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Sioux

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2019

Einfach perfekt

Someone New
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Schreibstil:
Laura Kneidls Schreibstil fand ich ganz wunderbar. Man spürt, wie sie die Wörter ineinander verwebt, falls man verstehen kann, was ich meine, und hat es geschafft mich vollkommen in die Geschichte ...

Schreibstil:
Laura Kneidls Schreibstil fand ich ganz wunderbar. Man spürt, wie sie die Wörter ineinander verwebt, falls man verstehen kann, was ich meine, und hat es geschafft mich vollkommen in die Geschichte hineinzuziehen. So ließ sich das Buch wunderbar lesen. Einzig gestört hat mich vielleicht, dass der Schreibstil recht erwachsen klang oder zumindest erwachsener, als ich es bei 18-Jährigen gewöhnt bin. Das hat mich zwischendurch immer wieder irritiert, weil ich so die 18-jährige Micah nicht mit der erzählenden Micah überein bringen konnte.

Cover:
Ich schreibe nicht immer eine Bewertung zum Cover. Aber bei diesem Buch kann ich es nicht lassen, denn es ist wirklich wunderschön! Jetzt schon mein Lieblingscover im Bücherregal! Ich liebe das Schlichte und finde es hier in weiß wunderbar gelöst. Sonst sind alle schlichten Bücher irgendwie immer schwarz…
Dazu die schönen zarten Farben und die besondere Positionierung des Titels. Besser hätte man es nicht machen können!

Charaktere:
Micah fand ich wunderbar angenehm. Ihre Vorliebe zu Comics, ihre „Faulheit“, ihr Mitgefühl, ihr Bedürfnis nach einer heilen Welt und ihre Fähigkeit zu sagen was sie denkt, fand ich wirklich angenehm. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Mir war sie sofort sympatisch, konnte mich nahezu mit ihr identifizieren und es blieb mir erspart genervt über sie die Augen zu verdrehen.
Auch Julian war ein echter Schatz. Er trug das geheimnisvolle zur Geschichte bei, war bedächtiger und zurückhaltender als Micah. Ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen, wollte ihn verstehen und konnte so wiederum mit Micah mitfühlen. Für mich ist er das perfekte Gegenstück zu Micah.
Auch alle anderen Charaktere konnte ich schnell ins Herz schließen. Allesamt sind sie sehr sympatisch, auf ihre eigene Art und Weise einzigartig und fügen sich wunderbar in die Welt des wundervollen Paares.

Zur Geschichte allgemein:
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefangen. Diese Geschichte fügt so viele Einzelheiten/Einzigartigkeiten zusammen. Die Nebencharaktere spielen hier nicht nur den Hauptcharakteren zu, sondern haben alle ihre eigene Geschichte, die wunderbar mit in das große Ganze eingeflochten sind.
Schön fand ich, dass Micah und Julian zwar durch ihre finanzielle Lage komplett verschieden sind, dies aber nicht so sehr zum Tragen kommt/nicht so ausgeschlachtet wird. Man merkt, dass es auf die Menschen ankommt und nicht auf das, was um sie herum sind. So konzentriert sich die Geschichte auf das Innerste der Menschen und bleibt dabei unheimlich ehrlich.
Den nächsten Punkt kann ich nicht wirklich ausführen, ansonsten würde ich wohl spoilern. Ich möchte allerdings gerne einen winzigen Kritikpunkt anmerken. So fand ich es teilweise recht unrealistisch gehäuft, wie einzelne Personen Probleme mit ihren Familien haben. Man bekommt geradezu den Eindruck alle Eltern auf Erden sind böse (übertrieben gesagt).
Die Themen, die hier behandelt werden, finde ich jedoch sehr echt und gefühlvoll ausgeführt. Das, worauf es wirklich ankommt, schafft die Geschichte zu vermitteln. Der Leser wird einfach mitgenommen und hat keine andere Wahl mehr, als sie zu lieben. Die Charaktere zu lieben. Besser hätte es meiner Meinung nach einfach nicht machen können. Der Leser bekommt die guten und auch die schlechten Seiten gezeigt. Er entscheidet. Ich liebe es.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch. Die Geschichte hat mich völlig in ihren Bann gezogen, die Themen waren richtig angesprochen, es war interessant, spannend, gefühlvoll. Kurzum: Eine klare Leseempfehlung von mir!

5 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 28.02.2019

Eine einzigartige Geschichte über ein einzigartiges Mädchen

Das Mädchen mit dem Schmetterling
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Vor einem halben Jahr war ich richtig begeistert von dem ersten Buch, das ich damals von Kristin Hannah gelesen habe „Liebe&Verderben“. Nicht nur der Schreibstil, auch die Charaktere und die tiefgehende ...

Vor einem halben Jahr war ich richtig begeistert von dem ersten Buch, das ich damals von Kristin Hannah gelesen habe „Liebe&Verderben“. Nicht nur der Schreibstil, auch die Charaktere und die tiefgehende Story haben mich mitgerissen und ganz begierig darauf gemacht, ein weiteres Buch von ihr zu lesen:)

Klappentext:
Die Kinderpsychologin Julia Cates steht vor den Trümmern ihrer Karriere. Von Schuldgefühlen gepeinigt, kehrt sie zu ihrer Schwester in ihren Heimatort am Mystic Lake zurück, wo ein schwer traumatisiertes Kind auftaucht. Gemeinsam mit dem Arzt Max versucht sie herauszufinden, was dem Kind angetan wurde. Bis sich ein Mann meldet, der behauptet, der Vater zu sein. Julia muss alles riskieren, um zu verstehen, wer das Mädchen tatsächlich ist – und zu wem es gehört.

Schreibstil:
Von Kristin Hannahs Schreibstil war ich wieder mal begeistert. Unheimlich toll beschreibt sie immer wieder die Umgebung, das beschauliche Dorf Rain Valley, das kleine Mädchen, das den Vögeln zuhört. Dazu schafft sie es jede Menge enorm gefühlvolle Situationen zu erschaffen. Während des Lesens konnte ich sowohl Lachen, als auch Weinen und ich werde dieses kleine Mädchen wohl nicht so schnell vergessen.
Besonders an diesem Buch waren die Passagen, die aus der Sicht des kleinen Mädchens erzählt sind. Ich habe immer wieder darüber gestaunt wie echt und hilflos diese diese Abschnitte geschrieben waren.

Charaktere:
Kristin Hannah zeichnet keine einfachen Charaktere, sondern welche mit Vergangenheit und einer Gegenwart, in der es viel zu verarbeiten gilt. So hat jeder der Charaktere in der Geschichte sein ganz eigenes Päckchen zu tragen.
Teilweise wirken die Charaktere, vor allem die Nebenfiguren, über die man nicht so viel erfährt, etwas überzeichnet. Wenn jemand neues auftaucht, dann ist das nicht einfach ein Zugezogener, sondern gleich etwas ganz Großes. (Ich möchte es hier nur so vage beschreiben, um Spoiler zu vermeiden.)
Das bringt einen natürlich teilweise beim Lesen zum Rollen mit den Augen, aber mich persönlich hat es nicht gestört. Die Charaktere geben der Geschichte das, was sie neben aller Realität etwas unrealer werden lässt und gleichzeitig die Fantasie anregt. So konnte ich alles viel besser aufnehmen und aufsaugen. Und das habe ich.
Julia kämpft um so vieles und kümmert sich dennoch mit aller Liebe um das kleine Mädchen. Ellie braucht lange, um zu verstehen, was im Leben wirklich wichtig ist, aber schließlich führt das kleine Mädchen alles zusammen.
Beide Frauen waren mir sofort sympathisch und haben mit ihrer Gegensätzlichkeit die Geschichte immer wieder auf verschiedene Ebenen gelenkt.
Das kleine Mädchen, das Alice genannt wird, wird so reizend, lieblich, hilflos und schutzlos dargestellt, dass ich am liebsten mit Julia geweint hätte. Die Darstellung der kleinen Alice ist der größte Schatz dieser Geschichte.

Zur Geschichte allgemein:
Zunächst kam die Geschichte relativ langsam ins Rollen. Von Anfang an jedoch wusste man, dass hinter dem Fall des kleinen Mädchens noch viel mehr steckt. So habe ich oft auf den nächsten Abschnitt, der aus der Sicht des Mädchens erzählt wurde, hingefiebert und immer wieder versucht die Puzzleteile zusammen zu fügen. Wie bei einer Art Krimi blieb mir als Leser jedoch immer so viel verborgen, dass ich nicht darauf kam, was alle Teile zusammen ergeben sollten.
Zudem wurde ich immer wieder von der Handlung rund um Alice und Julia und anderen Parallelsträngen vom Nachdenken abgehalten. So war das Ende für mich eine ziemliche Überraschung und hat letztlich auch noch mehr Spannung gebracht.
In Punkto Spannung muss ich ehrlich zugeben, dass diese nicht unbedingt von der Handlung ausging. Vielmehr war ich begierig darauf die Entwicklung des kleinen Mädchens mitzuerleben. Diese war aber wirklich sehr schön beschrieben. Ich glaube da war viel realistisches dran. So zumindest hat es sich angefühlt.

Fazit:
Auch, wenn die Geschichte recht konstruiert wirkte, weil sie teilweise recht überzogen beschrieben war, so vereint dieses Buch eine einzigartige Geschichte mit wunderbaren Gefühlen in sich. Ich konnte mitleiden, mich mit ihnen freuen, war gespannt auf das, was als nächstes passieren würde.
Für mich war es ein sehr gutes Buch, dass sich sehr schnell lesen ließ und mich völlig in seinen Bann gezogen hat.

5 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 26.02.2019

Explosive Beziehung

Der Klang der Täuschung
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Klappentext:
Kazi ist auf den Straßen Vendas großgeworden und schlägt sich als Taschendiebin durch. Doch als eines Tages Königin Lia persönlich auf sie aufmerksam wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. ...

Klappentext:
Kazi ist auf den Straßen Vendas großgeworden und schlägt sich als Taschendiebin durch. Doch als eines Tages Königin Lia persönlich auf sie aufmerksam wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Von nun an ist Kazi eine Rahtan und gehört der königlichen Leibgarde an. Sie erhält den Auftrag, die Verräter ausfindig zu machen, die für den Großen Krieg verantwortlich sind. Vermutlich haben sie bei einem feindlichen Rebellenvolk an der Landesgrenze Zuflucht gefunden. Doch als Kazi dort eintrifft und den jungen Anführer Jase kennenlernt, bringen Gefühle ihre Pläne durcheinander. Denn auch wenn ihr Kopf weiß, dass der Mann ihr Feind ist, so kann sich ihr Herz nicht gegen ihn wehren …

Cover:
Auch wenn das Cover für mich kein typisches Fantasy-Cover ist, so zieht mich die Gestaltung schon alleine wegen der schönen Schrift an. Durch das abgebildete Mädchen, die ich durch den Klappentext sofort mit Kazi in Übereinstimmung bringe, das in die Ferne guckt, wird bei mir der Wunsch angeregt zu erfahren, was sie in der weiten Welt, die angedeutet ist, erlebt. Es macht mich also neugierig und ist ein schöner Hingucker im Regal.

Schreibstil:
Das Buch ließ sich wirklich sehr leicht und locker lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Gerade, weil die Figuren nicht sehr ehrlich zueinander sind, kommt viel Spannung auf, die mich an das Buch gefesselt haben. Der Schreibstil unterstützt dies.

Charaktere:
Gerade erst habe ich von starken Mädchen in der Jugendliteratur gelesen. Tja, Kazi lässt sich da wohl eindeutig zuordnen. Stark und selbstbewusst weiß sie sich zu behaupten und verliert ihren Auftrag nie aus den Augen. Dazu zeigt sie ein Gewissen und Gefühl. Mir war sie sofort sympathisch. Zusammen mit ihren Freundinnen bildete sie ein Team, das sich blind verstand und schnell tödlich für jeden sein konnte. Schön fand ich, dass sie dennoch alle Einzelcharaktere wurden, die zwischendurch immer wieder einfach sie selbst waren und sich ihrem Alter entsprechend verhalten haben.

Jase war mir ebenfalls sofort sympathisch. Sein Beschützerinstinkt, die Liebe zu seiner Familie und das Wissen um seine Pflichten haben ihn besonders gemacht. Obwohl sowohl Kazi, als auch er die ein oder andere Lüge erzählt haben, so blieben beide doch ihren Grundwerten treu. Jase‘ Mitgefühl und Empathie stand dazu im Gegensatz zu Kazi’s fast verbissener Regelkonformität. Er hat somit in die Geschichte viel Gefühl gebracht. Viele der schönen Situationen, sowohl mit Nebenfiguren als auch mit Kazi haben wir ihm zu verdanken.

Zur Geschichte allgemein:
Die Handlung fing relativ langsam an, da der erste Schritt der Handlung im Prinzip nur zwischenmenschlich zwischen Kazi und Jase abläuft. Sobald die beiden jedoch in Torsfeste angekommen sind, gibt es gleich mehrere Handlungsstränge, die die Geschichte sehr lebhaft und spannend gestalten. (Achtung, hier wird jetzt ein wenig gespoilert!)
Zunächst einmal gibt es da Jase, der als neuer Patrei eingeführt wird und so den Leser in die textinterne Welt einführt. Er muss sich dabei sowohl mit seiner Familie auseinandersetzen, wie auch Zweiter Strang ist die Beziehung zwischen Kazi und Jase, die aus einem explosiven Miteinander besteht, seit die beiden zusammen in der Festung leben. Durch die Lügen zwischen ihnen, die teilweise auch dem Leser gegenüber nicht sofort vollständig aufgeklärt werden, wird Spannung aufgebaut. Dritter und letzter Strang ist Kazi, die alles dafür tut, um mit ihren Freundinnen ihren Auftrag zu erfüllen. So wurde ich mit viel Inhalt durch die Geschichte gezogen.
Alle Stränge waren gut ausgefüllt, die Liebesbeziehung zwischen Kazi und Jase war alles andere als langweilig. Die Zuspitzung und Zusammenführung der Stränge am Ende fand ich genial. Da fand ich tatsächlich nochmal einige Fantasyelemente, die die Geschichte für mich etwas realistischer gemacht haben, denn ansonsten verlief immer alles recht glücklich ab.
Mit dem Ende schloss dann ein Jugendbuch. Der grässliche Teil vieler Fantasybücher blieb weg. Das kann man positiv wie negativ sehen. Mir ging es vielleicht etwas zu glücklich und unkompliziert im Vergleich zum Rest der Geschichte aus.

Fazit:
„Der Klang der Täuschung“ hat mir sehr gut gefallen. Ich habe das Buch verschlungen, fühlte mich sehr gut unterhalten und bin gespannt auf mehr. Das Ende war mir vielleicht etwas zu sehr Happy End, aber ansonsten ein wirklich gutes Buch!

4 von 5 Sterne von mir.

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 20.02.2019

Machtspiel schlechthin

Sinful King
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Klappentext:
Keira Kilgore ist stolze Besitzerin der Whiskey-Destillerie Seven Sinners – und in großen Schwierigkeiten. Denn plötzlich taucht Lachlan Mount, der gefürchtetste Unternehmer New Orleans, in ...

Klappentext:
Keira Kilgore ist stolze Besitzerin der Whiskey-Destillerie Seven Sinners – und in großen Schwierigkeiten. Denn plötzlich taucht Lachlan Mount, der gefürchtetste Unternehmer New Orleans, in ihrem Büro auf und behauptet, ihr verstorbener Ehemann schulde ihm eine halbe Million Dollar. Mount stellt Keira vor die Wahl: Entweder sie wird alles verlieren, was ihrer Familie jemals wichtig war, oder aber sie lässt sich auf sein unmoralisches Angebot ein. Denn Mount will nicht ihr Geld – er will sie!

Schreibstil:
Das Buch ließ sich sehr leicht und locker lesen. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Es gab nichts, was mich vom Schreibstil her aufhalten konnte:)

Charaktere:
Am Anfang dachte ich: Wie will die Autorin es schaffen Keira in Gegenwart Mounts so taff und selbstbewusst sein zu lassen, wie sie charakterisiert wird? Ab und zu schwankt es tatsächlich und man merkt, wie schwierig es ist, Keira in dieser Geschichte zu positionieren. Ansonsten aber bleibt Keira Keira und es nicht geradezu neckisch mitzuerleben, wie sie immer wieder gegen Mount aufbegehrt, obwohl sie doch eigentlich keine Chance hat.
Lachlan Mount hat zwei Gesichter. So viel erfahren wir in diesem Buch. Erstaunlich, wie gelassen er bei Keira bleibt, obwohl er doch so gefürchtet ist. Die ganze Geschichte über meint man immer wieder hinter seine Fassade gucken zu können. Tatsächlich aber bleibt er recht verschlossen, obwohl sogar ein paar Kapitel aus seiner Sicht erzählen. Er ist das große Geheimnis der Geschichte und auch, wenn er sich meist nicht ganz so toll verhält, wird er dem Leser dennoch schmackhaft gemacht. Denn Keira passiert nichts schlimmes, manchmal sogar im Gegenteil. Ich bin unheimlich neugierig, wie weit er im nächsten Band hinter seine Fassade gucken lasen wird.
Zusammengenommen haben mir die Charaktere ganz gut gefallen. Sie passen zur dunklen Stimmung und der interessanten Idee der Geschichte. Bemängeln muss ich allerdings, dass sie beide keine wirkliche Entwicklung durchmachen. Das mag vielleicht daran liegen, dass es noch Folgebände geben wird. Dennoch hat mir dadurch ein bisschen was in diesem Band gefehlt.

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee der Geschichte/Ausgangssituation fand ich unheimlich spannend. Dazu waren eigentlich alle Elemente gegeben, die eine solche Story genau richtig für den Erotikroman-Leser macht: eine taffe Frau, die im Bett aber gerne die Zügel abgibt, ein heißer mächtiger Mann, eine scheinbar auswegslose Situation, in der es um eine Menge Macht geht und ein Knistern zwischen den Beiden, das keiner von ihnen versteht.
Letztlich aber war mir die Handlung dann doch etwas zu monoton. Alles ist da, aber immer auf gleicher Ebene. Obwohl ich mitgefiebert habe, gab es keine überaus überraschenden Momente. An dieser Stelle merkt man einfach sehr, dass das Buch kein Einzelband ist. So bin ich jetzt natürlich unheimlich auf den zweiten Band gespannt, der soweit eingeleitet wurde, dass ich mir dort mehr Action vorstellen kann. Für diesen Band ist es etwas schade.

Fazit:
Ich habe das Buch gerne gelesen und fand die Idee sehr passend und spannend für das Genre. Der Handlungsverlauf war etwas monoton, die Charaktere etwas voraussehbar. Alles in allem konnte man es jedoch gut lesen und wird auf jeden Fall in die Geschichte hineingezogen.

Veröffentlicht am 06.02.2019

Wunderschön

Haunted Love - Perfekt ist Jetzt
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Achtung Spoiler!

Klappentext:
Ein Neuanfang im alten Leben – nichts will Hazel Evans mehr, als sie von ihrem Auslandssemester aus Portugal wieder zurück nach New York kommt. Sie ist klug, anständig und ...

Achtung Spoiler!

Klappentext:
Ein Neuanfang im alten Leben – nichts will Hazel Evans mehr, als sie von ihrem Auslandssemester aus Portugal wieder zurück nach New York kommt. Sie ist klug, anständig und studiert an der NYU – das einzige, das in ihrem Leben für Aufregung sorgt, sind die High-Society-Veranstaltungen, zu denen ihre beste Freundin Grace sie regelmäßig mitschleppt.Bis sie ihn trifft. Und er ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt, bis sie sich selbst nicht mehr wiedererkennt. Das Einzige, worin sie sich hundertprozentig sicher ist: Hazel will ihn. Um jeden Preis.Er ist unberechenbar und begehrt. So begehrt, wie sie es sich niemals vorstellen könnte. Und er hat Geheimnisse. Dunkle Geheimnisse. Aber die hat Hazel auch…

Schreibstil:
Am Schreibstil hat mich wirklich nichts gestört. Super flüssig, alles rund formuliert, tolle Satzstruktur. Ich konnte lesen, ohne vom Schreibstil daran erinnert zu werden, dass ich lese. So muss das sein!

Cover:
Das Cover finde ich im Hinblick auf den Titel recht passend, weil es offen ist und magisch wirkt. Ansonsten ist es aber nichts besonderes. Kein Cover, das mir gleich ins Auge sticht.

Charaktere:
Hier teile ich ganz klar auf. Fangen wir mit Hazel an:
In Hazel konnte ich mich super einfühlen. Sie erfüllt das typische Klischee des normalen, hübschen, schlichten Mädchens, das mit ihrem guten Herz und ihrer Schönheit bei allen punktet. Viele Entscheidungen und Handlungen, die sie getätigt hat, hätte ich genauso getätigt und konnte ich mir auch gut in der realen Welt vorstellen. Sie hat einfach unheimlich viel Authentizität in das Buch gebracht und durch ihren Charakter maßgeblich die Perspektive des Lesers auf die anderen Charaktere geprägt. So sieht Hazel in jedem irgendwo das Gute und versucht jedem zu helfen, auch wenn sie dabei selbst zu kurz kommt. So fand ich, dass sie im Hinblick auf Caleb dann doch sehr schwach war. Er musste einfach nur wieder bei ihr angekrochen kommen und schon hat sie alles, was vorher war vergessen. Das fand ich ein bisschen schade, weil ich ihr ein bisschen mehr Stärke schon zugetraut hätte und sie an vielen Stellen auch einfach mehr verdient hätte.

Caleb fand ich sehr schön dargestellt. Er erinnerte mich ein ganz kleines bisschen an Christian Grey, aber gleichzeitig war er auch so sprunghaft und des öfteren von der Meinung anderer beeinflusst, dass er doch wieder ein ganz anderer war. Die Autorin hat ihn super in die Geschichte integriert, sodass man seine Handlungen sehr gut nachvollziehen konnte und auch ein gewisses Maß an Mitgefühl ihm gegenüber aufbringen konnte. Anders wäre Hazels verzweifelte Verliebtheit in den „Bad Boy“ wohl eher nervig geworden. Caleb jedoch ist kein typischer Bad Boy, sondern einfach nur ein bisschen angeschlagen.
Die Nebencharaktere fand ich alle sehr gut charakterisiert. Ich konnte mir alle super vorstellen, alle verstehen und kennenlernen. Die Autorin hat es geschafft die richtige Anzahl an Nebenprotagonisten zu erschaffen, die wesentlichen Einfluss auf die Hauptcharaktere haben.

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee der Geschichte war dann ja doch eher nicht so neu. Das Klischee also gegeben. Die Umsetzung war aber so gut und authentisch, dass man da gut drüber hinweg sehen konnte. Gerade weil durch den Prolog und einige Einschübe große Spannung bezüglich Calebs Vergangenheit geschaffen wurde. Am Ende klärt es sich zwar ziemlich unspektakulär, aber die Spannung führt den Leser komplett durchs Buch und lässt die Seiten so nur so dahinfliegen.
Neben Calebs Vergangenheit bietet die Geschichte noch allerlei andere „Katastrophen“ und Krisen, die die Geschichte auf Trapp halten. Zwar bedient die Autorin sich auch hier einiger Klischees, aber Caleb bleibt stets als unberechenbarer Faktor und so bleibt es trotzdem spannend.
Zum Teil war mir dann aber doch einiges zu überdramatisiert. Oftmals schwirrte Hazel wutendbrannt, todtraurig oder tiefverletzt ab, nur um ein paar Tage später alles wieder vergessen zu haben. Da fand ich, hat die Autorin es sich ein bisschen zu einfach gemacht. Die Tiefe der Emotionen und der Handlung ist zwar da, aber nicht komplett durchgezogen worden.
Auch der Handlungsstrang des „Gegners“ (Logan) war mir zu kurz gehalten. Daraus hätte man wirklich noch etwas mehr machen können, denn auch hier wurde anfangs viel dramatisiert und letztlich hat es sich in einer winzigen Szene alles erledigt.
Allgemein konzentriert sich die Geschichte sehr auf Caleb. Logan leitet Hazel zu ihm, die Freundin, die gegen ihn ist, wird kurzerhand gekürzt und die Mutter hat schnell anderes im Kopf, weshalb es ihr nichts mehr ausmacht, wenn Hazel bei Caleb bleibt. Die Fokussierung ist also sehr klar und lässt auf ihrem Weg leider einiges liegen.

Fazit:
Ich fand das Buch wirklich sehr schön. Die Geschichte ist perfekt, vielleicht schon zu perfekt. Hier und da konnte deshalb anscheinend gekürzt werden und das merkt man. Die Charaktere und der Schreibstil haben mir aber wirklich gut gefallen und ich kann das Buch auf jeden Fall an New Adult Fans weiterempfehlen!

4 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an den Piper-Verlag und Netgalley.de für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße