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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Grandiose Fortsetzung mit spannenden KI- Einsatz!

Dorn. Ruf der Toten
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Dieser Thriller ist meiner Meinung nach der bisher beste Beck!

Der ehemalige Polizeipsychologe Simon Dorn ist mit seinem Hotel Dornwald nicht nur finanziell am ...

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Dieser Thriller ist meiner Meinung nach der bisher beste Beck!

Der ehemalige Polizeipsychologe Simon Dorn ist mit seinem Hotel Dornwald nicht nur finanziell am Ende, sondern auch seelisch ein Wrack, nachdem vor kurzem Karla Hofbauer ermordet wurde. In einer Art Symbiose half er ihr bei der Lösung ungeklärter Mordfälle, während sie ihm finanziell unter die Arme griff. Als eine Klientin telefonisch mit ihm in Kontakt tritt, weil sie in Lebensgefahr schwebe und die ihm einen großen Geldbetrag anbietet, scheint es wieder aufwärts zu gehen. Doch der Kontakt bricht ab und Dorn bittet die Kommissarin Lea Wagner um Unterstützung. Diese findet die Frau, ist aber schon seit Wochen tot. Neben ihr ist eine grosse Computeranlage, auf der eine KI läuft, die mit Dorn gesprochen hat. Dorn erkennt Ähnlichkeiten mit einer früheren Mordserie, die er aber nicht lösen konnte. Diesen Fall bearbeitet er noch immer, im Zimmer 203.

KI - in aller Munde und bereits in vielfältiger Weise schon längst unser aller Alltag geworden, doch keiner weiß derzeit, wie weit das noch gehen wird und inwieweit es unser Leben insgesamt revolutionieren oder ruinieren kann. Hier spielt die Künstliche Intelligenz eine ganz zentrale und gefährliche Rolle. Es ist einfach unglaublich, was heutzutage schon alles möglich ist. Fake Videos und Fake Fotos sind schon normal geworden in einer unüberschaubaren Welt. Was kann alles passieren, wenn KI missbraucht wird. Was ist echt und was nicht?

Dieser Plot ist so unglaublich fesselnd und spannend geschrieben, dass ich gar nicht mit dem Lesen hinterher kam. Schnelle, kurze Kapitel, aus unterschiedlichen Perspektiven, tragen zum abwechslungssreichen und schnellen Durchsuchten bei.

Wieder sehr gut gefallen hat mir die unangepasste und ständig am Rand des Rauswurfs agierende Lea Wagner.

Neben dem Hauptplot gibt es noch eine weitere spannende Geschichte mit Karl "Chuck", dem Bruder von Lea, der sich bei der Polizei aufgrund einer Affäre einen sehr gefährlichen Gegner aus Polzeikreisen gemacht hat und der Karl an den Kragen gehen will.

Für mich ein Highlight in diesem Jahr.

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Toller Auftakt der neuen Dorn-Reihe von Jan Beck!

Dorn. Hotel der Angst
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Wow, was für ein guter und spannender neuer Thriller-Auftakt von Jan Beck hier auf Bookstagram!

Wer bereits die vorherige 4-bändige Reihe rund um die interessanten Inga Björk und Christian Brand in Das ...

Wow, was für ein guter und spannender neuer Thriller-Auftakt von Jan Beck hier auf Bookstagram!

Wer bereits die vorherige 4-bändige Reihe rund um die interessanten Inga Björk und Christian Brand in Das Spiel, Die Nacht, Die Spur und Das Ende gelesen hat, der weiß eigentlich, mit welchem rasanten Tempo Jan Beck uns durch die Seiten rasen läßt.

Diesmal geht es um den ehemaligen Kriminalpsychologen Simon Dorn, der nach schweren Schicksalsschlägen seinen Dienst quittiert und in Bad Gastein völlig zurück gezogen im heruntergekommenen, eigenen Hotel Dornwald lebt. In Zimmer 103 bewahrt er alles rund um einen bisher nicht gefassten Serienmörder auf, um auf dessen Spur zu kommen. Ihm hilft Karla Hofbauer vom Cold Case Management, die jedoch ermordet wird. Ihre junge Kollegin Lea Wagner will den Mörder ebenfalls finden und stößt auf zahlreiche Geheimnisse und letztlich auf Simon Dorn.

Durch die sehr kurzen und abwechslungsreichen Kapitel war es mir ein Leichtes, diesen Thriller in kürzester Zeit durchzulesen. Hoch interessiert ist das Setting im Dornwald, düster, mystisch und faszinierend. Die Ermittler sind sehr unterschiedlich, aber sehr greifbar. Grenzüberschreitende Ermittlungen zwischen Deutschland und Österreich geben dem Ganzen eine weitere interessante Note.

Sehr geheimnisvoll sind die eingestreuten Kapitel um ein unbekanntes Pärchen, dem ich so gar nicht auf die Spur kommen konnte. Da hat sich Jan Beck wirklich etwas sehr gutes einfallen lassen. Am Schluss wurde es deshalb auch für mich ein wenig unübersichtlich, aber dennoch konnte ich die Fallauflösung letztlich gut nachvollziehen.

Insgesamt ein sehr viel versprechender Auftritt von dem neuen Duo Wagner und Dorn.

Freue mich schon auf die Fortsetzung.

4,5 von 5 ⭐️

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Spannende Fortsetzung mit dem Schmied Karl Bermes

Der Tod kennt verschwiegene Pfade
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In diesem zweiten Eifelkrimi mit dem Schmied Karl Bermes aus Disselbach geht es diesmal 1947 um den gefährlichen Kaffeeschmuggel. Der Schmuggler Leopold Schilz wird auf einer nächtlichen Route ermordet. ...

In diesem zweiten Eifelkrimi mit dem Schmied Karl Bermes aus Disselbach geht es diesmal 1947 um den gefährlichen Kaffeeschmuggel. Der Schmuggler Leopold Schilz wird auf einer nächtlichen Route ermordet. Nur ein Jahr nach den Ereignissen aus "Ein Echo aus stählerner Zeit" wird Karl erneut mit dem nun zum Kriminalkommissar beförderten Peters die Ermittlungen aufnehmen. Da Karl selbst gute Beziehungen zu einem luxemburgischen Soldaten hat, von dem er Kaffee bezieht , wird er zusammen mit dem Polizeianwärter Franken in die Schmugglerbande eingeschleust.

Mir gefällt wie bereits im ersten Band die sorgfältige und glaubhafte Darstellung der Protagonisten. Karl ist nicht auf den Kopf gefallen, aber auch kein Superheld mit ausgeprägter Spürnase. Er weiss, was gut und richtig ist, macht aber auch Fehler und wirkt im Umgang mit Pauline, die im ersten Band bereits eine grosse Rolle spielte, oft tolpatschig und unbeholfen. Das macht ihn sehr sympathisch. Peters hingegen ist Polizeibeamter durch und durch und will unbedingt den Mörder von Leopold Schilz finden, da dies sein erster Mordfall als Kommissar ist. Mit Führer, Volk und Vaterland hatte er Gott sei Dank nichts zu tun, was ihn sehr auszeichnet.

Jede im Buch auftauchende Person ist sehr gut und greifbar dargestellt.

Die klare und eindeutige Sprache erzeugt eine historisch dichte Atmosphäre. Man spürt in jeder Phase des Buchs die akribische Aufarbeitung historischer Zusammenhänge im Nachkriegsdeutschland. Hinzu kommt eine immer stetig wachsende Spannung, bei der man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Eine Portion Humor als Abwechslung ist dabei immer im Spiel.

Ich kann diesen historischen Krimi mit seinen Protagonisten und der ungewöhnlichen, aber mit Tiefe versehenen Geschichte nur empfehlen.

4,5 von 5 ⭐️

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Spannender Öko-Thriller!

Waldestod
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Robert Preis hat hat seinen Kriminalroman selbst als Endzeit-Thriller mit Mystery-Elementen bezeichnet, der den Klimawandel düster in der nahen Zukunft beschreibt.

Ich finde, das ist ihm wirklich gut ...

Robert Preis hat hat seinen Kriminalroman selbst als Endzeit-Thriller mit Mystery-Elementen bezeichnet, der den Klimawandel düster in der nahen Zukunft beschreibt.

Ich finde, das ist ihm wirklich gut gelungen. Sein Schreibstil war wie dafür gedacht, das Buch in sehr kurzer Zeit durchzulesen. Er schickt die junge Journalistin Emmi nach Rabenwald, da sich im Höllengrund ein schweres Unwetter mit Überschwemmungen und Toten ereignet hat. Die Dorfbewohner sind alles andere als freundlich und der nahe Wald zu einer Hütte, die ihr ein Kollege für die Dauer der Berichte zur Verfügung gestellt hat, ist auch eher unheimlich, scheint sie doch von dort ein unheimliches Flüstern der Bäume zu hören. Nachdem sie bei Erkundigungen auch noch Männer in Schutzanzügen im Wald sieht, die ihr scheinbar nachstellen, wird es für Emmi bald gefährlich.

Die beklemmende und nervöse Spannung, die einen durchfährt, wenn man spät abends durch einen Wald spazieren geht, konnte ich regelrecht spüren. Manchmal haben sich meine Nackenhaare aufgestellt bei jedem Knacken eines Zweiges.

Im Mittelpunkt steht dabei der fortschreitende Klimawandel, der unsere Umwelt und unsere Lebensbedingungen beeinträchtigt und hier am Waldsterben verdeutlicht wird. Der Wald ist nicht nur Sauerstoffgarant, sondern auch in der Lage, CO2-Emmissionen zu binden. Wie Robert Preis im Nachwort zutreffend sagt, der Wald braucht uns nicht, aber wir den Wald. Wäre Wald auf der Erde komplett verschwunden, wären wir binnen kurzer Zeit tot.

Emmi hat mir mit ihrer Charakterstärke und dem Willen herauszufinden, was es mit den Männer in Schutzanzügen auf sich hat, gut gefallen. An ihrer Seite ist Severin Moser, ein Dorfbewohner, der immer in brenzligen Situationen auftaucht und Emmi hilft.

Ein weiterer im Buch angesprochener Kritikpunkt ist die Presse. Sehr oft werden nur der Auflagen willen reißerische Artikel verfasst. Im Buch betrifft dies den scheinbar unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang, wodurch die Menschen mehr als nur verunsichert werden. Sichtbar wird das an der Person von August, dem Freund von Emmi.

Die Geschichte war von Anfang an spannend und wurde zum Ende hin noch intensiver und nervenaufreibender. Das Ende hat mich überrascht.

Allerdings frage ich mich, ob es sich bei dem Buch um einen Krimi oder ein Thriller handelt. Ich denke, weder noch. Auf alle Fälle aber ist ein spannendes und gut lesbares Buch zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit, nämlich unsere Umwelt für uns und die Nachkommen zu schützen und zu erhalten.

Ich gebe dem Buch aus dem Emons Verlag daher 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Der besondere Krimi aus Japan mit großem Rätselspaß

HEN NA E - Seltsame Bilder
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Japan - ein fernöstliches Land mit alten Tradionen - geheimnisvoll - und doch hochmodern. Nun kommt ein neuer Trend hinzu - ein Sketch Mystery Roman.

Abseits der eingetretenen Krimipfade schreibt Uketzu ...

Japan - ein fernöstliches Land mit alten Tradionen - geheimnisvoll - und doch hochmodern. Nun kommt ein neuer Trend hinzu - ein Sketch Mystery Roman.

Abseits der eingetretenen Krimipfade schreibt Uketzu ein Buch, das in jeder Hinsicht außergewöhnlich ist. In 3 Kapiteln und einem Abschlusskapitel erzählt er einen spannenden und absolut unterhaltsamen Kriminalfall, der mir den Atem raubte.

Ein Mann führt einen Blog nach dem Tod seiner Ehefrau und entdeckt geheime Botschaften in ihren hinterlassenen Zeichnungen. Zwei Studenten versuchen das Geheimnis zu lüften, kurz darauf stirbt einer. Eine Frau mit ihrem Kind wird gestalkt, kurz darauf ist das Kind verschwunden und ein Professor wird bei einer Bergwanderung getötet. Wie hängen diese Fälle zusammen?

Schon der Prolog - auf der ersten Seite steht "Ich zeige Ihnen jetzt ein Bild." - zeigt einem schon die Richtung an. Es gibt viele rätselhafte kindliche Zeichnungen, die es zu entschlüsseln gilt. Viele Zeugenaussagen, Protokolle oder Bilder von Fahrplänen, Zeichnungen von Polizeibeamten zu möglichen Geschehensabläufen etc. reichern die zahlreichen kurz gehaltenen Kapitel an, in denen man gleich von Anfang an versucht, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Doch vergeblich. Das erste Kapitel endet ohne jegliche Erkenntnisse und das nächste Kapitel handelt wie auch das dritte von einer scheinbar vollkommen anderen Geschichte, die auf den ersten Blick nichts miteinder zu tun zu haben.

Doch weit gefehlt. Im spannenden Abschlusskapitel finden die Erzählstränge erstaunlicherweise gut zusammen. Abschnitte, die zuvor scheinbar keinen Sinn ergaben, wurden wunderbar aufgelöst.

Zur Verwirrung trug bei mir auch bei, dass die drei Kapitel nicht linear aufgebaut sind, sondern es auch auf den ersten Blick nicht sichtbare Zeitsprünge gibt.

Dieser sehr ungewöhnliche Krimiaufbau mit seiner Struktur, Erzählweise und zahlreichen Skizzen und Zeichnungen hat mir extrem gut gefallen.

Daher gebe ich hier 5 von 5 ⭐️

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