Selection
SelectionWorum geht es?: 35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen ...
Worum geht es?: 35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Das Cover: Das Buchcover ist einfach wunderschön. Ich liebe dieses blaue Kleid und den Spiegel im Hintergrund. Es ist einfach perfekt.
Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von America erzählt. Die Kapitel sind meist kürzer als 20 Seiten, und der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Genau das hat mir besonders gefallen. Ich mag Dystopien sehr, aber häufig sind sie sprachlich so komplex, dass ich mich regelrecht anstrengen muss, mitzukommen. Das ist hier nicht der Fall. Die Welt von Illeá wird nach und nach erklärt, und dennoch hat man keine Probleme, der Handlung zu folgen. Das Ende ist recht offen gehalten – ich wollte sofort zum Folgeband greifen.
Die Hauptfiguren: America ist das dritte von fünf Kindern einer Großfamilie im Königreich Illeá. Sie gehört zur 5. Kaste und lebt damit nahe an der Armutsgrenze. Als die Einladung zum Casting kommt, ist ihre Familie völlig aus dem Häuschen. America hat die Möglichkeit, Königin zu werden. Alles wäre perfekt, wenn sie nicht schon ihr Herz an Aspen verloren hätte, der zur 6. Kaste gehört. America sträubt sich zunächst gegen die Bewerbung, willigt dann aber doch ein. Schließlich ist die Chance, überhaupt ausgewählt zu werden, sehr gering. Doch es kommt zum „Super-GAU“ – America gehört zu den Erwählten. Sie ist fest überzeugt, dass sie bald ausscheiden wird, doch sie freundet sich mit Prinz Maxon an und findet ihn sympathischer als gedacht. Die entscheidende Frage: Empfindet sie wirklich nur Freundschaft für Maxon – oder ist da vielleicht mehr? Und wie steht es um sie und Aspen? America habe ich von Anfang an gemocht. Sie ist willensstark und geht auch mal mit dem Kopf durch die Wand. Aber sie hat das Herz am rechten Fleck und würde für ihre Familie alles tun – sogar an einem Casting teilnehmen, nur um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen.
Endfazit: Ich habe „Selection“ vor Jahren gelesen und es wurde mal wieder Zeit für ein Reread. Ich liebe die Reihe rund um America, Maxon und Aspen. Ich bin sofort in die Welt von Illeá eingetaucht und habe das Buch regelrecht verschlungen. Der Schreibstil ist einfach großartig und meiner Meinung nach zeitlos. Die Geschichte passt perfekt für Teenager, kann aber ebenso ein älteres Publikum ansprechen. America als Protagonistin konnte mich zu 100 % begeistern, und ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Das Buch erhält von mir begeisterte 5 von 5 Sternen.
PS. Ich bin immer noch schockiert, dass Netflix beschlossen hat diese Buchreihe doch nicht zu verfilmen. Die Reihe ist großartig und gehört auf die Leinwand. Vielleicht findet sich ja doch noch eine andere Produktionsfirma. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.