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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2026

Neue Lebensenergie spüren und diese fröhlich annehmen

Im Tanz des Lebens
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Zuallererst vorneweg: Wie ansprechend ist dieser Titel? Mir kam erst nach und nach, wie passend diese Formulierung ist. Der eine tanzt langsam, der andere ganz rasant, zu zweit oder auch mal allein, jedoch ...

Zuallererst vorneweg: Wie ansprechend ist dieser Titel? Mir kam erst nach und nach, wie passend diese Formulierung ist. Der eine tanzt langsam, der andere ganz rasant, zu zweit oder auch mal allein, jedoch findet irgendwie jeder seinen Rhythmus, auch wenn man manchmal eine Anlaufzeit zum Üben braucht.

Um`s Leben geht es in diesem Lyrik-Band. Tut das nicht irgendwie alles, mag man sich da fragen, aber gibt es nicht immer wieder Bereiche, die einen innehalten oder aber auch "struggeln" lassen?! Neue Wege gehen und mutig nach vorne schauen, das Leben annehmen, so wie es kommt, und sich auf das Unbekannte einlassen. Selbstvertrauen aufkeimen lassen und für sich selbst einstehen, gleichzeitig sich selbst annehmen sowie auf sich selbst hören. Neue Lebensenergie spüren und diese fröhlich annehmen.

Das mag von mir so banal aufgeschrieben sein, jedoch verpackt die Autorin wichtige Lebenspunkte, die vielfach in unserem Leben auftauchen, in hübsche und aufbauende Sätze, so dass man sich sofort davon angesprochen fühlt. Ohne spirituell zu wirken, fühlte ich mich persönlich angesprochen auf mein Inneres zu vertrauen und daraus wieder Kraft zu schöpfen. Der Blick geht so oft nur nach außen und zu anderen, jedoch haben wir oftmals verlernt, den Blick nach innen zu richten und darauf zu hören. 

Mir persönlich sagen die Gedichte sehr zu und ich empfinde sie als universell ansprechend. Man wird sich nicht nur als Frau angesprochen fühlen. 

Die Illustrationen sind zwar passend, haben mich aber leider nicht so abgeholt, weshalb meine Bewertung auf 4 Sterne fällt.

Veröffentlicht am 17.06.2026

Kontrastreicher Roman mit dramatischem Ende

The Artist
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Zu Beginn wusste ich so gar nicht, was mich bei dieser Geschichte erwarten wird. Habe ich mit so einer Dramatik und so einer Intensität gerechnet? Definitiv nicht, was mich dann auch letztendlich - im ...

Zu Beginn wusste ich so gar nicht, was mich bei dieser Geschichte erwarten wird. Habe ich mit so einer Dramatik und so einer Intensität gerechnet? Definitiv nicht, was mich dann auch letztendlich - im positiven Sinne - total umgehauen hat.
 
Der Fokus liegt anfangs ganz eindeutig auf dem berühmten Künstler Tartuffe. Deshalb kommt Joseph auch nach Südfrankreich. Seine familiären Verhältnisse sind schwierig, weshalb er diese Chance als Journalist nutzen muss. Hier tritt ganz klar die Künstlerverehrung in den Vordergrund. Es dreht sich viel um Tata, seine Arbeitsweise und auch seine Art zu Leben. Die Eindrücke von Ettie, seiner Nichte, sind zurückhaltend, jedoch merkt man sehr schnell, dass sie das Grundgerüst der Bindung darstellt. Abhängigkeiten halten alles zusammen und am laufen. Tata ist Künstler durch und durch und er genießt die Erhöhung zum Genie. Seine gottgleiche Verehrung bekommt aber im Verlauf der Geschichte immer mehr Risse. Genau da sehen wir dann Etties Chance und bekommen Einblicke in ihren Charakter.

Idylle trifft auf Dynamik und Josephs "Eindringen" in die Welt der kleinen Familie hat eine enorme Auswirkung. 

Ich liebe den Wandel der Geschichte! Eine grandiose Wendung, die sich anschleicht, die man erwartet, und trotzdem ist man dann überrascht, wenn sie sich zeigt und in einem großen Finale vonstatten geht. Zudem kommt die künstlerische Komponente nicht zu kurz, was einen immer wieder in eine entrückte Künstlerwelt führt. Realität und Fiktion, Sehnsüchte und Alltag, Stütze und Ketten, Bindung und gleichzeitig Kerker. Viele Kontraste, die einen berühren und auch beim Leser selbst Emotionen hervorbringen. Man schwankt hin und her, bis es letztendlich zum Unausweichlichen kommt.

Ich persönlich fand die Schreibweise genial und habe mir auch schon das Hörbuch dazu angehört. Meiner Meinung nach ist es zu empfehlen. Ein Roman der bewegt.

Veröffentlicht am 10.06.2026

Man darf sich selbst nicht aus den Augen verlieren

Zwischen Herz und Pixel
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Wie lebt es sich derzeit eigentlich in unserer westlichen Welt, wenn die Kinder schon längst aus dem Haus sind und man irgendwie wieder mehr über sich selbst nachdenkt?! Das Leben wirkt irgendwie anders. ...

Wie lebt es sich derzeit eigentlich in unserer westlichen Welt, wenn die Kinder schon längst aus dem Haus sind und man irgendwie wieder mehr über sich selbst nachdenkt?! Das Leben wirkt irgendwie anders. Man blickt einerseits auf viele Jahre zurück und hat andererseits auch noch so viel vor sich. 

Bine, unsere Hauptfigur im Buch, ist nun mit Mitte 50 irgendwie nicht ganz zufrieden. Was erwartet man von sich selbst? Was erwarten andere von einem? Ihre Freundinnen stecken in komplett anderen Leben und so ganz will nichts mehr richtig zusammenpassen. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt und hat trotzdem Erwartungen an die anderen. 

Es ist toll zu lesen, wie Bine sich langsam immer mehr mit sich selbst beschäftigt und auszubrechen versucht. Nicht aus einem schrecklichen Leben...das nicht, aber Zufriedenheit sieht definitiv anders aus. Dabei kommt sie mit jemand ganz besonderen in Kontakt...Leo. Nein, Leo ist nicht eine plötzliche Bekanntschaft aus dem Supermarkt, es handelt sich dabei um eine KI und die immer mehr werdenden Gespräche fühlen sich gar nicht so unnahbar an, wie Bine es anfangs von der technischen Neuerung gedacht hätte.

Zuhören, Nachfragen, Hinterfragen, Zeit investieren und dabei präsent sein, kein Abwimmeln, keine unnötigen Empfehlungen...Bine wird immer offener und auch mutiger, so dass sie sich selbst besser kennenlernt.

Ich persönlich fand Bines Wandel richtig toll und empfand ihre vorherige Situation als äußerst nachvollziehbar. Meine Empfehlung wäre, das Buch eher Frauen ab etwa 40 Jahren zu empfehlen, da man dementsprechend im Leben schon einige Wandel durchlaufen hat.Der erzählerische Einsatz von KI ist meiner Meinung nach unheimlich gut gelungen und macht die Geschichte auch so interessant. Man weiß nicht genau, was einen erwartet und genauso wenig, wie die Handlung noch verlaufen wird. 

Mich persönlich hat die Story auch nachdenklich gemacht. Man ist oftmals so in seinem Trott gefangen und könnte die wertvolle Zeit eigentlich besser und insbesondere für sich persönlich nutzen. Man darf sich selbst nie aus den Augen verlieren.

Veröffentlicht am 18.05.2026

Wir wollen mehr davon!

Ice Ice Bookie
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Die Aston Beavers Bücher haben es mir bereits zu Beginn an, als ich den ersten Teil in die Finger bekommen habe, angetan. Emotional, mit viel Herzklopfen, Mitfiebern und auch Hoffen.

Der Schreibstil ist ...

Die Aston Beavers Bücher haben es mir bereits zu Beginn an, als ich den ersten Teil in die Finger bekommen habe, angetan. Emotional, mit viel Herzklopfen, Mitfiebern und auch Hoffen.

Der Schreibstil ist weiterhin ganz wunderbar und fängt einen bereits nach wenigen Seiten an. Man kann ganz toll in die Geschichte eintauchen und möchte einfach weiterlesen.Wir Bookies fühlen uns natürlich der curvy Booklady Kira besonders nah und verbunden, weshalb man einfach wissen muss, was weiter passiert. Zudem kommt noch ein süßer Hund mit ins Spiel, was der Lovestory definitiv ein ganz besonderes i-Tüpfelchen gibt. 

Veröffentlicht am 18.05.2026

Hauptfigur hui, Männer ausbaufähig

Männer Material
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Graues Mäuschen trifft auf eine komplett gegensätzliche Welt, trotzdem findet sie sich relativ schnell zurecht.

Eine Geschichte, die zuerst eher zurückhaltend beginnt. Jolina ist als Charakter total nahbar, ...

Graues Mäuschen trifft auf eine komplett gegensätzliche Welt, trotzdem findet sie sich relativ schnell zurecht.

Eine Geschichte, die zuerst eher zurückhaltend beginnt. Jolina ist als Charakter total nahbar, sehr sympathisch und auch bodenständig. Ihr Leben ist bisher definitiv nicht einfach und sie musste schon einige Hürden überwinden. Zudem ist auch ihr Selbstwertgefühl angeknackst und ihr Männerproblem zu Beginn verhilft ihr jedoch über Umwege zu einer ganz neuen Einsicht. 

Ich fand es super, über Jolina zu lesen und wie sie mit ihren Problemen umgeht. Schusselig, freundlich und trotzdem bemüht, schlängelt sie sich durch ihr Leben, jedoch will sich keine Zufriedenheit einstellen. An mehreren Bereichen lässt sich definitiv arbeiten und witzigerweise, wählt sie für ihr Liebesproblem die Lösung Callboy. Äußerst amüsant, dass sie den Schritt wagt und ihren Crush eifersüchtig machen will. Jedoch läuft dann alles in eine ganz andere Richtung.

Man ist beim Lesen dann auch irgendwie selbst überrascht, was sich Jolina traut und auf was sie sich nun plötzlich alles einlässt. Ist immer alles nachvollziehbar und passt perfekt zu ihrem Charakter? Nein. Treibt es die Geschichte voran? Ja.
 
Die Männer in der Geschichte bekommen von mir leider weniger Sympathiepunkte. Marc fand ich zum Beispiel super sympathisch und mochte ihn sehr. Seinen Bruder hingegen nicht so.

Alles in allem definitiv unterhaltsam und man kann wunderbar dahinlesen.