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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2020

All jene die Lust auf Gänsehautfeeling haben: aufgepasst!

Ada (Band 1): Die vergessenen Kreaturen
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Meinung:

Von Anfang bis zum Ende ist „Ada: Die vergessenen Kreaturen“ von Miriam Rademacher aufregend und spannungsgeladen. Genau eben das was man sich anhand des Klappentextes erhofft. Ein Kindermädchen ...

Meinung:

Von Anfang bis zum Ende ist „Ada: Die vergessenen Kreaturen“ von Miriam Rademacher aufregend und spannungsgeladen. Genau eben das was man sich anhand des Klappentextes erhofft. Ein Kindermädchen wird hier zur Heldin dieser Geschichte. Außerdem entspricht sie so gar nicht dem Durchschnittsalter von 13-25 Jahren, und sicher auch nicht einem gewöhnlichen Kindermädchen. Es ist eine willkommene Abwechslung wie ich finde. In dieser Geschichte lernen wir Ada etwas kennen, und sie begibt sich direkt in ein Abenteuer bzw. steckt schon mitten drin! Ein Junge wurde entführt, und einige Geheimnisse stecken dahinter. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Die Geschichte führt durch mehrere Sichten wobei die von Ada und Valerie am meisten hervortritt. Durch zwei Zeitebenen bekommen wir auch kleine Einblicke in Adas und Valeries jüngeres „Ich“.

Ada ist bereits zu Beginn unserer Geschichte 62 Jahre alt und sicher kein junger Grashüpfer mehr. Ein paar Mal merkt man ihr das Alter an, und das macht sie in diesem Buch so authentisch. Ihren Biss und ihre Zielstrebigkeit hat sie dennoch nicht verloren. Herzlichkeit gehört ebenfalls zu ihren Charakterzügen sowie eiserne Entschlossenheit.

Valerie hat in diesem Band ebenfalls eine tragende Rolle inne. Die Ereignisse scheinen sie wachzurütteln, und sie entwickelt sich innerhalb der Geschichte wohl im Vergleich zu den anderen Charakteren am meisten. Detailliert möchte ich nicht darauf eingehen, schließlich möchte ich nicht spoilen.

Von Miriam Rademacher habe ich bereits „Banshee Livie 1“ und „Harrowmore Souls“ gelesen, aber ich muss sagen, mit „Ada“ übertrifft sie diese Bücher noch einmal. In diesem Buch gab es keinen Moment in dem die Spannung und das Gänsehautfeeling abflaute, im Gegenteil! Ihre Geschichten sind für ihren schrägen und durchschlagenden Humor bekannt, und auch in dieser Geschichte ist er stetig präsent. Der Schreibstil war wie gehabt flüssig und fesselnd.

Fazit:

Hier hält der Klappentext zu 100% was er verspricht!
All jene die Lust auf Gänsehautfeeling haben: aufgepasst! „Ada: Die vergessenen Kreaturen“ wird euch sicher fesseln können. Während des Lesens fühlte ich die Angst im Nacken und habe die Geschichte förmlich in mich aufgesogen. Nicht zuletzt lag das auch an dem schrägen und einnehmenden Humor welchem sich Miriam Rademacher in so manchem Dialog bediente. Miriam Rademacher weiß gekonnt mit den Lesern zu spielen und sie in ihre erschaffene Welt, in welcher Magie wie die Luft zum Atmen existiert, zu ziehen rund um ein in die Jahre gekommenes außergewöhnliches Kindermädchen mit ganz eigenem Charme. Auf die kommenden Bücher freue ich mich hier besonders. Ich bin sicher, dass es noch einiges aus Adas Leben zu erfahren gibt. Mir stellt sich die Frage, wird die Autorin in der jetzigen Zeit fortfahren, wird die Geschichte mit dem jüngeren Ich weitergehen, oder wird es wieder Parallelen geben? Egal für welche Version die Autorin sich entscheiden wird; Ich kann es kaum erwarten mehr von Ada zu lesen! Fantastisch!

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Veröffentlicht am 09.04.2020

In meinen Augen hat diese Geschichte große Stärken wie auch kleine Schwächen.

Venturia (Band 1): Juwelen und Verfall
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Meinung:

„Venturia (Band 1) : Juwelen und Verfall“ von Regina Meißner erzählt die Geschichte von Prinzessin Tiana. Sie ist aufgewachsen im Schloss von Bel Aniz und umgeben von Lügen, die ihr Weltbild ...

Meinung:

„Venturia (Band 1) : Juwelen und Verfall“ von Regina Meißner erzählt die Geschichte von Prinzessin Tiana. Sie ist aufgewachsen im Schloss von Bel Aniz und umgeben von Lügen, die ihr Weltbild zu erschüttern drohen. Es gilt somit einige Herausforderungen zu meistern.

Prinzessin Tianas Charakter umfasst das typische Klischee einer Märchenprinzessin. Sie hat noch nicht viel außerhalb ihres Schlosses gesehen und ist daher recht naiv. Ihr Weltbild ist rosarot, und das Erwachen hält so einiges bereit. In ihrem Inneren brennt eine undefinierbare Sehnsucht, und sie ist bereit herauszufinden, woher diese rührt. Ich denke, entweder man mag sie oder eben nicht. Eine Entwicklung ihres Charakters war sichtbar und gefiel mir zusehends. Sie sieht alles noch unvoreingenommen und ist wie ein Mensch der erst noch seinen Weg finden muss. Allerdings hat sie ihr Herz am rechten Fleck.

Es gab einige Nebencharaktere, leider aber keinen, der mir besonders das Herz erweichen konnte was bei mir eher eine Seltenheit ist. Ich habe einen Sidekick vermisst, der mich, zusammen mit der Hauptprotagonistin, verzaubern kann.

Der Schreibstil war leicht gehalten. Die Geschichte selbst um „Venturia“ war toll. Die Umsetzung ist allerdings Geschmackssache. Leider, brauchte ich persönlich am Anfang meine Zeit um hineinzufinden. Gerade die ersten Seiten müssen mich eben gleich ans Buch fesseln. Hier hatte ich Schwierigkeiten am „Ball“ zu bleiben. Es dauerte also etwas bis die Geschichte ihren Lauf genommen und meine volle Aufmerksamkeit gefordert hatte. Die Hierarchie hätte für meinen persönlichen Geschmack gerne schon etwas weiter vorne Bedeutung finden können. Gerade weil es keine gewohnten Bezeichnungen waren, kam mir dies etwas zu spät. Zwei Handlungen empfand ich außerdem als nicht ganz so stimmig. Ansonsten kam die einnehmende Phase im hinteren Teil des Buches.

Fazit:

Die Idee der Geschichte rund um „Venturia“ gefiel mir gut. Zum Beginn hätte ich mir allerdings mehr Fahrtwind gewünscht, so dauert es etwas bis man sich vollständig in der Geschichte wiederfindet. Tiana ist eine „typische“ Prinzessin, die langsam an Stärke gewinnt. Einige Emotionen konnten mich sehr einnehmen. Spannende Szenen durften natürlich auch nicht fehlen. In meinen Augen hat diese Geschichte große Stärken wie auch kleine Schwächen. Wer Märchen mit kleinen Überraschungen mit Blick auf eine großflächige Hintergrund-Geschichte mag, dem wird die Geschichte sicher zusagen.

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Die Geschichte ist leicht, mit lustigen Begebenheiten...

Holly Himmelblau – Unmagische Freundin gesucht (Teil 1)
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Meinung:


Das Hörbuch „Holly Himmelblau:Unmagische Freundin gesucht“ von Antje Szillat, gelesen von Annette Frier, erzählt die Geschichte der jungen Hexe Holly Himmelblau. Holly ist auf der Suche nach ...

Meinung:


Das Hörbuch „Holly Himmelblau:Unmagische Freundin gesucht“ von Antje Szillat, gelesen von Annette Frier, erzählt die Geschichte der jungen Hexe Holly Himmelblau. Holly ist auf der Suche nach einer unmagischen Freundin, denn jenseits von Magie ist es sicher auch unglaublich spannend, oder etwa nicht? Ihr kennt das sicher, wenn man aus seinem Alltag ausbrechen möchte. So geht es wohl Holly.

Holly Himmelblau besitzt magische Fähigkeiten, die sie mal mehr und mal weniger gekonnt einsetzt. Hollys Emotionen sind sehr offen und kommen nahe an die kleinen Hörer heran.

Isa ist ein Mensch und begeistert von Magie. Im Gegenzug zu Holly zieht sie alles was sie Magisches erspähen kann auf wie ein Schwamm. Ob Zweihörner oder magische Zauber. Magie weiß sie zu begeistern.

Ob diese aufkeimende Freundschaft trotz der deutlichen Unterschiede gut gehen kann? Sicher nicht ohne Herausforderungen. Findet es selbst heraus!

Annette Frier kannte ich bereits durch ein paar Fernsehserien. Ich war regelrecht überrascht wie passend und humorvoll sie die Szenen rund um Holly als Hörbuchsprecherin mit ihrer Stimme zum Besten gab.

Die Geschichte ist leicht, mit lustigen Begebenheiten und doch magischen Momenten versehen. Perfekt für Kinder, und diese werden sicher nicht genug von Holly Himmelblau bekommen.

Fazit:

Keine Minute und die Kinder lauschten gebannt auf die Stimme von Annette Frier. Sie entführte gekonnt in die Gefilde des Nachtschatten-Waldes. So unmagisch wurde es dann am Ende doch nicht, und ein sehr magisches Abenteuer ließ die Kinderaugen strahlen. Magische Tiere und Hollys Umgebung wurden entdeckt. Lustige Szenen bekamen durch die Stimme von Annette Leben eingehaucht und ließen die Kinder auflachen. Eine Geschichte die es weiß Kinder zu begeistern!

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Dieses Buch konnte mich positiv überraschen!

Game of Gold
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Meinung:

Bei „Gold of Games“ von Shelby Mahurin machte mich der Klappentext zunächst unsicher. Würde das Buch mich vereinnahmen können? Was soll ich sagen? Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen, ...

Meinung:

Bei „Gold of Games“ von Shelby Mahurin machte mich der Klappentext zunächst unsicher. Würde das Buch mich vereinnahmen können? Was soll ich sagen? Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen, und der Klappentext stellt nur einen Bruchteil davon dar, was den Leser tatsächlich erwartet.

Lou ist eine Hexe und muss daher um ihr Leben fürchten, denn Chasseure lassen solche Frauen nur zu gerne auf dem Scheiterhaufen brennen. Doch das allein ist nicht nur Lous Problem. Sie hat noch viele weitere.

Lou hat wunderbare Eigenschaften, die innerhalb der Geschichte immer wieder zutage kommen. Sie ist mitfühlend, temperamentvoll, mutig, und stark. Sie kann aber auch sehr vulgär für ihre Zeit sein und ist eine Künstlerin im Manipulieren. Selbst in Momenten der Angst kann man einige dieser Eigenschaften oft bei ihr wahrnehmen. Lous Gefühle wirbelten manchmal nur so vor sich hin.

Reid ist die Hand des Gesetzes und eine Marionette des Erzbischofs. Man lernt ihn fürchten aber auch innerhalb der Geschichte so ganz langsam lieben. Aber ob man das am Ende nicht mit seinem eigenen Leben bezahlt?

Der Schreibstil war atmosphärisch, fesselnd gehalten. Dazu trugen auch unvorhersehbare Handlungen und Geheimnisse bei. Die Story wirkte düster, von Blut durchtränkt und lässt eine erwartungsvolle Stimmung aufkommen die sich stetig höher schaukelt. Die Gesellschaft in der Lou lebt ist düster, angeführt vom Erzbischof. Sie gibt uns das Gefühl jeder Tag könnte Lous letzter sein.

Fazit:

Die Geschichte rund um Lou und Reid packte mich mit allerlei Emotionen. Ich war hin und hergerissen zwischen den Ereignissen und den Gefühlen von Lou. Auch die vielen überraschenden sowie schockierenden Handlungen und Geheimnisse zogen mich in ihren Bann. Ich mochte auch auf welche Art und Weise Lou ihre Magie anwenden konnte. Es war nicht so schlicht wie man es aus so manchen Geschichten kennt. „Game of Gold“ ist definitiv komplexer als es der Klappentext so schlicht zusammenfasst. Daher war ich von diesem Buch mehr als positiv überrascht und kann es euch nur ans Herz legen. Ich bin so gespannt auf den nächsten Band und werde auch dieses sicher Lesen!

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Veröffentlicht am 01.04.2020

Snowdrop Manor umgibt eine tragische und dunkle Aura...

Snowdrop Manor: Tage unter Krähen
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Meinung:

In „Snowdrop Manor“ von Regina Meißner begeben wir uns auf ein düsteres Anwesen in England. Ich mag ja Herrenhäuser mit einer tragenden Geschichte und diese bietet uns das Setting von Snowdrop ...

Meinung:

In „Snowdrop Manor“ von Regina Meißner begeben wir uns auf ein düsteres Anwesen in England. Ich mag ja Herrenhäuser mit einer tragenden Geschichte und diese bietet uns das Setting von Snowdrop Manor allemal. Lauren muss einige Schicksalsschläge hinnehmen und steht am Wendepunkt ihres Lebens. In einem Zeitalter in dem es Frauen selten gelang, gut bezahlte Arbeit zu finden, weil es nicht dem Weltbild der Frau in der viktorianischen Zeit entsprach, hat sie es schwer. Von ´Heiraten und Kinder bekommen´ hält sie nicht viel. Sie möchte unabhängig sein und auf eigenen Beinen stehen. Als Lauren eine Einstellung auf Snowdrop Manor erhält, ist sie daher überglücklich, nichtsahnend, dass dort das Böse lauert und sich Geheimnisse tummeln, die sich nicht mehr verdrängen lassen.

Lauren wirkt geradlinig. Optisch ist sie nicht unbedingt die perfekte Schönheit, sondern eher eine natürliche Frau mit Ecken und Kanten. Sie möchte unabhängig sein und nicht nach der Etikette ihrer Zeit leben. Ihr Ziel ist es für sich selbst zu sorgen, und sich nicht von einem Mann oder einer Heirat abhängig machen zu lassen. Heute würden wir sagen, sie hat überfortschrittlich gelebt und ein Leben führen wollen, welches für viele Frauen dieser Zeit tabu war. Sie musste viele Schicksalsschläge wegstecken, ist aber bereit dadurch zu wachsen und Opfer zu bringen, egal wie schwer es ihr fallen könnte. Am Anfang verstand ich ihre Wehleidigkeit. Sie hat ihre komplette Familie verloren. Das war für mich nachvollziehbar. Ihre Trauer am Ende der Geschichte jedoch kam bei mir nicht so ganz an, da mir die emotionale Bindung gefehlt hatte, um mit ihr zu leiden.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm und tragend.
Was die Handlungen bzw. die Intrigen angeht, hätte ich mir persönlich auch etwas mehr erwartet, allein durch das Thema im ersten Kapitel, anstatt nur solche die sich auf Snowdrop Manor abspielten. Kurz, es hätte gerne noch etwas verworrener sein können als das was sich letzten Endes dem Leser offenbart. Am Ende der Geschichte hatte ich noch jede Menge offene Fragen, die leider nicht beantwortet wurden. Klar, manches bleibt für immer im Verborgenen aber 2 bis 3 Fragen hätte man durchaus beantworten können ohne die Mystik aus der Geschichte zu nehmen. Ich bin überzeugt, dass die Geschichte noch etwas besser hätte sein können, da das Potenzial und die Grundsteine gesetzt waren nur eben nicht voll ausgeschöpft wurden.

Fazit:

Ich bin ja von Natur aus ein Drama und Gefühlsmensch, aber wenn dazu noch mit größeren actionreichen Handlungsbögen aufgewartet wird, bin ich restlos glücklich. Diese Geschichte lässt mein Herz ein bisschen trauernd zurück, und konnte mich leider nicht vollkommen von sich überzeugen. Auch sind noch ein oder zwei Fragen für mich nach der Geschichte offen. Dennoch könnte euch Snowdrop Manor sicher mit seiner tragischen und dunklen Aura faszinieren. Seite für Seite, Stück für Stück zieht dieses Anwesen die Leser mit sich abwärts ins Verderben.

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