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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2021

Rose

Nächstes Jahr in Berlin
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Mit viel Tiefgang erzählt Astrid Seeberger die Geschichte einer Familie. Enthalten sind auch autobiografische Bezüge.
Sie beginnt mit der Mutter, die 2007 über 80-jährig verstarb. Eine harte Frau, wie ...

Mit viel Tiefgang erzählt Astrid Seeberger die Geschichte einer Familie. Enthalten sind auch autobiografische Bezüge.
Sie beginnt mit der Mutter, die 2007 über 80-jährig verstarb. Eine harte Frau, wie es schien. Ihre Geschichte ist schwer zu ertragen. Vieles davon erfährt die Autorin erst später, will ihr mit diesem Buch ein Gedenken geben. Sie berichtet auch von der Ehe ihrer Eltern, von der wiedergefundenen Familie, von schönen Erinnerungen, von Entwicklungen aufgrund politischer Gegebenheiten, von Brüchen innerhalb der Gemeinschaft.
Besonderen Raum nimmt der Großvater ein. Er erschien wie ein König, benahm sich aber nicht immer wie einer.
Eine besondere Familie, facettenreich, fremd, eigen.
Die Lebensgeschichte der Mutter ist faszinierend, voller Tragik. Die Autorin weckt mit ihrer Erzählung Verständnis für das verschlossene Wesen von Rose, sehr gelungen. Gleichzeitig schrieb sie eine verspätete Liebeserklärung an ihre Eltern.
Aus dem Schwedischen übersetzt von Gisela Kosibek, verlegt von Urachhaus.

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Veröffentlicht am 19.02.2021

Dabei sein zählt

Leserabe Vor-Lesestufe - Die Tierolympiade
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Wenn Tiere Langeweile haben, ist ein sportlicher Wettbewerb eine tolle Idee. Das kleine Pony, der schlaue Affe und der schöne Flamingo rennen, schwimmen spielen Fußball. Nicht jeder kann alles gut, aber ...

Wenn Tiere Langeweile haben, ist ein sportlicher Wettbewerb eine tolle Idee. Das kleine Pony, der schlaue Affe und der schöne Flamingo rennen, schwimmen spielen Fußball. Nicht jeder kann alles gut, aber jeder kann einmal glänzen, eine tolle Idee!
Große Schrift und eingesetzte Bilder regen an, eine Geschichte selbst zu erzählen. Redewendungen wie: „Das war der (🔨 )“ oder „Jetzt haben wir den (🥗)“ lassen rätseln, andere Zeichnungen sind einfach schön bunt und lustig. Die Tiere sind liebenswert gestaltet, agieren lebendig und anschaulich. Auf jeder Seite passiert eine Menge, vielfältige Sprechanlässe sind programmiert, am Wortschatz wird gearbeitet.
Tolle, vielfältige Knobelaufgaben im Anhang machen Spaß.
Die Wörterliste am Ende eignet sich sehr gut zum Lesen üben.
Ein schönes und unterhaltsames Leseabenteuer für die Vorlesestufe. Der Text ist von Henriette Wich, die Bilder sind von Dominik Rupp gut erkennbar und witzig gezeichnet. „Die Tierolympiade“ wurde verlegt von Ravensburger.
Empfohlen von „Stiftung Lesen“.

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Veröffentlicht am 17.02.2021

Wie werde ich beliebt?

Mein geniales Leben
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Sigge ist zwölf. Der Umzug in das ungewöhnliche Haus seiner durchgeknallten Großmutter kommt ihm gerade recht. In seiner alten Schule wurde er gemobbt, jetzt hat er die Chance, alles anders zu machen und ...

Sigge ist zwölf. Der Umzug in das ungewöhnliche Haus seiner durchgeknallten Großmutter kommt ihm gerade recht. In seiner alten Schule wurde er gemobbt, jetzt hat er die Chance, alles anders zu machen und kann sich neu erfinden! Aber wie wird man beliebt? Sigge hat eine Menge Ideen, um wahnsinnig beliebt zu werden. Dazu hat er jetzt 70 Tage Zeit. Der Countdown läuft, die Tage werden heruntergezählt. Ob er sein Ziel mit Tricks wie Kaugummiverschenken, fünf Leute ansprechen, witzig sein und keinesfalls zuzugeben, dass man Eiskunstlauf liebt klappt, wird man sehen.
Mir gefällt das Haus der unkonventionellen Oma voller
Krempel, Uhren, ausgestopfte Tiere, die Oma und die anderen Familienmitglieder selbst auch.
Jenny Jägerfeld hat ein wirklich gutes Jugendbuch geschrieben, ihr Sigge ist sehr sympathisch, seine Probleme sind nachvollziehbar beschrieben. Nicht alles läuft rund, aber dadurch wird Sigges Geschichte umso glaubhafter. Lesenswert!
Aus dem Schwedischen übersetzt von Birgitta Kicherer, verlegt von Urachhaus.

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Veröffentlicht am 15.02.2021

Violet, ein Hotel in London und ein bisschen König

Das Savoy - Geheimnisse einer Familie
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Violet Mason, 33, ist Besitzerin des bekannten Hotels Savoy in London. Sie versucht, ihren internationalen Gästen auch 1940 Luxus zu bieten. Das ist während des 2. Weltkrieges schwer, ihr Haus droht Opfer ...

Violet Mason, 33, ist Besitzerin des bekannten Hotels Savoy in London. Sie versucht, ihren internationalen Gästen auch 1940 Luxus zu bieten. Das ist während des 2. Weltkrieges schwer, ihr Haus droht Opfer der deutschen Luftangriffe zu werden. Sie ist zudem schwanger und nicht gesund.
Maxim Wahl hat einen weiteren Teil der umfassenden Saga über eins der berühmtesten Hotels der Welt geschrieben. Man sieht
Messing, ornamentiertes Glas, Marmor und den Wintergarten direkt vor sich. Aber im Savoy gibt es ebenso Abhörvorrichtungen, denn der englische Geheimdienst hat einen Stützpunkt im Keller eingerichtet. Das werden die Gäste nicht geahnt haben!
Engagiert leitet Violet das große Haus, benennt mutig eine Frau zum Chefbutler. Interessant ist die Auflistung der Personalvielfalt wie Rezeptionisten, Zimmermädchen, Köchinnen, Zigaretten-Girls, Liftboys, des Orchesterchefs, der Patisseurin, des Souschefs, der Saucenmadame, der Küchenhilfen, der Hausdiener, die Hausdamen, die Zimmermädchen, die Laufburschen, die Gepäckträger, die Pagen ... . Gern hätte ich etwas mehr über ihre Arbeit erfahren, auch über Gäste des Hotels. Interessant waren die Anmerkungen über Einsparungen bei Lebensmitteln, Strom, Blumen, Badartikeln.
Ein unterhaltsam und einfach zu lesender Roman über London, den König und diverse Intrigen, angereichert mit Fakten zum Kriegsverlauf im Jahr 1940.
Herausgegeben vom Aufbau Verlag.

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Veröffentlicht am 14.02.2021

Der Fluch des Siegelagenten

Tinte & Siegel
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Was für ein Lehrer ist das Bitteschön, der nacheinander sieben Lehrlinge verliert? MacBharrais beherrscht die Herstellung von vielen magischen Siegeln und Tinten, sein letzter Schüler aber beherrschte ...

Was für ein Lehrer ist das Bitteschön, der nacheinander sieben Lehrlinge verliert? MacBharrais beherrscht die Herstellung von vielen magischen Siegeln und Tinten, sein letzter Schüler aber beherrschte einige mehr. Wieso? Und jetzt ist er tot.
In seiner modernen Fantasy-Saga beschreibt Kevin Hearne kreativ wie gewohnt das abenteuerliche Leben eines Siegelagenten. ??? Der regelt erfolgreich Angelegenheiten von Feenwesen auf der Erde. Aber was, wenn die manipuliert werden?
Spannend wird das Ganze durch die gelungene Einbeziehung landestypischer schottischer Details, die Verbindung neuzeitlicher Technologien wie Computer und Handys mit magischen Handlungen und das Auftauchen so besonderer Geschöpfe wie Hobgoblins, Trolle, Pixies, Banshees und mehr. Sehr kreative und ausgefallene, exotische Namen gibt es für Nagellackfarben, fantasievolle Beschimpfungen erheitern, auch Anspielungen auf aktuelle Ereignisse sind zu finden. Eine gelungene Idee sind die besonderen Siegel, die MacBharrais herstellt, als da z. B. wären: das Siegel der sanften Genesung, des Erholsamen Schlafes, der Erfrischenden Stärkung, der Agilen Grazie, der Bösen Folgen. Hätte ich auch gern.
Mir gefallen zudem die kleinen Geschichten in der Geschichte.
Gut zu lesen, sehr zu empfehlen. Das sage ich dir dreimal, also ist es die Wahrheit.
Verlegt von Klett-Cotta.

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