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Veröffentlicht am 13.11.2020

magisches Abenteuer

Millenia Magika – Der Schleier von Arken
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Manchmal kommt es anders als man denkt und zwar knüppeldicke. So ergeht es dem 13-jährigen Adrian, der sich zu seiner Tante ins völlig langweilige veraltete Arken flüchtet. Schon bei seiner Ankunft ist ...

Manchmal kommt es anders als man denkt und zwar knüppeldicke. So ergeht es dem 13-jährigen Adrian, der sich zu seiner Tante ins völlig langweilige veraltete Arken flüchtet. Schon bei seiner Ankunft ist es anders als gedacht. Die Tante hat Besuch, der Adrian merkwürdig vorkommt und plötzlich laufen die Dinge ganz anders als erwartet. Adrian erlebt mit dem Mädchen Jazz und dem Troll Juri eine spannende Zeit. Die Tante wurde entführt und Adrian muss plötzlich Verantwortung übernehmen. Viele neue Erfahrungen prasseln auf den Jugendlichen ein, unter anderem gibt es viele fantastische Wesen, von denen er nicht gedacht hätte, dass es sie tatsächlich gibt. Nach und nach erkennt er, worum es geht. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Reihe, ich freue mich schon mehr davon zu lesen, denn die fantasievolle Geschichte mit den tollen Bildern macht einfach nur Spaß. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, die Fantasyelemente gefallen bestimmt nicht nur Freunden des Genres.

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Veröffentlicht am 01.11.2020

packende Familiengeschichte

Die Schweigende
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Ellen Sandberg hat hier wieder einen tollen Spannungsroman geschaffen, der ein dunkles Thema aus der Nachkriegsgeschichte aufgreift.
Auf den ersten Blick sieht ein Außenstehender eine Bilderbuchfamilie, ...

Ellen Sandberg hat hier wieder einen tollen Spannungsroman geschaffen, der ein dunkles Thema aus der Nachkriegsgeschichte aufgreift.
Auf den ersten Blick sieht ein Außenstehender eine Bilderbuchfamilie, Vater, Mutter, drei erwachsene Töchter. Doch wie so oft ist es hinter der schönen Fassade ganz anders. Die Mutter Karin kommt den Kindern gefühlskalt vor, für die emotionale Seite ist hier seit jeher der Vater Jens zuständig. Als dieser unerwartet verstirbt, ringt er einer seiner Töchter ein Versprechen ab, dass die familiäre Vergangenheit aufdeckt und gut versteckte Gefühle aufwirbelt. Hier kann man eigentlich nicht viel erzählen, um die Überraschung der Wendungen nicht vorwegzunehmen.
Im weitesten Sinne geht es darum, wie Opfer mit der erlebten Willkür und dem Machtmissbrauch nach Jahren umgehen, das ist bedauerlicherweise immer noch ein aktuelles Thema in unserer Gesellschaft.
Eine spannende Geschichte, die man zunächst nicht so erwartet, wird hier offenbart, leider auch eine, die sich in dem einem oder anderen Fall tatsächlich so abgespielt haben wird. Ellen Sandberg alias Inge Löhnig erzählt hier gewohnt fesselnd, mit vielen Wendungen, Perspektivwechseln und Zeitsprüngen eine packende Geschichte, die gut unterhält, aber auch zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 01.11.2020

typischer Jonasson - schön schräg

Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte
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Der Autor baut seine Geschichte auf mehreren Personen auf, die ausführlich vorgestellt werden. Ganz allmählich entstehen Verflechtungen zwischen diesen so unterschiedlichen Menschen, die an ganz verschiedenen ...

Der Autor baut seine Geschichte auf mehreren Personen auf, die ausführlich vorgestellt werden. Ganz allmählich entstehen Verflechtungen zwischen diesen so unterschiedlichen Menschen, die an ganz verschiedenen Enden der Welt leben.
Dies geschieht in gewohnter Jonasson – Manier, schön schräg und skurril, dass man sich wundern muss, wie er da wieder draufgekommen ist.

Da gibt es: Einen gewissenlosen national eingestellten Schweden, der es auf einfachen Wegen zu viel bringen möchte. Einen Medizinmann, der sehr abgeschieden in der afrikanischen Savanne lebt. Einen erfolgreichen Galeristen, der seine Tochter verschachert, um sein Lebenswerk zu bewahren.
Die Tochter, die das zunächst mit sich machen lässt und einen jungen Mann, den der Eine als Sohn verleugnet, ein Anderer aber gerne als Sohn hätte. Einen findigen Unternehmer, der sich aus der Werbe Branche zurückzieht und im Rache-Geschäft sein Glück zu suchen. Und dann gibt es noch die moderne Kunst, hier insbesondere vertreten durch die Expressionistin Irma Stern.
Nach ein paar Kapiteln, in denen der Plot allmählich aufgebaut wird, nimmt die Geschichte Fahrt auf und ist eine typische Jonasson – Geschichte, die einfach Laune macht.
Manches wirkt weit hergeholt, aber das macht nichts, lustig liest es sich allemal. Hinter dem spaßigen Geplänkel steckt aber auch eine Botschaft nicht mit erhobenen Zeigefinder, aber doch deutlich vorhanden: über das Miteinander, die Einstellung und Mitmenschlichkeit.
Tolle Unterhaltung mit Humor und Tiefe.

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Veröffentlicht am 28.10.2020

ein Rätsel pro Tag

Escape Room Adventskalender. Die drei unheimlichen Geschenke
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Ein sehr schöner Adventskalender von Escape Room für Kinder ab 9 Jahren, der jeden Tag ein neues Rätsel bereithält und über die jeweiligen Lösungen durchs Buch führt und eine spannende Geschichte entstehen ...

Ein sehr schöner Adventskalender von Escape Room für Kinder ab 9 Jahren, der jeden Tag ein neues Rätsel bereithält und über die jeweiligen Lösungen durchs Buch führt und eine spannende Geschichte entstehen lässt. Die Rätsel geben den Hinweis auf das nächste Seitenpaar, das aufzutrennen ist, dort geht die Geschichte weiter und es gibt wieder ein neues Rätsel. Sollte man sich irren, gibt es noch Lösungshinweise und man kann es erneut versuchen. Das Buch ist altersgerecht illustriert und in schönen klaren Farben gehalten. Die Motive und die Geschichte rund um den entführten Weihnachtsmann sind für die Altersklasse gut gewählt, da kann man jeden Tag ein wenig Zeit mit verbringen und Spaß haben. Eine sehr schöne Alternative zu den einfachen Schokoladenadventskalendern, die im Nu aufgemacht und vernascht sind und gleich darauf vergessen sind oder den überflüssigen kleinen Wegwerfprodukten, die man sonst so erhält.

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Veröffentlicht am 27.10.2020

verlorene Mädchen

Amissa. Die Verlorenen
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Frank Kodiak alias Andreas Winkelmann hat hier einen spannenden Reihenauftakt zu einer Thrillerserie um die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius geschrieben. Die Beiden haben jeweils eine bewegte Vergangenheit, ...

Frank Kodiak alias Andreas Winkelmann hat hier einen spannenden Reihenauftakt zu einer Thrillerserie um die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius geschrieben. Die Beiden haben jeweils eine bewegte Vergangenheit, die sie sehr geprägt hat und auf unterschiedlichste Weise antreibt in ihrem Tun. Diese Vergangenheit wird stückweise mit vorgestellt, so dass man gute Einblicke in das Ermittlerteam erhält.
Immer wieder verschwinden Menschen in Deutschland, deren Verschwinden nie geklärt wird. Rica arbeitet für eine Organisation, um Vermisste aufzuspüren.
Während einer Autobahnfahrt werden die Detektive Unfallzeugen. Ein junges Mädchen läuft vor ein Auto und verstirbt. Vorher kann sie Jan aber noch etwas anvertrauen. Die Beiden wollen den Fall klären, zumal sich bald Verbindungen zu anderen Fällen ergeben. Sie kommen einer besonders perfiden Masche auf die Spur. Das das WWW und die sozialen Netzwerke auch Gefahren bergen, bringt der Autor hier gekonnt mit unter.

Der Plot ist spannend geschrieben und gut entworfen. Der Erzählstil ist gewohnt packend mit hohem Spannungsniveau. Mir hat aber nicht so gut gefallen, wie weit Jan für seine Ergebnisse geht, auch wenn dies hin und wieder als grenzwertig thematisiert wurde und er sich damit auseinandersetzt. Der Zweck sollte nicht die Mittel heiligen, ebenso sollte die Polizei nicht so einfach in Schubladen gesteckt werden, hier war mir einiges zu flach gestaltet.
Trotz der Kritikpunkte: ein spannender Reihenauftakt, ich bin schon gespannt, wie es weitergehen wird.

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