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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2025

Traumhaft schön

DUMONT Bildatlas Venedig, Venetien
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Venedig Venetien ist ein Bildatlas von DUMONT vor kurzem erst erschienen. Ich liebe Venedig und reise dort immer wieder gerne hin. Mein letzter Urlaub dort ist aber bereits mehrere Jahre her und ich wollte ...

Venedig Venetien ist ein Bildatlas von DUMONT vor kurzem erst erschienen. Ich liebe Venedig und reise dort immer wieder gerne hin. Mein letzter Urlaub dort ist aber bereits mehrere Jahre her und ich wollte sehen, was sich verändert hat, was ich bereits kenne oder was ich noch nicht gesehen habe. Venedig ist definitiv einzigartig. Auf den Doppelseiten Das Beste erleben kann man sich die ersten Anregungen holen und die 12 Doppelseiten Impressionen zaubern bei mir sofort Urlaubsstimmung herbei. Der Canal Grande, der Markusplatz, der Dogenpalast, das Hügelland von Verona, sofort hätte ich Lust die Koffer zu packen. Immerhin kann ich nun literarisch schonmal loslegen. Unterwegs bin ich dieses Mal mit der Autorin Rita Henss und dem Fotograf Toni Anzenberger. Beide zeigen mir nicht nur die Touristen Viertel, nein, hier geht es auch in die abgelegeneren Bereiche, die man bei einem Tagesaufenthalt nicht zu sehen bekommt. Die zahlreichen kleinen Gassen können verwirrend sein und einem Ansichten bieten, mit denen man so nicht gerechnet hat. Rita Henss teilt diese Erlebnisse mit mir, in einer interessanten, ruhigen Erzählweise. Für die zahlreichen bunten passenden Bilder im Kopf sorgt Toni Anzernberger. Überall finden sich zahlreiche Hinweise, zu Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Unternehmungen, Übernachtungen etc. Super gefallen haben mir die Berichte Zur Sache, z.B. Hochwasser und Gondelbau. Natürlich findet sich auch wieder passendes Kartenmaterial und am Ende finden sich Tipps mit Hilfreich & Nützlich sowie für Mitbringsel. Mein Wissen habe ich nun aufgefrischt und meine Neugier auf einen erneuten Besuch wurde geweckt.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Sehr unterhaltsam

Abroad in Japan
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Chris Broad schreibt in seinem Buch Abroad in Japan sehr unterhaltsam über seine Erlebnisse im Land der Kirschblüten. Chris begibt sich vor mehr als zehn Jahren als Hilfslehrer in eine nordjapanische Provinz ...

Chris Broad schreibt in seinem Buch Abroad in Japan sehr unterhaltsam über seine Erlebnisse im Land der Kirschblüten. Chris begibt sich vor mehr als zehn Jahren als Hilfslehrer in eine nordjapanische Provinz ohne ein Wort Japanisch zu können bzw. irgendwelche Erfahrungen im Unterrichten hatte. Kann sowas überhaupt funktionieren? Ich begann total gespannt zu lesen, denn in 29 interessanten Geschichten nimmt mich Chris mit auf seine Reise, die in der Abflughalle von London Heathrow beginnt und mich sofort für sich einnimmt. Ich erlebe witziges, unglaubliches, skurriles, peinliches und lerne einiges zur Kultur und den Menschen. Chris Broad hat einen einnehmenden Schreibstil, keine der einzelnen Geschichten liest sich langweilig, im Gegenteil, ich bin immer wieder gespannt was mich denn nun erwartet. Überraschender Weise gibt es sogar eine kleine Lektion zu den Schriftzeichen. Einiges ist auch in manchen Geschichten zwischendrin mit aufgeführt. Das macht alles noch authentischer, lebendiger und glaubhafter. Ausserdem wird einem klar, wie schwierig diese Schriftzeichen doch sind, weil sie sich teils sehr ähnlich sehen und sich nur durch eine winzige Veränderung unterscheiden.

Japan wird für mich auf jeden Fall immer interessanter und ich überlege es doch noch einmal zu bereisen. Chris Broad hat es lebendig beschrieben und ich konnte einiges daraus mit nehmen. Selbst wenn man es nicht bereisen möchte kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich für andere Länder und Sitten interessiert.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Sehr interessant

Hier draußen
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Stadtleben oder doch lieber Landleben. Martina Behm lässt uns in ihrem Roman Hier Draussen an dem Leben von Ingo und Lara teilnehmen. Lara wollte nachdem sie mehrere Mal auf dem Land Uralub gemacht hatten ...

Stadtleben oder doch lieber Landleben. Martina Behm lässt uns in ihrem Roman Hier Draussen an dem Leben von Ingo und Lara teilnehmen. Lara wollte nachdem sie mehrere Mal auf dem Land Uralub gemacht hatten mit ihrer Familie unbedingt von Hamburg weg und in irgendeinem Dorf leben. Ihr neues Zuhause ist nun ein renovierungsbedürftiger Resthof in einem Dorf mit ein paar hundert Einwohnern, einer kleinen Kirche in der Mitte und einem Supermarkt am Ortsrand. Ingo pendelt nun täglich mehrere Stunden mit dem Auto zur Arbeit hin und zurück. Eines Tages erwischt er kurz vor seinem Heim eine weißen Hirsch, von da an nehmen die Dinge ihren Lauf.

Der Schreibstil von Martina Behm ist einfach und sehr ruhig. Trotz allem liest es sich aber keineswegs langweilig. Das liegt auch an den verschiedenen Charakteren, die das Dorfleben durchaus lebendig erscheinen und jeden daran teilhaben lassen. Da wären noch der Hennemann Hof mit seinen Masthähnchen, der Wirtzhof, mit seiner Schweinezucht, der Lüdtke Hof, mit seinen Hochlandrindern und die alte Schmiede, in dem noch der Rest einer Kommune lebt. Zugegeben, eine Menge an Charakteren, die man hier zunächst kennen lernt. Allerdings ist das jeweils auch aus den verschiedenen Perspektiven erzählt und bleibt dadurch die ganze Zeit interessant. So nach und nach nimmt man an dem Leben ganz verschiedenener Menschen teil. Manches wirkt verstörend, verzweifelt, aber auch idyllisch. Ein Hofleben ist hart, einfach und man muss so manches entbehren. All dies kommt hier ganz natürlich rüber. Natürlich kommt der weiße Hirsch mit seinem Aberglauben immer wieder vor, zieht sich wie ein roter Faden bis zum Ende durch.

Ein leiser Roman, der sehr lesenswert ist und der mir sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Lesenswert

Flusslinien
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Mich hat das Cover sofort begeistern können, es wirkt atmosphärisch und da ist Bewegung drin. Der Klappentext hat mich ebenfalls angesprochen, denn drei Protagonisten unterschiedlichstem Alter und mit ...

Mich hat das Cover sofort begeistern können, es wirkt atmosphärisch und da ist Bewegung drin. Der Klappentext hat mich ebenfalls angesprochen, denn drei Protagonisten unterschiedlichstem Alter und mit einigen Schicksalschlägen hört sich interessant an. Margrit, Luzie und Arthur, drei total unterschiedliche Typen lernt man hier so nach und nach kennen. Margrit mit ihren bereits 102 Jahren hat da einiges aus ihrem Leben zu erzählen, aber auch Luzie und Arthur tragen schon ein Päckchen mit sich herum. Durch die Altersunterschiede gibt es natürlich noch jede Menge unterschiedliche Ansichten und Herangehensweisen, was ich hier überaus gut geschildert fand, auch wenn einiges dadurch manchmal etwas langatmig wirkte. Die Thematiken sind vielfältig, angefangen beim Altern bis hin zum Traumata und dem Tod. Naturschutz wird ebenso angesprochen, darauf deutet ja schon das Cover mit seinem Titel hin. Die Naturbeschreibungen der Elbe fand ich total atmosphärisch, vor allem haben die mich immer zum Innehalten beim Lesen angeregt. Die Charaktere sind sehr gut und lebendig gezeichnet. Ich mochte jeden einzelnen davon. Der Schreibstil ist sehr ruhig, passt aber perfekt. Besonders erwähnenswert finde ich noch die Nutzung einiger Briefe der Familie Warburg, die hier gekonnt mit eingebunden sind. Als besonders spannend kann ich den Roman jetzt nicht bezeichnen und ich konnte ihn auch nicht in einem Rutsch lesen, aber ich habe mich mit den Charakteren hier und ihren Erlebnissen ganz wohl gefühlt. Das Ende ist für mich passend, so hatte ich es mir bereits vorgestellt. Wer sowas in der Art mag und sich in andere Personen hineinversetzen kann, der sollte hier unbedingt zugreifen.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Wimmelig

Ostern Wimmelbuch
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Beim Stöbern im Buchladen wurde ein neues Wimmelbuch ergattert. Ostern steht vor der Tür und davor gibt es aber noch einiges zu erledigen. In dem Ostern Wimmelbuch von Alexandra Helm erschienen im Wimmelbuchverlag ...

Beim Stöbern im Buchladen wurde ein neues Wimmelbuch ergattert. Ostern steht vor der Tür und davor gibt es aber noch einiges zu erledigen. In dem Ostern Wimmelbuch von Alexandra Helm erschienen im Wimmelbuchverlag befinden wir uns im Osterhasendorf, wo es in Emmys Osterladen gerade richtig rund geht. Es wird gebastelt, gemalt, gewerkelt und verpackt, zuvor geht es aber erst in den Hühnerstall, denn hier sorgen die fleißigen Hühner für die ganzen Eier. Auf jeder der 14 großen Pappseiten gibt es reichlich zu sehen und entdecken. In kleinen Ostereiern auf den einzelnen Seiten werden Hinweise gegeben. Die farbigen Seiten bieten erlebnisreiche Vorfreude auf Ostern.

Wir lieben es uns mit diesen Pappbüchern zu beschäftigen. Immer wieder gibt es auf den Seiten Dinge zu entdecken, die man bis jetzt noch nicht gesehen hat. Sie sind optimal um die Kinder eine ganze Zeit zu beschäftigen und auch einmal zur Ruhe zu bringen. Nebenbei kann man dabei auch noch einiges lernen.

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