Cover-Bild The Artist
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 15.05.2026
  • ISBN: 9783423285445
Lucy Steeds

The Artist

Die Farben des Lichts. Roman | »Ein beeindruckendes, hervorragend geschriebenes, alle Sinne anregendes Debüt.« The Times, Best Historical Fiction of 2025
Hella Reese (Übersetzer)



WATERSTONES DEBUT PRIZE 2025

Nominiert  für THE WOMEN'S PRIZE FOR FICTION 2025 

WATERSTONES BOOK OF THE YEAR 2025

BARNES & NOBLE BOOK OF THE YEAR 2025 (Shortlist)


»Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter, tiefer Kraft erzählt.« Daily Mail

Provence, um 1920. Venez. Kommen Sie. Mehr steht nicht in dem Brief. Und doch sieht sich Joseph Adelaide am Ziel seiner Träume: Er, ein noch völlig unbekannter Journalist, darf Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht.

In dem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz erwartet Joseph jedoch eine Überraschung. Nur wenn er dem weltberühmten Maler Modell sitzt, darf er über ihn schreiben.

In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, putzt, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht …


Von The Times & The Telegraph unter die besten Bücher des Jahres 2005 gewählt

»Die am meisten gelobte Debütautorin des Jahres […] Das sinnliche, berauschend duftende Porträt eines monströsen männlichen Egos und einer übersehenen Frau.«  The Telegraph

»Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.« The Guardian

»Ein wildromantischer, sonnendurchfluteter, geheimnisvoller Roman über die gewaltige Macht wahrer Kunst. Dieser Roman wird Sie im wahrsten Sinne des Wortes sehnsüchtig zurücklassen.« Yael van der Wouden, Gewinnerin des Women’s Prize for Fiction 2025

»Eine mitreißende, poetische Lektüre.« Mail on Sunday

»Fesselnd […] mit einer Bildsprache von der Üppigkeit eines Ölgemäldes.« Washington Post

 »Lucy Steeds ist eine Autorin, die man im Auge behalten muss.« The Times, Best Historical Fiction of 2025

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2026

Wie ein Gemälde, das seine Zeit braucht

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Der Roman spielt in der Provence um 1920. Der junge Journalist Joseph reist zu dem berühmten, zurückgezogen lebenden Maler Édouard Tartuffe, um ihn zu interviewen. Dort begegnet er auch dessen Nichte Ettie, ...

Der Roman spielt in der Provence um 1920. Der junge Journalist Joseph reist zu dem berühmten, zurückgezogen lebenden Maler Édouard Tartuffe, um ihn zu interviewen. Dort begegnet er auch dessen Nichte Ettie, die mit ihm im Haus lebt und stark von Édouard abhängig ist. Nach und nach wird deutlich, dass sich hinter der Kunst und der schönen Umgebung Spannungen und Geheimnisse verbergen.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir zunächst nicht ganz leichtgefallen. Nach den ersten Seiten war ich noch unsicher, ob mich der Roman wirklich erreichen würde.
Mit der Zeit hat sich jedoch genau das Gegenteil entwickelt: Die Atmosphäre, die langsame Erzählweise und die unterschwellige Spannung haben mich zunehmend in die Geschichte hineingezogen und schließlich doch deutlich mehr gepackt, als ich anfangs erwartet hätte.

„The Artist“ ist ein Buch, das sich wie manches Gemälde nicht sofort erschließt, bei genauerer Betrachtung jedoch zunehmend an Wirkung gewinnt.

Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 03.07.2026

Ein Lesehighlight in diesem Sommer

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Worum geht es in dem Buch?
Édouard Tartuffe ist ein exzentrischer, launischer Maler, der gemeinsam mit seiner Nichte Sylvette, genannt Ettie, in einem abgelegenen Haus in Südfrankreich lebt. Seine Gemälde ...

Worum geht es in dem Buch?
Édouard Tartuffe ist ein exzentrischer, launischer Maler, der gemeinsam mit seiner Nichte Sylvette, genannt Ettie, in einem abgelegenen Haus in Südfrankreich lebt. Seine Gemälde verkaufen sich so erfolgreich, dass die beiden ihren Lebensunterhalt allein davon bestreiten können.

Seit dem frühen Tod ihrer Mutter kümmert sich Ettie um den Haushalt, bereitet das Essen zu und beschafft die ungewöhnlichen Motive, die ihr Onkel für seine Stillleben benötigt. Dazu gehören überreife Früchte und welk gewordenes Gemüse oder ein Hummer mit auffälligen Punkten – Dinge, die auf dem Markt niemand kaufen würde.

Eines Tages erscheint Joseph, ein Journalist aus Großbritannien, auf dem Anwesen, um einen Artikel über den eigenwilligen Künstler zu schreiben. Zunächst begegnet Tartuffe ihm mit Misstrauen. Erst als Joseph sich bereit erklärt, für ein Porträt Modell zu sitzen, darf er bleiben.

Mit der Zeit gewöhnt sich Joseph an das Leben auf dem Hof und freundet sich mit Ettie an. Doch schon bald erkennt er, dass die Beziehung zwischen ihr und ihrem Onkel von Geheimnissen überschattet wird – Rätseln, die ihn tiefer in ihren Bann ziehen, als ihm lieb ist.

Meine Meinung zu diesem Buch:

Mir hat vor allem der Schreibstil des Buches sehr gut gefallen. Die Sprache ist anschaulich und die Wortwahl sorgfältig gewählt, sodass ich mir sowohl die Landschaft Südfrankreichs als auch die Figuren lebhaft vorstellen konnte. Obwohl die Handlung nach dem Ersten Weltkrieg spielt, wirkt sie durch die Erzählung im Präsens besonders unmittelbar. Erzählt wird aus der Sicht eines auktorialen Erzählers, nicht aus der Perspektive einer Ich-Figur.

Auch die Handlung fand ich spannend und abwechslungsreich. Vor allem die Figuren Ettie und Joseph sind mir sympathisch. Besonders Ettie hat mich fasziniert, weil sie geheimnisvoll und vielschichtig wirkt. Ihr Onkel verschweigt ihr immer wieder Wahrheiten, da er sie nicht verlieren möchte. Trotzdem findet sie Wege, ihre künstlerischen Fähigkeiten heimlich weiterzuentwickeln. Als Joseph schließlich davon erfährt, verschärft sich die Situation und die Geschichte gewinnt noch einmal deutlich an Spannung.

Von mir bekommt das Buch fünf Sterne und eine Leseempfehlung. Für mich ist es ein Lesehighlight dieses Sommers.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Toll

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1920 in der Provance. Joseph ist Journalist und darf zu dem berühmten Maler Tartuffe reisen. Der Maler lebt zurückgezogen, verlässt sein abgelegenes Anwesen seit Jahren nicht. Es gibt einige Gerüchte, ...

1920 in der Provance. Joseph ist Journalist und darf zu dem berühmten Maler Tartuffe reisen. Der Maler lebt zurückgezogen, verlässt sein abgelegenes Anwesen seit Jahren nicht. Es gibt einige Gerüchte, denen will Joseph auf den Grund gehen. Doch hat der Maler ihn gar nicht eingeladen. Wenn Joseph ihm Modell sitzt, darf er trotzdem bleiben. Tartuffes Nichte Ettie lebt auch auf dem Anwesen. Sie kümmert sich um den Haushalt und ihren Onkel, erträgt stoisch seine Launen. Zwischen Ettie und Joseph entwickelt sich schon bald eine Anziehung und dann gibt’s auch noch ein großes Geheimnis, dass aufgedeckt wird und alles verändert.

Ein sehr bemerkenswerter Roman über Kunst, Emanzipation, Abhängigkeit. Die bildliche Sprache ist grandios. Die Farben, das Licht, Gerüche, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen. Der drückende Sommer ist so deutlich spürbar. Die Beschreibung des Essens hat direkt Appetit gemacht. Die Protagonisten sind tiefgründig und vielschichtig. Tartuffe, der seine Nichte nicht verlieren will und sie ständig klein hält. Joseph, der Journalist, der schon etwas mehr von der Welt gesehen hat als Ettie. Und dann ist da Ettie, mein heimlicher Star der Geschichte. Sie ordnet sich unter, denkt das Leben hält nicht viel bereit für sie. Doch auch sie kann malen, ist gefangen in ihrer Pflichterfüllung gegenüber dem Onkel. Durch Joseph könnten sich neue Möglichkeiten eröffnen. Nach und nach wird in dem Roman Spannung aufgebaut. Als Leser spürt man, dass irgendwas passieren muss. Die Neugier und er Schreibstil ließen mich das Buch kaum aus der Hand legen.

Ein klug erzählter, atmosphärisch großartiger historischer Roman, den ich euch sehr ans Herz legen möchte.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Kontrastreicher Roman mit dramatischem Ende

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Zu Beginn wusste ich so gar nicht, was mich bei dieser Geschichte erwarten wird. Habe ich mit so einer Dramatik und so einer Intensität gerechnet? Definitiv nicht, was mich dann auch letztendlich - im ...

Zu Beginn wusste ich so gar nicht, was mich bei dieser Geschichte erwarten wird. Habe ich mit so einer Dramatik und so einer Intensität gerechnet? Definitiv nicht, was mich dann auch letztendlich - im positiven Sinne - total umgehauen hat.
 
Der Fokus liegt anfangs ganz eindeutig auf dem berühmten Künstler Tartuffe. Deshalb kommt Joseph auch nach Südfrankreich. Seine familiären Verhältnisse sind schwierig, weshalb er diese Chance als Journalist nutzen muss. Hier tritt ganz klar die Künstlerverehrung in den Vordergrund. Es dreht sich viel um Tata, seine Arbeitsweise und auch seine Art zu Leben. Die Eindrücke von Ettie, seiner Nichte, sind zurückhaltend, jedoch merkt man sehr schnell, dass sie das Grundgerüst der Bindung darstellt. Abhängigkeiten halten alles zusammen und am laufen. Tata ist Künstler durch und durch und er genießt die Erhöhung zum Genie. Seine gottgleiche Verehrung bekommt aber im Verlauf der Geschichte immer mehr Risse. Genau da sehen wir dann Etties Chance und bekommen Einblicke in ihren Charakter.

Idylle trifft auf Dynamik und Josephs "Eindringen" in die Welt der kleinen Familie hat eine enorme Auswirkung. 

Ich liebe den Wandel der Geschichte! Eine grandiose Wendung, die sich anschleicht, die man erwartet, und trotzdem ist man dann überrascht, wenn sie sich zeigt und in einem großen Finale vonstatten geht. Zudem kommt die künstlerische Komponente nicht zu kurz, was einen immer wieder in eine entrückte Künstlerwelt führt. Realität und Fiktion, Sehnsüchte und Alltag, Stütze und Ketten, Bindung und gleichzeitig Kerker. Viele Kontraste, die einen berühren und auch beim Leser selbst Emotionen hervorbringen. Man schwankt hin und her, bis es letztendlich zum Unausweichlichen kommt.

Ich persönlich fand die Schreibweise genial und habe mir auch schon das Hörbuch dazu angehört. Meiner Meinung nach ist es zu empfehlen. Ein Roman der bewegt.

Veröffentlicht am 17.06.2026

Starke Worte und Bilder

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"The Artist: Die Farben des Lichts" von Lucy Steeds erzählt die Geschichte des fiktiven Malers Édouard Tartuffe. Joseph Adelaide, ein junger, noch unbekannter Journalist, möchte ein Porträt des Künstlers ...


"The Artist: Die Farben des Lichts" von Lucy Steeds erzählt die Geschichte des fiktiven Malers Édouard Tartuffe. Joseph Adelaide, ein junger, noch unbekannter Journalist, möchte ein Porträt des Künstlers schreiben und seine Geheimnisse erforschen. Dafür reist er in ein abgelegenes Landhaus in der französischen Provinz. Dort wohnt seit vielen Jahren der Maler gemeinsam mit seiner Nichte Ettie. Joseph ist der erste, der seit längerem in diese kleine Welt eindringt.
Die Autorin schafft es in Bildern zu sprechen, ich sehe die trockene, hitzeflirrende Landschaft und die karge Hütte fast vor mir. Es hat sehr viel Atmosphäre.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Joseph und Ettie erzählt und es gibt dabei auch so einige Blicke in die Vergangenheit. Blicke, die auch Kriegstraumen mit einbeziehen.
Joseph und Ettie kamen mir nach und nach näher, sie hatten auch schon so einiges erlebt. Tartuffe, der Künstler, wurde mir eher unsympathischer, obwohl man über ihn noch am wenigsten erfahren hat.
Etties Geschichte hat mich stark berührt, eine sehr starke Frau, der fast alle Möglichkeiten zur Entwicklung genommen wurden. Sie hatte keine Kontakte, keine Bildung, durfte keine Kunst schaffen. Sie schaffte es, in den Schatten zu bleiben und zu lernen, sich zu entwickeln.
Für mich hatte dieses Buch einen gewaltigen Sog, schon durch die bildhafte Sprache, obwohl man hier schon sehr zeitig ahnte, worauf es hinausläuft.

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