Ein Buch, das unter die Haut geht
Solange ein Streichholz brennt „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber hat mich ziemlich unvorbereitet getroffen.
Im Mittelpunkt stehen Bohm, der auf der Straße lebt - später erfahren wir, dass er Daniel Bohm heißt - ...
„Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber hat mich ziemlich unvorbereitet getroffen.
Im Mittelpunkt stehen Bohm, der auf der Straße lebt - später erfahren wir, dass er Daniel Bohm heißt - und Alina Alev, Journalistin, deren Karriere gerade ins Wanken gerät. Für eine Reportage über Obdachlosigkeit begegnet sie ihm. Was zunächst nach einer beruflichen Distanz aussieht, entwickelt schnell eine ganz eigene Tiefe.
Das Buch geht dabei weit über das eigentliche Thema hinaus. Es erzählt von Nähe, Würde, Scham und Hoffnung und von Menschen, deren Geschichten viel zu oft übersehen werden. Besonders beeindruckt hat mich, wie nah man beiden Figuren kommt und wie sehr einen ihre Begegnung berührt.
Nach dem Lesen blieb vor allem eines: Nachdenklichkeit. Und das Gefühl, die Figuren noch nicht ganz loslassen zu wollen.
Von Christian Huber kannte ich bereits „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“, das mir schon gut gefallen hat. Mit diesem Roman hat er mich jedoch noch mehr beeindruckt.
Ein bewegendes Buch, das mal leise, mal laut ist und gerade dadurch so eindringlich nachhallt.
Ganz große Leseempfehlung!