Ein Kampf in zweiter Reihe
Die Welt in unseren Händen"Die Welt in unseren Händen" versetzt uns zurück in die Zeit des 2. Weltkrieges. Während die Männer an der Front kämpften, sorgten die Frauen der Royal Air Force dafür, dass auch im Hintergrund alles glatt ...
"Die Welt in unseren Händen" versetzt uns zurück in die Zeit des 2. Weltkrieges. Während die Männer an der Front kämpften, sorgten die Frauen der Royal Air Force dafür, dass auch im Hintergrund alles glatt lief. June entschließt sich, ihren Dienst in der WAAF anzutreten - ein großer Schritt, der auch Auswirkungen auf ihr Privatleben hat. In den nächsten Jahren leistet sie in England, Ägypten und Italien Großes für ihr Heimatland.
Emily Walton ist mit "Die Welt in unseren Händen" ein tolles Buch über ein Thema gelungen, über das viel zu wenig geschrieben wird: Die Funktion der Frauen während des Krieges. Anschaulich schildert sie, wie June und ihre Kameradinnen zwar nicht an der Front, aber auf einer anderen Ebene zu kämpfen haben. So viele Aspekte eines Krieges werden beleuchtet und dennoch ist das Buch unglaublich unterhaltsam. Das Zwischenmenschliche zwischen June und ihren neu gefundenen Freundinnen wird ebenso thematisiert, wie die Situationen, unter denen die Frauen, teilweise unter großen Entbehrungen, teilweise aber auch in deutlich besseren Verhältnissen, als erwartet, ihren Dienst versehen. Auch so manche Liebelei hat ihren Platz in dem Buch und sorgt für Abwechslung.
Das Leben in den verschiedenen Ländern wird schön geschildert. Es hat mich überrascht, als wie fortschrittlich Kairo während des 2. Weltkrieges beschrieben wird, welche Szenen es da im Untergrund bereits gab und welch ein Wohlstand dort offenbar herrschte - das hatte ich so nicht erwartet.
"Die Welt in unseren Händen" ist einerseits informativ, andererseits unterhaltsam. Eine gute Mischung für einen Roman, der auf der wahren Geschichte der Großmutter der Autorin basiert und den ich sehr gerne an alle historisch Interessierten weiter empfehle, die auch Spaß an Geschichten abseits des tragischen Kriegsgeschehens haben.