Der 2. Band rund um die Artus-Sage konnte mich (im Gegensatz zu Band 1) nicht wirklich begeistern.
Ich fand den Erzählstil zwar flüssig und atmosphärisch, die Handlung ereignis- sowie wendungsreich, aber ...
Der 2. Band rund um die Artus-Sage konnte mich (im Gegensatz zu Band 1) nicht wirklich begeistern.
Ich fand den Erzählstil zwar flüssig und atmosphärisch, die Handlung ereignis- sowie wendungsreich, aber die vielen magischen Action- bzw. Kampfszenen sind mMn alle ähnlich und ich kann in Büchern nichts damit anfangen – ich muss so etwas sehen.
Das Zwischenmenschliche empfand ich als eher flach, zudem waren mir die Magie, die Spannung, das Drama bzw. die “Auflösungen” oft nicht spektakulär genug – das gilt allerdings nicht für die Ereignisse während letzten paar Kapitel, die fand ich wirklich fesselnd!
Vielleicht liegt mein Mangel an Begeisterung auch nur daran, dass der “Reiz des Neuen” beim 2. Band nicht mehr gegeben ist und/oder meine Erwartungshaltung zu hoch war, da ich den 1. Teil richtig toll fand!
Eine Teenagerin wacht verletzt, ohne Erinnerungen, am Rande einer Straße auf. Ein Polizist nimmt sie mit, doch kurz darauf taucht ein Mann auf, der beweisen kann, dass er ihr Vater ist, also geht die junge ...
Eine Teenagerin wacht verletzt, ohne Erinnerungen, am Rande einer Straße auf. Ein Polizist nimmt sie mit, doch kurz darauf taucht ein Mann auf, der beweisen kann, dass er ihr Vater ist, also geht die junge Frau mit ihm. Ihr fallen allerdings immer mehr Ungereimtheiten auf, zudem ist der Mann wirklich seltsam, denn er hat sehr spezielle Wertvorstellungen, dann wird ihre schlimmste Befürchtung real, aber schlimmer geht immer ...
Die Freundin des Jugendluchen Drew wird seit Wochen vermisst und da er in der Nacht ihres Verschwindens mit ihr zusammen war, gilt er als Hauptverdächtiger. Er ist verzweifelt und leidet unter der Ausgrenzung, dann ändert ein “Geständnis” alles, weil es zu einer vielversprechenden Spur führt - deren Verfolgung voller Hindernisse ist ...
Die Handlung nimmt für meinen Geschmack eher langsam an Fahrt auf, das störte mich allerdings kaum, da das Geschehen von Anfang an atmosphärisch, beklemmend, rätselhaft und unterhaltsam gestaltet ist.
Die Charaktere sind großartig gezeichnet: interessant, sympathisch, nuanciert (das gilt nicht für die Antagonisten!) und lebensecht. Auf den ersten Blick wirken die Widersacher vielleicht eindimensional bzw. schablonenhaft, ich finde jedoch, dass sie ein Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen sind, denn mMn sind auch im wahren Leben viele sturer sowie radikaler in ihrem Denken und Handeln geworden. Die Protagonisten sind wirklich facettenreich, sie haben echte Schwächen und Fehler, wenn es darauf ankommt, kann man sich aber auf ihr Verständnis, ihre Hilfsbereitschaft und ihre unerschrockene Entschlossenheit verlassen - auch wenn es aufgrund ihrer Eigenarten immer wieder zu Kabbeleien kommt!
Die ausgeklügelte, wendungsreiche Handlung wird allmählich zunehmend düster, komplex, nervenaufreibend, dramatisch und zum Ende hin fast unerträglich spannend sowie erschütternd! Kaum zu glauben, dass es sich bei “That’s not my Name” um ein Debüt handelt!!!
Ich fand den Handlungsverlauf während der 1. Hälfte größtenteils schleppend und auch nervig, weil es viel um Millies Gedanken zu ihrem Mann, ihren Kindern sowie den seltsamen Nachbarn bzw. ihrem neuen ...
Ich fand den Handlungsverlauf während der 1. Hälfte größtenteils schleppend und auch nervig, weil es viel um Millies Gedanken zu ihrem Mann, ihren Kindern sowie den seltsamen Nachbarn bzw. ihrem neuen “Vorstadt-Leben” geht.
Sie macht sich Sorgen, dass ihr Mann auf die unverschämt offensichtlichen Annäherungsversuche der Nachbarin eingehen könnte. Sie fragt sich von wem ihre Tochter ihre Ernsthaftigkeit und ihre Intelligenz “geerbt” hat. Sie macht sich Sorgen wegen der Verhaltensauffälligkeiten ihres Sohnes. Sie fühlt sich genötigt eine Zugehfrau zu beschäftigen und hat so ihre Problemchen mit unausgesprochenen Vorstadtregeln.
Es gibt zwar von Anfang an viele unheilvolle Kleinigkeiten sowie rätselhafte Begebenheiten, die neugierig machen, aber für meinen Geschmack passiert lange nichts Entscheidendes und so richtig spannend wurde es für mich erst ab der 2. Hälfte - mit der Entdeckung einer Leiche, die nur die Spitze des Eisbergs ist. Von da an fand ich “Sie wird dich finden” wirklich toll – typisch Freida McFadden: nervenaufreibend, herrlich gewieft, raffiniert und überraschend!
“Der Gourmet” ist Band 2 der “Washington Poe und Tilly Bradshaw ermitteln-Reihe", aber man kann die Bände unabhängig voneinander lesen.
Vor sechs Jahren brachten vor allem die hartnäckigen Bemühungen ...
“Der Gourmet” ist Band 2 der “Washington Poe und Tilly Bradshaw ermitteln-Reihe", aber man kann die Bände unabhängig voneinander lesen.
Vor sechs Jahren brachten vor allem die hartnäckigen Bemühungen von DS Washington Poe einen charismatischen, narzisstisch grausamen Gourmet und TV-Star-Koch ins Gefängnis - wegen Mordes an seiner eigenen Tochter, obwohl keine Leiche gefunden wurde. Nun taucht eine Frau auf, die behauptet die angeblich ermordete Tochter des besagten Kochs zu sein. Es scheint, als hätte jemand sie entführt, als wäre ihr die Flucht gelungen – eine DNA-Analyse betätigt ihre Identität. Aber das Ergebnis einer weiteren forensischen Untersuchung bringt Seltsames zu Tage, sodass Poe, zusammen mit Tilly (einer brillanten Crime-Analystin) nachzuforschen beginnt.
Parallel dazu entfaltet sich der perfide Plan des Star-Kochs, doch nur Poe kann nur Tilly und seine Chefin, DI Stephanie Flynn, davon überzeugen, sodass ihm mächtig Ärger droht.
Der Schreibstil ist lebendig, ausdrucksstark, schwarzhumorig. Die Dynamik zwischen den Figuren ist unterhaltsam und interessant. Die Handlung ist komplex, raffiniert, facettenreich, mit viel ländlichem Nordwestengland-Flair sowie einer plausiblen Auflösung!
Ich fand “Der Gourmet” eher rätselhaft als spannend, dennoch war es ein Vergnügen für mich in diesem atmosphärischen, amüsanten und gleichzeitig düsteren Krimi einzutauchen!
“Diamond Empress. A Million Reasons” ist Band 1 einer Trilogie.
Die junge Noemi hat ihr Leben während der letzten sechs Jahre gründlich vermasselt und nimmt jetzt einen Job als Pianistin an Bord eines ...
“Diamond Empress. A Million Reasons” ist Band 1 einer Trilogie.
Die junge Noemi hat ihr Leben während der letzten sechs Jahre gründlich vermasselt und nimmt jetzt einen Job als Pianistin an Bord eines Luxusliners an. Dort lernt sie den etwa gleichaltrigen Akrobaten Viktor kennen und als beide einer geheimnisvollen Einladung in die Schiffsbibliothek folgen, bekommen sie die Chance Teil einer Diebescrew zu werden – wenn sie die Aufnahmeprüfung meistern.
“Diamond Empress. A Million Reasons” beginnt direkt fesselnd und faszinierend verstörend: Man lernt die 24-jährige Noemi kennen, die (wegen diverser Enttäuschungen) himmelschreiend trotzig, zynisch und selbstzerstörerisch unterwegs ist. Sie ist sehr impulsiv sowie leichtsinnig, was allerdings nachvollziehbar geschildert wird: Alltägliches, Routine, Konventionen etc. langweilen und engen ihren freien, hochbegabten Geist ein, weshalb sie regelmäßig ein Gegenmittel braucht. Sie ist süchtig nach Nervenkitzel, danach zu provozieren, Verbotenes oder gar Illegales zu tun.
Nach wenigen Kapiteln betritt dann der völlig abgebrannte, ebenfalls moralisch graue, Viktor die Bühne bzw. den Times Square, wo er die Menschenmenge mit einer nicht genehmigten, akrobatischen Feuershow begeistert, um anschließend “den Hut herumgehen zu lassen”. Doch der cool und tough wirkende Straßenkünstler hat echte Schwächen und eine davon kommt ihm in die Quere, mit fatalen Folgen, aber das Blatt wendet sich erneut - er wird unverhofft Teil einer spektakulären Show auf einem Kreuzfahrtschiff.
Die beiden sind brillant charakterisiert, Sie sie haben bewegende Vorgeschichten, sind hoch interessant, voller Widersprüche, außergewöhnlich, dabei total überzeugend - und ihr Zusammenspiel ist unterhaltsam plus aufregend gestaltet. Ihre Innenleben (Ängste, Hoffnungen, Scham, Verzweiflung) werden ausgesprochen lebendig, emotional sowie greifbar geschildert. Auch die Nebenfiguren sind toll ausgearbeitet und die Diamond Empress, ein geradezu lächerlich luxuriöses Kreuzfahrtschiff, ist der perfekte Rahmen für das bunte Treiben der gewitzten Heist-Crew.
Auf dem Schiff müssen sich Noemi und Viktor nicht mehr um einen Schlafplatz, die nächste Mahlzeit oder ein geregeltes Einkommen sorgen, weshalb sie über Dinge nachdenken, die das Leben wirklich lebenswert machen: Vertrauen, Zusammenhalt, Freundschaft, emotionale Nähe - die Annäherung von Noemi und Viktor war mir zwar manchmal etwas zu gefühlsbetont, aber ich bin generell kein Fan von Liebesgeschichten, und insgesamt fand ich das Zwischenmenschliche bzw. die Found-Family-Elemente großartig umgesetzt!
Der Kopf der Diebesbande ist Ernest Ramon Ariel Walker-Petrakis, ein ebenso eleganter wie zwielichtiger Gentleman Ganove - er scheint im Geld zu schwimmen, was ist also seine Motivation? Kann man ihn trauen? Haben Noemi und Viktor eine Wahl? Schließlich geht es um 6,6 Millionen pro Kopf und die beiden haben sich während der letzten paar Jahre mehr schlecht als recht durchs Leben gemogelt.
“Diamond Empress. A Million Reasons” ist unwiderstehlich! Die filmisch erzählte Handlung sprüht vor Elan, sie ist psychologisch interessant, ereignis- sowie geistreich, humorvoll, rätselhaft, spannend und überraschend! Ich finde das Buch ist ein bisschen wie die Ocean’s- Heist-Filmreihe, nur jünger, elektrisierender, mysteriöser! Während der 100-tägigen Kreuzfahrt es geht von NYC nach Barcelona, in diesem Band über Neufundland, Grönland, Island und die Färöer-Inseln - ich kann es kaum erwarten, die Reise fortzusetzen, denn Band 1 endet mit einem Wahnsinns-Cliffhanger!