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Veröffentlicht am 04.09.2021

Hat noch Luft nach oben

Nordfriesentote
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Mir hat bereits das Cover von Nordfriesentote total gut gefallen. Als Blickpunkt der klare, bernsteinfarbene unschuldige Blick des Schäferhundes und dahinter der Leuchtturm. Man erkennt sofort, es handelt ...

Mir hat bereits das Cover von Nordfriesentote total gut gefallen. Als Blickpunkt der klare, bernsteinfarbene unschuldige Blick des Schäferhundes und dahinter der Leuchtturm. Man erkennt sofort, es handelt sich um einen Krimi. Genau meins. Es ist der Debütroman von Hannah Mauritz, eine Hommage an ihre Liebe zu Tieren und der Nordsee. Es geht auch direkt spannend los. Bennet geht mit seinem Hund Rooster am Meer spazieren, dort wird er von völlig unbekannten maskierten Gestalten überfallen und als er aufwacht stellt er entsetzt fest, dass er nun im Körper von Rooster gefangen ist. Um einen Mordfall mit seinen Polizeikollegen zu klären muss er dann auch noch mit einer Katze, einer Möwe und einem Seehund, die ebenfalls als Mensch im Körper der Tiere gefangen sind, ermitteln. Was für ein Aufwand und wie macht man sich den Menschen als Tier begreiflich?

Der Schreibstil von Hannah Mauritz gefällt mir und man kann es zügig lesen. Es ist zwar nicht immer alles so ganz schlüssig, geschweige denn als normal zu erklären, aber sie hat sich da Gedanken gemacht und einen wirklich amüsanten Tier Cosy Krimi erdacht. An manchen Stellen habe ich mir das Lachen echt nicht verkneifen können. Spannend ist es natürlich ebenfalls und so nach und nach wird einem einiges klarer.

Die Ortschaften und Charaktere sind detailhaft beschrieben und ich konnte mir alles gut vorstellen. Das Ende hat mich ziemlich überrascht, deutet jedoch auf eine Fortsezung hin. Auf die werde ich nun gespannt warten.

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Veröffentlicht am 02.09.2021

Leichter Roman

Ein Koffer voller Schönheit
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Ein Koffer voller Schönheit, ein Roman von Kristina Engel, die unter anderem als Kundenberaterin für eine große Parfümkette arbeitete, erschienen im Droemer Verlag, hat mich aufgrund seines Covers sofort ...

Ein Koffer voller Schönheit, ein Roman von Kristina Engel, die unter anderem als Kundenberaterin für eine große Parfümkette arbeitete, erschienen im Droemer Verlag, hat mich aufgrund seines Covers sofort angesprochen. Ich kann mich noch an vieles der Dinge, die hier abgebildet sind, gut erinnern. Kinder, Küche, Kochen, alles Aufgaben, die Frau zur damaligen Zeit ausschließlich zu verrichten hatte. Die Kriegs - und Nachkriegszeit hat alles nicht leichter gemacht. Kein Wunder also, dass Anne Jensen sich in ihrem Leben überhaupt nicht mehr wohlfühlt. Sie startet einen Anfang als Kundenberaterin bei der Firma Avon. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Schwiegermutter, die bereits seit langem einen eigenständigen Friseurladen führt. Doch an Annes Eigenständigkeit scheint ihre Ehe zu scheitern und sie überlegt ob es das wert ist ihre Liebe dafür aufzugeben.
Die Schönheit kommt direkt ins Haus erscheint mir hier eher nebensächlich, den Kampf um ein eigenständiges Leben spürt man dafür umso deutlicher.
Anne Jensen ist als Frau, die so nach und nach mehr an Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein entwickelt, gut, lebendig und glaubhaft dargestellt. Sie wirkt sympathisch, engagiert und ihre Gedankengänge sind nachvollziehbar. Für den passenden Glanz sorgt die etwas überkandidelte Schwiegermutter. Ihr Mann Benno mit seinem Kriegstrauma sorgt für etwas Schwermut.
Der Schreibstil ist eher einfach, es liest sich aber bis zum Ende interessant durch. Für mich ein leichter Roman, den man gut einmal zwischendurch lesen kann.

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Veröffentlicht am 01.09.2021

Wow, was für ein Thriller

Pacific Crest Trail Killer
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Wer kennt den PCT, ein 4.300 km langer Wanderweg im Westen der USA? Ich kannte ihn noch nicht und habe mir auf der Coverinnenseite erst einnmal die aufklappbare Karte dieses spektakulären Fernwanderweges ...

Wer kennt den PCT, ein 4.300 km langer Wanderweg im Westen der USA? Ich kannte ihn noch nicht und habe mir auf der Coverinnenseite erst einnmal die aufklappbare Karte dieses spektakulären Fernwanderweges angeschaut. Hier in der idyllischen Landschaft treibt plötzlich ein Killer sein Unwesen. Es misshandelt Frauen und verbrennt sie anschließend.

Auch das Cover weist bereits auf eine brisante Geschichte hin. Das brennende Zelt im Vordergrund der nächtlichen wunderschönen Landschaftskulisse. Da bekommt man vom Hinschauen bereits eine Gänsehaut.

Das Buch selbst, 644 Seiten stark, packend durch seine teils kurzen Kapitel mit ständig wechselnden Perspektiven, erotisch, da Gewalt und Sexpraktiken ebenso eine Rolle spielen, gesellschaftskritisch, da hinter die schöne Fassade Amerikas geblickt wird und spannend bis zum Ende.

Christian Piskulla hat in diesem Thriller viele aktuelle Themen zu einem packenden Thriller vereint. Dadurch lebt das Buch aber nicht alleine, denn auch die Charaktere, die hier lebhaft und glaubwürdig dargestellt werden, tragen dazu viel bei. Der Schreibstil ermöglicht es einem zusätzlich noch sich überall wie dabei zu fühlen. Piskulla weiß, wie man seine Leser*in unterhält.

Die Spannung hält sich tatsächlich bis zum allerletzten Moment, wo sich alles logisch erklärt und deren Auflösung mich doch sehr überrascht hat. Wer Thriller liebt, der sollte den Pacific Crest Trail Killer auf keinen Fall versäumen.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Tolles Waldabenteuer

Mias und Jonas' Abenteuer im Wald
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Mia und Jonas durften wir bereits auf der Reise zu ihrer Tante kennen lernen, denn hier verbringen sie ohne ihre Eltern die Sommerferien. Dieses Mal entdecken sie im Wald eine Felslandschaft, die sie gerne ...

Mia und Jonas durften wir bereits auf der Reise zu ihrer Tante kennen lernen, denn hier verbringen sie ohne ihre Eltern die Sommerferien. Dieses Mal entdecken sie im Wald eine Felslandschaft, die sie gerne als Kletterspielplatz nutzen würden. Natürlich findet Tnate Lucie das viel zu gefährlich und spricht ein klares Verbot dafür aus.

Auch dieses Mal hat sich Anika Cordshagen ein schönes abenteuerliches Erlebnis für die Zwillinge ausgedacht. Welches Kind setzt sich schon nicht gerne über Verbote hinweg? Mia und Jonas bilden da keine Ausnahme, denn sie wollen unbedingt ohne Wissen ihrer Tante in den Wald und die Felslandschaft beklettern. Im Laufe der Geschehnisse wird den kleinen Zuhörern so vermittelt, wie gefährlich es werden kann ungehorsam zu sein.

In kindgerechten Worten schildert Anika Cordshagen hier das gefährliche Abenteuer. Der Schreibstil ist lebhaft und die Szenen sind detailgetreu beschrieben. Die Umgebung hatten wir bildhaft vor Augen, ebenso die Geschehnisse.

Die Kapitel sind kurz gehalten und einige werden mit kleinen farbig gestalteten Illustrationen von Herdis Albrecht aufgelockert. Davon hätten wir gerne einige mehr gehabt, aber es passt auch so. Jetzt sind wir gespannt, was Mia und Jonas als nächstes aushecken.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Ein eher nachdenklich stimmendes Buch

Ich heiße Billy Plimpton
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Billy Plimpton stottert, er erzählt aber für sein Leben gerne Witze und dafür versucht er alles um sein Stottern ein für alle Male zu verlieren. Er kommt gerade auf eine andere Schule und weiß genau, dass ...

Billy Plimpton stottert, er erzählt aber für sein Leben gerne Witze und dafür versucht er alles um sein Stottern ein für alle Male zu verlieren. Er kommt gerade auf eine andere Schule und weiß genau, dass er auch hier wieder gehänselt werden wird. Also beschließt er dort einfach nichts zu sagen. Ob das aber auf Dauer gut geht? Und was wird aus seinem Traum, einmal als Komiker auf der Bühne zu stehen und Witze zu erzählen? Er muss dieses blöde Stottern endlich bezwingen, egal wie.

Ich heiße Billy Plimpton von Helen Rutter erschienen im Atrium Verlag ist kein Kinderbuch der herkömmlichen Art. Anfangs fanden meine Mitleser es sogar langweilig und komisch, erst als ich sie dann doch zum Weiterlesen animieren konnte und sie verstanden haben worum es hier überhaupt geht, wurde es interessanter. Die Geschehnisse in dem Buch sind teils sehr traurig, stellen aber die Realität dar. Ich für meinen Teil finde es pädagogisch sehr wertvoll, weist es doch auf viele Werte hin, in denen wir häufiger sensibilisiert werden sollten. Und da rede ich nicht nur von Kindern, nein, auch uns Erwachsenen schaden solche Hinweise nichts. Das Buch motoviert sich und seine Umwelt so zu akzeptieren wie es ist, mit allen Fehlern und Schwächen, Tücken und Rückschlägen.

Ein Buch mehr, das man gemeinsam mit seinen Kindern lesen soll, denn es bietet viel Gesprächsstoff.

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