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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2025

Manifestation leicht gemacht

Dream Chaser
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Luisa Lion ist eine Influenzerin, der ich bisher nicht wirklich folgte. Ihr Buch sprach mich aber optisch und auch inhaltlich an und so habe ich es gelesen und nicht bereut.

Die Autorin nimmt uns mit ...

Luisa Lion ist eine Influenzerin, der ich bisher nicht wirklich folgte. Ihr Buch sprach mich aber optisch und auch inhaltlich an und so habe ich es gelesen und nicht bereut.

Die Autorin nimmt uns mit auf eine persönliche Reise durch die Manifestation. Sie zeigt, was und auch wie sie sich ihr Leben manifestiert hat und gibt Hilfestellungen und auch Mut, sein eigenes Leben zu verändern. Mir gefällt sehr gut, dass sie hier nicht völlig ins Esoterische abtaucht, sondern alles wirklich Hand und Fuss hat.

Jedes Kapitel wird mit einem Zitat eingeleitet und allein diese Zitate sind schon ein großer Mehrwert. Die Kapitel bauen logisch aufeinander auf. Erst kümmern wir uns um unsere innere Haltung, unser Mindset, unsere Glaubenssätze und bekommen Übungen an die Hand, diese zu durchbrechen und uns selbst zu lieben. Dann geht es an die Planung unserer Wünsche. Wir kreieren ein Vision Board, ein Action Board und einen Plan. Denn einfach wünschen und sich zurücklehnen funktioniert nicht.

Die Autorin spricht zu den Lesern wie zu Freunden. Wir erfahren sehr viel persönliches und werden immer wieder ermutigt, dranzubleiben. Dieser Ton gefällt mir sehr gut.

Mir war es eine wahre Freude, dieses Buch zu lesen und ich wünsche ihm viele Leser:innen.

Veröffentlicht am 07.02.2025

Mir waren es zu viele Datteln

Natürlich ohne Zucker
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Natürlich ohne Zucker ist ein tolles Buch für alle, die Kuchen und Nachtisch ohne Zucker genießen wollen. Der Theorieteil ist interessant und zeigt, wie man Zucker ersetzen kann. Die Rezepte sind vielfältig ...

Natürlich ohne Zucker ist ein tolles Buch für alle, die Kuchen und Nachtisch ohne Zucker genießen wollen. Der Theorieteil ist interessant und zeigt, wie man Zucker ersetzen kann. Die Rezepte sind vielfältig und bieten für jeden die passende Süßspeise. Mir haben die Bilder sehr gut gefallen und ich wollte direkt alles nachkochen und nachbacken.

Leider gibt es einen kleinen Minuspunkt. In fast allen Rezepten wird der Zucker durch Datteln oder Dattelsüße ersetzt. Ja, damit kann man Zucker sehr gut ersetzen und ich verstehe durchaus, dass viele Rezepte auf die Kraft der Dattel setzen, aber erstens sind Datteln nicht gerade günstig und in manchen Rezepten braucht man wirklich viel und zweitens gibt es wirklich auch andere Möglichkeiten als Datteln, um Süße in Speisen zu bekommen. Manche Rezepte zeigen das auch. Da hätte ich mir einfach mehr Vielfalt gewünscht und auch Rezepte mit günstigen Zutaten.

Ein schönes Buch, gerade für Dattelfreunde, mit leider zu wenig Alternativen für Menschen, die sich viele Datteln nicht leisten können oder wollen.

Veröffentlicht am 04.02.2025

Witzige Fake Dating Geschichte

Eine McElroy zu viel
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Ich habe nach einer lustigen, leichten Lektüre gesucht, die mich ein wenig ablenkt und ich habe sie gefunden! Dieses Buch hat alles, was man braucht: sympathische Protagonisten, eine witzige Story, was ...

Ich habe nach einer lustigen, leichten Lektüre gesucht, die mich ein wenig ablenkt und ich habe sie gefunden! Dieses Buch hat alles, was man braucht: sympathische Protagonisten, eine witzige Story, was fürs Herz, was zum Lachen und auch ein paar Momente, in denen man jemanden schütteln möchte. Ich habe es wirklich genossen.

Eine McElroy zu viel ist eine schöne Fake Dating Geschichte. Michael McElroy bringt seine lesbische Freundin Fiona mit zur Familie, um Weihnachten zu feiern und endlich mal keine Fragen zu seinem Liebesleben zu hören. Es läuft auch echt gut, aber Michael hat viele Geschwister und da ist eine Schwester, die der ganzen Geschichte ein wenig unverhoffte Würze verleiht.

Die Familie McElroy ist groß, laut, witzig und manchmal vielleicht ein wenig übertrieben dargestellt, aber das darf sie auch. Es muss nicht alles super realistisch sein und gerade Weihnachtsbücher dürfen ein wenig in die Kitschschublade greifen. Ich habe meinen Ausflug in diese Familie sehr genossen und mich wohl gefühlt. Mir hat sehr gut gefallen, dass jedes Familienmitglied besonders ist und diese Besonderheit, ob positiv, oder negativ, siehe Oma, auch herausgearbeitet ist. Vielleicht bringt so manche Szene die Leser auch zum nachdenken. Denn sogar das ist geboten.

Durch die einfache, aber schöne Sprache lässt sich dieses Buch genießen wie ein Stück Schokolade auf der Zunge. Man kann einfach nicht aufhören und ist danach ein kleines Stück glücklicher.

Ich empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Meisterwerk

Die Vegetarierin
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Dieses Buch hat den Literaturnobelpreis definitiv verdient. Ich bin beim Lesen durch alle Emotionen durch: Mitgefühl, Freude, Wut, Zorn, Ekel, Schmerz… Meine Gefühlswelt hatte kaum Zeit, sich auszuruhen.

Die ...

Dieses Buch hat den Literaturnobelpreis definitiv verdient. Ich bin beim Lesen durch alle Emotionen durch: Mitgefühl, Freude, Wut, Zorn, Ekel, Schmerz… Meine Gefühlswelt hatte kaum Zeit, sich auszuruhen.

Die Geschichte wird in drei Abschnitten erzählt. In jedem Abschnitt kommt ein anderes Familienmitglied zu Wort und so hat man einen ganz besonderen Blick auf die Geschichte. Nur Yeong-Hye, die Vegetarierin, kommt nicht zu Wort. Weil niemand sie versteht, lernen auch wir sie nicht kennen und das macht einen unglaublichen Reiz aus.

Den Anfang macht ihr Mann. Er erzählt völlig emotionslos, hat er seine Frau doch ausgesucht, weil sie so durchschnittlich ist: nichts besonderes, keine Frau, die auffällt. Eine, die sich eben in sein Leben einfügt. Er versucht nicht, ihre Beweggründe zu verstehen und hofft, dass es sich wieder legt. Doch bei einem Familienessen kommt es zur Gewalt und ich musste das Buch wirklich weglegen.

Dieses Buch beschäftigt uns länger, als wir darin lesen. Die Gewalt gegen die Protagonistin, das Unverständnis, das in Formen drücken haben beim Lesen so weh getan. Es gibt eine Stelle, da dachte ich, ja, man kann ihr vielleicht helfen, da baut jemand eine Verbindung auf, doch dann wurde es noch schlimmer.

Es ist ein kurzes Buch, doch auf diesen wenigen Seiten ist so viel Botschaft, so viel Kunst, so viel herausragende Sprache, dass es die Leser:innen lange beschäftigt.

Ein absolut empfehlenswertes Meisterwerk.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Zeitlose Geschichte über das Loslassen

Reise nach Laredo
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Vielleicht hätte ich dieses Buch nicht wenige Tage nach dem Tode meiner Mutter lesen sollen. Vielleicht war es aber genau die richtige Lektüre.
Karl V. hat sich zum Sterben zurückgezogen. Doch dann begibt ...

Vielleicht hätte ich dieses Buch nicht wenige Tage nach dem Tode meiner Mutter lesen sollen. Vielleicht war es aber genau die richtige Lektüre.
Karl V. hat sich zum Sterben zurückgezogen. Doch dann begibt er sich mit dem elfjährigen Geronimo, einem Maultier und einem Pferd auf eine Abenteuerreise nach Laredo. Es ist eine Reise voller Erlebnisse, Rettungen, Schlägereien und Begegnungen und doch eine Reise des Loslassens. Ein langer Abschied. Ein schweres Thema.

Arno Geiger findet die richtigen Worte, die richtigen Formulierungen und sorgt dafür, dass es immer wieder Sätze gibt, die man unterstreichen muss. Es ist ein eher ruhiges Buch, ein trauriges Buch und doch so voller Hoffnung. Ein Loslassen, das nicht aufgeben ist.

Es ist ein zeitloses Buch, auch wenn Karl V. doch dafür sorgt, dass man das Buch zeitlich einordnen kann. Doch die Geschichte des Loslassens begleitet uns zu jeder Zeit.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, gerade weil es ein wichtiges Thema unglaublich sprachgewaltig beschreibt.

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