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Veröffentlicht am 20.06.2023

unterhaltsamer Krimi aus dem Münsterland

Falkenmord
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Dieser Regionalkrimi spielt in Warendorf in NRW, es handelt sich um den vierten Teil einer Reihe, der Quereinstieg ist mir ohne Vorkenntnisse problemlos geglückt.

Arbeitstechnisch herrscht gerade Flaute ...

Dieser Regionalkrimi spielt in Warendorf in NRW, es handelt sich um den vierten Teil einer Reihe, der Quereinstieg ist mir ohne Vorkenntnisse problemlos geglückt.

Arbeitstechnisch herrscht gerade Flaute an interessanten Fällen, die Kollegen ermitteln in einem Fall von Zechprellerei, als ein Mord gemeldet wird. Die Tatausführung ist sehr speziell und weist auf ein persönliches Motiv hin, oder soll dies in die Irre führen? Ein toter Falkner wird bei seinen Volieren aufgefunden. Die Exfrauen, die derzeitige Freundin und der Sohn des Verstorbenen stehen untereinander in Kontakt und erscheinen alle tatverdächtig. Als sich Hinweise ergeben, dass die Zechprellerei und der Mord zusammengehören, steigt die Verwirrung. Es werden viele Spuren verfolgt, die jedoch im Sande verlaufen. Als eine übereifrige Praktikantin sich dann in dem Fall profilieren möchte, geht es drunter und drüber. Dann gibt es eine weitere Leiche ...

Die Geschichte ist wird immer verwirrender bis sie sich schließlich auflöst. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man unterschiedliche Figuren sehr gut kennenlernt. Durch diese Wechsel, die kurzen Kapitel und kleine Cliffhanger ab und an, ist das Buch kurzweilig zu lesen. Der Spannungsbogen bricht in der Mitte etwas ein, aber ich habe dennoch neugierig weitergelesen. Durch die kurzen Kapitel kann man die Lektüre immer gut unterbrechen und wieder hineinfinden oder auch das Buch in einem Stück lesen (ein Kapitel geht noch oder?), je nachdem wieviel Zeit man hat.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt konnte ich die richtige Lösung des Falls vermuten.

Mir hat sehr gut gefallen, dass alle Figuren so detailliert ausgearbeitet waren, so konnte man sich alles gut vorstellen. Das Privatleben der Ermittler bleibt im Hintergrund und verläuft relativ normal. Die Gefahr der Selbstüberschätzung wird hier gut aufgegriffen und letztlich ist die Frage "Und wer hat nun Schuld?" gar nicht so leicht zu beantworten, wenn man alle Hintergründe kennt. Das Leben ist nun mal nicht nur schwarz weiß.

Ein gelungener Regionalkrimi, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 20.06.2023

Balkongärtnern für Einsteiger

Mein genialer Bio-Balkon
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Birgit Schattling ist für viele Gärtner ein Begriff. Nun hat sie für die Reihe machsnachhaltig einen Ratgeber zum Gärtnern auf dem Balkon geschrieben. Das Softcover Buch mit aufklappbarem Einband und schönen ...

Birgit Schattling ist für viele Gärtner ein Begriff. Nun hat sie für die Reihe

machsnachhaltig einen Ratgeber zum Gärtnern auf dem Balkon geschrieben. Das Softcover Buch mit aufklappbarem Einband und schönen Fotos macht Lust gleich loszulegen. Es werden alle relevanten Themen angesprochen: Effektive Gefäße, Gut versorgt und gepflegt, Schlau bewässern, Meine besten Pflanzen und Kombis, Tierparadiese im 6. Stock,

machsnachhaltig Infos sind die Überschriften, der Kapitel, die sich in viele weitere Unterkategorien aufteilen. So kann man immer kleine Einheiten lesen, aber auch gezielt etwas finden oder nachlesen. Das Buch bietet Einsteigern und Anfängern mit etwas Vorkenntnissen einen guten Überblick. Ich kannte bereits Vieles, habe aber auch noch neue Tipps gefunden. Bei der Vorstellung der Pflanzen hätte ich gerne noch ein paar mehr Informationen bekommen, aber das hätte dann vermutlich den Rahmen gesprengt. Einige Themen hätten besser geordnet sein können, so kam es hinsichtlich der Infos ab und an zu Wiederholungen.

Der Text liest sich gut und ist sehr verständlich.

nsgesamt ein tolles Buch, das sich auch gut als Geschenk eignet.

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Veröffentlicht am 20.06.2023

wichtig, aber schwer zu verstehen

Wolf
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Der Autor hat seine Geschichte selbst eingelesen. Das ist ihm hervorragend gelungen. Ich habe ihm den unsicheren, aber rebellischen Teenager abgenommen, der für ein Mädchen schwärmt und sich nicht traut ...

Der Autor hat seine Geschichte selbst eingelesen. Das ist ihm hervorragend gelungen. Ich habe ihm den unsicheren, aber rebellischen Teenager abgenommen, der für ein Mädchen schwärmt und sich nicht traut dieses anzusprechen. Die schrägen, schlagfertigen und teils komischen Aussagen sind pointiert herausgearbeitet.

Der Junge fungiert hier als Ich-Erzähler und bleibt fast bis zum Ende namenlos. Vorrangig geht es darum, das er die Gruppe beobachtet, die ihren Spaß mit dem Mobbingopfer Jörg hat. Jörg ist vielseitig begabt, emphatisch und aufmerksam. Er muss schwierige Situationen meistern, bei denen ihm keiner beisteht, auch der Junge beobachtet nur, er traut sich nicht zu helfen. Eigentlich will er auch gar nicht in diesem Wald-Ferienlagen sein, in das ihn seine alleinerziehenden Mutter geschickt hat. Er lehnt die Natur ab, mag seine Mitschüler, sowie die Betreuer nicht und äußert dies teilweise recht deutlich. Er schließt sich von den gemeinsamen Aktivitäten selbst aus, die Betreuern wissen seinen Argumenten nichts entgegenzusetzen.
Die Betreuer kommen in diesem Buch nicht so gut weg, ihr Interesse an den Kindern ist sehr oberflächlich, sie greifen auch bei fiesen Aktionen nicht ein.

Das Verhalten der Kinder ist authentisch. Die Mitläufer und Wegseher sind gut beschrieben. Die Situation wird jedoch nicht aufgelöst, die wenigsten Figuren durchlaufen keine Entwicklung. Der Autor schildert alles so, wie es eben meistens läuft, ohne Happy End. Der Weg dahin ist teilweise unterhaltsam, manchmal traurig. Diese Gefühle werden gut eingefangen.
Ich bezweifle jedoch, das Kinder diesen Stil verstehen bzw. mögen. Das ein Hinterfragen des Geschehens stattfindet, wage ich zu bezweifeln, damit verpufft der Lernwert, den das Buch sicher haben soll. Mein Lesekind (12J) hatte kein Spaß an dem Hörbuch und hat es abgebrochen. Die Witze waren zu erwachsen, sie konnte sich nicht mit den Kindern identifizieren. Bis zu den Erklärungen des Autors am Ende der Geschichte ist sie nicht angelangt. Sie wollte diese auch nicht mehr hören, denn "wenn man sowas erklären muss, ist das schon schlecht gelaufen".
So schade, aber dieses Buch kann ich nur eingeschränkt weiterempfehlen: für Kinder, die gut interpretieren können oder für Erwachsene, die sich mit dem Thema Mobbing befassen wollen, geeignet

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Veröffentlicht am 08.06.2023

Gedankenwelt

Mrs. Dalloway
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Mrs. Dalloway bereitet in London 1923 eine Abendgesellschaft vor. Der Besuch ihrer Jugendliebe löst viele Fragen in ihr aus, sie lässt ihr Leben Revue passieren und hinterfragt Entscheidungen, Sehnsüchten ...

Mrs. Dalloway bereitet in London 1923 eine Abendgesellschaft vor. Der Besuch ihrer Jugendliebe löst viele Fragen in ihr aus, sie lässt ihr Leben Revue passieren und hinterfragt Entscheidungen, Sehnsüchten treten zu Tage. Ebenso werden die Gedanken von einer Reihe von Menschen vorgestellt, die mit ihr an diesem Tag in Verbindung stehen. Die Autorin stellt den Lesern nur diesen einen Tag vor und zeichnet darüber ein Bild der kleinen Gesellschaft rund um die Gastgeberin.

Die Autorin zieht den Leser weit in die Gedankenwelt der Protagonisten hinein. Leider schreibt sie ohne Absätze und klare Unterteilungen, so hatte ich manchesmal Mühe rechtzeitig zu erkennen, um welchem Charakter es gerade geht. Alles fließt unvermittelt ineinander, erschweren kommt hinzu, dass häufig nur Pronomen benutzt werden, Namen wären hilfreich gewesen. Sicher ist dies von der Autorin so gewollt, aber es erschwert den Lesefluss. Der Erzählstil ist durchaus anspruchsvoll und erfordert Zeit.
Eine richtige Handlung gibt es nicht, es geht durchweg um die Gefühle der verschiedenen Personen bzw was sie leider nicht fühlen können.
Die einzelnen Personen sind durchaus interessant, die verschiedenen Charaktere lernt man recht gut kennen. U.a. geht es auch um die Psyche von Soldaten, die aus dem Krieg zurückgekehrt sind. Diese Probleme wurden damals ja ganz anders betrachtet.
Richtig begeistern konnte mich das Buch leider nicht.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Hilfe bei der Identitätsfindung

Way to Go!
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Dieses Buch richtet sich an junge Erwachsene, die noch in der Identitätsfindung sind. Die Autorin hat hier eine Art Wegweiser geschrieben, der dabei unterstützen und anregen kann, seinen Weg zu finden ...

Dieses Buch richtet sich an junge Erwachsene, die noch in der Identitätsfindung sind. Die Autorin hat hier eine Art Wegweiser geschrieben, der dabei unterstützen und anregen kann, seinen Weg zu finden und sich zu festigen.

Vorab: ich bin altersmäßig weit von der Zielgruppe entfernt, so kam mir einiges etwas zu abstrakt vor. Das Buch ist für junge Menschen aber sicher eine gute Hilfe um zu reflektieren.

Das Buch ist sehr schön gestaltet. Der Titel und das Cover lassen einen eher an eine Wanderung denken. Als solche versteht die Autorin auch den Weg, den die jungen Menschen zurücklegen, daher hat sie das Buch gedanklich wie eine Wanderung gestaltet. Innen ist das Buch sehr gradlinig und klar gestaltet. Die Farben sind zurückhaltend und die Fotos in schwarz weiß gehalten. Das Alles wirkt sehr ansprechend, modern und hochwertig.

Nach der Einleitung folgen drei Teile, die in Unterkapitel eingeteilt sind. So kann man immer eine Einheit durcharbeiten und bleibt nicht irgendwo mitten drin hängen.

Es geht um die Standortbestimmung, um Orientierung und Ausrichtung. Der Bezug zu Gott wird immer angeboten, was mir gut gefällt. Erfahrungsberichte, Aufgaben und Fragen lockern die Texte auf. Die Psalmen sind in englischer Sprache, andere Bibelstellen auf Deutsch. Einige Texte haben starken psychologischen Bezug und sind nicht ganz einfach. Es wird vermittelt, dass es mitunter anstrengend sein kann, auf einen Berg zu kommen. Auch Stolpern und Infrage stellen gehört dazu, ebenso wie das Aufraffen und Weitergehen.

Für junge christliche Menschen ein schönes Buch/ Geschenk.

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