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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2021

Und dein Leben im Anthropozän?

Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?
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John Green ist bekannt für seine unglaublich emotionalen und uns Leser bewegenden Jugendromane wie „Eine für Alaska“ oder „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Doch bei seiner neusten Veröffentlichung ...

John Green ist bekannt für seine unglaublich emotionalen und uns Leser bewegenden Jugendromane wie „Eine für Alaska“ oder „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Doch bei seiner neusten Veröffentlichung „Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?“ handelt es sich um ein Sachbuch, in dem der Autor verschiedenste Themen, von Klimaanlagen über Dr. Pepper Diet bis hin zu Sonnenuntergängen zunächst jeweils ein kurzes Essay widmet und anschließend im 5-Sterne-Stil eine Bewertung vergibt.

Anfangs tat ich mich ein wenig schwer, mit jedem Kapitel zu einem grundlegend neuen Thema zu springen. Doch insbesondere das letzte Drittel konnte mich sehr von sich überzeugen, denn dort fand ich den für John Green so typischen Tiefgang wieder.

Insgesamt hat mich „Wie hat Ihnen das Anthropozän bisher gefallen?“ wirklich von sich überzeugen können und war ein Buch, welches ich über mehrere Wochen verteilt immer wieder gerne in die Hand genommen habe. Anschließend stellte ich mir sogar selbst die Frage: Was macht für mich eigentlich jetziges unserer Zeitalter aus?

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Veröffentlicht am 15.03.2021

Das Leben ist rosa!

Rosarotes Glück
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Susan Sideropoulus: bekannt als Schauspielerin aus GZSZ, Moderatorin der Freitag Nacht News und Top of the Pops, Gewinnerin von Let's Dance im Jahre 2007...

Aber wie wir als Leser in ihrem Buch "Rosarotes ...

Susan Sideropoulus: bekannt als Schauspielerin aus GZSZ, Moderatorin der Freitag Nacht News und Top of the Pops, Gewinnerin von Let's Dance im Jahre 2007...

Aber wie wir als Leser in ihrem Buch "Rosarotes Glück - Setz doch mal die rosarote Brille auf!" erfahren dürfen, ist Susan noch soviel mehr, als eine beruflich sehr erfolgreiche Frau.

Schon als Teenager im Zeltlager lernte sie ihren zukünftigen Ehemann kennen und berichtet offen und ehrlich über die Höhen und Tiefen einer langjährigen Beziehung. Daneben spielen Themen wie Familie, Freundschaft und das Elternsein eine große Rolle. Susan erzählt zwar hauptsächlich über ihr eigenes Lebenserfahrung und versucht, verschiedeneste Lebensweisheiten und Gedankenanstöße mit auf den Weg zu geben. Ich hatte jedoch keineswegs das Gefühl, dass sie sich mit dem erhobenen Zeigefinger präsentieren möchte und ihre Einstellung als einzig Richtige betrachtet. Vielmehr scheint sie uns das Mantra 'Tue es immer genau so, wie es sich für DICH richtig anfühlt' mithilfe von anschaulichen Anekdoten aus ihren Leben verdeutlichen zu wollen. Und genau das schafft sie meiner Meinung nach auch auf eine sehr angenehme und unterhaltsame Art und Weise.

Eine perfekte Lektüre für den hektischen Alltag, indem man leider viel zu oft vergisst, einfach mal wieder die rosa rote Brille aufzusetzen und etwas positiver zu denken!

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Veröffentlicht am 19.02.2021

Schicksalshafte Kindheit

Das achte Kind
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Die Erzählung beginnt mit den Erlebnissen der jungen Kroatin Smilja, die als Gastarbeiterin in einer Würzburger Schokoladenfabrik arbeitet. Dort lernt sie ihren zukünftigen Mann Emil und Vater ihres erstgeborenen ...

Die Erzählung beginnt mit den Erlebnissen der jungen Kroatin Smilja, die als Gastarbeiterin in einer Würzburger Schokoladenfabrik arbeitet. Dort lernt sie ihren zukünftigen Mann Emil und Vater ihres erstgeborenen Sohnes Alem kennen. Zum Unglück der jungen Familie rutscht Emil immer weiter in die Kleinkriminalität und Alkoholabhängigkeit ab, sodass Smilja letztendlich den Entschluss fasst, Alem vorerst übergangsweise in eine deutsche Pflegefamilie zu geben. Daher stammt wohl auch der Name des Romans, denn Alem ist in seiner Pflegefamilie Kind Nummer acht.
Im Laufe der Handlung verfolgen wir das Erwachsenwerden vom ihm - er wird somit im Übrigen nach dem ersten Drittel selbst zum erzählenden Protagonisten.

"Das achte Kind" ist definitiv kein Roman, der den Anspruch hat, seinen Lesern im eigentlichen Sinne "zu gefallen". Vielmehr erzählt er die schicksalshafte Lebensgeschichte des Autors Alem Grabovac sowie die Jugendzeit seiner Mutter.
Ich fühlte mich als Leserin teilweise schon fast erdrückt durch die Menge an traurigen Schickungen, die Alem schon als junges Kind durchleben musste. Man gewann das Gefühl, dass ihm eine eigentliche Kindheit nie vergönnt war. Auch geschichtliche Themen wie die Nachkriegszeit, das Leben junger Gastarbeiter in Deutschland sowie der bis heute existierende Fortbestand der NS-Ideologie und dem damit verbundene Alltagsrassismus sind wie nahtlos in die Erzählung eingebunden.

Insgesamt ist die Geschichte zwar relativ nüchtern und ohne große Emotionen erzählt, konnte mich aber trotzdem von sich überzeugen. Daher habe ich "Das achte Kind" innerhalb von nur wenigen Tagen gelesen und finde es durchaus weiterempfehlenswert.

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Veröffentlicht am 20.12.2020

Eine New Adult - Liebeserklärung an die Musik!

One Last Song
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Riley Maddock möchte ihrem Vater unter allen Umständen beweisen, dass sie es schaffen kann, in New York ganz allein ein selbstständiges Leben auf die Beine zu stellen. Bei diesem Vorhaben läuft sie ganz ...

Riley Maddock möchte ihrem Vater unter allen Umständen beweisen, dass sie es schaffen kann, in New York ganz allein ein selbstständiges Leben auf die Beine zu stellen. Bei diesem Vorhaben läuft sie ganz zufällig Julian Sloan, dem erfolgreichen Gitarristen der Newcomer Band 'Beyond Sanity', in die Arme. Gemeinsam mit Julian und Riley lernen wir als LeserInnen die aufregende und zugleich unglaublich anstrengende Welt der Reichen und Berühmten kennen. Die Beziehung der beiden wird dabei mehr als nur einmal auf eine harte Probe gestellt, denn in Julians Vergangenheit scheint es einige dunkle Geheimnisse zu geben.

"One Last Song" ist der Auftaktband der neuen New Adult Trilogie von Nicole Böhm. Das Buch hat mich insgesamt wirklich gut unterhalten, aber ich liebe ja generell die Thematik 'Musik' in Büchern sehr! Die Perspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel von zu Riley und Julian, sodass durchgängig eine gute Abwechselung bestand. Riley ist eine sehr kämpferische Protagonistin, die mich mit ihrer Energie ansteckte und als Leserin gleichzeitig motivierte, an meinen Träumen festzuhalten. Bei Julian merkt man, dass er einfach ein Vollblutmusiker ist, aber auch einfach ein absoluter Herzensmensch, den man einfach nur gern haben kann. Also ein riesiges Lob für die beiden Protagonisten! Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir ein wenig die Individualität der Storyline fehlte. Stellenweise war diese nämlich doch relativ vorhersehbar... Alles in allem ist "One Last Song" meiner Meinung nach jedoch ein sehr gelungener New Adult Roman, mit dem man sich einige gemütliche und entspannte Lesestunden machen kann.

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Veröffentlicht am 15.10.2020

Stellenweise fast zu gewaltig

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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Als ich das Cover von "Infinitum - Die Ewigkeit der Sterne" zum ersten Mal gesehen habe, stand für mich sofort fest, dass ich diesen Sciencefiction-Roman lesen muss. Hinzu kam der für mich unglaublich ...

Als ich das Cover von "Infinitum - Die Ewigkeit der Sterne" zum ersten Mal gesehen habe, stand für mich sofort fest, dass ich diesen Sciencefiction-Roman lesen muss. Hinzu kam der für mich unglaublich prägnante Klappentext sowie die Tatsache, dass ich die Eragon-Reihe nicht gelesen, aber stets nur Gutes über den Schreibstil von Christopher Paolini gehört habe.

Und so tauchte ich voller Vorfreude in den über 900 Seiten starken Weltraum-Epos ein.

Leider wurde mir mehr als schnell bewusst, dass ich viele technische und wissenschaftliche Begriffe nicht kenne. Und da Science Fiction ein mir eher unbekanntes Genre ist, konnte ich mir diese auch leider kaum aus dem Zusammenhang erschließen. Positiv ist zu nennen, dass für diesen Kritikpunkt mitgedacht wurde und dem Buch ein über 30 Seiten starkes Glossar angefügt wurde. Einige Begriffe schlug ich zu Anfang tatsächlich auch nach, doch schnell fühlte ich mich dadurch so in meinem Lesefluss gestört, dass ich lieber die Unklarheiten in Kauf nahm.

Die Protagonistin Kira wurde mir trotz der vielen Seiten nie so wirklich sympathisch. Natürlich habe ich viele positive Charaktereigenschaften an ihr entdecken können, insbesondere die Fürsorge für ihre Mitmenschen, aber trotzdem bestand zwischen ihr und mir stets eine gewisse Distanz.

Ein weiterer Kritikpunkt sind für mich die vielen, kaum aussprechbaren Namen der Crew-Mitglieder der Raumschiffe. Natürlich passen Namen, die heute modern sind, nicht in ein weit in der Zukunft liegendes Setting, aber wenn schon das Glossar so umfangreich gehalten wird, hätte es auch nicht geschadet, noch eine Seite mit Hilfe zur Aussprache zu gestalten.

Ehrlicherweise habe ich oft überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll. Irgendetwas hat mich jedoch davon abgehalten, wahrscheinlich war es mein Ehrgeiz, einem Buch eines für mich eher untypischen Genres doch eine Chance zu geben. Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass es Sciencefiction Fans gut gefallen könnte, denn Paolini hat mit "Infinitum" wirklich eine sehr gewaltige, für mich persönlich leider schon erschlagende, Welt erschaffen.

Trotz aller Kritikpunkte bin ich froh, den Roman gelesen zu haben. Da ja schon viel gemunkelt wird, ob er vielleicht bald verfilmt werden könnte, bin ich darauf sehr gespannt. Denn als Film kann ich mir diesen Epos deutlich besser vorstellen, als ein 900 Seiten langes Buch.

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