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Veröffentlicht am 06.12.2018

Wenn das Leben vorbeizieht...

Nebenan funkeln die Sterne
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Klappentext:

Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. ...

Klappentext:

Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander …

Cover:
Das Cover dieses Buches fand ich wunderschön. Es passte wunderbar zum Titel und war so schlicht, wie normal. Es erinnerte mich an den heimischen Leseort. So hat man das Buch doch gerne im Regal stehen:)

Schreibstil:
Das Buch war sehr flüssig und leicht zu lesen. Zwischendurch hätte mir vielleicht ein bisschen Lockerheit gefehlt, aber der etwas gedrückte Schreibstil passt auch einfach gut zu der Protagonistin Emma. Vielleicht hätte es die Geschichte jedoch etwas spannender gemacht, wenn nochmal eine andere Perspektive reingenommen worden wäre.

Die Charaktere:
Emma war für mich ein Charakter, den ich im Bezug auf die Einfühlung sehr zwiespaltig gesehen habe. Einerseits konnte ich mich gut in sie hineinversetzen, weil sie in ihrer eigenen kleinen Welt lebt, macht, was ihr (innerhalb ihrer vier Wände) in den Sinn kommt und eigentlich ein ganz schönes Leben hat, denn sie kann von Zuhause arbeiten:) Auf der anderen Seite aber, habe ich sie nicht verstanden. Wie kann sie sich so sehr selbst im Weg stehen? Wohin, denkt sie, bringt sie diese Art zu leben? Des öfteren war ich mehr als frustriert, wenn ich las, dass sie sich wieder zurückzog, sich nicht traute.
Die Geschichte macht aus Emma jedoch einen Charakter, den man im Kontext sehr gut lernt zu verstehen. Interessant fand ich an ihr, dass sie immer erst gehandelt hat, wenn sie einen an sich gerichteten Tipp bekam. Es war schön zu sehen, wie sie sich nach und nach immer mehr dieser „Tipps“ zu Herzen nahm und damit immer mehr aus ihrem Schneckenhaus herauskam.
Alles in allem, war sie aber auch ein Charakter, der mich sehr traurig gemacht hat, weil sie selber leider im Geflecht ihrer Vorstellungen und Lügen verloren ging. Ich wünsche keinem, dass er sein Leben zu so einem Geflecht verstümmeln muss.

Die Nebencharaktere waren alle sehr herzlich und standen mit ihrer offenen Art im Kontrast zu Emma. Besonders schön fand ich es, wie Emmas virtuelle Freunde charakterisiert und dargestellt wurden, auch wenn Emma hier unrealistischer Weise wohl nur die Guten erwischt hat.
Leider kann ich Nathan in diese Beschreibung so einordnen. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass er noch ein bisschen mehr Persönlichkeit bekommt und nicht nur immer mal wieder dramatische Auftritte. Bei seinem Hintergrund und seiner Geschichte hätte man noch ein bisschen mehr aus ihm machen können und so wäre Emma vielleicht auch noch besser verstehbar gewesen. Gerade, weil die Gefühle bei ihr tiefer gehen und Nathan Teil der Motivation ist, die sie letztlich aus ihrem Schneckenhaus holt.

Zur Geschichte allgemein:
Die Geschichte fing sachte an. Man merkt jedoch schnell, um welche Problematik es geht: Virtuelles versus reales Leben. Sehr eindrucksvoll durchlebt der Leser durch Emma, was es bedeutet, mit einem Bein fest im virtuellen Leben zu stehen. In Zeiten von Instagram und Facebook kommt dazu eine falsche Identität, die Emma in diesem Fall die reale Identität ersetzt. Ihr Leben läuft ihr davon, ohne das sie es bewusst wahrnimmt.
Nach und nach findet Emma jedoch in ein neues Leben. Diese Entwicklung konnte man sehr gut nachvollziehen und miterleben, auch wenn es zwischendurch etwas frustrierend wurde. Hier und da hätte es der Geschichte allein wegen des Spannungsbogen nicht geschadet, wenn Emma manchmal etwas spontaner bzw. früher gehandelt hätte. So nimmt die Handlung zunächst etwas langsam Fahrt auf, bis es am Ende immer flotter wird. Dort versammelt sich dann auch die Spannung.
Neben der interessanten Thematik bot die Geschichte viele Details, die mir sehr gut gefallen haben.

Fazit:
Das Buch bietet eine interessante Thematik, die hier und da Anstoß zu eigenen Gedanken gibt. Obwohl Klischees bedient werden, bleibt die Geschichte durch Emma als Charakter sehr besonders und für mich auch neu. Alles in allem eine angenehme Liebesgeschichte mit kleineren Mängeln, die jedoch mit ihrer Thematik überzeugen kann.

Veröffentlicht am 29.11.2018

Tolle Detektivgeschichte

Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht
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Klappentext:
London, 1920: Für die 19-jährige Louisa geht ein Traum in Erfüllung. Sie bekommt eine Anstellung bei den Mitfords, der glamourösen und skandalumwitterten Familie aus Oxfordshire. Endlich kann ...

Klappentext:
London, 1920: Für die 19-jährige Louisa geht ein Traum in Erfüllung. Sie bekommt eine Anstellung bei den Mitfords, der glamourösen und skandalumwitterten Familie aus Oxfordshire. Endlich kann sie der Armut und dem Elend der Großstadt entfliehen und dafür auf ein herrschaftliches Anwesen ziehen. Louisa wird Anstandsdame und Vertraute der sechs Töchter des Hauses, allen voran der 17-jährigen Nancy, einer intelligenten jungen Frau, die nichts mehr liebt als Abenteuer und gute Geschichten. Als Florence Nightingale Shore, eine Krankenschwester und Freundin der Familie, am helllichten Tag ermordet wird, beginnen Nancy und Louisa eigene Ermittlungen anzustellen. Schnell erkennen sie, dass nach den Wirren des Krieges jeder etwas zu verbergen hat.

Das Cover:
Fand ich sehr ansprechend, weil es sehr schlicht ist, gleichzeitig aber Bezug zur Geschichte und den 20er Jahren nimmt. Durch das dunkle Lila kommt außerdem das Genre der Detektivgeschichte gut zur Geltung.

Zum Schreibstil:
Das Buch lässt sich relativ gut lesen. Es ist flüssig und interessant geschrieben. Leider ist es zwischendurch aber öfters es langatmig gewesen und die Perspektivwechsel haben mich etwas gestört, weil sie nicht richtig eingeleitet waren. Stattdessen geschah es mitten in einem Absatz, sodass man sich dann sehr spontan und schnell auf den Sichtwechsel einstellen musste.

Zu den Charakteren:
Die Charaktere wurden mir sehr schnell und sehr gut bekannt. Ganz entsprechend der damaligen Konventionen verhalten sie sich recht unauffällig, haben aber ihren Kern, der immer wieder an die Oberfläche drängt. So waren Louisa und Guy zum Beispiel entgegen aller Konventionen bereit für die Wahrheit zu kämpfen und gerade Louis zudem bereit sich für ihre Lieben einzusetzen. Das war sehr gut in die Figuren eingearbeitet.
Auch die anderen Charaktere entsprachen ihren Rollen und zeigten immer wieder kleinere Persönlichkeitseinblicke. Ansonsten schienen mir viele Nebencharaktere aber auch wie typische Rollen der damaligen Zeit, die nicht weiter verwunderlich auftauchten.
Nancy hat mir so sehr gut gefallen, weil sie ein bisschen aus dem Üblichen heraus stach, aber auch sie ordnet sich immer wieder unter.
Für die Geschichte und ihren Kontext fand ich alle Charaktere aber sehr angemessen und Guy und Louisa sogar sehr spannend. Durch Louisa kam viel Wind in die Geschichte.

Zur Geschichte allgemein:
Für mich war es ganz interessant in die veralteten Polizeimethoden hineinzuschnuppern. So habe ich wirklich allein deshalb mitgefiebert, weil ich immer wieder dachte: Aber warum fragt ihr nicht das? Es war teilweise schon echt amüsant zu sehen, wie die Polizisten Hinweise direkt übersehen oder die falschen Fragen stellen:) Trotzdem ging es immer weiter, auch wenn über viele Irrwege. So war für mich immer noch eine gewisse Spannung da, auch wenn es immer nur langsam und gemächlich voran schritt.
Dazu gab es einige Entwicklungen bei den Charakteren, die ich sehr schön fand, weil sie eben so zart und vorsichtig voran getragen wurden, wie es für die Zeit realistisch war. Man darf bei diesem Buch einfach nicht vergessen, dass die gesellschaftlichen Konventionen und Normen hier noch einen großen Stellenwert haben und somit die Geschichte an der ein oder anderen Stelle etwas schlichter aussehen lassen, als sie in Wirklichkeit ist.
Alles in allem ging es aber um die Detektivgeschichte und die fand ich sehr interessant. Die Spuren wurden geschickt gelegt. Ich habe wirklich mitgefiebert und war am Ende doch etwas über den Ausgang überrascht, was man von einem guten Krimi doch erwartet.
Die Familiengeschichte der Mitfords hat meiner Meinung nach entgegen der vorangegangenen Peritexte, keinen so großen Stellenwert gehabt. Klar, Louisa freundet sich mit Nancy Mitford an und arbeitet auf ihrem Anwesen, einen größeren Anteil zur Geschichte trägt dann aber eher ihre Zusammenarbeit mit Guy Sullivan bei. Da hätte ich mir vielleicht noch ein bisschen mehr Familienproblematik erwartet. Aber das kommt vielleicht noch mit den weiteren Bänden. Genug Schwestern sind ja noch da:) Vielleicht wäre es auch einfach sinnvoller gewesen, wenn Nancy schon etwas älter gewesen wäre…

Fazit:
Alles in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen. Die Detektivgeschichte ist spannend und interessant im Kontext der damaligen Konventionen und die Charaktere sind gut in die Geschichte eingearbeitet. Zwischendurch war es einzig etwas langatmig und die plötzlichen Erzählwechsel haben mir nicht so gut gefallen, auch wenn der Wechsel generell sinnvoll war.

Veröffentlicht am 26.11.2018

Liebesgeschichte mit viel Witz und Charme

One More Chance
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Klappentext:

Eine einzige Minute kann ein ganzes Leben für immer verändern.

Neue Stadt, neuer Job, neue Liebe – so lautet Aubreys Plan. Doch ein platter Reifen und ein kleiner Ziegenbock werfen alles ...



Klappentext:

Eine einzige Minute kann ein ganzes Leben für immer verändern.

Neue Stadt, neuer Job, neue Liebe – so lautet Aubreys Plan. Doch ein platter Reifen und ein kleiner Ziegenbock werfen alles durcheinander. Zum Glück macht der charmante Australier Chance nicht nur ihr Auto wieder flott, sondern überredet sie auch, die restliche Strecke nach Kalifornien gemeinsam zurückzulegen. Es folgen die glücklichsten Tage und aufregendsten Nächte, die Aubrey je erlebt hat, aber dann ist Chance auf einmal verschwunden.

Zum Schreibstil:

Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen. Zudem mit viel Witz versehen und ließ sich sehr schnell lesen. Ich flog nur so durch die Kapitel, ohne zu merken, dass ich gerade 100 Seiten gelesen hatte. Wirklich angenehm! Dass es nun von zwei Autorinnen geschrieben wurde, habe ich nicht gemerkt.

Zu den Charakteren:

Die Charaktere lernt man in diesem Buch auf eine besondere Art kennen, denn man lernt sie so kennen, wie auch der jeweils andere Charakter es tut. Auf dem Roadtrip ist nun mal nicht so viel Platz für alltägliche Situationen, Freunde und Bekannte. Stattdessen sind da nur Chance und Aubrey, die sich gegenseitig beobachten und sich Fragen stellen. Das fand ich ganz interessant, ließ bei mir aber auch bald den Wunsch aufkommen noch etwas mehr zu erfahren. Das geschieht auch nach und nach, jedoch nicht in vollem Maße. Ein paar mehr Informationen hätten meiner Meinung nach nicht geschadet. So blieb die Geschichte einfach in der gleichen Umgebung und die Charaktere mussten nicht wirklich viel mehr von sich preisgeben.

Ansonsten aber haben mir beide sehr gut gefallen. Aubrey bleibt hinter Chance ein bisschen zurück, weil der Großteil des Buches aus seiner Perspektive erzählt wird, aber man kann sich als Leserin gut in sie hineinversetzten. Chance hat mich dagegen immer wieder überrascht und mit seiner witzigen Art vollkommen überzeugt. So hartnäckig und gutmütig, ehrlich und wundervoll habe ich wirklich noch keinen Protagonisten erlebt, auch wenn er manchmal vielleicht ein bisschen zu oft über Sex nachdenkt;) Er hat wirklich einen Großteil der Geschichte ausgemacht.

Die Nebencharaktere bleiben recht unspektakulär. Sie haben ihre festen Rollen und unterstützen das allgemeine Bild, das die Geschichte liefert: Es geht um den Moment, dass, was zwischen Chance und Aubrey ist. Was drum herum passiert, spielt keine große Rolle.

Zur Geschichte allgemein:
Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten, weil immer wieder lustige und witzige Situationen aufkamen, die eine lockere Atmosphäre schufen. Zudem hat der Roadtrip und das langsame Kennenlernen für viel Spannung und eine interessante Allgemeinsituation gesorgt, die allein von der Idee her schon besonders war. Die vielen kleinen Momente, die sich dabei ergaben, waren immer wieder wundervoll zu lesen:)
Gut fand ich auch, dass durch die gewechselte Perspektive auf Chance, auch Spannung in Bezug auf die Beziehung zwischen den Beiden geschaffen wurde. Das war nochmal eine ganz andere Spannung, als wenn sie nur überlegt hätten, ob sie sich lieben. Der Zweijahressprung hat da einen wesentlichen Beitrag zu beigetragen. So fand ich diesen in diesem Buch sehr passend und hat die Geschichte nochmal etwas interessanter gemacht.
Pixy den Ziegenbock muss man eigentlich einfach kennen lernen. Egal, ob man den Rest drum zu magXD
Schön fand ich auf jeden Fall, dass dieses Buch die Liebe zwischen den beiden sehr gut ausgearbeitet hat. Ich konnte mitfühlen, mitschmachten und das mit dem Wissen, dass es echt ist. Erstaunlicherweise passt am Ende sogar das ziemliche Hin und Her dazu und hat mich nicht mal halb so sehr genervt, wie es das in anderen Büchern schon getan hat. Klar habe ich zwischendurch mal gedacht: Muss er das jetzt machen? Anders ginge es wahrscheinlich schneller voran. Aber alles in allem hat es sich rund in die Geschichte eingefügt und hat das Happy End quasi verdient gemacht, was ich mir erhofft, aber nicht immer gedacht habe.

Fazit:
Ein rundweg schön zu lesendes Buch, dass vielleicht ein bisschen zu beschränkt agieren lässt, dafür aber mit tollen Charakteren, eine spannenden Geschichte und viel Witz daherkommt. Kann es nur empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzähstil
  • Charaktere
  • Handlung
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.11.2018

Der bisher emotionalste Teil der Reihe!

Alpha-Reihe / Lost Alpha
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Klappentext:

Jubiläum vorbei, endlich Ruhe! Doch davon kann Beth, UCoPs Superstar, nur träumen. Neue Teams, eine neue Season und auch ihr Privatleben sorgen dafür, dass sie in einen Strudel zwischen ...


Klappentext:

Jubiläum vorbei, endlich Ruhe! Doch davon kann Beth, UCoPs Superstar, nur träumen. Neue Teams, eine neue Season und auch ihr Privatleben sorgen dafür, dass sie in einen Strudel zwischen Liebe und Hass, zwischen Trauer, Angst, Wut und Freude gerät. Wird sie sich in ihren Gefühlen verlieren oder sich von ihnen befreien?


Schreibstil:

Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und frisch. Ich finde er unterscheidet sich noch immer sehr von dem, was man normalerweise so liest. So wirkt er auf mich sehr erfrischend und interessant und belebt die Geschichte zusätzlich. Das ganze Buch ließ sich, obwohl es so lang war, flüssig und gut lesen. Die Autorin schafft es den Leser das ganze Buch lang mitzunehmen.


Zu den Charakteren:

Die Charaktere kannte ich nun ja schon alle aus den vorherigen Bänden und würde mich somit hier nur wiederholen. Was ich aber sagen kann ist, dass mir sehr gut gefallen hat, dass man alle besser kennen lernt. Wesentlich besser. So habe ich zum Beispiel einen guten Einblick in Henrys Innere bekommen, auch die unvernüntige Seite von Beth kennengelernt und auch die Alphas bekamen allesamt nochmal mehr Tiefe. Sie hatten in diesem Buch auf einmal ihre eigenen kleinen Geschichten und das hat das Buch noch komplexer und schöner gemacht. 
Besonders beeindruckend finde ich ja, dass in dieser Geschichte kein Charakter untergeht oder verschwindet. Stattdessen bekommen alle irgendwann irgendwo wieder ihren Part und so konnte man nun auch gut mit Leo abschließen.
Einziger Kritikpunkt ist, dass Beth zwischendurch einfach anders gehandelt hat, als sie es von sich behauptet hat. Da war sie mir manchmal etwas zu schnell zu eingeschnappt oder hat etwas zu übereilt geurteilt. Aber das besser sich zum Ende des Buches hin.


Zur Geschichte allgemein:

Puh. Ich kann gar nicht sagen, wo dieses Buch angefangen hat. Es fügt sich einfach nahtlos an den vorangegangenen Band und wurde nie langweilig. Tatsächlich passiert so viel, was ich nicht kommen gesehen habe und trotzdem stand alles in einem sinnvollen Zusammenhang, sodass ich nie dachte: Es musste ja mal wieder eine Katastrophe kommen. Stattdessen wirkt alles echt, Beth und Henrys Beziehung entwickelt sich weiter, genauso wie alle anderen Charaktere. Interessant waren auch die vielen Einblicke in die anderen Teams. So beinhaltete dieser Teil für mich noch mehr Tanz und Leidenschaft, weil man nicht nur von den fast perfekten Alphas, sondern auch von denen hörte, die noch üben mussten. 
Die Spannung war dabei an einigen Stellen geradezu grausam. Was passiert mit Henry? Was mit Beth? Warum dies? Warum das? 
Weiter fand ich es interessant, dass man viele Einblicke in das Privatleben der Charaktere bekam. Endlich haben wir Henrys und auch Beth’ Familie kennengelernt, wissen um Minkah und Dayo, um Charlotte und Feo und nun bin ich auch hier gespannt, wie es weitergeht. Da scheinen ja noch die ein oder anderen Geschichten hinterzustecken.


Fazit:

Für mich ein weiterer gelungener Teil der Alpha-Reihe, der viel Spannung und Inhalt bietet. Der Einblick in die Charaktere geht noch tiefer als im letzten Teil, sodass man gar nicht wieder aus der Welt auftauchen möchte. Dazu noch unheimlich viele Emotionen, die zu Tränen rühren. Klare Weiterempfehlung von mir!

5 von 5 Sterne von mir. 

Liebe Grüße



Veröffentlicht am 17.11.2018

Wunderschön, emotional, echt.

All In - Tausend Augenblicke
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Viel gelobt, viele traurige Smiley und mittlerweile in fast jedem Bloggerbücherregal vertreten musste ich dieses Buch einfach lesen. Allerdings hatte ich es auch schon vorher auf dem Schirm. Einfach, weil ...

Viel gelobt, viele traurige Smiley und mittlerweile in fast jedem Bloggerbücherregal vertreten musste ich dieses Buch einfach lesen. Allerdings hatte ich es auch schon vorher auf dem Schirm. Einfach, weil es keine typische Rockstar-Geschichte zu werden schien.

Klappentext:

Kaceys Leben als Rockstar ist ein Tanz auf dem Vulkan, den sie nicht überlebt hätte, wäre Jonah Fletcher nicht in ihr Leben getreten. Ihn zu lieben ist ein Sprung ins Ungewisse, der größtes Glück oder größten Schmerz bringen kann. Doch ganz gleich, was kommt, Kacey weiß, dass sie nicht mehr zurück kann - und dass Jonah es wert ist, alles zu riskieren.

Zum Cover:

Das Cover finde ich richtig schön. Die Farben sind ruhig und trotzdem kräftig, sodass es die Blicke auf sich zieht und wie ich es liebe, ist es schlicht gehalten:)

Zum Schreibstil:

Die Autorin schreibt in einem flüssigen und gut lesbaren Stil, der viel Tiefe und viele Emotionen einbindet. Immer wieder fand ich Sätze, die wunderschön klangen und gleichzeitig so viel aussagten. Das machte das Buch noch besonderer, als es allein durch seine Geschichte schon ist.

Zu den Charakteren:

In diesem Buch treffen zwei Charaktere aufeinander, die in schwierigen Situationen in ihrem Leben, aber auch in der Auseinandersetzung mit sich selbst, stecken. Kacey ist dem Alkohol verfallen, um ihre Gefühle zu betäuben. Sie hat gelernt, dass keiner sie für voll nimmt und es nur auf ihre Leistung und ihr Auftreten ankommt. Auf das, was nach außen scheint. In der Rockstar-Welt, die zu Anfang ihr Leben ausmacht, sorgt das immer wieder zu Abstürzen, die sie viel verpassen lassen. Dabei ist sie ein herzensguter Mensch, bei dem mir auch schnell entfallen ist, was vorher war, als sie erstmal wieder zurück zu sich selbst gefunden hatte. Die richtige Kacey ist ein Charakter, der den Leser wunderbar mit durch die Geschichte nimmt, dabei unheimlich ehrlich und normal wirkt, was ich aufgrund ihrer Karriere so eigentlich gar nicht gedacht hätte, und dennoch so verletzlich ist, dass man ihr gerne unter die Arme greifen würde.

Jonah ist Kacey gar nicht so unähnlich. Auch er schottet sich ab. Von der Außenwelt. Besonders in Situationen mit seinem Bruder lernt man in jedoch unheimlich schnell kennen und lernt dann auch schnell, dass er ein Meister darin ist, seine wahren Gefühle zu verstecken. So ist er immer wieder ein kleiner Knackpunkt der Geschichte, ein Faktor, der den Leser ahnungslos da stehen lässt, weil Jonah letztlich immer zuerst an die anderen denkt und dabei oft sich selbst unterdrückt. Ich fand ihn aber auch, dass er ein wahnsinnig starker Charakter war, der durch Kacey wachgerüttelt wurde. Eine Persönlichkeit, die man vermissen wird.

Die Nebencharaktere fand ich allesamt super eingebunden. Besonders in Theo bekommt man immer wieder Einblicke, die mich als Leser verstehen lassen haben, warum er etwas tut. Theo ist mindestens genauso selbstlos wie Jonah, muss bloß meistens hinter seinem großen Bruder zurück stecken. Allein, dass er Jonah das nicht krumm nimmt, sagt viel über ihn aus. Die anderen Charaktere waren gut charakterisiert und haben ihren sinnvollen Teil zur Geschichte beigetragen. Als Leser konnte man am Ende so sehr gut verstehen, mit welchem Blick Jonah auf sie alle sieht.

Zu der Geschichte allgemein:

Die Story hatte für mich alles, was ein gutes Buch in dem Genre haben musste: ein tolles, aber auch ernstes Thema, fantastische Charaktere, jede Menge Spannung, prickelnde Szenen, eine Liebe, wie sie sich vermutlich jeder wünscht und dabei eine Leichtigkeit, die ich bei dem Thema nicht erwartet hätte. Obwohl ziemlich früh erklärt wird was Sache ist, habe ich genauso gelesen, wie die Charaktere gelebt haben: Von einem Augenblick zum nächsten. Davon gab es ganz schön viele und diese haben die Geschichte einfach ausgemacht, sodass ich nicht die ganze Zeit dieses deprimierende Gefühl hatte, sowieso schon zu wissen, wie es ausgeht. Stattdessen war das Wissen um Jonah zwar da, aber man konnte super damit umgehen. Das hat mir wirklich sehr gefallen. 

Das Buch war in drei Teile aufgeteilt und aus den Perspektiven von Jonah und Kacey erzählt. So war es leicht alles mitzuverfolgen und durch die Aufteilung auch, sich schon mal innerlich auch eine Neuerung einzustellen. Jeder Teil hatte sein eigenes Zitat, das wunderschön gewählt wurde, ebenso wie die Zitate, die Dena immer wieder zitiert. In diesem Buch trifft man auf wirklich viel, was einen berührt. Das macht die Geschichte noch besonderer.

Fazit:

Um es mit Jonahs Leidenschaft auszudrücken: In diesem Buch spielen Charaktere die Hauptrollen, die so zerbrechlich sind wie Glas und vielleicht auch kaputt gehen können, bis zu dem Moment sind sie jedoch wunderschön an zu sehen. Sowohl von außen, wie von innen.

Ein wirklich tolles Buch, dass für mich alles hatte. Sehr emotional und interessant wird hier von der wahren Liebe erzählt. Keiner wird sich dem entziehen können.



Vielen Dank an den LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar!



Liebe Grüße