun jedoch irritiert, zu wem denn nun das Christkind kommt und zu wem der Weihnachtsmann. Wer genau beschließt diese Unterteilung und kann man da auch mal wechseln? Fragen über Fragen. 

Ein süßes Weihnachtsbuch mit kindgerechter Spannung und ganz wunderbaren Illustrationen!

Veröffentlicht am 10.11.2025

Zuversicht; positives Denken; Abenteuerlust; Offenheit; eine wundervolle Geschichte!

Aurora – Eine Eintagsfliege und der schönste Tag ihres Lebens
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Wie alle Charaktere von Uwe Krauser finden wir auch Aurora einfach nur wunderbar. Wohl niemand anderes als die schlaue und offenherzige Eintagsfliege, hätte diese tolle Nachricht der Geschichte so rüberbringen ...

Wie alle Charaktere von Uwe Krauser finden wir auch Aurora einfach nur wunderbar. Wohl niemand anderes als die schlaue und offenherzige Eintagsfliege, hätte diese tolle Nachricht der Geschichte so rüberbringen können.

Mein sechsjähriger Sohn ist ein schlimmer Grübler und macht sich andauernd Sorgen. Es fällt ihm unheimlich schwer neuen Dingen offen gegenüber zu sein und vielleicht auch mal nicht alles "im Griff" zu haben. Da kam Aurora gerade zur perfekten Zeit, denn ihre Zuversicht und ihr Auge für die kleinen Dinge im Leben oder aber auch im Moment haben meinen Junior definitiv erstaunt und auch berührt. Er hat bereits ab der Szene am Meer wie ein Schlosshund geweint und hat sozusagen für die dankbare Aurora die Angst vor dem bevorstehenden Ende durchlitten. Doch anstatt, dass mit der kleinen Hauptfigur etwas Schlimmes passiert, passieren immer weiter ganz tolle Dinge. Ihr positives Denken leitet sie immer weiter in die richtige Richtung.

Eine wunderbare Geschichte! Egal für wen. Natürlich kommt irgendwann das Unausweichliche, aber in der Zwischenzeit passieren so viele wunderbare Momente und auf genau die kommt es an!

Zu den Illustrationen:
Franziska Frey ist uns durch viele Kinderbücher bekannt und wir lieben ihren wandelbaren Stil. Hier hat sie auch wieder eine Glanzleistung vollbracht, denn auf jeder Seite sind ganz tolle Momente eingefangen und der Fokus liegt immer auf den Figuren. Auroras lachendes Gesicht macht bereits gute Laune und man sieht die Welt so, wie auch sie sie sieht. Einfach nur toll!
Die Hintergrundfarben sind immer perfekt gewählt und zeigen auch den langsamen Lauf des Tages an, indem die Farben immer dunkler werden. Meinem Sohn ist das schon beim ersten Mal Lesen aufgefallen, was ihn richtig in Aufruhr versetzt hat.

Darf ich auch noch etwas zum Cover sagen?! Was für ein Schmuckstück! Es sieht einfach nur toll aus und auch hier liegt der Fokus auf Aurora und ihrer Abenteuerlust. Ihre Positivität scheint uns regelrecht entgegen. Ich hoffe sehr, dass viele im Buchladen nach diesem außergewöhnlichen Buch greifen werden!

Veröffentlicht am 22.10.2025

Das abstrakte Thema Glück wird sichtbar gemacht

Das größte Glück der Welt
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Glück?...ja was soll das denn sein? Bekommt man das geschenkt? Kann man es irgendwie aufbrauchen? Gibt`s das im Supermarkt zu kaufen? Hat das jeder oder muss man es sich verdienen?

So abstrakte Dinge, ...

Glück?...ja was soll das denn sein? Bekommt man das geschenkt? Kann man es irgendwie aufbrauchen? Gibt`s das im Supermarkt zu kaufen? Hat das jeder oder muss man es sich verdienen?

So abstrakte Dinge, wie etwa Glück, sind für unsere Kleinen oftmals extrem schwer zu verstehen. Doch treffen sie in der alltäglichen Sprache immer wieder darauf. Heute hatte man einfach kein Glück und hat den Bus verpasst oder man hatte vielleicht Glück und hat zufällig seinen geliebten Freund beim Einkaufen getroffen. Unsere Kinder merken sehr schnell, dass "Glück haben" eigentlich immer etwas Freudiges ist, weshalb sie natürlich gerne mehr darüber erfahren möchten.

Da kommt das Buch von Andrea Schütze natürlich unheimlich gelegen, denn es zeigt sehr anschaulich, was nun wirklich Glück bedeutet. Dabei möchte ich gerne gleich zu Beginn anmerken, dass ich es toll finde, dass Papa Wolf sich seiner Tochter gegenüber betrübt zeigt. Das kommt eher selten in Büchern vor, jedoch können und sollten Erwachsene bzw. Eltern ganz klar auch ihre Emotionen und Gefühle zeigen. Es ist ja auch ganz normal sich über etwas zu ärgern oder enttäuscht zu sein. Das ist im Buch dann letztendlich auch der "Startpunkt", wieso sich unsere Yaya auf die Suche nach Glück begibt. So wird Empathie gezeigt und das Kümmern um andere. Doch so einfach hat sie es natürlich nicht, denn die gesuchte Sache lässt sich nicht so einfach finden, egal wo sie hingeht. Der Einkaufsladen, der sonst eigentlich immer alles hat, hat kein Glück im Sortiment und auch das kluge Kaninchen kann ihr seines anbieten. Trotzdem bekommt sie an jeder Stelle eine Kleinigkeit, die ihr vielleicht weiterhilft. Das Ende möchte ich nicht verraten, jedoch kann ich dazu sagen, dass es die Lesenden ein kleines bisschen näher rücken lässt und man sein Kind feste drücken möchte.

Die Illustrationen sind durchweg sehr passend und wir mögen die vielen verschiedenen Perspektivwechsel. Die bunten Seiten zeigen kindgerecht den Geschichtenverlauf und unterstützen dabei den Text enorm, insbesondere, wenn man vielleicht einem noch eher kleineren Kind vorliest. Aber auch mein Sechsjähriger genießt die wohligen und freundlichen Bilder sehr. Es wurde dabei sehr auf Mimik und Gestik geachtet, was die gezeigten "Personen" sehr menschlich wirken und die kleinen Leser natürlich mitfiebern lässt.

Von uns gibt es definitiv beide Daumen hoch!